[KuK] Läuft wieder – SOS-Intervalle

…mit ein paar Extras.

Mein Training heute.

Geplanter Teil:

  • Warm Up
  • Lauf-ABC
  • 3x400m @ 3:50/km [200m] (Morse-S, dreimal kurz), danach 400m Trab
  • 3x1200m @ 4:15/km [200m] (Morse-O, dreimal lang), danach 400m Trab
  • 3x400m @ 3:50/km [200m] (Morse-S, dreimal kurz), danach 1000m Trab

Mein Laufpartner war da leider immer noch nicht da, denn er hatte eine sehr lange Konferenz auf der Arbeit. Ich dachte mir, jetzt läufst Du noch ein paar Meter und dann gehst Du heim, wenn er nicht noch kommt.

  • 3x200m @ 3:20/km [200m], Eintreffen des Laufpartners, 1200m Trab
  • 1x400m @ 3:55/km mit dem Laufpartner, Feststellen, dass mein Training für diesen Tag durch ist, denn die 3:55/km mitzugehen war echt anstrengend, nach der Vorgeschichte, 250m Austrudeln
  • Tochter des Laufpartners (mit dabei, um Sprinttraining für’s Sportstudium zu machen) im Gehen über Auslandssemester, Retro-Rennrad und Studium interviewen, vom Laufpartner verabschieden
  • Locker nach Hause laufen

Das war SCHÖN! Und es hat gut funktioniert!

[KuK] Aktuelles

Meine ganzen Diagramme in Sachen Sport sind ja oft Mittelungen über ganze Monate. Aber eine Übersicht über das, was in der laufenden Woche – oder sieben Tage als gleitendes Fenster – gegangen ist, fand ich auch ganz nett. Und nach ersten Experimenten habe ich es nun nicht nur für Ausdauer-Aktivitäten, die ich ja schonmal gezeigt hatte, sondern auch für den Beweglichkeits-Teil hinbekommen. Nur für das Eigengewichts-Training und die Stabis habe ich noch keine gute Idee gehabt.

Ist jetzt eigentlich nicht zum dauernd raushauen, sondern für die eigene Übersicht.

[KuK] Cyclofreight

Mein Radanhänger ist laut Herstellerangabe für 26 kg Zuladung zugelassen. Sonderlich teuer war er nicht. Das Salz für den Ionentauscher war auch recht günstig. Die Blicke der Leute, wenn man vor dem Baumarkt das Rad mit Hänger anschließt und dann erst recht, wenn man 25 kg Siedesalz in den Hänger packt, das Rad losschließt und einfach losfährt, sind allerdings echt unbezahlbar.

Was Statistiken über mich aussagen

Ich bin vor allem Läuferin, aber seit zwei Jahren fahre ich wieder Rad. Viele Leute, die ich kenne, fahren im Winter gerne Indoor-Rad, zum Beispiel mit Zwift und einem Rollentrainer. Andere fahren lange Strecken auswärts, zu hübschen Orten oder ambitionierten Steigungen. Ich habe festgestellt, dass das beides nicht auf mich zutrifft: Ich fahre Rad vor allem als Verkehrsmittel, zumindest jetzt im Winter:

Radkilometer nach Anlass, laufendes Jahr.

Man sieht’s auch am benutzten Gerät… der Alltagsrenner und der Alltagsrenner mit Hänger haben sehr große Anteile…

Sportgerätenutzung beim Radeln in Kilometern, laufendes Jahr.

Ganz offensichtlich ist das Fahrrad für mich – mindestens im Winter – ein Verkehrsmittel, im Wesentlichen. Im Sommer gibt’s wahrscheinlich wieder lange, freudige Vergnügungs- oder auch Trainingstouren. Aber für den Moment benutze ich das Rad, um meinen Alltag zu bewältigen – und zwar den roten Renner mit Schutzblechen und Gepäcktaschen, gegebenenfalls mit Hänger.

So ganz nebenbei: In Autos oder Zügen bin ich dieses Jahr noch nicht gesessen. Ins Büro gelaufen bin ich dieses Jahr auch noch nicht.

[KuK] Gedanken mit Hänger

„Passe ich zwischen der Schranke und dem Pfeiler durch?“, frage ich mich, als ich mit dem Rad und dem Anhänger losfahre, um Essen von der Gaststätte im Nachbarort zu holen. Dann kommt da noch die Frage: „Wenn ich außenrum fahre, wie ist das mit dem superschmalen Radweg mit 30 Zentimeter hohem Bordstein direkt auf die Straße?“

All diese Unwägbarkeiten habe ich gekonnt umschifft und bin woanders lang gefahren. Aber so es sind eben doch ein paar zusätzliche Anforderungen, wenn man nicht nur mit dem Rad, sondern auch mit dem Anhänger hintendran unterwegs ist.

Im Endeffekt habe ich ein paar Straßenabschnitte befahren müssen – mein Hänger ist StVZO-konform! – und habe zusätzlich zu den Reflektoren an Hänger und Rad sowie dem Rücklicht am Rad noch ein kleines Rücklicht an den Hänger angebracht. Funktionierte alles. Und das Essen war perfekt warm, als ich es daheim anschleppte.

Kalt, glatt, windig, nass

Ich habe meinen Arbeitsweg in diesem Winter schon bei Kälte, bei Sturm, strömendem Regen und heute morgen bei stellenweise Reifglätte und gefrorenen Pfützen absolviert – mit dem Rad. Mein Mann fährt ja schon seit geraumer Zeit bei jedem Wetter – und ich nun eben auch.

In diesem Jahr habe ich bislang ungefähr gleich viele Homeoffice- und Präsenztage, und an allen Präsenztagen habe ich Hin- und Rückweg zum Büro mit dem Rad bewältigt. Ich kam nie in die Versuchung, stattdessen Straßenbahn oder gar Auto zu fahren. Ein paar Mal habe ich es ein bisschen verzögert, wann ich morgen loskam, ganz einfach, weil die Dunkelheit zusätzlich zu Kälte, Nässe und/oder Wind doch ein bisschen an der Motivation zehrt. Aber ich hab’s dann doch immer rechtzeitig zu Besprechungen oder Telefonaten geschafft. Extra-Arbeitszeitausgleichtage wegen des Wetters habe ich auch nicht genommen.

Wie es scheint, ist mein „Mit dem Rad zur Arbeit“ tatsächlich winterfest genug, um auch mal über das Abschaffen des ÖPNV-Monatstickets nachzudenken. Die Frage stellt sich erst ab dem Sommer, denn so lange läuft mein Abo noch. Freilich ist so ein Abo eine feine Sache, wenn man einfach einsteigt, ohne drüber nachzudenken, wo man nun ein Ticket herbekommt. Aber siebzig Euro im Monat, um in wenigen Monaten ein, zweimal zu fahren und in vielen gar nicht, das lohnt sich einfach nicht. Da ist das Geld in Fahrradkomponenten besser angelegt.

Schon komisch. Ich fahre erst seit gut 26 Monaten wieder Rad, und erledige meinen Alltag schon so total auf zwei Rädern.

[KuK] Slippery when wet

Nein, es geht nicht um das legendäre dritte Album von Bon Jovi – von dem es immerhin vier Tracks auf die Best Of „Cross Road“ geschafft haben.

Es geht leider um Abschnitte unserer neuen Bahn. Der Großteil der neuen Tartanbahn im Ort ist dunkelrot bis braun und ganz gut belaufbar, auch wenn es nass und kalt ist. In der (vom 100-Meter-Start aus gesehen) zweiten, dritten und vierten Ecke sind jedoch hellrote Abschnitte eingelassen, die bei heutigen Bedingungen – SEHR nass und ziemlich kalt – ganz schön rutschig wurden.

Ich hoffe, das gibt sich mit der Zeit! Für die heutige Leistung bei Intervallen ging es, aber wenn ich mal richtig, richtig an die Grenze gehe – bzw. wieder etwas fitter und schneller bin, könnte das schon anspruchsvoll werden bei Nässe und Temperaturen nicht weit über dem Gefrierpunkt, wie heute eben.

[KuK] Irritiert…

…bin ich gerade von einem scheinbaren Konflikt.

Auf der einen Seite ist da der echte Konflikt um Gas, möglichen Überfall und eine weitere Grenzverschiebung, die man eigentlich im Nachkriegseuropa nicht mehr für möglich hielt. Das macht mir Sorge und Angst – es geht dabei natürlich um Russland.

Auf der anderen Seite sind da derzeit ein Haufen junge Eiskunstläuferinnen, deren verschiedene Stile, deren Technik und deren Auftreten meine Freude am Zuschauen beim Eiskunstlaufen wieder entfacht haben. Eine Reihe dieser jungen Damen sind Russinnen – in erster Linie Kamila Valieva und Elizaveta Tuktamysheva (wobei letztere nicht zur EM fuhr und wohl auch auf den Winterspielen nicht mitkommen wird).

Auf der einen Seite bin ich ich. Dass ich Deutsche bin, bestimmt nicht, was ich für Ansichten habe. Gegebenenfalls habe ich auf Dinge, für die man Deutschland im Ausland (berechtigt oder nicht) verurteilt, keinen Einfluss, bin eventuell dagegen, selbst wenn ich es nicht laut gesagt habe. Auf der anderen Seite würde ich glaube ich mit anderen Augen auf die Performances der jungen Damen schauen, mit getrübter Begeisterung, wenn sie sich in einer Weise äußern würden, wie das vor einigen Jahren von einer russische Stabhochspringerin durch die Presse ging.

Aber am Ende des Tages hoffe ich, dass mir Menschen aus anderen Ländern (egal, ob Prominente wie Sportler oder „ganz Normale“) nicht per se deswegen suspekt sind, weil das Land eine Politik oder Strategie pflegt, die mir nicht gefällt oder mich besorgt. Und so werde ich wahrscheinlich doch mindestens in der Wiederholung die Kurzprogramme und Küren der Winterspiele anschauen, nicht nur wegen der Russinnen, sicher auch wegen all der anderen (insbesondere auf Hanyu Yuzuru freue ich mich), aber eben auch.

Und derweil hoffe ich, dass der durchaus reale Konflikt, der die eine Seite meines inneren Konflikts um diese scheinbar widerstreitenden Einstellungen bildet, nicht eskaliert.

[KuK] Transparenz

Ausschnitt aus dem Stryd Powercenter.

Ich habe gerade großen Spaß am Detailgrad und der Transparenz, die das „Powercenter“ meines neuesten Lauf-Sensor-Spielzeugs, das Stryd Footpod ausstrahlt. In die Berechnung der Leistung selbst und in die Bestimmung der „Critical Power“ sowie des Running Stress Score muss ich nochmal ein bisschen einsteigen, aber wie daraus abgeleitete, trainingssteuernde oder die Leistung bewertende Größen werden, ist überaus transparent dargestellt.

Daraus kann ich zum Beispiel auch Unsicherheiten identifizieren… an Silvester bin ich mit meinem Stryd einen überaus druckvollen Fünfer gelaufen, den sieht man als 20 Minuten langes Plateau in der Leistungskurve im Bild oben. Da die „Ermüdungsbeständigkeit“ bei Stryd als Zeit, die man über 88% der „Critical Power“ laufen kann, definiert wird, ist offenkundig, warum ich in allen Leistungswerten überdurchschnittlich (rechts im Bild) zu sein scheine, nur in der Ermüdungsbeständigkeit nicht: Ich bin den Fünfer mit 100% der von Stryd berechneten Critical Power gerannt – und habe im Moment noch keinen schnellen Zehner auf dem Konto, sondern langsame Trainingsläufe im längeren Bereich.

Das gefällt mir total. Wenn ich nun auch noch die Bestimmung der Critical Power, die Leistungsbestimmung durch den Sensor und den Running Stress Score etwas besser verstehe, ist das ein voll transparentes Steuerungssystem, während bei anderen Trainingssteuerungen (z.B. an meiner Garmin-Uhr) versteckte und überaus intransparente Algorithmen dahinterstehen. Die liefern teils plausible Ergebnisse, aber dort, wo sie es nicht tun, ist das völlig unvorhersehbar, weil nicht klar ist, welche Annahmen genau drin stecken.