[KuK] Throwback Thursday – Trek Monday

Der Flyer des Trek Monday für das Serienfinale beim ersten Durchlauf „Star Trek: The Next Generation“, damals noch im Casa Noctis in Karlsruhe.
Werbeanzeigen

[KuK] Leicht positive Bilanz

Dieses Stück des Durchgangs zwischen zwei Bauteilen der Heinrich-Hübsch-Schule fiel mir heute ins Auge. Da konnte ich heute nicht dran vorbeigehen …

Den Kaffeebecher und den Becherdeckel mit Trinkhalm habe ich aufgehoben und in den nächsten Mülleimer getragen. Das mache ich viel zu selten, aber immer noch öfter, als ich etwas einfach wegwerfe. Dass mir das mal passiert, kann ich nicht gänzlich ausschließen, aber insgesamt hebe ich mehr Müll auf, als ich irgendwo fallen lasse – denn BEWUSST tue ich letzteres nie.

Vierer oder Zweier?

Jeden Morgen und auch jeden Nachmittag bin ich wieder fasziniert vom Verhalten der Fahrgäste beim KVV im Mittelteil des Zuges. Per se würde ich eigentlich davon ausgehen, dass ein „Vierer“, also zwei Bänke aus zwei Sitzen, die einander gegenüberstehen, die bevorzugte Sitzgelegenheit auch für einzelne Passagiere sind, um die Fahrt zu verbringen. Lustigerweise habe ich selbst eine gewisse Hemmung, mit einen „Vierer“ zu nehmen. Oft hätte ich aber gar keine andere Wahl, selbst wenn ich diese Hemmung nicht zu überwinden trachten würde: Die Vierer im Mittelteil des Zuges werden zumeist als letztes besetzt, alle anderen Bänke sind meist vorher besetzt.

Natürlich kann es sein, dass ich mir das einbilde, glaube ich aber eher nicht. Vielleicht liegt es daran, dass die Leute morgens in der Bahn oder abends auf dem Heimweg gerne ihre Ruhe haben. Sie möchten sich vielleicht mit maximal einem Zeitgenossen auseinandersetzen, der redet, telefoniert oder einfach nur präsent ist. Ich selbst habe noch einen weiteren Grund, die „Vierer“ eher nicht zu benutzen: Wenn ich auf einer Bank, bei der mir die Rückenlehne der Bank eins weiter vorne vor den Füßen steht, meinen Rucksack vor meine Beine stelle, stört er niemanden – außer vielleicht mich. Im Vierer kommt er mit den Beinen des Gegenüber ins Gehege, wenn sich dort jemand hinsetzt.

Aber bei den anderen Leuten glaube ich nicht an dieses Argument, denn sehr viele sitzen neben ihren Taschen oder Rucksäcken und verteidigen mit ihren Gepäckstücken selbst im vollen Zug oft einen Sitz gegen im Zug stehende Menschen. Andere haben gar keine großen Taschen oder Rucksäcke dabei. Daran kann’s also eigentlich nicht liegen.

Nun, ich werde wohl dennoch weiterhin gerne auch die „Vierer“ nehmen. Mit dem Rucksack auf dem Schoß und dem E-Reader oben auf dem Rucksack kann man auch gut lesen und sich gegebenenfalls abschotten. Das Lächeln, wenn ich dann meinen Rucksack aus dem Fußbereich auf den Schoß nehme, damit jemand sich setzen kann, ist ehrlich gesagt auch etwas, das ich zu schätzen gelernt habe.

Rechenübung

Der momentane Zwischenstand des Regio Cup Karlsruhe nach dem Hambrücker Lußhardtlauf wurde gestern von den Veranstaltern online gestellt. Bei den Damen sind nur noch 20 Läuferinnen dabei, die die vier erforderlichen Wertungsläufe noch erreichen können oder bereits erreicht haben.

Der Zwischenstand des Regio Cup Karlsruhe vor dem letzten Wertungslauf (Hardtwaldlauf, 13.10.2019), nur die Damen. Quelle: Regio Cup Karlsruhe.

Nun habe ich mich gestern ein bisschen damit beschäftigt. 1948 Punkte habe ich vorgelegt, 500 gibt’s maximal pro Lauf, nämlich für einen Sieg. Jeder und jede muss zwei Zehn-Kilometer-Läufe und zwei Halbmarathons zur Wertung bringen, wobei der Rißnertlauf in Rüppurr zwar 15 Kilometer lang war, aber wie ein Halbmarathon zählt – über die Punktewertung kommt dabei nicht zum tragen, dass man 15 Kilometer schneller läuft als 21,1. Es ist noch eine Altersbereinigung im Spiel, welche gleiche Bedingungen für Läuferinnen (und, hier nicht dargestellt, Läufer) verschiedenen Alters im Sinne der nachlassenden Ausdauerleistungsfähigkeit im Alter herstellen soll. Wie gut und richtig das funktioniert, darüber kann man diskutieren – aber für dieses Jahr ist es schlicht Tatsache, dass es eingerechnet wird. Wie das beim Regio Cup gemacht wird, ist auf der Webseite erklärt – wer sich also fragt, wie sehr ich mit Vierzig gegenüber den superschnellen Damen zwischen Zwanzig und Fünfunddreißig bevorteilt werde, kann sich dort gerne ein Bild machen.

Gestern kam mir dann siedendheiß die Erkenntnis: Es sind noch bestenfalls 500 Punkte zu verteilen! Wer schon vier richtig zusammengesetzte Läufe (grün markiert in der Summe) hat, kann maximal den schlechteren Zehner durch 500 Punkte beim Hardtwaldlauf verbessern, wer noch keine vier Wertungsläufe hat, kann sich von der Zwischensumme mit drei Läufen bestenfalls um 500 Punkte verbessern. Emma Simpson-Dore braucht also 491 Punkte oder mehr beim Hardtwaldlauf, um noch vor mich zu kommen, von den anderen Damen mit rot markierter Punktezahl, also noch nur drei Wertungsläufen, kann keine mehr vor mich.

Wenn man sich nun die anderen Damen mit schon vollständiger Serie anschaut, die natürlich durchaus beim Hardtwaldlauf einen Zehner gewinnen könnten und somit einen ihrer bereits gelaufenen Zehner streichen, dann können diese sich bestenfalls um die Punkte verbessern, die ihnen bei ihrem schlechteren Wertungs-Zehner auf die 500 fehlten. Die drei bereits gelaufenen Zehner in der Tabelle sind Neureut (Neure), die erste der beiden Philippsburg-Spalten (Philipps) und die erste der beiden Hambrücken-Spalten (Hambrü). Mit 491 und 472 Punkten aus den Zehnern ist also Christine Holdermann bestenfalls in der Lage, sich mit einem 500-Punkte-Sieg beim Hardtwaldlauf um 28 Punkte zu verbessern – 19 beträgt ihr Rückstand auf mich. Das ist auch noch möglich, aber durchaus nicht einfach.

Alle anderen Läuferinnen haben mehr als 500 Punkte Rückstand oder können sich um bestenfalls 100 Punkte verbessern, liegen aber über 146 Punkte hinter mir. Ich stehe beim 1. Regio Cup Karlsruhe also sicher auf dem Podium …

Jetzt habe ich im Kopf Altersfaktoren von der Webseite des Regio Cup, Erfahrungen des direkten Wettkampf-Vergleichs mit Emma Simpson-Dore und Christine Holdermann gewälzt. Aber das ist alles blanke Theorie. Abgerechnet wird nach den Ergebnissen das Hardtwaldlaufs, ich werde mitlaufen und jeden Punkt, den ich im Moment an Vorsprung auf die beiden habe, so teuer verkaufen, wie ich nur irgendwie kann. Wenn jemand Superschnelles außerhalb der Liste im Oktober mitläuft, ist’s eh zu meinen Gunsten gelaufen.

Und so mache ich mir zwar noch einen Kopf um die ganze Sache, weiß aber schon jetzt, dass innerhalb dieser Wettkampfserie meine tiefste Fallhöhe von der momentanen Führung auf den dritten Platz ist. Das ist schon ein ganz schönes Brett, für die erste Saison, in der ich überhaupt solche Serien mitlaufe.

Herzensangelegenheit

Nachdem ich mich am Samstag schon der Statistik widmete, allerdings nur neue Diagramme zeigte, fragte ein Kommentator nach den Puls- bzw. Herzfrequenz-Daten. Die habe ich zwar schon erfasst, aber schon eine Weile nicht mehr gezeigt. Darum hier nun ein Update … mit einem weiteren neuen Diagramm.

Monatsgemittelt mein Puls bei allen Trainings und Wettkämpfen als blaue Linie. Die grüne Linie stellt 70% der Herzfrequenz-Reserve nach der Karvonen-Formel dar. In der oberen Diagrammhälfte sind als rote Kreuze die Abweichungen zu sehen.
Monatsgemittelt mein Ruhepuls in blau. In lila aufgezeichnet: monatsgemittelt meine Herzschläge pro 100 Meter Laufstrecke. Das lässt sich verhältnismäßig einfach aus Puls und Pace ausrechnen.

Ich wache darüber, ausreichend viele langsame Einheiten zu laufen – und damit eben auch Einheiten mit (verhältnismäßig) niedriger Herzfrequenz. Da auch immer schnelle Einheiten für Tempo dabei sind – wie Tempodauerläufe, Intervalltrainings und auch Wettkämpfe – lande ich zumeist in einem Bereich um die 70% zwischen Ruhe- und Maximalpuls, also der Herzfrequenzreserve nach Karvonen. Das hat sich für mich als gut erwiesen, auch wenn ich zur Zeit versuche, die Grundlagen legenden 80% meines Trainings noch ein bisschen langsamer zu laufen.

Dazu habe ich mir einen Parameter definiert, der mir die Herzschläge pro 100 gelaufenen Metern angibt. Ich hätte auch Herzschläge pro Meter oder Herzschläge pro Kilometer angeben können, aber mit irgendetwas unter 100 finde ich die Herzschläge pro 100 gelaufenen Metern am handlichsten. Wenn ich effizienter laufe, mein Herz-Kreislauf-System trainierter ist, sollte dieser Wert sinken – und mit reichlich Schwankungen tut er das im Mittel auch.

Puls gegen „Pace“, also inverse Geschwindigkeit, aufgeschlüsselt nach Trainingsformen.

Das neue Diagramm stellt den Puls bzw. die Herzfrequenz gegen die Geschwindigkeit in der Läuferdarstellung, also die „Pace“ in Minuten pro Kilometer dar. Ich habe das nach Trainingsformen aufgeschlüsselt, weil ich das so übersichtlicher finde. Der Zusammenhang ist unleugbar, ein paar Ausreißer (wohl aufgrund von Messfehlern beim Puls am Handgelenk) gibt es, aber ansonsten bestätigt mir das Diagramm, was ich schon wusste: die Wettkämpfe sind schnell und unter hoher Belastung, darunter folgen in beidem etwas runtergedimmt die Tempodauerläufe, Intervalltrainings, Dauerläufe und Regenerationseinheiten.

Einen „Knick“ im Diagramm zwischen aerober und anaerober Energieerzeugung sehe ich leider nicht, der wäre aber vermutlich auch erst im Herzfrequenz-Geschwindigkeits-Diagramm zu sehen (also Geschwindigkeit in km/h oder m/s). Das Diagramm werde ich vermutlich auch noch irgendwann basteln, aber tendenziell dann eher noch mit einem Conconi-Test auf dem Laufband kombinieren.

14. Lußhardtlauf in Hambrücken

Ich bin ja gestern mit einer brettharten Nervosität den ganzen Tag lang herumgelaufen. Diese Nervosität hielt auch heute morgen noch an, ich war einfach am flattern – wie verrückt am flattern. Am Ende des Tages scheint es aber so, dass Nervosität zum Fokussieren gehört.

Aber von vorne: um 7:20 fuhren Holger und ich los, um nach Hambrücken zum Lußhardtlauf zu fahren. Zwischen Karlsruhe und Bruchsal auf der Autobahn erreichte uns eine SMS meines Vaters, er war schon da. Wir trafen uns also mit meinem Vater bei einer lieben Kollegin vor dem Haus, besprachen uns kurz und dann gingen wir die Startnummer abholen. Mit Nobse von den Sportlöwen trafen wir uns noch vor Erhalt der Startnummer, ich trank noch einen Schluck Kaffee, sah Melina Wolf von der LG Region und stellte erleichtert fest, sie würde zehn Kilometer laufen, nicht Halbmarathon wie ich. Dann ging’s fast schon auf die Strecke, am Start traf ich noch Selina vom Laufteam Rennwerk.

Der Lußhardtlauf in Hambrücken wird veranstaltet von den Lußhardtläufern e.V., einer Ausgründung aus dem dortigen Turnverein. Bereits das vierzehnte Mal fand er statt, dort kann man fünf Kilometer, zehn Kilometer und Halbmarathon laufen, auf nach den Regeln des DLV vermessenen Strecken. Dieses Jahr ist der Lußhardtlauf mit seinem Zehner und dem Halbmarathon zudem Teil des Regio Cup Karlsruhe. Meine Strecke war der Halbmarathon.

Auf einer Landstraße, die schön komplett für die Läufer gesperrt war, ging es für insgesamt über 800 Läufer aus dem Ort heraus, dann durch den Wald und an der Bahnlinie entlang. Die Wege waren gut, meine Beine liefen und die Uhr zeigte konstant irgendwas um die 4:00 pro Kilometer an. Peter Beil von der LSG Karlsruhe, den ich noch in Philippsburg dank offenen Schnürsenkeln nicht mehr einholte, überholte ich auf der Strecke. Die ganze Zeit fragte ich mich, wo die angemeldete Vorjahressiegerin sei, denn die einzige Frau vor mir erwies sich als zu jung für Jahrgang 1977. Die ersten zehn Kilometer absolvierte ich in einem Tempo, das ich so auf einem Zehner in Neureut im Frühjahr gelaufen war. Nun musste ich mich mit der Ansage an mich selbst, dass ich dieses wahnwitzige Tempo ins Ziel zu bringen, „heimzulaufen“ hätte, über Wasser halten. Tatsächlich ließ ich nicht sehr nach, bis zu einer Wendepunktstrecke im Wald, auf der ich zunehmend sicher war, dass nur eine junge Läuferin Anfang 20 vor mir war und sonst nur Männer. Dort begann meine Uhr, plötzlich Paces von 4:30 oder 4:50 anzuzeigen. Des Rätsels Lösung kam bei der nächsten Markierung: wo ich vorher bei der Fünf-Kilometer-Marke 4,97 km auf meiner Uhr stehen hatte, waren’s nun bei der 15-Kilometer-Marke 14,67. Die Durchschnittspace lag immer noch bei 4:08, also deutlich unter dem Wert für mein bisheriges Personal Best von 1:29:05 (das wären 4:13 pro Kilometer gewesen). Zwischen Kilometer 16 und Kilometer 18 wurd’s echt hart, sich aufrecht zu halten, aber dann wurde es wieder besser. Bei Kilometer 20 standen meine Kollegin Annette, mein Vater und mein Mann und veranstalteten ein Anfeuer-Theater, das richtig, richtig klasse war und mir Extraschub für den letzten Kilometer gaben …

Zieleinlauf in Hambrücken – danke an Nobse für das Bild!

Und als ich auf die Zielgerade bog, standen noch immer weniger als 1:25:00 auf der Uhr! Es waren einige hundert Meter bis zum roten Teppich im Ziel, aber hey: ein paar hundert Meter in unter vier Minuten für neues Personal Best schaffte ich allemal noch! Angefeuert von vielen Rufen, ich sei die zweite Frau, stürmte ich weiter in Richtung Ziel, hörte, dass ich angekündigt wurde, riss noch vor dem roten Teppich die Arme hoch: Die Uhr blieb bei 1:27:02,5 stehen! Neues Personal Best, mehr als zwei Minuten verbessert gegenüber der erst im Mai aufgestellten Bestmarke aus Mannheim!

Gesamtsiegerehrung Halbmarathon beim Lußhardtlauf. Die Dritte war schon weg – aber ich durfte mal wieder auf den Platz rechts der Siegerin steigen. Foto von Holger.

Ich saß erst einmal auf dem Boden und hatte nur noch Superlative und Vulgärsprache für den Lauf, Nobse, mein Vater und mein Mann umstanden mich, wie ich auf dem Boden saß und aus der Euphorie nicht mehr herauskam! Ein bisschen dauerte es dann noch, aber dann kam die Siegerehrung … und da wurde dann bestätigt, was mein Mann schon auf der Seite von br-timing nachgeschaut hatte: Ich war tatsächlich zweite Frau geworden und die Vorjahressiegerin war nicht angetreten.

Altersklassenpodium Seniorinnen W40 des Halbmarathons beim Lußhardtlauf. Die Zweite war schon weg. Foto von Holger.

Ein Funfact ist, dass die Plätze zwei bis fünf allesamt von Damen zwischen 40 und 44 belegt wurden, also an die Altersklasse Seniorinnen W40 gingen.

Übliches Trophäenfoto mit Startnummer, Urkunde und Preisen.

Am Ende des Tages habe ich einen weiteren zweiten Platz zu meiner Liste dieses Jahr hinzugefügt, vor allem aber mein Personal Best auf der Halbmarathon-Strecke nach den fast sieben Minuten, die ich es im Mai verbesserte, um weitere zwei Minuten verbessert. Die Konsequenzen für das Klassement des Regio Cup Karlsruhe vor nur noch einem verbleibenden Zehn-Kilometer-Wertungslauf habe ich schon im Kopf prognostiziert, aber ich warte mal ab, was heute Abend oder morgen früh dasteht, bevor ich mich freue.

Die anschließende Essenseinladung bei meiner Kollegin lieferte einen herrlichen, wundervollen und sehr geselligen Ausklang eines erfolgreichen Lauftages.

Lampenfieber

Morgen früh um neun startet der Lußhardtlauf in Hambrücken, bei dem ich am Sparkasse-Kraichgau-Halbmarathon teilnehmen werde. Ich bin angemeldet, mein Rucksack ist mit Duschzeug und frischen Laufklamotten gepackt. Auch die Startnummernmagnete und ein Haufen Sicherheitsnadeln sind drin, meine Laufklamotten für den Lauf liegen bereit auf dem Ende des Sofas.

Den ganzen Tag heute hat mich Nervosität beschäftigt – beim Frühstück, während des Einkaufens, beim Spaziergang, um vergessene Dinge nachzukaufen und auch beim Kochen und Essen. Das Wetter war drückend, später regnete es. Die Menschen wirkten ähnlich fahrig, verpeilt und missgestimmt wie ich. Bei mir ist die Nervosität auch nun noch da, wo das Wetter nun leicht regnerisch und weniger drückend ist. Morgen früh ist gutes Wetter angesagt, 20-22°C für die Zeit, die ich wohl auf der Strecke bin, trocken, aber nach einer feuchten Nacht. eigentlich sind das optimale Bedingungen, um gut abzuschneiden.

Im Lußhardtlauf liegt für mich auch ein Großteil meines Abschneidens beim Regio Cup Karlsruhe, denn im Moment gehöre ich zu einer Dreiergruppe mit jeweils drei Läufen, die über 1450 Punkte aus 1500 in drei Läufen möglichen Punkten haben. 1457 haben die anderen beiden, ich liege bei 1455. Es gibt noch eine Läuferin mit 1000 Punkten aus zwei Läufen, die mit dem morgigen Halbmarathon und den zehn Kilometern beim Hardtwaldlauf im Oktober noch die Möglichkeit von makellosen 2000 aus 2000 Punkten hat, aber ansonsten ist’s recht dünn. Wenn ich morgen nicht patze …

Allerdings ist morgen auch die Vorjahressiegerin des Halbmarathons beim Lußhardtlauf angemeldet. Sie ist zwei Jahre älter als ich und lief letztes Jahr fast fünf Minuten schneller als meine Bestzeit. Dass sie keine Konkurrentin im Regio Cup ist, weil man vier Wertungsläufe braucht, sie noch keinen gemacht hat und nur noch zwei Wettkämpfe anstehen, spielt dafür keine Rolle – sie wird mich Punkte kosten, selbst wenn von den wirklich starken Regio-Cup-Läuferinnen keine morgen Halbmarathon nachmeldet.

Nun, das ist alles Theorie. Aber WENN ich morgen nicht patze, sind abhängig von den Ergebnissen der anderen und davon, wer morgen wie stark gegen mich läuft, nahezu alle Plätze unter den besten 5 des Regio Cups noch drin. Zugegebenermaßen ist die Wahrscheinlichkeit, den bis zum dritten Lauf gehaltenen Spitzenplatz zurückzuerobern, verschwindend gering. Aber am Ende aus den Top 5 zu fallen, das kann ich mir vor allem selbst durch einen ganz schlechten Lauf morgen verwehren, was ich aber nicht vorhabe. Und so kommt es wirklich auf eher kleine Differenzen in Zeiten und daraus resultierend auf kleine Punktdifferenzen an, wo ich im Oktober nach dem Hardtwaldlauf stehen werde. Das kann einen dann schon mal nervös machen, auch wenn man nur ambitionierte Hobbyläuferin ist, nicht wahr?