[KuK] Lauf-Löwin

Meine neuen Trikots meines Vereins!

Eigentlich bin ich vom Selbstgefühl ja eher ein Tiger oder eine Hauskatze. Allerdings sind die Sport Löwen Baden mein Verein, für den ich nun laufe – und heute auf dem Brunch des Vereins verteilte unsere Vorsitzende die neu bestellte Vereinskollektion. Für mich gab’s eine Windjacke, ein Winterlaufshirt, zwei Kurzarm-Laufshirts und ein Lauf-Singlet, jeweils mit Name und in dem charakteristischen, badischen Löwen-Rot-Gelb.

Nächste Woche geht’s in den Klamotten auf die Piste – zur Winterlaufserie nach Rheinzabern!

Advent, Advent, Talianna pennt…

Zugegeben: Der Reim benutzt Slang. Nicht, dass ich deswegen ein schlechtes Gewissen hätte, denn ich bin da recht schmerzfrei. Die sicherlich den meisten geläufige Umdichtung des zugrundeliegenden Gedichts benutzt schließlich auch diesen Reim, um die Konsequenzen des „fünften Lichtleins“ zu beschreiben. Unelegant ist es aber allemal.

Warum schreibe ich aber „am Sonntag pennt“, wenn es doch unelegant ist? Nun… am Sonntag schlafe ich normalerweise aus deutlich länger als unter der Woche. Ausschlafen wäre bei mir „Eule“ vermutlich deutlich länger, als ich Sonntags tatsächlich schlafe, daher die Konstruktion mit dem durchgestrichenen „ausschlafen“. Allerdings klingelt bei mir normalerweise um 5:55 der Wecker, am Samstag schlafe ich in der Regel bis 9:00 und am Sonntag bis 8:00. Warum ich am Sonntag sogar früher als am Samstag aufstehe? Da ist der Lauftreff der LG Hardt. Der beginnt im Winter zwar erst um 10:00, da mir die üblichen zehn Kilometer aber nicht reichen und ich die Zeit des sonntäglichen „Frühstücks“ nicht auf nach 12:30 schieben möchte, startet mein Lauf im Regelfall bereits um neun. Dann ist es lässig drin, 25 bis 30 Kilometer zu laufen und dennoch inclusive einer Dusche nach dem Lauf gegen 12:30 oder spätestens um 13:00 zu frühstücken. Dass ich eine Stunde zum „warmwerden“ brauche, in der ich Tee und vielleicht auch eine Tasse Espresso trinke, nehme ich mir heraus.

Dennoch bemerke ich, dass das Aufstehen in der Winterzeit schwerer fällt. Es ist länger dunkel als im Sommer, kühler, die Luft ist anders, der Himmel trüber. Ich habe im Winter ein größeres Schlafbedürfnis und daher komme ich schlechter raus. Ich muss also an der Zeit drehen, zu der ich zu Bett gehe, da bis auf am Samstag meine Aufstehzeit ziemlich fix ist. Mir als Nachteule, die in Studienzeiten auch mal bis zum Sonnenaufgang mit lieben Freunden Chatrollenspiel betrieb und dann bis zum Mittag schlief – oder nach dem Frühstück nach der Disco nach Hause kam, um dann Samstag und/oder Sonntag zu verschlafen, fällt das schwer. Aber ich brauche meinen Schlaf, insbesondere am Sport und an der Arbeit merke ich deutlich, wenn ich zu wenig geschlafen habe.

An der Laune merke ich es auch, allerdings meistens erst, wenn ich auf irgendwelche Dinge ganz anders, viel negativer reagiere als sonst. Schlafmangel fühlt sich an wie eine Verstimmung: Alles wirkt schlechter als normal, man ist reizbarer, nichts scheint zu klappen und man glaubt auch nicht dran. Schönes ist gedämpft, Unschönes wirkt schlimmer. Vor allem mache ich, wenn ich zu wenig geschlafen habe, auch alle Prognosen viel pessimistischer als normal: Klappt eh nicht, wird eh schiefgehen und so weiter.

Und so versuche ich, genug zu schlafen, damit ich die dunkle Zeit trotzdem genießen kann. Advent, Advent, die Tally pennt.

[KuK] S-O-S … mal wieder

Im Hinblick auf den in acht Tagen bevorstehenden Zehner der Winterlaufserie in Rheinzabern ist im Moment natürlich auch wieder Tempo-Training angesagt. Schließlich will ich ja die Sub-40 auf zehn Kilometer konsolidieren. Ob das klappt… nun, schauen wir mal. Aber was dafür getan habe ich auf jeden Fall:

Morsen mit Laufen.

Neben der „Pyramide“ (also 400m, 800m, 1200m, 1600m, 1200m, 800m, 400m – oder halt bis 2000m, bis 2400m…) werden die S-O-S-Intervalle zunehmend zu meiner liebsten Tempotrainingsform.

Was die Anzeigetafel nicht kann

Die Haltestelle Kronenplatz (Fritz-Erler-Straße) in Karlsruhe verfügt über eine tolle Anzeigetafel, auf der die nächsten Abfahrten angezeigt werden. Die Anzeige erfolgt sogar bezogen auf die tatsächliche Position der Bahnen, sofern diese verfügbar ist: Verspätet sich eine Bahn und ist das anhand ihrer Fahrt in Richtung Kronenplatz bereits absehbar, wird die voraussichtliche Abfahrtszeit und auch die voraussichtliche Abfahrtsreihenfolge der Bahnen angezeigt, nicht die planmäßige. 

Das mag jetzt vielen als Selbstverständlichkeit erscheinen, aber ich habe das Gefühl, so lange gibt’s das eigentlich noch nicht in der flächendeckenden Form, wie man es mittlerweile vorfindet. Ich jedenfalls finde es gut. Allerdings muss die Anzeigetafel mit ihren vier Zeilen recht viele Bahnen anzeigen. Sind irgendwelche Störungen, Meldungen, Zugausfälle im Gange, fehlt zusätzlich noch die unterste der vier Zeilen, weil hier einen Laufschrift erklärt, was gerade nicht so gut funktioniert und welche Konsequenzen das hat. In der Praxis stehen also oft nur die nächsten drei Bahnen auf der Anzeigetafel… 

So weit, so gut. Künftig werden auf dieser Strecke mit Halt an dieser Haltestelle wohl nur noch Trambahnen verkehren. Sofern’s nicht mehr als vier Linien sind und alle zehnminütig verkehren, hat man also die Chance, dass die nächsten Abfahrten aller fraglichen Linien angezeigt werden. Indes, im Moment ist es nicht so. Denn an der Haltestelle „Kronenplatz (Fritz-Erler-Straße)“ halten derzeit die Trams [2] und [5] sowie die S-Bahnen S1/S11, S4, S51/S52, S7 und S8. Die S-Bahnen haben grundlegend unterschiedliche Fernziele außerhalb Karlsruhes, so dass es insbesondere bei den nur einmal stündlich verkehrenden S51/S52, S7 und S8 sehr wahrscheinlich ist, dass eine gegebenenfalls verspätete Bahn nicht angezeigt wird, weil die Liste voll ist mit zehnminütig verkehrenden Trams [2] und [5] sowie der quasi-tramartig zehnminütig verkehrenden S1/S11. So weit, so klar. 

Vorgestern nun kam ich zur Haltestelle und war spät dran. Normalerweise verlasse ich zwischen 17:16 und 17:19 das Bürogebäude und bin zwischen 17:18 und 17:21 an der Haltestelle, 17:21 fährt planmäßig meine S7 nach Hause, ist aber meistens ein wenig spät. Ich war 17:23 an der Haltestelle und auf der Anzeigetafel standen: S4 sofort, [2] in einer Minute, S1 in zwei Minuten. Als die S4, die gerade in der Haltestelle stand, weggefahren war, rückte in die zweitunterste Zeile eine Tram [5] nach. In der untersten Zeile verkündete der KVV, dass personelle Engpässe bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe Ausfälle auf den Tram-Linien und der S2 bedingen könnten. Ich schnaufte: „Uff! Ist die schon weg? Fährt die S7 überhaupt?“ Sonst hätte ich nämlich 40 Minuten warten müssen, bis die nächste S8, die mich auch nach Hause bringt, gefahren wäre! Doch dann… 

Doch dann entdeckte ich eine Frau, die mir wegen ihrer langen, welligen Haare und der immer gleichen Position, an der sie auf die S7 um 17:21 wartend am Geländer lehnt, über die letzten Monate vertraut geworden ist. Wir haben noch nie ein Wort gewechselt, einander aber oft gesehen und einander zugenickt. Ich meinte so: „Oh, schön. Die S7 ist also noch nicht durch, wenn Sie hier noch warten! Ich sehe Sie nämlich regelmäßig.“ Sie bestätigte, erklärte aber, sie sei auch erst seit einer Minute da. Dann erschien auch schon die S7 auf der Anzeigetafel und wir beide freuten uns. Mit einem netten, unverbindlichen Gruß gingen wir auseinander. Dass sie aber auch noch wartete, hat mir mindestens eine Minute bangen Wartens erpart, ob die S7 schon weg sei. 

Ich hätte natürlich auch mit der App ÖPNVlive nachsehen können, aber für den Moment war die andere Variante offensichtlicher – und netter!

Fit für alles andere

Ich habe ja wieder ein Fahrrad. Natürlich möchte ich das Radfahren gerne neben meinen ganzen Lauf-Aufzeichnungen mit dokumentieren, und dementsprechend habe ich meine Excel-Datei aufgebohrt und ein paar neue Dinge hinzugefügt. Grundsätzlich fungiert diese Excel-Datei als Trainingstagebuch – sie befriedigt damit mein Bedürfnis nach Statistiken und Diagrammen.

Schon vor langer Zeit habe ich eine Funktionalität eingebaut, die mir erlaubt, immer zu einem selbst gewählten Monat die Laufzeit-, Laufkilometer-, Höhenmeter- und Laufenergieverbrauch-Summen des gewählten Monats und der elf Monate vorher in Diagrammen darzustellen, ohne in den Diagrammdaten herumfummeln zu müssen. Gleiches gilt für die Mittelwerte – wie lang war ich pro Lauf draußen, wie schnell bin ich im Mittel gelaufen und so weiter. Vor einiger Zeit habe ich für Laufdistanz und Laufgeschwindigkeit auch Quantil-Diagramme eingeführt.

Nun sollte also das Radfahren auch auftauchen. Da Laufen mein Hauptsport ist und auch bleiben wird, habe ich nicht all die tollen Dinge, die ich beim Laufen auswerte, übernommen. Nicht ALLE – aber schon ein paar. Darstellung der jeweils gefahrenen Kilometersummen und Gesamtradfahrdauer pro Monat sind drin, ebenso Durchschnittstempo im Monat auf dem Rad und mittlere, zeitliche Länge der Touren. Mit bisher nur der ersten Tour drin ist der Diagrammgehalt natürlich etwas dürftig, aber das kommt! Um alles zu unterscheiden, habe ich die Diagramme farbig hinterlegt:

Ich habe der Datei aber auch gleich mal Felder für Schwimmen – siehe blau hinterlegtes, leeres Beispieldiagramm – und „Sonstiges“ hinzugefügt. Für das „Sonstige“ berechne ich aber keine Mittelwerte der Geschwindigkeit. Wenn ich da Wandern, eventuelle Spielereien mit Inline-Skates oder Schlittschuhen, längere Geh-Aktionen und dergleichen gemeinschaftlich reinstopfe, wäre eine Geschwindigkeitsberechnung ziemlicher Humbug – und dafür ist „Sonstiges“ ja eine Resterampe!

So ziemlich alle Datenfelder, in denen irgendwas berechnet wird, sind übrigens gesperrt, damit ich meine erarbeiteten Formeln nicht aus Versehen überschreibe. Sprich: Ich habe alle Arbeitsblätter der Mappe gesperrt und in den gesperrten Blättern teils wenige Felder zur Bearbeitung freigegeben. Das ist einmal der Eintrag der Aktivitäten. Die anderen Felder, die ich ohne weitere Aktion bearbeiten kann, sind die Liste meiner Ausrüstungsgegenstände (viele Schuhe, ein Fahrrad) und das Auswahlfeld des Endmonats meiner 12-Monate-Diagramm-Darstellung. Für alles andere muss ich die Blätter erstmal entsperren – und das ist gut so. Wenn man auf die Schnelle was einträgt, sollte man sich so wenig wie möglich selbst trauen! Schließlich muss das ja alles richtig einsortiert und geordnet werden!

Eines allerdings habe ich gemeinschaftlich aufgetragen: Die bei den Aktivitäten verbrachte Zeit. Wie sieht das aus? Ganz einfach:

Die Gesamtzeit, die ich bei Aktivitäten verbracht habe, Stand 05.12.2019 frühmorgens.

Wann und wie schnell die nicht-lauf-mittelblauen Balken größer und/oder regelmäßiger werden, steht natürlich in den Sternen. Aber wenn’s kommt, meine Datei ist fit dafür. Der große lila „Sonstiges“-Balken im September stellt übrigens die Wanderung auf der Murgleiter dar, der winzigkleine Deckel in Grün auf dem noch kleinen Dezember-Laufzeitbalken ist die eine, erste Radtour zum wieder lernen des Radfahrens.

Was auch immer ich also künftig sportlich tuen mag: Meine Statistik-Datei ist schon fit dafür.

[KuK] Count-Up

Als ich fragte: „Ist das ein Adventskalender?“, bekam ich von meinem Mann beschieden: „Nein, das ist ein Geburtstagskalender!“ Am 24. ist es so weit: Ich werde 40.

Die ersten drei Türchen des „Geburtstagskalenders“

Number ONE (also Commander Riker oder Majel Barrett in jung) war die Box. Die beiden Tüten mit Lego tragen ihre Nummern ja noch. Ich bin sehr gespannt, was daraus wird!

Gut zu Fuß

Heute hatte ich meine Bildschirmarbeitsplatz-Vorsorgeuntersuchung von der Arbeit. Dafür fuhr ich mit der Straßenbahn quer durch die Stadt, vom Marktplatz zur Bannwaldallee. Das geht mit der roten Tram-Linie [1] des KVV ganz lässig ohne umsteigen.

Nach der Untersuchung ging es für mich flott weiter – Tram [1] zum Mühlburger Tor, S1/S11 Richtung Hochstetten – und nun sitze ich im Bus von Leopoldshafen zum KIT Campus Nord, wo ich einen Vortrag halte. Indes, so selbstverständlich ist das nicht! Die rote Tram [1] fiel aus – zweimal in Folge. Zu Fuß ging ich flott von der Bannwaldallee über die Brücke zur Europahalle, entlang der Tram zur Schiller- und dann zur Yorckstraße. Ich erreichte die S1/S11 VOR der geplanten S1/S11. Mit der nicht ausfallenden Tram wär‘s knapp geworden für die eigentlich geplante!

So hatte ich – wegen Verspätung – nur kurz auf den Bus zu warten, auch das wäre sonst eng geworden! Glücklich erreiche ich gleich Campus Nord, und das vor allem, weil ich mal rasch sechs, sieben, acht Tramstationen in der eigentlichen Fahrzeit plus 20 Minuten zu Fuß überbrücken kann.

Nun geht’s einen Vortrag halten!

…und mangels „dickem“ mobilem Netz am KIT sitze ich nach dem Vortrag schon wieder in der Bahn, wenn nun der Beitrag endlich online geht.