[KuK] Es schleift sich ein

Stück für Stück

Vor einigen Wochen, mit gebrochenem Finger und reichlich wenig Sport auf dem August-Konto, beschloss ich, mein in Excel geführtes Trainingstagebuch zu überarbeiten. Ich begann, ein Leistungsverzeichnis zu schreiben, packte diverse Dinge, die mich gestört hatten, in das Überarbeitungspaket hinein. Nach zwei Wochen Überarbeitungszeit sind einige Dinge inzwischen erledigt:

Konsistente Werte-Anordnung

Ein Anliegen, dessen Tragweite ich gar nicht voll auf dem Schirm hatte, war mir die thematische Anordnung der verschiedenen Summen-, Durchschnitts- und Analysewerte für die jeweiligen Sportarten, und das konsistent durch die jeweiligen Sportarten durchgezogen. Erstens wurde mir erst im Laufe der Überarbeitung klar, wie sehr mich die Ergänzung von Spalten an willkürlicher, nicht bei jeder Sportart gleicher Stelle störte. Musterbeispiel war die Leistung – die hatte ich beim Laufen an ganz anderer Stelle eingeordnet als beim Radfahren. Natürlich hatte das historische und ein bisschen auch technische Gründe: Leistungsmesserkurbeln habe ich mir im Sommer 2021 gekauft, den Stryd erst Weihnachten 2021. Mit dem Stryd kamen Laufeffizienz-Werte, zu denen die Leistungsschätzung auch irgendwie gehört, während die Leistung beim Radfahren eher im Bereich der Belastungssteuerung, also neben dem Puls eingeordnet war. Das mag seine Berechtigung haben, aber es machte die Tabellen sehr unterschiedlich und meiner Meinung nach unbefriedigend. Also restrukturierte ich… und entdeckte Inkonsistenzen en masse. Das zu Sortieren schien einfach, kostete aber einen Haufen Zeit.

Nun sieht das alles sehr regelmäßig aus, denn ich habe thematisch gruppiert, in folgender Reihenfolge:

  • Kinematik (Summen): Zahl der Aktivitäten, Dauer, Distanz, Höhenmeter aufwärts
  • Kinematik (Mittelwerte): Mittlere Dauer, mittlere Distanz pro Aktivität, monatsgemittelte Geschwindigkeit, mittlere Steigung
  • Effizienz/Leistung: Laufeffizienzwerte wie Schritthöhe und Bodenkontaktzeit, aber auch Schritt-, Tritt- und Zugfrequenz sowie Leistungsmessung sind hier eingeordnet
  • Physiologie: Herzfrequenz, Atemfrequenz, verbrauchte Kalorien… wenn ich irgendwann noch Sauerstoffsättigung oder Blutzuckerspiegel in irgendeiner Weise messen will oder werde, dann hätte das hier ein logisches Zuhause
  • Formschätzer: Hier packe ich alles rein, was abgeleitete Größen sind – PRAPP, PRAGQ und PRASPP finden hier Platz, aber auch abgeleitete Leistungswerte wie zum Beispiel die Schritt-/Trittleistung (Joule pro Schritt bzw. Tritt), die Schlagleistung (Joule pro Herzschlag) oder – ganz neu – der „Wirkungsgrad“, in dem ich die laut Leistungsmessung erbrachte, physikalische Arbeit (Leistung mal Zeit) durch die verbrauchten Kalorien teile (natürlich unter korrekter Umrechnung von kCal in kJ)

Dieser eher klein erscheinende Baustein der Änderungen fraß SEHR viel Zeit und Mühe, ist aber nun abgeschlossen.

Die Tabelle beim Laufen.
…und beim Radfahren.

Aufräumen der Sportartliste, Trennung von Anlass und Trainingsform

Eine der fiesesten Inkonsistenzen war, dass Indoor-Radfahren über Anlass/Trainingsform, Indoor-Laufen über die Sportart („Laufband“) erfasst war. Das hatte historische Gründe, ich fand’s aber dann irgendwie richtig blöd. Also ging ich es grundsätzlich an: Ich warf den Ort, wo etwas stattfindet, aus der Sportart heraus, an allen Stellen. Laufen, Radfahren, Schwimmen, Skaten und Sonstiges blieben bei den Ausdaueraktivitäten übrig, dazu kam noch Krafttraining und der Ruhetag, um hier Daten wie die Dauer, an Ruhetagen die Ruheherzfrequenz, das Gewicht und dergleichen über die übliche Maske erfassen zu können. Dafür wurden Anlass und Trainingsform getrennt. Zuvor hatte ich Radfahren eher nach dem Anlass, Laufen eher nach der Trainingsform sortiert, und beides in derselben Spalte. Das musste unbedingt weichen – und hatte große Konsequenzen: Ich musste eine neue Erfassung der Daten anlegen, aber wollte die Kompatibilität mit der Liste seit 2017 wahren. Natürlich war es nicht möglich, jeder Laufaktivität seit 2017 noch individuell einen Anlass zuzuordnen, genau wie es nicht möglich war, jeder Radfahraktivität seit Dezember 2019 eine Trainingsform zuzuordnen.

Die neue Erfassungstabelle.

Die neue Erfassungstabelle ist schon fertig, aber die Herstellung der Kompatibilität mit der alten Tabelle, in der dann „über einen Kamm geschert“ alle Laufaktivitäten unter Training als Anlass erfasst werden und alle Radfahrten als Grundlagentraining, ist noch nicht gegeben. Für 2022 spielt das eine Rolle, da ich den Systemübergang mit dem 01.08. gewählt habe. Ab 2023 ist eh alles im selben Raster erfasst und die Historie hat ja ohnehin ihre Ungenauigkeiten, weil sich meine Datenhaltung entwickelte. Nun werden künftig folgende drei Ordnungs-Parameter angewendet:

  • Sportart: Laufen, Radfahren, Schwimmen, Skaten, Sonstiges, Krafttraining und Ruhetag
  • Anlass: Indoor (was für das Laufband, den Rollentrainer, den Heimtrainer und das Hallenbad stehen wird), Bahn (Stadion, Freibad), Training (Outdoor-Aktivität mit dem Anlass das Trainings und keinem sonst), Arbeitsweg, Besorgungen, Therapie (da ich ja durchaus mal gegen meine Kopfschmerzen anlaufe oder Kraft-/Technik-/Beweglichkeitsübungen gegen den Spannungskopfschmerz mache) sowie Freizeit (was dann für Spaziergänge steht, für erfasste Geh-Aktivitäten z.B. im Zoo oder Park, halt alles, was nicht Training, Einkaufen oder Arbeitsweg ist).
  • Trainingsform: Regeneration, Grundlage, Lang (was die Kurzform für „Grundlage – Lang“ sein soll und für lange Läufe mit oder ohne Endbeschleunigung ebenso steht wie für sehr lange Radfahrten), Tempo, Intervall, Wettkampf, Technik/Kraft und Berg/Trail.

Das reduziert komische Inkonsistenzen und erlaubt, auch mal ein Intervalltraining auf dem Rad auf dem Heimweg von der Arbeit korrekt als solches zu erfassen, oder einen Tempodauerlauf zur Arbeit nicht entweder als Arbeitsweg (war beim Laufen so bisher für mich nicht vorgesehen) oder Tempodauerlauf, sondern als beides zu dokumentieren.

Kleinkram

Bisher hatte ich auch den Anlass bzw. die Trainingsform „Multisport“. Das zeigte die Inkonsistenz zwischen den Sportarten besonders augenfällig auf. Dieses Feld habe ich nun gesondert. Wenn ich also ein Koppeltraining oder vielleicht auch mal einen Duathlon-Wettkampf machen sollte, kann ich das einfach so erfassen. Insbesondere, wenn ich mit dem Rad ins Freibad fahre, auf dem Rückweg auf der Laufbahn vorbei und dort Intervalle laufe – was ist das dann? Multisport? Intervalltraining? Sprich: Das neue Feld war erforderlich. Erhalten habe ich das Feld für den Schwimmstil, die Verwendung oder Nichtverwendung von Cleats sowie die Frage, ob ich bei Laufaktivitäten Lauf-ABC gemacht habe. Das ist zwar Technik-Training, aber gesonderte Aktivitäten für 400 Meter Gesamtstrecke mit sieben Lauf-ABC-Übungen, Warmlaufen und Intervalle jeweils gesondert zu erfassen, das erschien mir dann doch übertrieben. Die Auswertung hier muss ich mir noch ausdenken, aber das wird einfacher als vorher sein.

Krankheits- und Schmerztagebuch

Kopfschmerzpatienten wird geraten, ein Schmerztagebuch zu führen. Man kann dann die Schmerzen Anlässen zuordnen und eventuell Methoden zum Gegensteuern entwickeln, Verschlechterungen deutlicher sehen und hat einfach auch eine bessere Erklärungsbasis, wenn man wegen des chronischen Leidens zum Arzt geht, weil man „das Gefühl“ hat, es sei was im Busch. Mit dem Tagebuch hat man nicht nur das Gefühl, sondern tatsächlich ein Dokument, das sagt: „Es IST anders als vorher!“ Da ich nicht nur Kopfschmerzen als wiederkehrendes Leiden habe, sondern auch Colitis ulcerosa, und außerdem der emotionale Zustand manchmal maßgeblicher Auslöser der Kopfschmerzen sein kann, habe ich gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Ich dokumentiere tagesscharf, ob ich gesund, krank oder gar attestiert krank war, und auf einer Skala von Null bis Zehn, wie stark ich unter Kopfschmerzen, Colitis-ulcerosa-Symptomen, emotionaler Dysbalance und/oder Sonstigem gelitten habe. Wie gut Strukturerkennung dann funktionieren wird (z.B. ansteigendes psychisches Unwohlsein mit anschließender Kulmination in Kopfschmerzen und/oder Darmprobleme), wird man sehen. Erstmal erfasse ich die Daten und gucke, wie es mir hilft – DASS es mir helfen wird, daran habe ich keinen Zweifel.

Ein erster Nebeneffekt ist allerdings auch, dass ich meine Jahresziele um 1/365 je Kranktag abschwächen kann – und neben der Erfassung habe ich das auch schon eingebaut:

An Tagen, an denen ich krank war oder bin, will ich natürlich nicht 20 Kilometer Radfahren oder 10 Kilometer Laufen von mir verlangen – und auch nicht, direkt nach dem Gesundwerden das Ganze aufzuholen. Daher wird das Jahresziel um 1/365 pro Kranktag reduziert.

Trainingsplan

Eine Idee, die mir dann kam, war die Nachverfolgbarkeit eines Trainingsplans in der Datenbank zu ermöglichen. Genau das habe ich nun auch eingebaut. Ein Interface zum Erstellen des Trainingsplans ist schon da:

Das Trainingsplan-Gesamtinterface.

Ich habe mich nach Marquardt orientiert und drei Vorbereitungszyklen, einen Wettkampfzyklus und einen Regenerationszyklus vorgesehen. Diese kann ich jeweils zwischen einer und zehn Wochen Dauer einstellen, mit tagesscharf geplanten Wochenplänen versehen. Die Prüfung, ob der Plan so weit erfüllt wurde, erfolgt wochenscharf – unter Berücksichtigung von Krankheitstagen. Dafür habe ich auch zwei Spalten im Trainingstagebuch vorgesehen: Welches Training aus dem Trainingsplan ich gemacht habe und ob ich die Vorgabe erfüllt habe. Das wird dann im großen Trainingsplan-Tab erfasst.

Um das Ganze besser nachvollziehbar zu machen, plane ich erstens eine Hervorhebung und/oder gesonderte Anzeige der jeweils aktuellen Woche mit ihrem jeweiligen Erfüllungsstand und eine grafische Darstellung der jeweiligen Makro- und Mikrozyklen. Das ist aber noch nicht aufgebaut.

Am Ende…

…bin ich mit der Überarbeitung noch lange nicht, aber vieles ist angelegt, etliches ausgeführt und die Basisfunktionen, die vorher funktionierten, funktionieren wieder – und besser.

Krise – Chance

Manchmal ist ein Problem, eine Krise, auch eine Chance. Ich beziehe mich nicht auf den Post von gestern – das dort geschilderte, nur in mir drin liegende Problem fällt noch unter die Kategorie „Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem“. Nicht, dass es ein großes wäre.

Aber es geht tatsächlich um die „Krise“, die mir das heftige „Gebeuteltsein“ der letzten zwölf bis dreizehn Monate gemacht hat. Zuerst ein dreimonatiger Zeitraum mit fiebriger Schwäche, Rückenschmerzen und Doppelbildern, wahrscheinlich durch unerkannt irgendwo eingefangene und recht spät erkannte Borreliose, dann zwei Monate Wiederaufbau, heftiger grippaler Infekt, vier Monate ganz gute Zeit, dann Covid, Fingerbruch Zahnschmerzen – der erste Zahn überhaupt, den ich verloren habe.

Über die Zeit hatte sich einiges angesammelt, was ich an meiner Dokumentation von Sport, Bewegung und Krankheiten besser machen wollte. Ich hatte vor Jahren mal eine ziemlich aufgeblasene Krankheitsdatei erstellt, in der ich den Zustand der jeweiligen körperlichen und psychischen Baustellen verfolgte – war oversized, ich habe es irgendwann nicht mehr genutzt. Zugleich fiel mir mehr und mehr auf, dass ich mir Trainingspläne baue, diese aber in meiner Excel-Datei, die als Trainingstagebuch fungiert, nicht nachvollziehbar verfolge. Weitere Baustelle war, dass mein Trainingstagebuch die Art der Aktivität je nach Sportart unterschiedlich verfolgte: Beim Laufen erfasste ich genau die Trainingsform, nicht aber den Anlass, beim Radfahren eher den Anlass – und beim Laufen war die Frage „Indoor oder Outdoor“ über die Sportart erfasst, beim Radfahren über Anlass/Trainingsform.

Nun ist gerade der große Wurf im Gange: In der überarbeiteten Version meiner Trainingsdatei werden nun Sportart, Anlass, Trainingsform und Sportgerät erfasst werden. Dazu habe ich meinen spaßigen „Streak-Nachverfolgungs-Tab“ gecancelt und stattdessen einen Trainingsplan-Tab geschaffen. Die dort definierten Trainingsformen und ob’s geklappt hat, können bei jeder Aktivität ausgewählt werden – mit einer Eingabe-Kontrolle. Damit wird dann erfasst, ob ich in der jeweiligen Woche das richtige Training durchgeführt habe und ob’s funktioniert hat. Ein Schmerz- und Krankheitstagebuch habe ich auch integriert, so dass ich einerseits Schmerz, Krankheit und dergleichen nachverfolgen und mit restlichen Lebensumständen (mit dem Sport innerhalb der Datei, mit allem anderen aus der Datei heraus) korrelieren und Schlüsse ziehen kann, andererseits meine Kilometer- und Zeitziele im Training (meistens als Kilometer, Zeit, Übungswiederholungen pro Tag im Jahresschnitt definiert) automatisch um 1/365 für jeden Kranktag abschwächen kann.

Noch ist’s nicht fertig, aber mächtig in Arbeit. Vor allem anstrengend wird werden, die Kompatibilität mit vorher (insbesondere für’s laufende Jahr in der Bilanzierung) darstellbar zu halten. Der Rest funktioniert denke ich ganz gut. Ich bin sehr gespannt, wann und was ich davon hier präsentieren können werde.

[KuK] Mit Blödem umgehen

Es gibt viele Wege, mit blöden Dingen umzugehen. Meiner war heute der Arbeitsweg. Das vermeintliche Stück Restzahn ist Knochen, eigentlich sollte da mehr sein, wurde aber mit dem Zahn abgebrochen. Nun bildet sich – hoffentlich – der Knochen etwas zurück, das Zahnfleisch etwas nach. Wenn nicht, kann man „modellieren“. Aber erst, wenn‘s geheilt ist. Da musste ich was treten. Pedale sind aber produktiver zu treten als Dinge, die kaputt gehen.

[KuK] Radfahren!

Die letzten paar Tage waren fies – erst der Fingerbruch, dann Zahnschmerzen. Inzwischen bin ich einen verfaulenden Backenzahn ärmer, habe nun keine Schmerzen mehr und Platz für den gesunden Weisheitszahn.

Lyn fährt weiterhin mit mir zur Arbeit und hat mir nun eine Startnummer aus dem Kreuz geleiert – schließlich bin ich für ihre Sprint-Siege an der Unterführung unter der A5 zwischen Ettlingen und Rüppurr die „Edelhelferin“ und sie mein Teamcaptain.

Im Büro erzählt sie jedem, der sich bereiterklärt, mit einem radfahrenden Luchs zu sprechen, dass sie Teamcaptain ist, ich ihre Edelhelferin bin und dass das X in Lyn X. van Rad für X steht.

Sichtliche Veränderung

Im letzten Spätsommer und Herbst ging es mir ja nicht so gut – ein entscheidender Teil des Problems waren ja Doppelbilder, aus deren Diagnose auch die Dringlichkeit, mehr zu untersuchen und zu behandeln, und dann die Lösung erwuchs. Schon damals war klar, dass ich nicht nur vorübergehend schielte, sondern eventuell auch die Stärke meiner Brille nicht mehr ganz angemessen war. Aber während klar war, dass da was zu tun sein würde, war eben noch nicht klar, ob zusätzlich noch ein Prismenschliff erforderlich sein würde. Das zumindest blieb mir erspart – meine Augenmuskeln funktionieren wieder normal, ich schiele nicht mehr und sehe somit auch nicht mehr doppelt.

Also war nun das andere Problem anzugehen – meine stärker gewordene Kurzsichtigkeit, ganz nebenbei ist meine alte Brille auch schon ziemlich mitgenommen: Teile der Entspiegelung sind abgewetzt, die Bügel sind nicht mehr schön und auch die Nasenpads rutschen mir gerne mal runter. Zudem sind die Gläser eher klein, zusammen mit dem Runterrutschen des Nasenpads ging ein ziemliches Fenster für Insekten, Staub und Regen beim Laufen und Radfahren auf, außerdem sah ich beim sportlich auf dem Rad sitzen – vor allem in Aero-Haltung und am Unterlenker – größtenteils unscharf über die Gläser hinweg. Alles nicht so optimal…

Also gab es eine neue Brille: neues, leichteres Gestell mit größeren Gläsern und UV-Schutz in richtiger Stärke… freilich ordentlich teuer, aber besser, als das Bild der Welt mit Tabasco zu schärfen allemal:

Aber diese neue Brille ist, obschon leicht, groß, mit Titanflex-Gestell auch robust, noch nicht optimal beim Radfahren und Laufen am Tag. Bei Dunkelheit radle und laufe ich hinreichend selten, dass es diese neue Alltagsbrille auch dafür tut, aber… das Anschauen der Tour de France mit den vielen Radlern und Radlerinnen mit tollen Radbrillen hat das Bedürfnis nach einer Sportbrille mit Stärke geweckt. Eigentlich hatte ich schonmal nach sowas geschaut und war ob des Preises zurückgeschreckt. Aber bei Nachfrage beim Optiker ergab sich eine Option, die günstiger als erwartet (freilich immer noch ein Haufen Geld) und auch optisch ziemlich cool war und ist. Auf dem Rad kann ich diese wegen des Kleinfingerbruchs noch nicht präsentieren, aber zumindest ein bisschen einen Eindruck vermitteln:

Diese sichtliche Veränderung blogtechnisch zu verarbeiten war mir ein Anliegen, obschon ich dank langer Übung im Zehnfingertippen im „Adler-Suchsystem“ Praxis verloren habe und das Tippen dieses Textes echt eine frustrierend langsame Angelegenheit war. Dass ich wegen der Schiene nicht nur ob mangelnder Fähigkeit bzw. Erlaubnis, Rad und Auto zu fahren, als arbeitsunfähig gelte, sondern auch am PC erschreckend eingeschränkt bin, war mir zuvor schon bewusst, aber nun noch mehr… zumal mit Blick auf die Tastatur tippen und dabei alle verfügbaren Hände nutzen auch noch das Telefonieren und zeitgleich elektronisch Dinge nachgucken bis zur Unmöglichkeit verlangsamt.

Also freue ich mich nun auf den Zeitpunkt, zu dem ich mit neuer Brille wieder Radfahren kann und darf sowie mit neuer Brille wieder am PC arbeiten und spielen kann, darf und muss.

[KuK] Next Percent und Sprüche

Neben der Montage von elektronischer Schaltung (Shimano Ultegra Di2 R8050 2×11) habe ich im Moment noch ein bisschen am Cockpit des Rennrads optimiert.

Neues Setup des Rennrad-Cockpits.

Da ich mit dem Sattel nicht mehr viel weiter hoch komme, ohne Reibungsprobleme zu bekommen, musste der Lenker runter. Also habe ich den Vorbau umgedreht. Außerdem habe ich von einem seitlich des Vorbaus um den Lenker geklemmten Halter für meinen Radcomputer eine Halterung umgestellt, die vorne an die Vorbauklemme geschraubt wird. Nun ist in Planung, diese Halterung noch durch eine aerodynamischere und leichtere in die Vorbauklemme integrierte Halterung zu ersetzen.

Selbstverständlich muss ich irgendwie aushalten, dass auch andere ungewollte Doppeldeutigkeiten mit Sprüchen ausschlachten. Ich bin ja schließlich auch oft dabei, Doppeldeutigkeiten mit Sprüchen auszuschlachten. Also habe ich mich heldenhaft den Assoziationen gestellt und vielleicht ein kleines bisschen mit Blick an mir runter mitgewitzelt.

Wehe den anderen, wenn es irgendwann um Kettenglieder geht!

Verrückte Ideen

Manchmal kommen mir ganz verrückte Ideen. Diese Einfälle haben manchmal mit Fehlern oder Fehleinschätzungen zu tun, oft sind es Gedanken oder Pläne, die so eigentlich nicht vorgesehen sind.

Bei Worten tue ich das sehr oft und ballere es dann auch gleich raus. Wortspiele sind mein Ding, das Zusammenbringen von Worten, die so nicht passen, kontext-konträres Verwenden von Worten mit Doppelbedeutungen, ähnlich klingende Worte gegeneinander Ausspielen… ja, das ist mein Ding.

In anderen Bereichen bin ich etwas vorsichtiger. Derzeit trage ich aber eine Idee mit mir herum, die sicherlich Kopfschütteln verursachen wird – und das kam so: Ich habe fälschlicherweise Schalt-/Bremsgriff-Kombinationen für „Bar-Ends“ an Zeitfahrlenkern gekauft, wo ich eigentlich nur Schalter für die Zeitfahraufsätze wollte. Für das Rennrad ist auch völlig klar, dass die Schalt-/Bremsgriff-Kombinationen unnötig, zu schwer und falsch für die Enden der Aufsätze sind.

Aber der Freak und Nerd in mir imaginiert nun Frankensteins Fahrrad. Beim Alltagsrad, dem stählernen „Red Flash“ kommt’s auf ein paar Gramm nicht an, allerdings fahre ich den oft in Umgebungen, wo ich oft bremsen muss. Nun kam mir die verrückte Idee, statt die Bar-End-STIs zurückzugeben, einfach zu den vom Rennlenker bedienten Scheibenbremsen noch Felgenbremsen, die aus Aero-Haltung bedient werden, dran zu bauen. Denn auf die Aero-Extensions als angenehme dritte Griffposition will ich auch am Alltagsrad nicht verzichten…

Mal sehen, ob ich noch mich überzeugende Gründe finde, warum das nicht geht oder warum ich es nicht machen sollte. „Das macht man nicht!“ ist nämlich kein valides Argument.