[KuK] Schussel-Sicherung

Seit einiger Zeit habe ich mit mehreren Aspekten der Apple Airtags herumgespielt. Um meine Räder nach Diebstählen wieder auffindbar zu machen, taugen die Dinger sicher nur bedingt – freilich: man kann sie als verloren melden, dann wird angezeigt, wo sie sind. Aber mittlerweile sind natürlich auch Diebe darauf gepolt, und insofern ist der Nutzen eingeschränkt, wenn auch sicher nicht Null. Ich bin ja auch eine Person, die auch Maßnahmen, die ein paar Prozent bringen, für sinnvoll hält – absolute Sicherheit mit einer Maßnahme gibt’s eh nicht.

Einen anderen Aspekt der Nützlichkeit von Airtags durfte ich gestern erleben. Wir waren zu Fuß beim Supermarkt, ich packte unsere Einkäufe ein, während mein Mann noch Brot in der Bäckerei holte. Dabei habe ich wohl meinen Schlüssel auf dem Bord liegen gelassen, im Supermarkt, wo ich unser Zeug zum Verpacken in den Rucksack ausgebreitet hatte. Zwei- oder dreihundert Meter vom Supermarkt weg meldete sich mein Handy. „Tallys Schlüssel wurde zurückgelassen!“ Also drehte ich um und siehe da, ich fand den Schlüssel prompt wieder, auch ohne ihn Pingen zu lassen. Ohne das Airtag am Schlüssel hätte ich es wohl erst daheim gemerkt, vielleicht nicht einmal da, weil mein Mann ja auch einen Schlüssel dabei hatte. So konnte ich sofort gegensteuern und habe mir eine ganze Weile aufgeregte Unsicherheit erspart.

[KuK] Heulboje

Auf meinen drei-Minuten-Versuch von einigen Schwimmstößen im Rhein habe ich – wohl auch teils in Missverstehen, wie weit ich im Fluss war, einiges an warnender Resonanz bekommen. Das ich kaum mehr als zehn Schwimmstöße am Stück gemacht habe, bevor ich wieder die Beine zum Boden gebracht habe und stand, ändert nichts daran, dass es gefährlich ist, in einem Fließgewässer mit Schiffsverkehr zu schwimmen und dass man das nur mit Aufsicht und Boje tun sollte. Dahingehend habe ich mir – für’s Schwimmen in stehendem Freiwasser – nun eine Boje besorgt. Diese kann blinken, heulen kann sie aber nur mit Zusatzausstattung:

Boje mit akustischem Warnsystem. Der Vollmond, der für die Aktivierung des akustischen Warnsystems benötigt wird, ist nicht dabei, den muss man selbst mitbringen.

Freiwasserschwimmen wird zwar weiterhin nicht der Löwenanteil meiner Schwimmaktivitäten sein, und erst recht nicht der Löwenanteil meines Sports, aber richtig und sicher ausgerüstet zu sein ist auf jeden Fall eine gute Sache.

[KuK] Matter of Perspective

Kennt Ihr das? Ihr tut etwas, und eigentlich kommt es Euch nicht wie eine große Sache vor. Aber ringsum gucken alle, als wäre das völlig abwegig, dass ausgerechnet Ihr ausgerechnet das tut, was Ihr da getan habt?

Tja. So ging es mir heute. Auf der einen Seite unken um mich herum diverse Leute in die Triathlon-Richtung, dass ich mal beim Schwimmen mit einer Freundin bitterlich gefroren habe, um Grunde aber gerne schwimme, habe ich auch einigen erzählt. Außerdem gibt’s da eine Ecke am Fluss, wo ein kleiner, flacher Kanal – zumindest bei aktuellem Wasserstand – zwischen einer im Moment trockenen Sandbank und dem Ufer verläuft, mit ordentlich Strömung zwar, aber man kann überall stehen und hat es nirgends mehr als zehn Meter zum Ufer.

Rein in den Rhein. Teils musste ich aufpassen, dass ich nicht mit den Ellenbögen unten anschlage.

Nun staune ich etwas: Was ich für komische Experimente mache, fragt ein Laufkumpel – sicherlich ein bisschen neckend – ich vermute, er meint eher den Shorty als den Rhein. Ob ich wirklich im Rhein geschwommen bin, fragt eine andere Lauffreundin.

In Anbetracht der Strömung, die ich zwar dank Bodenkontakt überall nicht fürchtete, die dann aber doch unkomfortabel beim Schwimmen war, weil ich nicht dauernd aufpassen wollte, dass ich nicht am Ende des kleinen Kanals raustreibe, war’s nur ein kurzes Experimentieren, ob der Shorty passt und es sich gut drin schwimmt – und wie es sich so im Rhein schwimmt.

Selbst das pienzige Ich ist nun – dank zumindest für mittelkalte Temperaturen ausreichendem Neopren und FiveFingers Aqua gegen „Ihgitt, Bodenkontakt im Wasser!“ – für Freiwasserschwimmen auch außerhalb der badewannenwarmen Saison gerüstet. Wenn ich bedenke, wie langwierig das mit dem Umziehen ist, hab‘ ich erst recht keinen Bock auf einen Wettkampf, der Schwimmen mit was anderem kombiniert. Strömung macht auch keinen Spaß, es gibt aber stehendes Freiwasser. Aber von den Freibädern ein bisschen unabhängiger zu sein, ist doch schonmal was!

[KuK] Zu müde…

…für ein Mai-Fazit zeige ich Euch erstmal etwas, wegen dessen ich ursprünglich meinen Strava-Account gemacht habe. Heatmaps. Meine Aktivitätscluster seit meinem Beitritt zu Strava.

Von links oben nach rechts unten:

  • Sommerurlaub 2020 in Bensersiel: Zehn Läufe, zwei Radfahrten.
  • Besuch bei Freunden 2022 nahe Buxtehude: Zwei Läufe, zwei Spaziergänge. Nicht dargestellt: Eine Schwimmaktivität.
  • Besuche bei Freunden 2020 und 2021 nahe Bonn: Ca. 20 Läufe, der Rest Spaziergänge.
  • Nordbaden: Läufe, Radfahrten, Freiwasserschwimmen… Spaziergänge, Skating-Einheiten. Marathon-Wettkämpfe… ca. 1600 Aktivitäten.
  • Main-Tauber-Kreis, Dienstreise 2020: Zwei Läufe.
  • …und zuletzt, ganz unten: Trainingslager in Castellana Grotte 2022, zehn Läufe, fünf Spaziergänge.

[KuK] Läuft…

Entwicklung meiner Wettkampfleistungen über die Zeit.

Es kommen wieder Wettkämpfe – wie man sieht. Mit dem Rißnertlauf, der Badischen Meile und dem Dämmermarathon bin ich dieses Jahr wieder drei Wettkämpfe gelaufen. Da mich interessiert, wie sich meine Leistung über die Zeit entwickelt, aber meine Wettkampfdistanzen sehr differieren (5, knapp 9, 10, 12, 15, 20 Kilometer sowie Halb- und voller Marathon) und entsprechend auch das Tempo sehr unterschiedlich ist, musste ich mir was ausdenken. Also habe ich an meine persönlichen Bestleistungen Modellkurven angefittet (eine Parabel und eine Exponentialfunktion). Was besser passt, bewerte ich über die Summe der quadratischen Abweichungen („Chi-Quadrat“) bei der Anpassung. Mit dieser Kurve rechne ich dann meine Wettkampf-Geschwindigkeit auf das um, was ich wohl bei einem Zehner gelaufen wäre… und stelle damit Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Distanzen her.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mit einem Rechenmodell mache ich aus jedem Wettkampf ein „Was wäre, wenn’s ein Zehner gewesen wäre.“ Diese geschätzten Tempowerte für Zehner (bei gelaufenen Zehnern sind’s natürlich exakte Werte) trage ich dann über die Zeit auf… und heraus kommt das oben gezeigte Bild.

Bis auf den einen doppelt virtuellen Zehner im Jahr 2020 bin ich also mit meinen Wettkämpfen in der Saison 2022 bisher sehr gut dabei, (fast) besser als je zuvor.