In-[somnia/spiration]

Ich habe es schon oft gemerkt: Wenn ich schlecht schlafe, lese ich meine eigenen Geschichten und spinne sie weiter. Das ist auf jeden Fall besser, als sinnlose Gedanken an Geld, Arbeit oder andere Dinge, die ich im Schlaf oder Wachliegen eh nicht lösen kann, weiter zu wälzen. Wenn man nicht schlafen kann, kommt früher oder später solcher Mist auf. Was mache ich also?

Alte Texte lesen, manchmal auch nicht so alte. Gedanken verfolgen, an nicht oder noch nicht aufgeschriebene Geschichten. Erschreckenderweise kann ich dann meist recht schnell schlafen – und träume daran weiter und erzähle diese Geschichten dann am nächsten Tag weiter – im Geist oder indem ich sie aufschreibe. Das gehört an manchen Stellen echt zu meinem Schaffensprozess und ist mir sehr wichtig.

Wenn es also gut läuft, besiege ich Insomnia mit Inspiration … dass aus den inspirierten Geschichten eine Menge … nun, um im alliterierenden Wortspiel zu bleiben: Transpiration nötig ist, steht dann auf einem anderen Blatt. Diese leiste ich dann aber meist nach einem nicht ganz langen, aber im Verhältnis zu Real-Life-Gedankenmühlen erholsamen Schlaf. Ist vielleicht nicht die schlechteste Art und Weise, mit Einschlafproblemen oder Aufwachen aus einem Albtraum umzugehen, denke ich.

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Nach dem Buch ist vor dem Buch

Ich bin ein Fan der Jack-Ryan-Reihe von Tom Clancy. Nicht so sehr wegen Jack Ryan selbst – als jungen Analysten mag ich ihn ganz gerne, bei seinen Ansichten später, in Amt und Würden, bin ich manchmal skeptisch.

Aber mir liegt die Mischung aus Technik, Taktik und Bedrohung, die ich auch als Kritik an der militärischen Lösung von Konflikten verstehe oder vielleicht nur verstehen will. Das mochte ich an „Jagd auf Roter Oktober“, das – nach dem Film – mein Einstieg war. Das Buch fand ich sogar erheblich besser, weil es glaubhafter und technischer ist als der Film. Nicht, dass ich den Film nicht mögen würde – ich liebe ihn sogar. Dennoch, Clancy lesen ist nochmal was anderes. Daher habe ich auch – von der Jack-Ryan-Serie bei Amazon abgesehen – bisher keine weiteren Bildschirm- oder Leinwandadaptionen von Clancy-Büchern gesehen. Von den Büchern fehlen mir noch etliche, gelesen habe ich „Jagd auf Roter Oktober“, „Der Kardinal im Kreml“ und „Der Schattenkrieg“, zuletzt dann noch „Im Zeichen des Drachen“.

Die riesige Lücke an Handlung, Charakterentwicklung und Karriere zwischen ersteren drei und letzterem hat mich schon ziemlich drausgebracht, aber ich konnte „Im Zeichen des Drachen“ dennoch recht schnell nicht mehr abbrechen. Nun habe ich es durch und mich hungert es danach zu erfahren, was dazu geführt hat, dass Jack Ryan, Bart Mancuso, Al Gregory, Ed und Mary Pat Foley, Dan Murray, Sergej Golowko, Gennadij Bondarenko und all die anderen nun an den Orten, in den Ämtern und Karrieren sind, wo sie in „Im Zeichen des Drachen“ sind. Also habe ich „Echo aller Furcht“ als eBook gekauft und auf meinen Reader geladen – und siehe da: Prompt taucht die nächste Gestalt auf, die ich bereits in ihrem späteren Ich kenne: Arnold van Damm, der Stabschef des Präsidenten.

Nun bin ich mal gespannt, wie sich das Buch entwickelt …

Drangeblieben

Ich habe es tatsächlich geschafft, am Howard-Goldstein-Vortex dranzubleiben. Zwar kommen immer noch nur Schnipsel jede Woche, die ganz langsam in die Geschichte einsteigen – aber ich habe weitergeschrieben, immer weiter. Ich bin weiterhin ungefähr so viele Einträge voraus mit dem Text, wie ich es war, als ich mit der Veröffentlichung angefangen habe.

Der nächste Plan beim Howard-Goldstein-Vortex ist, eine geordnete Liste mit den einzelnen Episoden als zusätzliche Seite auf dem entsprechenden Blog aufzubauen – und dann noch den Howard-Goldstein-Vortex der Veröffentlichungen-Sektion hier hinzuzufügen.

Gestern, auf einer Hochzeit, wies mich eine Freundin darauf hin, dass sie mich ja gut kenne – aber auch nicht davon wisse, dass ich die Geschichte von Esther Goldstein-Howard veröffentliche, von der ich ihr schon ein paar Mal erzählt hatte. Komisch nur, dass es mir echt schwer fällt, ernsthaft „Werbung“ für mein Geschriebenes zu machen. Ich schreibe und stelle mir vor, baue Geschichten und Charaktere auf, aber wenn ich sie dann irgendwohin veröffentliche, sei es als Buch oder als Blog, dann fällt es mir überaus schwer, dies den Leuten immer wieder unter die Nase zu reiben. Insbesondere, weil ich das beim Laufen durchaus hinbekomme, finde ich das seltsam. Denn ich bin stolz auf meine Schreiberei, selbst wenn sie viele Schwächen hat, ich bin auch stolz, dass ich mich mit meiner Schreiberei ins Feuer der Kritik wage. Ich möchte halt kein monothematischer Mensch sein, die Leute nicht mit dem Nerven, was mir wichtig ist – so nach dem Motto: Es reicht, es einmal zu sagen. Bei vielen Dingen reicht das eben nicht. Ich selbst höre mir Dinge von anderen ja auch gerne mehrfach an.

Insofern an dieser Stelle: Ich würde mich freuen, wenn einige von Euch sich zum Howard-Goldstein-Vortex verirren – und vielleicht auch jemand der Geschichte folgen wird.

Miniatur Writers Retreat

Nachdem wir heute auf einem Geburtstag in der Verwandtschaft waren, habe ich sozusagen die Miniversion eines Writers Retreat gemacht. Um mich zu konzentrieren, habe ich das Notebook mit nach draußen in den Garten genommen, die meisten ablenkenden Kommunikationswege eliminiert und mich dann dem Schreiben gewidmet. Es ging dabei um das Weiterkommen am Howard-Goldstein-Vortex.

Mein kleiner Writers Retreat im Garten.

Am Freitag ging die letzte bis dahin vorgeplante Folge des Howard-Goldstein-Vortex online, es war Folge 1.5: Das Werk eines Toten. Nun galt es, die weiteren vorgeschriebenen Abschnitte mal wieder eine Weile vorauszuplanen – bis Folge 1.10 ist mir das gelungen. Damit bin ich allerdings noch immer nicht an dem Punkt angekommen, an dem ich im Moment weiter schreibe. Vier bis fünf Folgen lagen auch vor dem kleinen Retreat am heutigen Spätnachmittag schon in einer Textdatei auf meinem Rechner bereit, sind aber noch nicht vorgeplant hier auf dem Blog. Ein bis zwei weitere Folgen habe ich heute geschrieben – die großen Zusammenhänge sind bereits geplant, aber ausformuliert ist noch nicht alles. Im Moment befriedigt mich enorm, dass ich das Ganze zwar scheibchenweise online stelle, aber schon einen festen Plan für den Fortgang von Veröffentlichung und Geschichte habe. Über drei Staffeln wird das Ganze laufen, jeweils zwanzig bis dreißig Sequenzen, die ich als Folgen bezeichne, wird jede Staffel umfassen. Vermutlich wird früher oder später eine Index-Seite auf dem Howard-Goldstein-Vortex hinzukommen müssen, um das Lesen zu erleichtern. Vielleicht, aber das muss ich noch einige Male gedanklich hin und her wenden, werde ich auch die Reihenfolge der Beiträge des Howard-Goldstein-Vortex‘ ändern – älteste zuerst statt neueste zuerst. Es ist also noch viel in Planung!

Auch sehr gefreut hat mich, dass ein Freund Resonanz auf die Entwicklung meines Schreibstils gegeben hat. Eine Entwicklung zwischen „Am Rand des Strömungsabrisses“ und dem „Howard-Goldstein-Vortex“ ist also sichtbar. Das freut mich und ich hoffe, daran weiter wachsen zu können.

Es ist da!

Lange habe ich darauf gewartet – irgendwie hatte ich fast nicht mehr daran geglaubt. Vielleicht erinnert Ihr Euch: Wie das Leben so spielt, das postete ich im Februar. Nun bekam ich vor einiger Zeit eine Whatsapp vom „Krempel Tempel“, so heißt der Laden, in dem das Buch im Schaufenster stand. Aufgrund des Wetters – der „Krempel Tempel“ ist in erster Linie bei gutem Wetter geöffnet – kam ich erst diese Woche dazu, auf die Nachricht von vor zwei Wochen zu reagieren. Dann kaufte ich am Mittwoch das Buch, aber durch Laufen und Kopfschmerz verblieb es noch zwei Tage mehr im Büro … und nun endlich habe ich es heimgeholt.

Rocky der Tiger und Schildi die Schildkröte bewundern meine Beute.

Ich bin noch nicht zu viel Reinschmökern gekommen und an diesem recht vollen Wochenende wird das wohl auch nicht viel mehr werden. Aber es ist da!

Wahrscheinlich werden Rocky und Schildi bald mehr vom Buch gesehen haben als ich.
Die beiden gucken ganz fleißig und interessiert. Nur Umblättern muss ich.

Ich freue mich schon sehr auf das Lesen und Bewundern der Kostüme … und Entwürfe …

Wie das Leben so spielt

Ich gehe auf dem Weg von der Bahn zur Arbeit seit dem zweiten Juli 2018 fast stets an einem Laden vorbei, der in Karlsruhe am Lidellplatz sein Schaufenster hat. Es ist ein Laden voller Zeug und Kram, also diverses Gebrauchtes, das größtenteils den Eindruck erweckt, nicht praktisch, sondern künstlerisch und/oder schön zu sein. Ich hasse und liebe solche Läden zugleich, denn es gibt so viele tolle Dinge dort – aber ich bin so gar kein Mensch, der tatsächlich viel umdekoriert. Dekoration soll beständig sein, nicht ständig wechseln, sie soll nicht im Weg sein und nicht überladen wirken. Das schränkt die Zahl der dekorativen Gegenstände stark ein, da die Zahl der Plätze dafür beschränkt und ein Mehrfachbesetzen der Plätze durch Dekorations-Veränderung über die Zeit meine Sache nicht ist.

Nun blieb aber der Wunsch nach einem bestimmten Objekt in der Auslage konstant seit – nun, seit ich dort vorbeilaufe, glaube ich. Es dreht sich um ein Buch, „Träume in Samt und Seide“, das Opern-Kostüme darstellt. Es ist dick, schwer und gebunden, kein Taschenbuch, und ich habe schon oft davor gestanden und mich gefragt, welche Schätze sich zwischen den Buchdeckeln verstecken. Nun habe ich gestern beschlossen, mich dazu durchzuringen, das Buch zu kaufen. Der Laden hat nicht unbedingt dauernd auf, da die Besitzerin ihn nur nebenbei betreibt – das vertröstete mich auf heute. Als ich dann vor dem Laden stand, war die Besitzerin gerade am Öffnen. Sie fragte, was ich suche, und ich erklärte, ich hätte schon gefunden – und deutete auf das Buch. Ihr entgleisten beinahe die Gesichtszüge: Das Buch sei reserviert – und zwar seit drei Tagen. Erst seit drei Tagen! Eine angehende Kostümdesignerin hatte die Besitzerin bei einer gemeinsamen Fahrt auf eine Messe in Frankreich angesprochen, ob sie das Buch haben könne. Besagte Messe war auch der Grund, warum der Laden gestern zu war.

Nun haben binnen weniger Tage zwei Frauen, die völlig unterschiedliche Dinge tun und seit vielen Monaten an der Schaufensterauslage vorbeilaufen und das Buch sehen, die Idee, nun endlich zuzuschlagen. Das ist ein Ding!

Ich gab der Besitzerin meine Kontaktdaten, falls sie das Buch wieder bekommt. Ich möchte lokale Läden unterstützen und werde daher erst einmal abwarten – denn ich habe gesehen, es gibt das Buch auch antiquarisch bei Online-Händlern gebrauchter Bücher. Mal sehen, wann die Besitzerin sich meldet – ich bin gespannt. Gleichzeitig bin ich auch noch amüsiert und zugleich begeistert, dass ich nach mehreren Monaten „Anlauf“ nun um ein paar Tage zu spät komme, und das Rennen gegen eine junge Dame verliere, die in ihrem Beruf sicher mehr mit dem Buch anfangen kann als ich. Ich hoffte nur auf Ästhetik, sie wird anhand der Inspirationen aus dem Buch neue Ästhetik schaffen. Das bedeutet was, finde ich.

[KuK] Daran kam ich nicht vorbei

Ein Notizbuch, das unser Max hier in der Hand hält.

Ich war eigentlich nur in der Mittagspause, und da fiel mir in einem Shop von „Elbenwald“ dieses Notizbuch ins Auge. Da wir im Moment die zweite Matt-Smith-Staffel von Dr. Who sehen, in der ein solches Notizbuch exzessiv vorkommt, kam ich nicht umhin …

Für Notizbücher gilt aufgrund all dessen, was man darin notiert, wirklich: Von innen größer als von außen!