[KuK] Berglauf-Urlaub

Urlaubsbilanz bisher.

Hochgebirge ist zwar anders, ich bin schließlich am rechten Ufer des Mittelrheins, aber die Hänge zum westlichsten Ausläufer des Westerwalds hoch und wieder runter erlauben pro Anstieg über 100 Höhenmeter… und man kann ja mehrfach drüber laufen.

Und so renne ich schnell die Hänge hoch und schleiche feige und langsam wieder runter, nur um dann wieder mit Power hochzutrailen. Spaß macht’s, und es hat den Juli bereits zu meinem höhenmeterstärksten Laufmonat gemacht – vielleicht knacke ich bis Samstag erstmals die 4000 Lauf-Höhenmeter in einem Monat. Bei 3217 Metern diesen Monat bin ich schon – mit weniger als 200 Metern pro Tag komme ich klar, wenn man sich so anschaut, was ich in den ersten drei Tagen hier veranstaltet habe.

[KuK] SOS

Dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz – Morsezeichen für SOS. Ich interpretiere das mal als „Schwelle, Oh Schwelle“ und nicht als „Save Our Souls“. Welche Schwelle? Naja, die anaerobe! Um diese Schwelle zu trainieren, läuft man Intervalltrainings… und ich habe mir neben den steigernden „Brandungs-Intervallen“ (wenige, lange, langsame Tempophasen am Anfange, dann immer kürzer, immer mehr, immer schneller) schon seit langem eine Form zurechtgelegt, die ich gerne praktiziere: Die SOS-Intervalle. Eigentlich ganz simpel: Ich laufe dreimal 400 Meter, dreimal 1200 Meter und dreimal 400 Meter, mache jeweils eine Pause in Form einer langsam gelaufenen 400-Meter-Stadionrunde (ca. 10 km/h). Die schnellen Stadionrunden liegen stets deutlich über, die Dreifachrunden knapp unter 15 km/h. Das sieht dann so aus:

Es ist nicht das erste Mal, dass ich SOS-Intervalle laufe. Dieses Mal waren es 3:38/km bis 3:16/km für die schnellen 400er und schneller als 4:10/km für die flotten 1200er. Ich habe eben auch mal ein solches Training vom 22.08.2020 herausgekramt – da lief ich die 1200er ein bisschen schneller als jetzt, aber die 400er waren durchweg über 20 Sekunden pro Kilometer langsamer als heute!

Mal sehen, ob ich die 1200er nächstes Mal auch wieder schneller laufe… muss mal für mich analysieren, wie es für mich am meisten bringt.

[KuK] Glück und eine Kamikazewespe

Ich habe derzeit Urlaub und der Stress fällt langsam – aber nur langsam – von mir ab. Ich schlafe noch nicht wieder so, als wäre ich erholt… aber nun gut, kommt noch. Ist ja erst Dienstag der ersten von drei Wochen.

Nachdem ich allerdings gestern meine Powermeter-Kurbel rechts montiert und beim Test Probleme hatte, bin ich heute nochmal damit gefahren, und siehe da: Nach einem Blick ins Handbuch und dem Koppeln des richtigen ANT+-Geräts habe ich nun wieder richtige Leistungswerte und sogar die Rechts-Links-Balance.

Bei der Testfahrt passierte mir allerdings noch etwas ganz anderes, das mich immer noch zittern lässt: Entlang der B3 auf dem Radweg fuhr ich nortwärts volle Pulle gegen den Nordwind an, natürlich atmet man dann auch mit offenen Mund. Die Wespe, die mir entgegenflog, machte im letzten Moment einen Schlenker, zerschellte mit ihren eigenen ca. 5-10 km/h an meinem mit 36 km/h entgegenkommenden Gaumen, so hart, dass sie nicht zum Stechen kam, und verendete dann in Speichel auf meinem Oberschenkel, wiederum ohne zu stechen.

Boah, DA hatte ich Glück! Die Herren in dem Auto im Stau auf der B3, die zu mir rübersahen, wirkten auch sehr besorgt, auch wenn sie nur mein plötzliches Anhalten sahen – sie waren dann sehr beruhigt, als ich Daumen hoch zeigte und weiterfuhr. Der Schlag tut noch ein bisschen weh, aber ansonsten bin ich glimpflich davon gekommen.

[KuK] Zielstand 1.7.

Zielerreichung Stand 01.07.2021 00:00 – weiter auf dem Weg!
Zielerreichung für das Jahr 2021, Bergfest.

Ich bin wieder da – und versuche, vielleicht nun nach einer Serie „Nicht-Posten“ wieder eine Serie des Postens aufzumachen. Hier seht Ihr, dass ich mit den globalen Zielen ganz gut dabei bin – und mit den Zielen für dieses Jahr zur Halbzeit jeweils schon deutlich über halber Strecke, Sportzeit oder Trainingsmenge in anderem Maß bin. Sehr ermutigend ist das!

[KuK] Diese rücksichtslosen Rennradler

Ich setze mich mal in den Kopf eines anderen Nutzers des Radwegs.

„Ist heiß. Radwegfahren ist toll. Die Musik is‘ gut. Pedelec ist toll… waaaaaahhhh! Wie kann diese rücksichtslose Rennradfahrerin mich nur so erschrecken, in dem sie mich überholt.“

Ich habe geklingelt. Zweimal. Ich habe von ca. 35 km/h auf 30 runtergebremst, der fuhr mit den üblichen 25 km/h, die das Pedelec maximal unterstützt. Näher an der Mitte als am rechten Rand des Radwegs. Etwas unsicher in der Fahrlinie. Erschrocken zog er nach links, als ich vorbeifuhr. Er hatte In-Ear-Kopfhörer in den Ohren stecken.

Himmelverdammtnochmal, 25 km/h und Pedelec machen Euch nicht zum King des Radwegs, es gibt VIELE, die schneller radeln, nicht nur Rennradler. Akustische Verbindung zur Umgebung ist beim Laufen, beim Radfahren, beim Inlineskaten stets essentiell für die Sicherheit! Und davon ab gehört’s zur Gegenseitigen Rücksichtnahme.

Nebenbei, an alle die jetzt sagen, ich soll doch auf der Straße fahren: Bei einem Radwegsymbol (blaues Schild mit Fahrrad drauf, egal, ob nur ein weißes Fahrrad oder horizontaler oder vertikaler Strich zwischen Rad und Fußgänger auf dem Schild) sieht die StVO vor, dass ich gar nicht auf der Straße fahren DARF.