[KuK] Lustiger Verschreiber und Poller

Das hat zwar gar nichts miteinander zu tun, aber beides spukt mir im Kopf herum:

Ich habe gestern einer Freundin, die wissen wollte, was es zu essen gab, folgendes geschrieben:

„Es gab Schnitzel mit Pfeffersoße, Salat und Bratkartoffeln, so richtig lecker mit Spiegel und Zweck.“

Meine Message an eine Freundin

Beim Spaziergang am Rhein empfand ich es als zwingend nötig, einen Poller zu fotografieren… seltsam, was mein Geist für Blüten treibt.

Foto vom Spaziergang am Rhein.

Wer herausfindet, ob es einen Zusammenhang gibt und wenn ja, welchen, darf mir das gerne in einem Kommentar mitteilen. Ich weiß nämlich selbst nicht genau, warum ich beide Ereignisse als einander zugehörig empfinde, aber es ist so.

[KuK] Im Wasser ist sie schnell

Heute auf unserem Wasserbett…
Auf dem Kissen: Die kleine Maus. Vor dem Kissen v.l.n.r. Rocky, Kitty, Glitzi und Indiana Maus. Am Beginn der Strecke links unten: Fritjof. Mitten im Wettrennen: Schildi und der kleine ICE. Am Ziel: Xue.

Wenn man mal nicht auf Arbeit ist, sondern im Homeoffice, bekommt man manchmal Dinge mit… Da Schildi, die Schildkröte, stets betont, dass sie im Wasser schneller ist als an Land, und der kleine ICE auf Schienen schneller als sonst irgendwo, haben die beiden ein Wettrennen gestartet – auf unserem Bett. Der Vorteil lag natürlich bei Schildi: Wir haben keinen Lattenrost, den man als Schienen interpretieren könnte, sondern ein Wasserbett. Ich platzte mitten in die Entscheidung, als ich nochmal ins Schlafzimmer schaute… es ging Kopf an Kopf aus!

Kopf an Kopf – spannendes Finale!

Am Ende fehlten dem kleinen ICE die Schienen und das Wasser – nun, das Wasserbett, war Schildis Vorteil. Die kleine Schildkröte tröstete den kleinen ICE aber, nachdem sie gewonnen hatte. Das Grüppchen feiert das tolle Rennen noch immer.

Konsequenz ist, was man draus macht…

Eine Folge aus der Serie „CKB – Corona-Krisen-Blog“. Mal sehen, ob’s eine Serie wird!

Heute morgen, als ich mit dem Fahrrad durch das kühle, aber sonnige Karlsruhe sprintete, sah ich an der Karlstraße eine Herren. Er stand in der Straße, die zum Ludwigsplatz führt, und mir fielen seine blauen Nitrilhandschuhe zu ganz normalen Straßenklamotten auf. Mundschutz trug er keinen.

Exkurs: Nach allem, was ich gehört und gelesen habe, verbreitet sich das neuartige Corona-Virus, so wie Erkältungen und die Grippe, vor allem über Tröpfcheninfektion. Schmierinfektion ist theoretisch möglich, aber selten bis nicht nachgewiesen, während die Tröpfcheninfektion allerorten ist. Handschuhe nutzen also gegen den der beiden Hauptverbreitungswege von Infektionen, der beim aktuell grassierenden Sars-CoV-2 ohnehin die kleinere Rolle spielt. Die ganzen (Privat-)Leute mit Einweghandschuhen und ohne Mundschutz im Supermarkt und in der Stadt regen mich also ein bisschen auf. Hab‘ ich den Mist auf den Mund- oder Nasenschleimhäuten, bringt auch Abwaschen nix mehr, angedockt haben die Rezeptoren schon. Hab ich den Mist auf den Händen, kann ich ihn auch einfach Waschen und mit Seife die Lipidhülle mit den Andockstellen zerstören – und produziere nicht dauernd zusätzlichen Kunststoffmüll an Handschuhen. Immer vorausgesetzt, ich fasse mir nicht – mit oder ohne Handschuhe ins Gesicht.

Zurück zu dem Herrn in der Karlstraße. Ich sah recht schnell, warum er keinen Mundschutz trug. Denn er fasste sich ins Gesicht. Die behandschuhten Greiferchen schön an die Lippen. Was nützen Handschuhe dann?

Natürlich hatte der Herr einen guten, wichtigen Grund, sich ins Gesicht zu fassen, mit seinen Nitrilhandschuhen, nämlich etwas anderes, das er mit seiner Lunge ganz ohne Corona-Virus anstellt – die Kippe zwischen den blauen Fingern.

Ich seh‘ es genau!
Die Hände sind blau!
– River Tam / Firefly

[KuK] Verbrennungsmotor

Gestern auf dem radelnden Weg zur Arbeit staunte ich zunächst nicht schlecht – eine definitiv sehr unsportlich gekleidete Dame folgte mir auf dem Rad, drängte in meinen Windschatten, dann zog sie vorbei… und dann realisierte ich: „Oh, Ebike!“

Nicht, dass ich hier Konkurrenz betreibe. Ich bin nicht besonders schnell und das weiß ich auch. Aber an der Stelle konnte ich einigermaßen einschätzen, dass diese Person wohl normal langsamer fahren würde als ich – und war sehr beruhigt, dass ich nicht völlig falsch gelegen hatte, da es sich halt tatsächlich um ein Ebike handelte.

Heute dann rief mir ein Ebike-Fahrer zu, als ich ihn überholte: „Bei dem Wind und ohne Rucksack!“ So stark fand ich den Gegenwind gar nicht – und ich war nur mit ca. 22 km/h unterwegs, das konnte ich auch schon schneller. Aber durch Akten für’s Homeoffice morgen und durch das Schloss war der Rucksack schwer – und durch die Packung Klopapier darin zusätzlich sperrig.

Im Endeffekt fahre ich ja nicht ohne Motor. Ich habe einen Verbrennungsmotor, nur dass der eben Glykogen und Fettsäuren verbrennt – also Kohlenhydrate und langkettige, organische Säuren, und keine Kohlenwasserstoffe. Ein hoch auf den Bio-Verbrennungsmotor Muskel!

Gemischte Quellen

Heute hatte ich ein paar Termine am Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie. Früher (innerhalb meiner „Beziehung“ zu diesem Ort) hieß der Campus Nord „Forschungszentrum Karlsruhe“, noch früher, außerhalb meiner Zeit, die ich dort oder in Beziehung zu dort verbracht habe, Kernforschungszentrum Karlsruhe. Meine Vermieterin zu Studienzeiten fragte mich immer, wenn ich dorthin aufbrach, ob ich „in den Reaktor“ führe.

Während meines Termines lernte ich eine Reihe neuer Leute kennen, mit denen ich inzwischen beruflich zu tun habe. Allerdings durfte ich feststellen, dass ich auf Campus Nord heute Leute aus diversen Phasen bzw. Aspekten meines Lebens getroffen habe – zwei Personen, mit denen ich in meinem derzeitigen Hauptamt zu tun habe, eine Person, mit der ich in meiner derzeitigen Nebentätigkeit kennengelernt habe. Etliche Leute aus meiner Promotionszeit. Eine Freundin, die ich von außerhalb der Uni bei meinem Trek Monday kenne. Einen Dozenten, der in meiner Zeit in Stuttgart öfter mit Studentengruppen zum Praktikum kam, das ich dort leitete. Wenn ich es darauf angelegt hätte, wäre da vermutlich auch noch eine Person dabei gewesen, mit der ich beruflich zu tun habe, die ich aber zwischen meiner Zeit an der Uni in Stuttgart und meiner jetzigen Tätigkeit erstmals traf.

Ich finde schon ein bisschen krass, auf wie vielen Wegen ich Leute auf KIT Campus Nord kenne und dass ich von allen welche am heutigen Tag dort getroffen habe. Der Gedanke hat mich ein bisschen davon abgelenkt, wie nass ich heute beim Heimradeln wurde – 33,2 Kilometer bin ich gefahren, danach lief mir das Wasser aus den Schuhen.

Mag sein, dass der Gedanke unspektakulär war, aber ich fand ihn irgendwie krass.

Zwei tolle Tage

Zwei tolle Tage – die habe ich an diesem Wochenende verbracht. Ich war mit meinen lieben Helser Hexen auf den Umzügen in Weitenung und Kartung, Samstagabend gab’s noch gemeinsamen Ausklang mit Essen nach dem Weitenunger Umzug und dann noch eine kurze Aktion bei einem Geburtstag eines Mannes einer der Hexen.

Ich weiß, dass der Fasching so manchmal gegen den Strich geht – aber für mich ist es eine tolle Zeit, die ich sehr gerne auslebe. Zwei bis drei Umzüge sind’s, jeweils als Hexe mit der Gruppe, an denen ich mit grüner Schminke im Gesicht, der berüchtigten Edelstahl-Thermoskanne und guter Laune unterwegs bin. Die Thermoskanne ist deswegen berüchtigt, weil sie einmal liegenblieb und bei einer Mithexe unter dem Beifahrersitz für eine nach Hagebutte riechende Überschwemmung sorgte. Dieses Jahr hatten wir von der Musikhexe neu eine mobile Box dabei, und das war richtig klasse – das Publikum und die Hexen waren fleißig am Singen, gute Laune war mehr noch als sonst unser Begleiter auf den beiden Umzügen, die ich dieses Jahr mitmachen konnte.

Ich selbst hatte auch ein bisschen neues Agieren am Start – mit den beiden grünen Hörnchen, die aus meiner Hexenfrisur ragen, konnte ich den zuverlässig auftretenden Einhorn-Verkleideten jeweils erläutern, dass sie ein Horn zu wenig hätten. Wenn man den Kindern rät, sich ein zweites Horn wachsen zu lassen, hat das freilich keinen Subtext, sondern nur Spaß – während man den eher erwachsenen Herren im Plüsch-Einhorn-Overall sicherlich komische Gedanken entlockt, wenn Frau Hexe ihnen rät, sich ein zweites Horn wachsen zu lassen – und sie sich dann aus den Körbchen des am Besen hängenden Wäschestücks eine Süßigkeit fischen dürfen.

Jedenfalls liefen der Samstag wie auch der Sonntag nach dem Schema ab: Fahre zur Mithexe, dann wird gemeinsam geschminkt und Kaffee getrunken, danach geht es zum Umzug. In der Aufstellungszone wird gesungen, gelacht und sich unterhalten, Alkohol ist optional und ich konsumiere ihn nur in sehr engen Grenzen – denn ich muss ja danach nicht nur noch heimfahren können, sondern auch noch heimfahren dürfen. Nicht zuletzt warnt eine mit einem Baumstamm kollidierte Hexe auf unserem Wagen: „Don’t drink and fly!“ Wie jedes Jahr ist die Balance mit den Klamotten unter dem Kostüm ganz schwierig gewesen: Ziehst du dich warm genug an, um bei der Aufstellung nicht zu frieren, wird es mit singen, tanzen, Schabernack treiben und Kindern Süßigkeiten schenken schnell warm im Kostüm, wenn der Umzug losgeht. Aber danach bin ich dann immer dankbar um wärmende Schichten über dem erhitzten Körper, damit ich nicht zu sehr auskühle.

Nun jedenfalls sitze ich hier und mir fallen fast die Augen zu – zwei Tage lang singen, tanzen, einen davon auch noch morgens vor dem Umzug 14 Kilometer laufen, alles an der frischen Luft, ja, danach weiß man, was man getan hat. Ich bin jedenfalls müde und glücklich und hoffe, dass alle Faschingsmuffel gut um den ersten Teil der tollen Tage herumgekommen sind, alle Fastnachtsbutzen hingegen tolle tolle Tage hatten!

Schimpft nicht aufeinander, ist ja schließlich nur eine von 52 Wochen im Jahr, in der sich die einen verbarrikadieren und die anderen auf den Straßen Lärm machen.