[KuK] Weingartener Lebenslauf – Zwischenstand

Meine Zusammenfassung des Zwischenstands.

Heute kamen meine zusätzlichen Punkte für auf die Startnummer – und die ersten 25 der zusätzlichen Punkte habe ich gleich kleben können. 33,6 Kilometer war ich unterwegs. Da ich nur volle Kilometer in Punkte umwandle, stehe ich nun bei 79 zählenden Kilometern.

Mit einem Sponsor, der einen Euro pro Kilometer meines Laufens spendet, und mir selbst, die ich dasselbe nochmal drauf lege, bin ich nun bei 158 Euro gesammelten Spenden. Morgen ab Mittag, am Donnerstag und am Freitag ist erstmal keine Erhöhung zu erwarten – ich werde morgen geimpft.

Allerdings hoffe ich, bis inklusive 22.05. noch auf mindestens 150, lieber auf 200 Kilometer zu kommen, also nach aktuellem Stand 200 Euro Spenden einzusammeln und weitere 200 selbst drauf zu legen für Blut e.V.

Weitere Sponsoren können sich natürlich gerne bei mir melden (Kontakt-Email im Impressum), sollten aber mit über 200 Kilometern rechnen. Es dürfen auch gerne nur 5 oder 10 Cent pro Kilometer sein, ich gebe Euch dann in meinem Spendenläuferprofil beim Lebenslauf mit an.

Und sie wettkämpft doch!

Eigentlich hatte ich für dieses Jahr das mit den Wettkämpfen weitgehend abgeschrieben. So „richtige“ Wettkämpfe mit einem halbwegs gleichzeitigen Start, der genau diese anregende Konkurrenz ermöglicht, der den Zuschauern eine Show und durch die Zuschauer eine Motivation für die Läufer bietet, das beißt sich mit den Hygiene-Regeln. Virtuelle Wettkämpfe habe ich für mich irgendwie als schwierig erlebt…

Aber die eine oder andere Organisation hat doch einen Weg gefunden, wie man mich an Bord bekommt:

  • Da ist der Weingartner Lebenslauf von Blut e.V., bei dem über 15 Tage (vom 08.05.-22.05.) Kilometer gesammelt, die dann in Spenden zugunsten der Bekämpfung von Krebs verwandelt werden. Da mache ich mit und finde es klasse. Ich habe mir sogar ein Extra-Diagramm gebastelt, da die roten Punkte pro Kilometer, die man auf die Startnummer klebt, bei meinen Laufleistungen schnell unübersichtlich werden können:
  • Dann ist da der GemeinsamRun des Baden-Marathons: Drei so wenig virtuelle Halbmarathons (jeweils mit Zehner dabei), wie virtuelle Läufe es sein können: Man hat eine Startnummer mit Sensor, es gibt eine abgesteckte, markierte, einzig nicht abgesperrte Strecke, Zeiterfassung über den Chip in der Startnummer und Sender/Empfänger entlang der Strecke. Jeweils drei Wochen Zeit hat man, Läufe in den Wettkampf einzuzahlen. Im April gab’s den Lauf zum Rhein, im Mai kommt der Lauf im Hardtwald und dann kommt noch im Juni der Lauf aus Richtung Ettlingen. Ich habe den abgelaufenen Wettkampf jeweils mit Laufpartnern bestritten, bin mit dem Fahrrad nach Karlsruhe angereist. Ich freue mich auf die anderen zwei!
  • Und zu guter letzt: Die Turmberg-Trophy! Gestern, am 09.05., war Turmberg-Trophy! Dafür wird der turmbergomat genutzt, eine Stechuhr-Zeitmessung am Karlsruher Turmberg. 1750 Meter Strecke mit über 100 Metern Höhengewinn, und am 09.05. gab’s dort die Sonderwertung. Es waren Leute mit Maske und Pavillon vor Ort, haben Läufer und Radler unterstützt. Über meine Radleistung wollen wir nicht sprechen (6:53 für die Strecke sind 1:25 Rückstand auf die schnellste Radlerin, meine Sport-Löwen-Baden-Vereinskollegin Sandra – aber ich bin immerhin auch beim Start aus den Cleats gerutscht und habe somit zumindest für ein paar Sekunden davon eine „gute Ausrede“)…

    Aber beim Laufen lief es richtig gut:
https://turmbergomat.de/

Mit 40 Lauf-Kilometern für Blut e.V., 40 Kilometern Rad-Einkaufs-Reise, 50 Kilometern Radfahrt zum und vom Turmberg sowie 1,75 Kilometern hoch auf den Turmberg und derselben Strecke wieder runter kann man nur sagen: Was ein Wettkampf- und sonstiges Sport-Wochenende!

Wettstreit der Verbrenner

Es gibt – im Zuge des Klimaschutzes und des damit verbundenen Aufstiegs des E-Autos – derzeit viele Diskussionen, ob Elektromobilität oder „der Verbrenner“ das Mittel der Wahl seien. Das bezieht sich dann auf die Autos, und man kann ja mit dem Materialaufwand für Akkus (insbesondere die Herstellung bestimmter Metalle, die für Akkus gebraucht werden, und deren Lebensdauer) gewisse Punkte ins Feld führen, dazu noch die Erzeugung des Stroms. Grundsätzlich sind aber nicht alle Verbrenner schlecht.

Die „Verbrenner“, die in meinem Alltag zum Einsatz kommen oder kommen können, habe ich nun mal in Beziehung zu setzen begonnen. Die Elektromobilität kommt bei mir bisher nur in Form von ÖPNV und öffentlichem Fernverkehr zum Einsatz, daher ist es tatsächlich ein Wettstreit der Verbrenner, wenn ich meinen Individualverkehr nach Strecke aufführe. Zur Personenbeförderung sind bei mir derzeit im Einsatz:

  • Toyota Aygo der zweiten Generation, Verbrenner fossiler, eher kurzkettiger Kohlenwasserstoffe mit gewissem Anteil regenerativer Alkohole (derzeit eher unter 5% als unter 10%)
  • Für kurze (schwer erfassbar) und längere Strecken „Schusters Rappen“, also Gehen und Laufen. Da ich teils auf Laufschuhen ins Büro gependelt bin und auch schonmal mit Rucksack zum Einkaufen zum Bäcker gerannt bin, möchte ich den „Glykogen- und Lipid-Verbrenner ohne Räder/Rollen“ nicht von den Verkehrsmitteln ausnehmen, auch wenn der Großteil der erfassten Laufstrecken doch eher in Training und/oder vergnügliches, freizeitliches „Spazierenlaufen“ fällt.
  • Bisher eher nicht als Verkehrsmittel genutzt kommt noch das Inline-Skaten dazu. Aber Freunde von mir skaten durchaus ins Büro, und wenn ich mal mehr Praxis und weniger Homeoffice habe, werde ich diese Option sicher nicht ausschließen. Schneller und dabei weniger schweißtreibend als das Laufen ist es allemal, und damit effizienteres Pendeln.
  • Definitiv stark als Verkehrsmittel genutzt tritt derzeit das Radfahren auf. Auch hier haben wir – wie beim Laufen und Skaten – einen Glykogen- und Lipidverbrenner vorliegen, der aber regenerativ betrieben wird, denn sobald organische Verbindungen als „fossil“ gelten dürfen, bin ich ziemlich sicher, dass ich sie nicht mehr essen oder trinken mag.
  • Der Vollständigkeit halber aufgeführt sei hier das Schwimmen.

Über die unteren vier – Laufen, Radfahren, Skaten und Schwimmen – führe ich ja schon länger Buch. Da nun aber bei mir erstens das Radfahren zunehmend kurze Auto-Strecken ersetzt, selbst wenn viel Last zu befördern ist, und ich zweitens durchaus mit dem Gedanken kokettiere, beim „Stadtradeln“ mal als Stadtradeln-Star mitzumachen zu versuchen, habe ich beschlossen, auch Auto-Kilometer zu dokumentieren und in der Liste aufzuführen. Das tue ich nicht rückwirkend, sondern erst ab Mai 2021, also ab dem laufenden Monat. Einerseits habe ich schon mehrfach im Kopf den Vergleich angestellt, wie sich per Muskelkraft zurückgelegte Strecken zu den mit dem Auto abgespulten Kilometern monats- und jahresweise bei mir verhalten, andererseits hilft’s mir natürlich, abzuschätzen, wie viel Umstellung es erfordern würde, wenn das Auto nicht mehr als eigenes Auto jederzeit auf dem Hof stünde – entweder, weil’s kaputt wäre, oder weil wir nur noch über Carsharing eine Verfügbarkeit des Autos für uns gewährleisten würden. Das ist jeweils rein hypothetisch gesprochen, denn unser kleiner Aygo funktioniert, hat immer noch unter 110.000 Kilometer auf dem Buckel und eine Abschaffung ist auch nicht in Planung. Natürlich nutzt die Statistik, wie oft und über welche Strecken das Auto genutzt wurde, auch bei der Abschätzung, ob und wenn ja, was für ein neues Auto angeschafft werden sollte, wenn der Aygo dann doch mal den Geist aufgibt.

Und somit habe ich nun die Möglichkeit, den „Wettstreit der Verbrenner (im Individualverkehr)“ in meinem Leben aufzumachen:

Das neue Gesamtkilometer-Diagramm ab Mai 2021. Stand der Monate vor Mai ohne Erfassung von Autofahrten, Stand der Erfassung im Mai: 05.05.2021, 6:00.

Bis jetzt ist nur in der Legende das Auto dazugekommen. Monate, in denen eine „0“ an Autokilometer zusammenkommt, erfasse ich für das Diagramm mit einem „#NV“, was in Excel dem Fehler „no value“ entspricht. In den Diagrammen erscheint dann kein Punkt. Natürlich geht das Auto nicht in die Kilometersumme „Cardio Gesamt“ ein, sondern steht als Gegenstück dazu mit drin. Da ich die Erfassung von Autofahrten erst ab Mai 2021 beginne und rückwirkende Schätzungen sicherlich sehr ungenau wären, und wir im Mai noch gar nicht Auto gefahren sind, gibt’s bisher keine Punkte in Braun, sondern nur den Legendeneintrag.

Ich bin sehr gespannt, ob ich die Disziplin habe, tatsächlich quasi ein Fahrtenbuch draus zu machen und somit eine Datenbasis zu legen, die auch die Entscheidung beim nächsten Auto fundierter machen wird. Wenn nämlich nur sehr wenige, lange Fahrten auftreten, ist eventuell die Mietwagen-Lösung gangbar. Sind’s einige kurze und weniger lange, dann könnte neben dem Rad eine Carsharing- und Mietwagen-Lösung her, sind es etwas mehr kurze, ist vielleicht ein E-Auto eine Idee. Nur bei eher mehr, eher langen Fahrten müsste man wohl, wenn die technische Entwicklung der tatsächlich verfügbaren Fahrzeuge und der Ladeinfrastruktur dann nicht wesentlich vorangekommen sein sollte, wieder einen eigenen Verbrenner in Erwägung ziehen.

Das klingt nun schon fast nach einem „ganzheitlichen persönlichen Verkehrskonzept“. Oh weh!

Fazit: Der April ist nicht so gelaufen

Es bleibt dabei – gut wird’s erst wieder im Mai. Der April ist einfach nicht mein Monat. Letztes Jahr war ich verletzt, Zehenstreckerzerrung. Dieses Jahr war’s subtiler: Kopfschmerzen, Motivationsprobleme, eine schmerzhafte Hämorrhoidenepisode. Auch wenn Ihr jetzt sicher alle schreiend wegrennt. Wie kann sie nur sowas schreiben!

Einzig beim Radfahren gab es Fortschritte – freilich, wie oben zu sehen, nicht in der Kilometerleistung. Aber ich habe mit dem neuen Radanhänger und den Front- und Backroller-Taschen drei von vier Wocheneinkäufen und zwei Abholungen von bestelltem Essen bestritten. Außerdem wird mehr und mehr gesetzt, dass ich auch draußen mit Klickpedalen fahre:

Mit den Kilometerzielen läuft’s immer noch gut, das Sportstundenziel ist auch noch in Reichweite. Einzig Schwimmen bleibt eine Baustelle, aber das kann ich derzeit auch nicht ändern:

Prognose…

Meine Zielerreichungstabelle.

Ich habe meine Zielerreichungs-Tabelle, mein „Armaturenbrett Ziele“ um zwei neue Spalten erweitert. Diese Spalten sind allerdings ein wenig ausgegliedert, sie stellen eher ein Prognose-Tool dar, um eventuelle Zielanpassungen vorzunehmen.

Die Zahlen, die ich bestimme, sind folgende: Wann erreiche ich 100% meines Jahresziels? Wenn ich so weiter mache wie bisher in diesem Jahr, wie viel Strecke (Zeit, was auch immer) wird am Jahresende herauskommen?

Prognose.

Genau mit diesem Tool schätze ich derzeit ab, ob ich mein Inline-Skating-Ziel auf die doppelte Strecke, also zwei Kilometer pro Tag im Jahresschnitt hinaufsetze. Wenn die Zielerreichung auf Mitte Juni fällt, und die Prognose für’s Jahresende auf über 750 Kilometer steigt, werde ich wohl mein Ziel für’s Skaten hochsetzen. In ähnlicher Dynamik entwickelte sich auch das Radfahren im Jahr 2020.

1. Virtueller Lauf nach Bari

Eigentlich sind virtuelle Läufe ja nicht meine Sache. Klar, in diesen Tagen, in denen Massenstarts nicht akzeptabel sind, in denen die Dinge hoffentlich mit einer Impfung besser werden, aber das Impfen schleppend geht, kommt man nicht ganz drumherum, wenn man läuft und Wettkampf mag. Aber ein virtueller Wettkampf ist nicht dasselbe.

Jedoch habe ich nun an einem ziemlich speziellen virtuellen Lauf teilgenommen… der sonntägliche Lauftreff der LG Hardt, an dem ich recht konsequent, wenn auch nicht immer teilnehme, hat natürlich auch Federn gelassen. In Zeiten, in denen aus gutem Grund sogar größere Läufergruppen beim Outdoor-Sport nicht gestattet sind, der Lauftreff zerfasert und die Motivation leidet, da ist’s schon schwer für so eine Gruppe. Auch ein gemeinsames Ziel, nämlich der Wettkampf, in dem die Gruppe je nach Gusto Marathon, Halbmarathon oder Marathonstaffel läuft, aber gemeinsam hinreist, ist nicht vorhanden. Ebenso ist die gemeinsame Reise einiger Lauftreffmitglieder, die diese schon lange als Trainingslager jedes Jahr bestritten haben, nun das zweite Jahr in Folge ausgefallen.

Man hat’s deutlich gemerkt: Wir wurden nach dem Hochsommer nicht in der gewohnten Weise wieder mehr, und im Winter stellte sich kaum eine Routine ein, nach dem kältesten, schmuddeligsten Part ging’s auch nur langsam, dass die Leute sich wieder einfanden. Da präsentierte einer meiner Laufpartner aus der „schnellen“ Gruppe eine Idee: Wir können nicht echt ins Trainingslager nach Apulien, aber wir können die Strecke in der Gruppe an akkumulierten Kilometern zurücklegen! Schnell waren viele begeistert…

Es gab auch das volle Programm: Anmeldung per Email, regelmäßige Stichtage zum Melden der wöchentlich erlaufenen Kilometer, Startnummern…

Als wir virtuell in Österreich ankamen, fanden alle Läufer plötzlich Motivationskugeln (Mozartkugeln, vom Organisator bei uns vorbeigebracht) in den Briefkästen, um den Anstieg zum Brenner zu bewältigen, und in Italien angekommen, gab’s auf demselben Weg Cantuccini. Ebenso gab es jede Woche einen Bericht, wie weit wir gekommen waren, mit einem kleinen Reiseführer für die jeweilige Route. Und am Schluss gab es dann sogar noch eine Urkunde!

Urkunde und Startnummer.

Ich finde es total schade, dass wir Verrückten nur vier Wochen gebraucht haben, um die 1400 Kilometer nicht nur zu bewältigen, sondern mit 1628 Kilometern sogar deutlich zu übererfüllen!

Weingartener Lebenslauf

Ich tue mir recht schwer mit virtuellem Wettkampf, mit Spendenläufen und mit „personalisiertem Spenden“. Dafür gibt es in allen drei Bereichen unterschiedliche Gründe – beim virtuellen Lauf fehlt mir das Soziale vor Ort, das den verbissenen Wettkampf abmildert, bei Spendenläufen tue ich mir mit der Sponsorensuche schwer und bei personalisierten Spenden habe ich negative Erfahrungen gesammelt: Ein Spendensammler baute über immer wieder Fragen, wie es mir ginge, und direktes Überleiten auf das aktuelle Spendenprojekt Druck auf, der in mir Gegendruck weckte.

Nun bin ich dieses Jahr aber doch über meinen Schatten gesprungen… zuerst beim „GemeinsamRun“ des Veranstalter-Vereins des Badenmarathons (virtueller Lauf), nun beim Weingartener Lebenslauf des Blut e. V. zugunsten von Leukämie- und Tumorkranken.

Weingartener Lebenslauf

Der Weingartener Lebenslauf war bisher immer ein bisschen am Rande meines Bewusstseins vorhanden. Vor den Corona-Maßnahmen waren es drei Stunden Lauf im Stadion, jeder erlaufene Kilometer wurde von den Sponsoren der Läufer mit einem festgelegten Betrag an Spenden honoriert. Bereits 2020 wurde das Ganze auf einen Zeitraum virtuell erlaufene Strecke umgemünzt, und dieses Jahr ist es wieder so.

Ich laufe also mit der Startnummer für den Zeitraum vom 08.05.2021 bis 22.05.2021 mit jedem Kilometer für einen festen Betrag Spenden für Blut e. V., darauf habe ich mich schon festgelegt. Ich nehme also teil! Neben einem ersten Sponsor (Oliver, der mich auf den Spendenlauf brachte) werde ich auch selbst einen Euro pro Kilometer spenden.

Nun kommt der Teil, mit dem ich mich wirklich schwer tue: Das Bewerben meiner Aktion. Ich möchte niemandem etwas aufdrängen, Eigenwerbung ist so eine Sache. Aber dennoch würde ich mich sehr freuen, wenn sich über mich selbst und Oliver (oben genannt) weitere Sponsoren finden würden. Wenn Ihr Interesse habt, würde ich mich sehr freuen, Euch auf meinem Läuferprofil als Sponsoren anzugeben.

Da ich ca. zehn Kilometer pro Tag laufen möchte, im Spendenzeitraum aber sicher motiviert sein werde, kommen wohl sicher über 150, vielleicht sogar über 200 Kilometer zusammen, und natürlich würde es mich sehr motivieren, wenn einige Leute einen (gerne auch kleinen) Betrag pro von mir erlaufenem Kilometer spenden würden. Gerne könnt Ihr Euch dafür bei mir melden!

Das Wichtigste in Kürze

Yay! Ich laufe beim Weingartener Lebenslauf mit und habe mich schon angemeldet. Über Sponsoren, die für jeden meiner in 15 Tagen erlaufenen, voraussichtlich 150 bis 200, vielleicht aber auch etwas mehr Kilometer einen festen, ggf. kleinen Betrag an Blut e. V. spenden möchten, würde ich mich freuen.

Aktionszeitraum sind die Tage vom 08.05.2021 bis 22.05.2021. Mehr findet Ihr auf der oben verlinkten Seite (Startseite zum Weingartener Lebenslauf auf der Webpräsenz von Blut e. V.).

Ich werde sicher das eine oder andere Mal Updates zum Thema hier schreiben.

GemeinsamRun „Lauf zum Rhein“

Der Badenmarathon in Karlsruhe veranstaltet dieses Jahr eine Laufserie mit virtuellen Läufen, aber offizieller Zeitmessung mit Chip in der Startnummer. Drei solche Läufe gibt es, sie laufen jeweils für drei Wochen, in denen man beliebig oft versuchen darf. Seit 01.04. ist der erste Teil „Lauf zum Rhein“ offen.

Meine Anfahrt zum und auch die Rückfahrt vom GemeinsamRun in Karlsruhe am Ostersonntag.

Am Karfreitag habe ich es direkt mal versucht – bin mit dem Rad nach Karlsruhe gefahren, gestartet, habe mich aber verlaufen und damit wohl eine Zwischenzeitnahme verpasst. Das war mir eine Lehre und ich habe somit erkannt, wo ich vom Weg abgekommen bin, indem ich die offizielle Strecke und meinen Lauf nebeneinander gelegt habe. Statt des üblichen Laufs am Sonntag mit dem pandemiebedingt verkleinerten Lauftreff gab’s diesen Sonntag dann den zweiten Versuch – im Rahmen des pandemiebedingt verkleinerten Lauftreffs. Ich reiste wieder mit dem Rad an, konnte aber dieses Mal meine Gepäcktasche im Auto des Laufpartners verstauen.

Da nun dieses Mal der Weg klarer vor mir lag und auch einer der Laufpartner Komoot als Backup dabei hatte, lief es dieses Mal ohne Wegfindungsprobleme ab. Die Strecke war – gefühlt – auch besser markiert als noch am Freitag, so dass wir den Weg problemlos fanden. Bereits auf der Hälfte zeichnete sich ab, dass ein Lauf in unter 1:45 drin sein würde – und das bewahrheitete sich auch! Allerdings wurden wir von insgesamt vier Läufern überholt: Drei Jungs von der LG Region Karlsruhe liefen scheinbar locker-flockig an uns vorbei, als würden wir stehen. Mit nicht ganz so viel höherem Tempo überholte uns kurz nach der Hälfte der Strecke noch ein großer Vorfußläufer auf FiveFingers. Aber ansonsten waren wir verdammt gut dabei, und so sah auch das Ergebnis sehr brauchbar aus:

Ich werde es die Tage wohl nochmal versuchen, aber für den Moment bin ich sehr zufrieden. Am Ende der Strecke zog mein Laufpartner nochmal an, auf dem Radweg entlang der Tramlinie 1 bergauf. Ich fühlte mich etwas herausgefordert und zog mit – und dann rollten die Schritte wie von selbst, die Brücke hinunter. Plötzlich war ich 10, 20 Meter weggespurtet… war noch genug Sprit im Tank, wie es scheint. Schauen wir mal, was beim nächsten Versuch drin ist.

Quartalsbilanz Sport I/2021

Ich wollte das hier ja überschreiben: „The State of Sports I/2021“, aber das erschien mir dann doch ein wenig übertrieben. Es geht ja schließlich nur um meinen eigenen Sport – Laufen, Radfahren, inzwischen auch Inline-Skaten und Schwimmen-Wollen (aber noch nicht tun).

Was also ist passiert in den ersten drei Monaten, dem ersten Viertel des Jahres 2021? Zunächst einmal gab es Neuerungen beim Material. Bei den Fahrrädern kam der „Red Flash“ hinzu, ein Trek 520. Damit erweiterte sich mein Fuhrpark und umfasst nunmehr das Mountainbike „Silver Surfer“ mit Alu-Rahmen, das Carbon-Rennrad „Green Scooter Killer“ (ein Focus Izalco Race) und eben den „Red Flash“ mit seinem Stahlrahmen. Ein weiterer wichtiger Schritt war, dass ich zum Üben mit Shimano SPD Cleats unseren Heimtrainer wieder ausgrub und auf Kombi-Pedale umrüstete, wie ich sie an „Red Flash“ und „Green Scooter Killer“ angeschraubt hatte. Das führte erstens dazu, dass ich im ersten Quartal 2021 erstmals Indoor-Radfahren aufführen durfte und somit schlechtes Wetter überbrücken konnte – und zweitens dazu, dass ich mich zunehmend auch traue, draußen Klick-Pedale zu fahren. Zu guter letzt kamen noch neue Inline-Skates dazu, die ich aber noch nicht getestet habe.

Bestellt, aber noch nicht angekommen sind zwei linke Kurbelarme für „Red Flash“ und „Green Scooter Killer“, die einen neuen Messwert einführen werden: Leistung. Ich habe mich da erstmal mit linken Kurbelarmen begnügt, weil die rechten, an denen ja die Kettenblätter fest dran hängen, erstens teurer sind und zweitens ich das dann damit verbinden würde, das Thema „Kompaktkurbel oder nicht Kompaktkurbel“ nochmal iterieren würde.

Aber kommen wir zu dem, was ich getan habe, denn kaufen ist ja noch keine Leistung! Zunächst der Überblick:

Es wird deutlich, dass mein Aktivitätsniveau sich nach schwachem Dezember und Januar während des ersten Quartals wieder auf Bereichen einpendelt, in denen ich allein durch Sport fast meinen nach Gewicht, Größe und Alter errechneten Energie-Grundumsatz zusätzlich verbrauche. Verbrauch durch ansonsten aktiven Lebensstil ist da allerdings nicht eingerechnet. Nach der Verletzung letzten April hat sich das Laufen als „Grundlast“ wieder bei ungefähr dreißig Stunden im Monat eingependelt. Die witterungsbedingten Schwankungen beim Radfahren habe ich durch den Heimtrainer ein bisschen nivelliert, aber die Konstanz des Laufens wird das wohl nicht erreichen – Laufen ist für mich einfach wetterunabhängiger und Indoor-Cardio ist nur ein ganz schlechter Ersatz, beim Laufen wie auch beim Radfahren.

Was die Intensität angeht, habe ich es ganz gut hinbekommen, weitestgehend im Grundlagenbereich zu trainieren. Das moniert meine Fénix zwar immer wieder ein bisschen und möchte mehr hoch aerobe und anaerobe Aktivität sehen, aber mir geht es gut mit diesem hohen Grundlagen-Anteil. Die erholsamen Aktivitäten im Bereich von 100 bis 120 Schlägen in der Minute habe ich weitgehend bei langsamen Inliner-Aktionen, einem flotten Regenerationsspaziergang und ein paar Fernsehguck- oder Telefon-Konferenz-Indoor-Radfahrten absolviert.

Beim Laufen sind meine langen Läufe länger geworden, zu sehen im Lauf-Quantil-Diagramm. Vor allem die obere gestrichelte Linie, die meine jeweils monatlich längsten Läufe anzeigt, macht deutlich, dass sich auch 2021 der Trend fortgesetzt hat, dass ich öfter mal Marathon laufe. Bei den Laufschuhen dominieren die Altra Escalante weiterhin und im abgelaufenen Quartal sogar deutlicher als früher. Den FiveFinger-Anteil will ich wieder etwas hochschrauben, dafür werden die Peregrines wohl bald ausgesondert werden und durch ein Altra-Trail-Modell ersetzt.

Angesichts des schmuddeligen Wetters nahm Indoor-Radfahren einen größeren Anteil ein, als ich das gerne hätte, draußen setzte ich auch vor allem den mit Schutzblechen versehenen „Red Flash“ ein, da man damit einfach die Dreck-Streifen auf den Klamotten vermeidet. Mit etwa einem Sechstel meiner Gesamt-Radfahr-Strecke nehmen die mit Klickpedalen im Freien gefahrenen Strecken derzeit noch nicht so viel Raum ein, aber im März ging das massiv hoch – das graue „ohne Klicks“-Kuchenstück zieht sich mehr und mehr zurück.

Es gibt natürlich noch einen Haufen mehr, das ich beobachte, für das ich Diagramme habe – aber an vielen Stellen ist die Entwicklung noch nicht schlüssig oder es hat sich nichts Interessantes getan, sondern ist einfach nur mehr vom Gleichen. Somit ende ich – nachdem ich ja vorgestern schon in anderem Zusammenhang den (durchaus ermutigenden) Stand der Zielerreichung 2021 dokumentiert habe, mit einem anderen Teil der Zielerreichung:

Fortschritte bei virtuellen Erdumrundungen insgesamt, mit dem Rad und zu Fuß sowie auf dem Weg zum Mond.

Nachdem ich im März das Intervalltraining beim Laufen wieder aufgenommen habe, könnte es sein, dass die zweite Quartalsbilanz dieses Jahr eher auf Tempo-Erfolge als auf Mengen-Erfolge fokussiert ist, aber man weiß ja nie, was passiert.

Gezähmt: Der innere Schweinehund

Mein innerer Schweinehund ist derzeit wohl ein ziemlich zahmes Tierchen. Ich mache recht viel Sport, meinen Jahres-Durchschnitts-Zielen bin ich (vom derzeit schwer zu realisierenden Schwimmen abgesehen) weit voraus:

Zielerreichung, Stand 30.03.

Beim Laufen sind’s fast zwei Wochen, die ich meinem Ziel voraus bin, beim (niedrig gesteckten) Skate-Ziel sogar fast zwei Monate. Generell läuft’s gut. Aber aus verschiedenen Gründen habe ich nun, in der letzten Halbwoche des ersten Quartals, mit dem Laufen ein bisschen langsam getan. Am Sonntag war’s „nur“ Halbmarathon-Distanz, gestern und heute bin ich gar nicht gelaufen. Freilich, für morgen sind Intervalle geplant, aber… die letzten Wochen war ich Stand Dienstag meistens schon bei 30 Kilometern.

Eine Ruhewoche manchmal tut einem gut. Das weiß ich, und ich beherzige es seltener, als ich es vielleicht sollte. Allerdings geht es mir gut dabei. Und wie gesagt: Ich bin meinen Zielen voraus, zumindest das Ende des Quartals mal ein bisschen ruhiger anzugehen, das ist durchaus drin. Erst recht, weil man ja über Ostern nicht viel anderes tun können wird als Sport zu treiben… Wahrscheinlich werde ich meinen vierten Marathon für 2021 schon an Ostern erledigen und somit auch den Grundstein für drei oder mehr Marathons oder längere Distanzen im zweiten Quartal legen.

Und dennoch ist da diese kleine Stimme, die in mein Ohr wispert: „Zwei Tage nicht gelaufen? Himmel, Tally, Du lässt es schleifen! Was, wenn das so anhält? Wie schnell verliert man diese prägende Gewohnheit?“

Ich werde wieder laufen, ich verliere nicht die Gewohnheit, und dick und fett werde ich auch nicht, immerhin bin ich gestern wie heute ein erkleckliches Stückchen Rad gefahren und jeweils auch auf Inline-Skates unterwegs gewesen. Aber es ist schon krass, wie sich mein Kopf meldet, wenn mal mehr als ein Lauf-Ruhetag dazwischen ist…