Alte Geschichten

…kommen bei mir immer mal wieder hoch. Alte Geschichten?

Ja. Alte Geschichten. Immer wieder denke ich mir Dinge aus. Gestalten, Figuren, Landkarten, Welten… Weltumspannende Epen und ganz kleine Geschichtchen. Manchmal vergesse ich sie bald wieder, manchmal bleiben sie lange in meinem Kopf. Aber eines ist sicher: Irgendwann sind sie mal weitgehend aus meinem Kopf raus.

Doch sie kommen alle wieder. Immer! Es dauert manchmal recht lange, aber sie kommen wieder. So war das mit dem Howard-Goldstein-Vortex, so war’s auch mit Jenny Korrenburr, der Heldin von „Am Rand des Strömungsabrisses“. Jenny wird auch wieder kommen, im Moment ist sie aber in meinem Kopf nicht so präsent. Aber es ist auch mit anderen Geschichten so. Zum Beispiel habe ich vor langer Zeit eine Geschichte geschrieben, über einen Schutzengel, der einen Ritter-König auf dem Feldzug gegen die Monster der Berge begleitete, beschützte und von einem Schamanen seiner Flügel beraubt wurde… und dann, der Unschuld der weißen Flügel beraubt, furchtbare Rache nahm. Inzwischen ist ein ganzes Epos darum entstanden, das ich danach für viele Jahre vergessen hatte. Und nun kommt es wieder. All diese Geschichten kommen wieder, verändern sich dann etwas, weil ich mich verändere. Ob sie besser werden, weiß ich nicht. Vielschichtiger auf jeden Fall.

Meine Phantasie funktioniert so. Immer wieder werden die Geschichten wiedergekäut, verändert, um Nuancen erweitert, Dinge geändert, entfernt und neu gefasst. So auch der gefallene Engel aus jener kaum eine A4-Seite langen Geschichte. Inzwischen sind’s über dreihundert Jahre eines ganz klein begonnenen und dann größer gewordenen Reiches, einer Erlösung und daraus gegründeten Religion. Diese Geschichte habe ich dann als teils aus realen Ereignissen erstandenen Mythos in die Welt eingebaut, in der ich „Am Rand des Strömungsabrisses“ angesiedelt habe. Die Geschichte funktioniert als Fantasy-Epos genau wie als Gründungsgeschichte einer Religion, mal mit echten übernatürlichen Wesen, mal mit Ereignissen, die den Mythos aufbauen, aber ganz irdisch oder eher eher tethysisch sind. Heute Nacht werde ich bestimmt davon träumen – da freue ich mich drauf.

Pläne – Howard-Goldstein-Vortex Ebook

Mein aktuelles Schreib-Projekt, der Howard-Goldstein-Vortex, wächst und wächst. Nun ist es für mich sehr schön, das Projekt episodenweise, eine jede Woche, zu veröffentlichen. Durch die Blog-Form freilich hilft zwar der Index, Stück für Stück zu navigieren, aber im Blog selbst stehen die Episoden in umgekehrter Reihenfolge.

Nun kam mir vor einiger Zeit die Idee, mit Abschluss der ersten Staffel und dem Übergang zur neuen, zweiten Staffel die bisherigen Folgen zu einem Ebook-Format zusammenzukompilieren und als Download anzubieten. Dann kann man’s lässig auf dem Ebook-Reader in richtiger Reihenfolge lesen. Freilich dauert es noch eine Weile, vermutlich bis in den Januar, bis Staffel 1 vollständig ist. Aber die Idee reift schon eine Weile und so dachte ich, ich schreibe sie hier mal auf.

Dann werde ich die bestehenden Episoden zusammennehmen, noch einmal auf Fehler gegenlesen, den Cast als weiteres Kapitel dazunehmen und dann alles in ePub-Format bringen. Ob ich das Ganze dann hier auf der Veröffentlichungen-Seite und/oder auf dem Howard-Goldstein-Vortex zum Download anbieten kann, muss ich schauen. Oder eher: WIE ich es technisch mache, muss ich schauen, DASS ich es tun werde, steht fest.

Freitag ist Howard-Goldstein-Vortex-Tag

Ich habe es mir zu einem Grundsatz gemacht, gewisse Regelmäßigkeiten in meinem Alltag zu etablieren. Der Plan sieht schon recht straff aus:

  • Jeden Tag einen Post auf den Highway Tales
  • Sonntagvormittag ist Lauftreff der LG Hardt hier im Ort
  • Montagabend ist Trek Monday (2-3 Folgen einer SciFi-Serie mit Freunden gucken)
  • Dienstag ist Referatslauftreff in der Mittagspause auf der Arbeit, Dienstagabend in der Regel Fitnessstudio
  • Mittwoch ist Regierungspräsidiums-Lauftreff in der Mittagspause auf der Arbeit, Mittwochabend ist WNF (Wednesday Night Fever – gemeinsames MMO-Spielen mit Freunden)
  • Donnerstagabend sind Gildenmissionen meiner Gilde in Guild Wars 2, danach Chat-Rollenspiel mit meinem Nenn-Bruder
  • Freitag werden Intervalle gelaufen … und Freitagabend wird eine Folge des Howard-Goldstein-Vortex veröffentlicht.

Da heute Freitag ist, bin ich eben Intervalle gelaufen – eine Pyramide: 400, 800, 1200, 1600, 1200, 800 und nochmal 400 Meter schnell, jeweils 400 Meter als langsames Zwischenspiel, davor 2400 Meter einlaufen, danach 2400 Meter auslaufen.

Und da heute Freitag ist, habe ich eine Folge des Howard-Goldstein-Vortex veröffentlicht. Es war die 32. Folge der ersten Staffel, sie trägt den Namen „Mission Briefing“. So langsam kommt das Ganze in Fahrt, aber es tun sich auch Konflikte auf.

Auch die kommenden Freitage sind schon Folgen des Howard-Goldstein-Vortex vorgeplant – das kann ich hinbekommen, ohne dass mich Kopfschmerzen abhalten, wie es mir gestern mit Gildenmissionen und Chatrollenspiel passierte.

Das will doch keiner hör’n!

Ich bin ein extrovertierter Mensch. Das kann und will ich nicht leugnen. Ich erzähle gerne – von meinen Gedanken, meinen Phantasie-Geschichten, meinem Alltag, meinem Sport, meinem Leben…

Das war nicht immer so. Meine Geschichten behielt ich in der Schulzeit für mich. Spätestens, als sie unter Spott offenbart wurden, trieb ich noch mehr Geheimhaltung. Mein erster Computer zuhause wurde vor allem zum Schreiben und Speichern von Geschichten benutzt, und ich wachte peinlichst darüber, dass niemand da rankam. Es kostete mich Überwindung, mich damals mit „Am Rand des Strömungsabrisses“ an die Öffentlichkeit zu wagen, ins Feuer der Kritik. Das Ergebnis hat seine Schwächen, dessen bin ich mir inzwischen noch bewusster als damals, als ich es zur Veröffentlichung herausgab, aber dennoch – ich bin froh, dass ich es getan habe. Ähnliches gilt für den Howard-Goldstein-Vortex. Vielleicht – so denkt ein kleines Stückchen in mir – haben mir alle nur deswegen dazu geraten, diese Dinge zu schreiben und in irgendeiner Form zu veröffentlichen, weil sie das Erzähltbekommen leid waren. Denn seit nunmehr zehn bis fünfzehn Jahren habe ich diese Extrovertiertheit, diesen Drang zum Erzählen.

Es kostet mich aber immer noch Überwindung. Ich halte meine Gedanken und Geschichten nicht für so originell, meinen Sport nicht für so gut, als dass es irgendwen interessieren sollte. Da spielt eine innere Stimme mit, die wie die Eltern in „Junge“ von den Ärzten sagt: „Das will doch keiner hör’n!“ Vielleicht ist das auch so, aber es ist mir inzwischen wichtig, meine Gedanken herauszubringen, sie anderen zur Verfügung zu stellen. Selbst wenn es niemanden interessieren sollte, tut mir das gut. Aber es interessiert ja durchaus den einen oder anderen. Die Highway Tales, die viel meiner Gedanken beinhalten, haben inzwischen über meinen Freundeskreis hinaus den einen oder anderen Follower. Richtig groß freilich sind sie nicht, aber die 100 Follower haben wir hier immerhin schon überschritten. Ich hätte freilich eine Idee, wie es mehr werden würde – mehr Bilder, an manchen Stellen ein Streamlinen der Themen. Aber dann wär’s nicht mehr das, was ich im Sinn hatte.

Bei den Geschichten läuft’s noch nicht so viel. „Am Rand des Strömungsabrisses“ wurde zwar ein paarmal gekauft, aber ein Brenner wird’s nicht werden, und auch der Howard-Goldstein-Vortex wird bisher in überschaubarer, aber nichtsdestotrotz vorhandener Menge aufgerufen. Jedes Mal, wenn mein Partner, der mir beim Veröffentlichen des Strömungsabrisses half, mir schreibt, dass es wenig oder keine Verkäufe gab, überfällt mich das schlechte Gewissen, ihn für etwas eingespannt zu haben, das „keiner hören“ will. Analog fällt es mir auch sauschwer, mit Beharrlichkeit den „Howard-Goldstein-Vortex“ zu bewerben. Es schwingt immer dieses „Das will doch keiner hör’n!“ in meinem Kopf mit.

Aber wenn ich mir’s anschaue: Doch, es will jemand hören. Wahrscheinlich würden es viel mehr wollen, wenn sie nur davon wüssten und ich das Selbstvertrauen hätte, es einfach wild und viel lauter in die Welt zu schreien! Und so lange es niemand hören oder lesen MUSS, bl0ß weil ich es veröffentlicht habe, es aber Leute hören oder lesen können, denen es vielleicht etwas gibt, ist es meine Mission, meine Ideen, Gedanken und Geschichten weiterhin hinauszuposaunen in die Welt, auch wenn das Echo vielleicht nicht mein Ego befriedigt.

Beute vom Helden – Skyline

Gestern waren wir zu viert an einem wundervollen Tag beim Helden der Steine in seinem kleinen Lädchen in Frankfurt am Main im Herzen von Europa. Ihr erkennt diesen Spruch? Dann wisst Ihr vermutlich, wer der Held der Steine ist – und habt mindestens eines seiner Youtube-Videos über Klemmbausteine gesehen. Ich bin durch Manuel auf diese Videos gekommen – aber leider haben wir diesen Trip schlecht getimet, denn er konnte nicht dabei sein. Auch so waren wir allerdings zu viert – mein Nenn-Bruder Holger, mein Ehemann Holger und mein … äh, wohl dann Nenn-Vater Georg. Als wir vom Frankfurter Südbahnhof zum Helden gingen, sahen wir in der Laubestraße schon direkt eine Schlange vor dem Laden. Wie der Held der Steine in seinen Videos sagt: Sein Lädchen ist wirklich sehr klein. Die begehbare Fläche ist wohl tatsächlich eher kleiner als zwei mal zwei Meter, aber das macht ja nichts. Alle warteten schön zivilisiert, bis sie hineinkonnten, ließen sich auch nicht davon beirren, wenn sich andere schön viel Zeit ließen. Das soll ja auch so! Wir halfen auch anderen Fans des Helden, indem wir sie mit dem Helden zusammen fotografierten. Ich selbst habe nur die Auslage fotografiert:

Die Schaufenster des Helden der Steine oder genauer seines kleinen Lädchens in Frankfurt – fotografiert am 02.11.2019. Lego Technik, Hidden Side, Harry Potter – und mehr.

Ich fand es total schön, dass er sich trotz des Andrangs um jeden gekümmert hat – und eine Sache muss man auch sagen: Es ist immer strange, jemanden zu treffen, den man aus Youtube-Videos „kennt“. Eigentlich kennt man sich nicht, aber man weiß so einiges. Das ergibt dann diesen … „awkward moment“, denn eigentlich mag man Dinge fragen oder erzählen, aber der eigentliche, echte Bezug fehlt. Das verwischte sich aber recht schnell, denn Thomas Panke alias der Held der Steine ist in real genau so nett und unkompliziert wie in seinen Videos. Ich nahm dann auch ein paar tolle Dinge aus Frankfurt mit: schöne Eindrücke, nette Gespräche und auch eine Heldentasse in dunkelblau, ein Stück Noppenband, um Figuren oben auf dem Monitor aufzustellen, und zwei Sets: Die Gärten von Suzhou von Xingbao und das Lego Architecture Set „San Francisco“. Warum ausgerechnet San Francisco? Tja … ich hatte einen ziemlichen Flash über den Howard-Goldstein-Vortex, der ja zum Teil in San Francisco spielt. Leider fehlen im Architecture-Set zwei Dinge, die ich mit San Francisco verbindet: die San-Francisco-Bay-Bridge sowie das Hauptquartier der Sternenflotte. Auch der Held meinte, dass wir wohl leider recht lange warten werden, bis es ein Architecture-Set mit dem Hauptquartier der Sternenflotte geben wird. Die Bay Bridge ist wohl auch nicht ikonisch genug, nicht so zentral für die Wahrnehmung San Franciscos wie die Golden Gate Bridge. Während ich über das Xingbao-Set in einem künftigen Beitrag noch ein paar Worte verlieren werde, zeige ich hier mal das San-Francisco-Set:

Vorbereiten zum Aufbauen!

Der Aufbau machte einen riesigen Spaß, denn das Set ist wirklich interessant – und vor allem ist recht beeindruckend, wie mit speziellen Teilen, vor allem aber mit geeigneten Bautechniken glatte Oberflächen hergestellt werden, keine Noppen mehr zu sehen sind und die Gebäude erstaunlich detailliert nachgebildet werden:

Nun werde ich wohl doch mal ein bisschen mehr die Golden Gate Bridge highlighten müssen im Howard-Goldstein-Vortex!

Ein wundervolles Set!

Das TransAm-Building wie auch die perspektivisch in den Hintergrund laufende Golden Gate Bridge finde ich sehr gelungen, Alcatraz erkennt man auch sehr gut. Ich bin begeistert!

Vor der Bugwelle

Für mich hat sich in letzter Zeit der Begriff „vor der Bugwelle“ etabliert, um mir klar zu machen, dass ich in irgendeiner Sache vor dem Plan bin. Der Plan ist also ein gemächlich fahrendes Schiff, dem ich entweder zephyrhaft vorauseile, auf dessen Bugwelle ich surfe oder in dessen Kielwasser ich trudele.

Es gibt leider ein paar Bereiche, in denen ich derzeit aus dem Kielwasser kaum herauskomme. In zwei anderen Bereichen allerdings eile ich dem Schiff voraus und freue mich darüber. Teil eins ist das Laufen, was wohl kaum verwundert. 300 Kilometer habe ich mir für diesen Monat angesetzt, dann sind’s nur noch 350 in den zwei Restmonaten, bis ich auf „im Schnitt 10 pro Tag“ für ganz 2019 komme. 42 sind’s noch bis zu diesem Monatsziel, kein Problem in sieben Tagen – oder inzwischen sechs Tagen und 16 Stunden.

Der andere Bereich – also Teil 2, um in der Aufzählung zu bleiben – ist der Howard-Goldstein-Vortex. Während ich Ende September kaum noch vorgeschriebenen Text hatte und öfter mal am Freitag auf den letzten Drücker eine Folge zusammenzimmerte, hochlud und dabei den selbstgesetzten Veröffentlichungstermin („immer freitags um 16:30“) nicht halten konnte, habe ich nun wieder einen komfortablen Textvorrat in meiner Vorschreibedatei, zwei Folgen sind vorausgeplant. Heute wird „Folge 1.28: Leidenschaften“ veröffentlicht werden. Das Staffelfinale der ersten Staffel des Howard-Goldstein-Vortex wird bald eingeleitet, dann stehen auch im Cast ein paar Veränderungen an.

Es fühlt sich gut an, vor der Bugwelle zu sein.

[KuK] Noch’n Gedicht

Ein Rezept gegen Schlafmangel, schlechte Laune und allgemein nicht Gutes:

Halbe Stunde pennen,
Halbe Stunde rennen,
Nichts davon bereuen
Und dann wieder freuen!

… und das Ganze auch noch in Gedichtform. Die Heinz-Erhardt-Referenz konnte ich mir nicht verkneifen, auch wenn sie nicht ganz passt. Mein Gedicht ist einfach nicht lustig genug.