Wenn ich mir Dinge vorstelle …

… wird das zumeist recht schnell sehr plastisch. Keine Phantasie von Körpern ohne Gesichter, Namen, Geschichten, Eigenschaften, nichtmal erotische ohne all das.

So auch zur Zeit mal wieder. In meinem Kopf entsteht derzeit ein ganz verrücktes Haus. Genau genommen entsteht es sogar WIEDER. Dieses verrückte Haus habe ich mir schon einmal vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein Haus am Hang, das mehr oder minder um einen Infinity Pool arrangiert ist. Der Pool ist etwas mehr als zwei Meter tief, an zwei Seiten umgibt ihn das „Erdgeschoss“ des Hauses, auf der Höhe des Plateaus, an dessen Hang sich das Haus befindet. Das Gelände fällt nach Süden um zwanzig Meter ab, der Pool ist in das obere von zwei Sockelgeschossen eingebettet – der Clou ist aber, dass drei Räume im „Keller“, eigentlich dem oberen Sockelgeschoss, gut wärmeisolierte Fenster mit Blick in den Pool haben. Der Raum im Osten hat auch, unterhalb der Hangkante, Fenster nach Osten, so dass morgens die Sonne durch den Raum im Osten das Wasser des Pools erleuchtet und so indirekt in die Räume mit Fenster ins Wasser hinein leuchtet.

Eines der Zimmer nördlich des Pools ist das Schlafzimmer der extravaganten Bewohnerin, die eher eine Einzelgängerin ist. Ihre Geldquelle habe ich mir überlegt, lasse sie aber hier gerne im Dunkeln, weil sie das auch so täte. Sie ist ein Partytier, aber in ihr mondänes Haus lässt sie kaum jemanden rein, gelegentlich verschleiert sie auch vor ihren Freunden, wo sie wohnt, indem sie mal den Eingang oben am Plateau und mal den unten am Hang benutzt.

Sie hat natürlich auch einen Namen und ich sehe ihre Handtücher unordentlich auf der hölzernen Sockelbank am Fenster in den Pool liegen, sandfarben und blau.

Imagination ist etwas wundervolles. Ob ich mehr von Mara und ihrem Haus erzählen mag? Ich weiß es nicht. In jedem Fall liebe ich die Vorstellung, den All- und Nichtalltag in dem Haus und außerhalb. Auch wie sie sich fragt, ob sie einsam ist, weil sie auf Parties in der Mitte des Trubels, aber daheim immer allein ist. Wie Sonnenbrille und dunkelblonder Pferdeschwanz zu ihrer „Maske“ draußen gehören, sie schon über ein bisschen ungewöhnliche Kleidung Distanz aufbaut.

Was man so phantasiert und niederschreibt, wenn man am Albtalbahnhof auf den Anschluss wartet …

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