[KuK] Aktuelles

Meine ganzen Diagramme in Sachen Sport sind ja oft Mittelungen über ganze Monate. Aber eine Übersicht über das, was in der laufenden Woche – oder sieben Tage als gleitendes Fenster – gegangen ist, fand ich auch ganz nett. Und nach ersten Experimenten habe ich es nun nicht nur für Ausdauer-Aktivitäten, die ich ja schonmal gezeigt hatte, sondern auch für den Beweglichkeits-Teil hinbekommen. Nur für das Eigengewichts-Training und die Stabis habe ich noch keine gute Idee gehabt.

Ist jetzt eigentlich nicht zum dauernd raushauen, sondern für die eigene Übersicht.

[KuK] Cyclofreight

Mein Radanhänger ist laut Herstellerangabe für 26 kg Zuladung zugelassen. Sonderlich teuer war er nicht. Das Salz für den Ionentauscher war auch recht günstig. Die Blicke der Leute, wenn man vor dem Baumarkt das Rad mit Hänger anschließt und dann erst recht, wenn man 25 kg Siedesalz in den Hänger packt, das Rad losschließt und einfach losfährt, sind allerdings echt unbezahlbar.

Was Statistiken über mich aussagen

Ich bin vor allem Läuferin, aber seit zwei Jahren fahre ich wieder Rad. Viele Leute, die ich kenne, fahren im Winter gerne Indoor-Rad, zum Beispiel mit Zwift und einem Rollentrainer. Andere fahren lange Strecken auswärts, zu hübschen Orten oder ambitionierten Steigungen. Ich habe festgestellt, dass das beides nicht auf mich zutrifft: Ich fahre Rad vor allem als Verkehrsmittel, zumindest jetzt im Winter:

Radkilometer nach Anlass, laufendes Jahr.

Man sieht’s auch am benutzten Gerät… der Alltagsrenner und der Alltagsrenner mit Hänger haben sehr große Anteile…

Sportgerätenutzung beim Radeln in Kilometern, laufendes Jahr.

Ganz offensichtlich ist das Fahrrad für mich – mindestens im Winter – ein Verkehrsmittel, im Wesentlichen. Im Sommer gibt’s wahrscheinlich wieder lange, freudige Vergnügungs- oder auch Trainingstouren. Aber für den Moment benutze ich das Rad, um meinen Alltag zu bewältigen – und zwar den roten Renner mit Schutzblechen und Gepäcktaschen, gegebenenfalls mit Hänger.

So ganz nebenbei: In Autos oder Zügen bin ich dieses Jahr noch nicht gesessen. Ins Büro gelaufen bin ich dieses Jahr auch noch nicht.

[KuK] Gedanken mit Hänger

„Passe ich zwischen der Schranke und dem Pfeiler durch?“, frage ich mich, als ich mit dem Rad und dem Anhänger losfahre, um Essen von der Gaststätte im Nachbarort zu holen. Dann kommt da noch die Frage: „Wenn ich außenrum fahre, wie ist das mit dem superschmalen Radweg mit 30 Zentimeter hohem Bordstein direkt auf die Straße?“

All diese Unwägbarkeiten habe ich gekonnt umschifft und bin woanders lang gefahren. Aber so es sind eben doch ein paar zusätzliche Anforderungen, wenn man nicht nur mit dem Rad, sondern auch mit dem Anhänger hintendran unterwegs ist.

Im Endeffekt habe ich ein paar Straßenabschnitte befahren müssen – mein Hänger ist StVZO-konform! – und habe zusätzlich zu den Reflektoren an Hänger und Rad sowie dem Rücklicht am Rad noch ein kleines Rücklicht an den Hänger angebracht. Funktionierte alles. Und das Essen war perfekt warm, als ich es daheim anschleppte.

Kalt, glatt, windig, nass

Ich habe meinen Arbeitsweg in diesem Winter schon bei Kälte, bei Sturm, strömendem Regen und heute morgen bei stellenweise Reifglätte und gefrorenen Pfützen absolviert – mit dem Rad. Mein Mann fährt ja schon seit geraumer Zeit bei jedem Wetter – und ich nun eben auch.

In diesem Jahr habe ich bislang ungefähr gleich viele Homeoffice- und Präsenztage, und an allen Präsenztagen habe ich Hin- und Rückweg zum Büro mit dem Rad bewältigt. Ich kam nie in die Versuchung, stattdessen Straßenbahn oder gar Auto zu fahren. Ein paar Mal habe ich es ein bisschen verzögert, wann ich morgen loskam, ganz einfach, weil die Dunkelheit zusätzlich zu Kälte, Nässe und/oder Wind doch ein bisschen an der Motivation zehrt. Aber ich hab’s dann doch immer rechtzeitig zu Besprechungen oder Telefonaten geschafft. Extra-Arbeitszeitausgleichtage wegen des Wetters habe ich auch nicht genommen.

Wie es scheint, ist mein „Mit dem Rad zur Arbeit“ tatsächlich winterfest genug, um auch mal über das Abschaffen des ÖPNV-Monatstickets nachzudenken. Die Frage stellt sich erst ab dem Sommer, denn so lange läuft mein Abo noch. Freilich ist so ein Abo eine feine Sache, wenn man einfach einsteigt, ohne drüber nachzudenken, wo man nun ein Ticket herbekommt. Aber siebzig Euro im Monat, um in wenigen Monaten ein, zweimal zu fahren und in vielen gar nicht, das lohnt sich einfach nicht. Da ist das Geld in Fahrradkomponenten besser angelegt.

Schon komisch. Ich fahre erst seit gut 26 Monaten wieder Rad, und erledige meinen Alltag schon so total auf zwei Rädern.

[KuK] Neues Diagramm – WIP

Mein neues Diagramm: Eine Übersicht über die Kilometer der vergangenen Woche (gleitendes Fenster).

Als „Abfallprodukt“ meiner Überwachung des Streak-Running anhand meiner Trainingstagebuch-Excel-Datei ist nun etwas Neues entstanden: Eine Übersicht über die Aktivität der jeweils letzten sieben Tage.

Da es Rechenarbeit kostet, wenn Excel 2700 Zeilen auf ein Datum durchsuchen und dann alles, was unter diesem Datum erscheint, abhängig von der Aktivität summieren soll, möchte ich das Excel pro Aktivitätsart nur einmal machen lassen. Da ich aber für meine Streak-Überwachung die Entscheidung, ob und wenn ja, wie lange der Streak gestern war und dasselbe nochmal für heute brauche, habe ich Excel die Tageskilometer für jeden Tag aufsummieren lassen – muss ich ja eh, da ich keine while-Schleife habe – und dann anhand dieses Werts mit WENN-Funktion die Streaks berechnen lassen. Da kam mir die Idee, die letzte Woche zu zeigen…

Für Cardio-Aktivitäten, die sich in Kilometern bemessen lassen (Laufen, Radfahren, Schwimmen, Inline-Skaten und Gehen/Wandern/Sonstwas – outdoor wie indoor) habe ich schon eine geeignete Darstellung gefunden. Wie und ob ich Zeit bei Dehnen, auf dem Balance-Board und beim Yoga sowie Kraft-/Stabi-Training (ein Tag zählt für mich als Trainingstag, wenn ich mindestens zwei Übungsarten absolviert habe) in ein Diagramm kriege oder da zwei draus machen muss, weiß ich noch nicht. Aber erstmal gibt’s diesen ersten Erfolg hier!

Schlangenlinien

Ich mag meine Schlangen, ich habe wohl sogar eine ausgewachsene Phobie. Es war zwar ein wenig überzogen, als ich behauptete, die Ideallinie am weitesten von den Terrarienscheiben der Schlangen im Reptilienhaus der Wilhelma in Stuttgart brauche man nicht berechnen, denn man könne sie anhand meiner Angstschweiß-Tropfspur ablesen. Aber so ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht.

Was mir allerdings auch den Angstschweiß auf die Stirn treibt, manchmal zumindest, sind andere Verkehrsteilnehmer, die Schlangenlinien fahren oder gehen. Öfter allerdings nervt mich das einfach nur restlos und treibt mir statt des Angstschweißes auf der Stirn die Zornesröte ins Gesicht. Meist ist der Grund nämlich keineswegs Alkohol – schlimm genug – sondern das Smartphone. So auch heute – ich rollte gerade auf dem letzten Drittel meines Nachhausewegs mit dem Rad entlang. Wie immer ist das dienstliche Notebook in der einen, die bürotauglich-unsportliche Kleidung in der anderen Gepäcktasche, was natürlich zu ein wenig mehr Last auf der Notebook-Seite führt, und dazu noch einen Teil der Masse recht hoch über der Achse der Laufräder bedingt. Aber damit komme ich klar – ich merke es nur wesentlich deutlicher, dass da eine Unwucht da ist, wenn ich neben dem mittlerweile unbewussten Ausgleichen dieser Unwucht auch noch einem unvorhersehbar agierenden Verkehrsteilnehmer eine hohe Menge meiner Aufmerksamkeit widmen muss. Ich erwarte ja nur bedingt, dass sich andere Verkehrsteilnehmer an die Regeln in Sprints der Tour de France halten – nicht mit Bidons werfen, keine Ellbogen ausfahren, aber vor allem: Fahrlinie halten. Wenn allerdings ein anderer Radfahrer ohne Blick auf den restlichen Verkehr an seinem Hintern herumnestelt und dabei über eine volle Fahrbahn Schlangenlinien fährt, um dann – aha! – das Handy aus der Tasche der Hose zu fischen, in die Hand zu nehmen und sich dann mit Blick auf das Display und der anderen Hand gegen die Kälte in der Tasche völlig vom Rest des Verkehrs abzukoppeln, dann finde ich das problematisch. Vor allem dann, wenn das Ganze weiterhin in voller Fahrt stattfindet.

Ich hab’s schonmal woanders geschrieben: Wenn wir Radfahrer von den Autofahrern erwarten, dass sie uns wahrnehmen, uns die uns zustehende Vorfahrt gewähren, uns bemerken und berücksichtigen, statt auf ihr Handy zu gucken und uns umzufahren, dann haben wir VERDAMMT NOCHMAL auch selbst dem Verkehr die nötige Aufmerksamkeit zu widmen und eben nicht auf dem Sattel sitzend freihändig am Handy herumzuspielen. Nicht nur, um unaufmerksamen Autofahrern auszuweichen, sondern auch um die nötige Rücksicht auf Fußgänger und andere Radfahrer zu nehmen.

Mir persönlich ist es besonders unangenehm, mich so einem Schlangenlinienfahrer von hinten zu nähern. Meistens rollern die mit deutlich unter 20 km/h dahin, brauchen die vollen Breite des Radwegs oder der Straße und reagieren entweder mit einem Fast-Sturz, noch langsamerer Fahrt aus Erschrecken und so auf ein Klingeln – oder gar nicht. Sicher, viele sind der Ansicht, man könne doch auch hinter ihnen herfahren – aber wenn ich mit 12 km/h durch die Gegend rollere, kann ich genauso gut zur Arbeit laufen, dann ist kein Zeitvorteil mehr da. Ich pendele ja mit dem Rad und gondle nicht nur zum Spaß und mit beliebig viel Zeit durch die Gegend, wenn ich über 20 Kilometer bis zur Arbeit zurücklege. Mich nervt schon, dass ich laufend vergesse, meinem Handy die Push-Mitteilungen auf die Sport-Smartwatch zu verbieten, wenn ich auf dem Rad sitze, aber ich gucke da nicht drauf, mich nervt nur das fordernde „Vibration-Piep-Guckmichan!“ – aber wer als Radfahrer oder Radfahrerin am Verkehr teilnimmt, kann bei hinreichender Radbeherrschung (ich habe die nicht so ganz) gerne freihändig fahren, aber NICHT mit den Händen tief in den Hosen- oder Jackentaschen und ganz bestimmt nicht am Handy. Man ist immer noch Verkehrsteilnehmer! Das erfordert Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, jederzeit durch Griff am Lenker einzugreifen – lenkend oder bremsend.

[KuK] Landwirtschaftlicher Verkehr

Heute, auf einem asphaltierten Weg über die Felder. Dieser Weg trägt an allen Anschlüssen, über die man ihn von einer öffentlichen Straße aus erreicht, ein Schild, das ihn als verboten für Autos und Krafträder ausweist, ausgenommen nur der landwirtschaftliche Verkehr. Rad darf man dort fahren…

Der Kleinwagen mit recht geleckt aussehender Fahrerin, der mir entgegen kam, muss dann wohl landwirtschaftlicher Verkehr gewesen sein. Sie war schnell. Schnell genug, um an dem kleinen Knick des Weges die Notwendigkeit zu sehen, die Kurve zu schneiden… während ich bereits fast in der Kurve war. Dem Gesicht nach brüllte sie mich an, ich kann mich aber auch getäuscht haben. Wenn ich nicht mächtig gebremst wäre, hätte sie mich umgenietet oder ins Feld geschubst.

Ich kann ja nicht sicher sagen, dass das kein „Landwirtschaftlicher Verkehr“ war. Vielleicht fuhr sie zu ihrem Pferd auf den nahegelegenen Pferdehof und wollte nicht durch die Dörfer fahren, um diese Felder herum, von wo sie dann legal zum Pferdehof käme. Vielleicht gehört sie zum Hof. Vielleicht hat sie mich nicht angebrüllt. Aber geschnitten hat sie die recht weite Kurve, weil sie viel zu schnell war. Bei sicher legal dort fahrendem Gegenverkehr, nämlich mir auf dem Fahrrad.

Und das ist kein Einzelfall, heute war’s nur besonders extrem. Wie mich das ärgert! Die werden auch noch über den Radschnellweg heizen, wenn er irgendwann 20irgendwasnzwanzig mal gebaut ist. Weil’s kürzer ist, zum Reiterhof oder ins Dorf. Oder weil man Tempo-30-Zonen, wo man geblitzt wird, durch illegales, aber nicht erwischtes Umfahren vermeidet.