Ein Traum

… oder eher ein Albtraum?

Heute morgen um fünf Uhr wachte ich auf. Normal startet mein Wecker ab 6:05 den Countdown zum Raketenstart (ja, wirklich), 5:00 ist also eine wirklich blöde Zeit zum aufwachen. Allerdings war der Traum, aus dem ich erwachte, hinreichend seltsam, dass ich ihn erstmal erinnern musste, bevor ich mich um noch ein paar Minuten Schlaf bemühte. Also …

Ich lief durch den Wald, in meiner lila Laufshort und dem grauen Trikot vom Campus Run. Auf dem Heimweg kam ich an einem Bach entlang, an einer Brücke bekam ich mit, dass dort bald ein Zehn-Kilometer-Wettkampf starten würde. Anmeldung solle nur vor Ort erfolgen, Plätze wären noch frei. Also lief ich heim, holte meine Startnummernmagnete und etwas Geld, kam wieder zurück und wollte mich anmelden. Aber die beiden Leute an der Anmeldung – der Tisch stand mitten auf einer Wiese – hatten wohl Weisung von der Veranstalterin, mich nicht zuzulassen. Warum, das verstand ich erst nicht. Ich lief also ohne Startnummer mit. In meinem Traum sah ich dann Punkte auf einer Karte die Strecke abrennen – und ich war schneller als alle anderen! Im Ziel wurde ich bejubelt, aber die Veranstalterin war stinkesauer, weil sie, in oranges Sommerkleid gekleidet, ihren Freund als Sieger küssen wollte, irgendwas stand da mit Verlobung an. Der Freund hatte unter denen mit Startnummer aber nur ganz knapp gewonnen…

Dann spulte der Traum zurück, ich bekam doch eine Startnummer, gewann und freute mich mit den beiden Verlobten, die das nun doch okay fanden.

Dann wachte ich auf und fragte mich, was DAS nun wieder für ein Traum war! Ich schlief nochmal ein, dann klingelte der Wecker – oder eher: zählte seinen Countdown. Ich machte mich nach kurzem Schließen der Augen ans Aufstehen, nahm an, dass es 6:07 sei – und wurde von übereinstimmend 6:35 anzeigenden Uhren geschockt!

Einen Reim auf diesen Morgen habe ich mir auch noch nicht gemacht.

Werbeanzeigen

Navi spielen

Unser Besuch hat ein größeres Auto als wir, wenn wir also durch die Gegend fahren, bietet es sich an, mit dem Auto des Besuchs zu fahren. Der Fahrer kennt sich bei uns natürlich nicht so gut aus, außerdem sind ja wir da, die uns auskennen …

Und so spiele ich immer das Navigationsgerät. Bei dieser Aktion versuche ich dann immer, wie das Navi zu sprechen. Kaum ist das Auto an, wir müssen aber ausparken, wenden und in die andere Richtung durch unsere Straße, da sage ich: „Bitte wenden!“. Ich gestehe, mit dem Abschätzen der Distanzen ist es noch nicht so gut, manchmal sind’s sicher eher 80 Meter, wo ich dann sage: „Nach 120 Metern links abbiegen!“

Aber ich habe das die meisten Fahrten gestern durchgezogen: Auf der Fahrt nach Rastatt, um im Kino „Spiderman“ anzuschauen, dann wieder auf der Fahrt nach Rastatt, um später am Abend japanisch essen zu gehen. Ich hatte unheimlichen Spaß daran und das hat man auch gemerkt!

Natürlich blieben die Sprüche nicht aus: „Aber du bist doch gar nicht sehr groß und blau“, meinte mein Nennbruder. „Oh, wir haben ein Tallytom!“, kam von meinem Mann. Aber sowas begrüße ich dann ja! Damit habe ich ganz offiziell Navigationsgerät gespielt – und Spaß dran!

Rhein-Betrachtungen

Ich war heute morgen das erste Mal überhaupt in Neuburgweier. Das ist ein Stadtteil von Rheinstetten und liegt zwischen Au am Rhein und Karlsruhe. In Neuburgweier gibt es eine Fähre über den Rhein, und natürlich bin ich auch zur Fähre gelaufen. Dann bin ich am Rhein entlang – direkt an der Böschung.

Zunächst einmal fiel mir auf, dass die eher großen, eher gewölbten Steine, die der Böschung und auch teils dahinter dazu dienen, nicht weggespült zu werden, recht unpraktisch zu belaufen sind. Sie sind eine harte, feste Oberfläche, aber immer in eine andere Richtung geneigt, Kanten in alle Richtungen – das macht gar keinen Spaß. Kiesweg oder Feld- bzw. Waldweg sind da viel besser. Danach kam ich an eine Stelle, an der ein kleiner Durchgang in der Böschungsbefestigung vom Weg überbrückt wird. Dort floss heute mit ziemlicher Macht Wasser aus dem Rhein in den Altrhein, es sah richtig aus wie eine Stromschnelle. Daraufhin fiel mir auch mehr die Uferbefestigung des Rheins auf: im flachen Bereich nahe des Ufers sind immer wieder „Rippen“ aufgeschüttet, über die das Wasser schneller strömt, hinter denen dann deutlich zu sehen ist, dass der Rhein ein Gefälle aufweist. Das sieht recht witzig aus: alle paar zehn Meter sieht man diese Wölbung der Wasseroberfläche mit größerer Fließgeschwindigkeit. Nachtrag: Wie mir ein Freund auf Facebook im Kommentar schrieb – die Dinger heißen Buhnen. Das wusste ich mal hatte es aber eben nicht parat.

Und dann ging es abrupt nicht weiter. An der Böschung des Rheins selbst gibt es keine Brücke über den Altrhein, der die Insel Rappenwört umgibt. Ich musste also in Sichtweite des Rheinstrandbads Rappenwört umdrehen. Nicht, dass ich ins Freibad gewollt hätte, aber eigentlich wäre ich gerne dort entlang weiter gelaufen. Naja, nächstes Mal laufe ich am Rheindamm entlang, da sehe ich zwar nicht den Fluss, aber den Ferma-See und vielleicht ein bisschen Altrhein. Per Brücke über den Altrhein kann man dort dann auf die Insel hinüber und sieht dann auch die Mündung des Federbachs, der auch durch Bietigheim, meinen Heimatort fließt.

Nochmal der Rhein – am Freitag noch bin ich bei Unkel und Erpel im Mittelrheintal den großen Fluss entlanggelaufen, nun habe ich ihn in der Oberrheinischen Tiefebene besucht. Im Mittelrheintal ist das viel einfacher, denn da gibt’s im Tal nicht viel flache Fläche, keinen Altrhein, nix. Berg runter, Rhein. Bei uns reicht’s zwischen Schwarzwald und Rhein für vier Reihen Dörfer: Neuburgweier, Au, Elchesheim-Illingen und Steinmauern direkt am Rhein beziehungsweise in den Altrhein-Armen, Forchheim, Mörsch, Durmersheim, Würmersheim, Bietigheim und Ötigheim an der rheinwärtigen Kante der Hardt, Bruchhausen, Malsch und Muggensturm an der anderen Seite der Hardt und dann Oberweier, Sulzbach, Waldprechtsweier und ein weiteres Oberweier am schwarzwaldwärtigen Rand der Tiefebene.

Der Rhein ist schon ein spannender Fluss – nicht nur, weil er den Bodensee speist und entwässert, nicht nur, weil er den Rheinfall hat, nicht nur wegen seines abgefahrenen Deltas. Sondern auch ganz klar wegen der vielen anderen Landschaften, den von Herrn Tulla verschuldeten Altrhein-Armen, den Rheindeichen und so weiter.

So ganz nebenbei: Die Inseln im Rhein zeigen, so unterschiedlich Rheinländer und Badener auch klingen mögen, das Suffix für Inseln ist gleich. Am Donnerstag waren wir auf der Insel Grafenwerth (Stromkilometer 642) im Freibad, heute habe ich vom Ende der Uferbefestigung über den Altrhein hinweg auf die Insel Rappenwört (Stromkilometer 356) geschaut.

Meine Faszienrolle und ich

Im Hotelzimmer wartet meine Faszienrolle, auf der ich morgen nach dem Berglauf auf der Flanke des Mittelrheintales ein wenig rollen werde. Aber nicht nur ich … nicht nur Menschen …

Aber seht selbst (Bilder selbstgemacht im Zoo in Neuwied):

„Wo habe ich das Teil nur hin?“
Ah, da ist sie ja!
Nach dem Training im Wasser – bei diesem Wetter kann man ja echt nicht an Land Faszientraining machen!

[KuK] ShadowRun, die dritte

Eine weitere Schatten- und Laufen-Analogie ist, dass ich nun im Sommer wieder mehr im Schatten zu laufen versuche. Die meisten Menschen laufen bevorzugt im Wald, habe ich den Eindruck. Ich persönlich ziehe in aller Regel vor, über die Felder zu laufen, denn ich habe gerne einen weiteren Blick über die Landschaft. Wenn ich auf einem kurvigen Waldweg laufe, bei dem ich nichtmal 400 Meter Weg nach vorne und hinten überblicke, fühle ich mich nicht wohl. Richtig gut wird’s, wenn ich kilometerweit in alle Richtungen schauen kann. Am liebsten habe ich auch Asphalt oder Beton oder zumindest festgetretene, ebene Erde unter mir, der typische Waldweg ist nicht unbedingt mein Ding.

Aber nun im Sommer schätze ich den Schatten im Wald. Ich renne im Schatten durch den Wald. Auch das ist schon wieder irgendwas in Richtung ShadowRun …

[KuK] BÖSE-Würmer-Tour

Meine Laufroute am Samstag, den 20.07.2019.

Vor langer Zeit habe ich eine BÖSE-Tour definiert und mehrfach belaufen. 2014 begann es damit, 2017 habe ich es wieder entdeckt. Dann habe ich lange Zeit andere Routen bevorzugt. Heute wollte ich die BÖSE-Strecke Bietigheim-Steinmauern-Ötigheim-Elchesheim wieder belaufen, stellte aber fest: Die damals lang empfundene Route ist mir heute zu kurz! Also musste ich … äh … wie soll ich sagen: Die Wortschöpfung erweitern. Es wurde die BÖSE-Würmer-Tour daraus: Bietigheim-Ötigheim-Steinmauern-Elchesheim-Würmersheim. Durmersheim habe ich zwar auch gestreift – aber im Interesse der Wortschöpfung nicht aufgenommen. Neunzehn Kilometer waren’s. Gar nicht BÖSE und auch keine Würmer, aber BÖSE-Würmer-Tour.

[KuK] Es ist wieder soweit…

Vor ca. einem Jahr habe ich Talianna zum Campus Run begleitet und sie anschließend mit nach Karlsruhe genommen. Auf der Fahrt hat sie in meiner Musiksammlung ein bestimmtes Lied gefunden, welches sie unbedingt hören musste (und sich wie ein kleines Kind gefreut hat).

Heute morgen fuhr ich zur Arbeit, hing so auf der A8 meinen Gedanken nach und stolperte dabei auch über den heute wieder stattfindenden Campus Run… und in just diesem Moment spielte das Radio besagten Song. Ich sag nur…

…we got to move these refrigerators, we gotta move these color TVs…

…bis später Tally und danke Radio BOB!