Das generische Femininum

Gestern hatte ich so einen lustigen Moment. Die Nachbarskatze saß neben mir auf der Decke auf dem Sofa, ließ sich kraulen und schnurrte. Eigentlich ist die Nachbarskatze ein kastrierter Kater, Mauzi heißt das Tier. Ich dachte kurz nach und fragte:

„Na, du Katze? Störst du dich an dem generischen Femininum?“

Schließlich gehört die Katze zu den wenigen Sammelbegriffen, die generisch weiblich belegt sind. Sieht jemand eine Katze, wird niemand auf die Idee kommen, das Tier erstmal ohne es genau zu wissen als Kater zu bezeichnen. An anderen Stellen – zum Beispiel bei der Krankenschwester – achten wir drauf. Das ist dann ein Krankenpfleger, es geht sogar nichtmal an, einen „Krankenbruder“ zu postulieren, wenn man niemanden beleidigen will.

Die Katze allerdings – also der Kater Mauzi – störte sich nicht im geringsten am generischen Femininum. Er zwinkerte mir zu. Echt! Er schloss ein Auge und öffnete es gleich wieder, das andere blieb offen. Dann nochmal. Mauzi ist das offenbar völlig egal, ob er als Katze oder als Kater bezeichnet wird, solange der Mensch weiter krault.

[KuK] Glückliche Kundin

Unsere kleine Xue ist nun Inhaberin einer BahnCard 100 in der Schneeleopardenklasse.
Ein paar Sonderrechte gibt’s auch in der Schneeleopardenklasse.

Unsere sehr bahnbegeisterte kleine Xue hat nun eine BahnCard 100 spendiert bekommen. Natürlich sieht die ein bisschen anders aus als die für Menschen in zweiter oder erster Klasse, es ist ja schließlich Schneeleopardenklasse. Mit Unterschrift und Bild ist sie natürlich versehen – und so wird die junge Dame uns nun wohl immer beim Bahnfahren begleiten.

Ein Nahverkehrsticket hat sie auch.

Tatsächlich ist es auch mein Traum, einfach in Züge einzusteigen und nicht darüber nachzudenken. Beim KVV mache ich das mit meinem Monatsticket schon so. Aber die BahnCard 100 lohnt sich für mich nicht, denn selbst wenn ich nicht mehr drüber nachdenken müsste, SO viel Bahn fahren würde ich dann wohl doch nicht, zumal ja auf stark frequentierten Verbindungen noch die Reservierung dazukäme. Es ist trotzdem ein riesiger Luxus, eine Art von Lebensqualität, in Züge einzusteigen und nicht darüber nachzudenken. Kostenloser ÖPNV oder ÖPNV mit Netz-Monatsticket oder eben BahnCard 100, das sind solche Dinge, die aus dem „Bahn oder Auto?“ recht stark ein Hemmnis herausnehmen, nämlich die Frage nach dem Ticketkauf. Für mich ist das ein Argument in dieser Frage.

Beute vom Helden – Skyline

Gestern waren wir zu viert an einem wundervollen Tag beim Helden der Steine in seinem kleinen Lädchen in Frankfurt am Main im Herzen von Europa. Ihr erkennt diesen Spruch? Dann wisst Ihr vermutlich, wer der Held der Steine ist – und habt mindestens eines seiner Youtube-Videos über Klemmbausteine gesehen. Ich bin durch Manuel auf diese Videos gekommen – aber leider haben wir diesen Trip schlecht getimet, denn er konnte nicht dabei sein. Auch so waren wir allerdings zu viert – mein Nenn-Bruder Holger, mein Ehemann Holger und mein … äh, wohl dann Nenn-Vater Georg. Als wir vom Frankfurter Südbahnhof zum Helden gingen, sahen wir in der Laubestraße schon direkt eine Schlange vor dem Laden. Wie der Held der Steine in seinen Videos sagt: Sein Lädchen ist wirklich sehr klein. Die begehbare Fläche ist wohl tatsächlich eher kleiner als zwei mal zwei Meter, aber das macht ja nichts. Alle warteten schön zivilisiert, bis sie hineinkonnten, ließen sich auch nicht davon beirren, wenn sich andere schön viel Zeit ließen. Das soll ja auch so! Wir halfen auch anderen Fans des Helden, indem wir sie mit dem Helden zusammen fotografierten. Ich selbst habe nur die Auslage fotografiert:

Die Schaufenster des Helden der Steine oder genauer seines kleinen Lädchens in Frankfurt – fotografiert am 02.11.2019. Lego Technik, Hidden Side, Harry Potter – und mehr.

Ich fand es total schön, dass er sich trotz des Andrangs um jeden gekümmert hat – und eine Sache muss man auch sagen: Es ist immer strange, jemanden zu treffen, den man aus Youtube-Videos „kennt“. Eigentlich kennt man sich nicht, aber man weiß so einiges. Das ergibt dann diesen … „awkward moment“, denn eigentlich mag man Dinge fragen oder erzählen, aber der eigentliche, echte Bezug fehlt. Das verwischte sich aber recht schnell, denn Thomas Panke alias der Held der Steine ist in real genau so nett und unkompliziert wie in seinen Videos. Ich nahm dann auch ein paar tolle Dinge aus Frankfurt mit: schöne Eindrücke, nette Gespräche und auch eine Heldentasse in dunkelblau, ein Stück Noppenband, um Figuren oben auf dem Monitor aufzustellen, und zwei Sets: Die Gärten von Suzhou von Xingbao und das Lego Architecture Set „San Francisco“. Warum ausgerechnet San Francisco? Tja … ich hatte einen ziemlichen Flash über den Howard-Goldstein-Vortex, der ja zum Teil in San Francisco spielt. Leider fehlen im Architecture-Set zwei Dinge, die ich mit San Francisco verbindet: die San-Francisco-Bay-Bridge sowie das Hauptquartier der Sternenflotte. Auch der Held meinte, dass wir wohl leider recht lange warten werden, bis es ein Architecture-Set mit dem Hauptquartier der Sternenflotte geben wird. Die Bay Bridge ist wohl auch nicht ikonisch genug, nicht so zentral für die Wahrnehmung San Franciscos wie die Golden Gate Bridge. Während ich über das Xingbao-Set in einem künftigen Beitrag noch ein paar Worte verlieren werde, zeige ich hier mal das San-Francisco-Set:

Vorbereiten zum Aufbauen!

Der Aufbau machte einen riesigen Spaß, denn das Set ist wirklich interessant – und vor allem ist recht beeindruckend, wie mit speziellen Teilen, vor allem aber mit geeigneten Bautechniken glatte Oberflächen hergestellt werden, keine Noppen mehr zu sehen sind und die Gebäude erstaunlich detailliert nachgebildet werden:

Nun werde ich wohl doch mal ein bisschen mehr die Golden Gate Bridge highlighten müssen im Howard-Goldstein-Vortex!

Ein wundervolles Set!

Das TransAm-Building wie auch die perspektivisch in den Hintergrund laufende Golden Gate Bridge finde ich sehr gelungen, Alcatraz erkennt man auch sehr gut. Ich bin begeistert!