[KuK] Tuning

Zu meinem Geburtstag schenkte mein Vater auch das, was viele öde finden – aber für ihn ein wichtiger Ausdruck seiner Unterstützung für seine Kinder ist: Geld. Ich widmete mich damit dem Tuning … neue Töpfe und neue Schlappen …

Natürlich bin ich nicht unter die Auto-Tuner gegangen. Das wäre auch nicht der Fall gewesen, wenn ich noch Auto-Pendeln würde. Es gab neue Töpfe für Selbst-Tuning durch tolle neue Gerichte in unserer Küche und die Freunde hier unten:

Aus fünf Paar Schuhen, die mir Petar vom rennwerk vorspielte, um meine abgefertigten Mizuno Wave Rider zu ersetzen, wurden es diese beiden Kumpel hier – ein Paar Saucony RideIso. Nun warten sie auf ihren ersten echten Laufeinsatz.

Advertisements

Sie ist da!

Die Box ist da!

Da ich die Limited Edition des Albums „Noire“ von VNV Nation aufgrund meiner Vorbestellung bei Amazon nach langem Hinhalten durch besagten Online-Händler nicht bekam, wurde mir die Box von einer Freundin geschenkt – einfach so.

Das hier ist drin.
So sieht das, was drin ist, in aufgebaut aus.

Sicherlich ist das nichts, was einen „ganz normalen Menschen“ zum Austicken bringt. Aber ich liebe VNV Nation. Ich habe eine emotionale Bindung an die Musik, hole mir enorme Glücksgefühle aus den Konzerten und – habe letztlich keinen anderen Künstler, der mir am Ende des Tages so viel bedeutet, dessen Musik so wichtig für mich ist, wie Ronan Harris. Und deswegen bedeutet es für mich was, die Box zu besitzen – weil neben einem wundervoll designeten Sonderausstattungs-Album eben auch der ideelle Wert ein enormer ist. Für mich, freilich!

Let there be … let there always be neverending light.

[KuK] Gute Idee, schlechte Idee

Gestern hatte ich eine gute Idee: ich habe das Post-It auf dem Display meines Laufbands entfernt. Darauf stand: „Lauffläche ölen!“ Genau das habe ich getan, damit das Band wieder gut über die Fläche flutscht.

Gestern hatte ich aber auch eine schlechte Idee: testen, wie es sich barfuß auf dem Laufband läuft. Resultat ist eine Blase auf dem linken großen Zeh.

Ganz unabhängig davon sind sich allerdings auch mein Laufband und meine Garmin vívosport über die zurückgelegte Strecke auf dem Laufband uneinig. Aber das ist eine andere Geschichte.

Am Rande des Laufes

Nachdem die Reise am Samstag endete und ich wieder nach Hause musste – und durfte – habe ich die Hamburg-Posts ein wenig vernachlässigt. Vielleicht kommt da noch etwas, aber sicher bin ich mir nicht. Im Moment jedenfalls hänge ich ein bisschen in den Seilen.

Nicht, dass der Urlaub so anstrengend gewesen wäre. Anstrengend vielleicht schon, aber nicht SO anstrengend. Es liegt an etwas anderem: Mein Mann hatte ja leider am vergangenen Sonntag und auch am Montag nicht mitfahren können. Sein Urlaub wurde zu Krankenzeit, und bei mir war seine Infektion wohl auch im System, auch wenn ich nichts davon merkte. Die Anstrengung des Köhlbrandbrückenlaufs hat dann das Ganze an die Luft gelassen, so dass ich die letzten zwei Tage meines Aufenthaltes in Hamburg ziemlich am Schniefen war, während es meinem Mann schon langsam wieder besser wurde. Vor allem die Rückfahrt mit dem einen oder anderen Verrückten auf der Straße und bleierner Erkältungsmüdigkeit geriet etwas unentspannt.

Allerdings habe ich mir auch auf dem Köhlbrandbrückenlauf eine Sache gegönnt. Nachdem der Hoka-Stand neben dem Stand des rennwerks auf dem Baden-Marathon mich schon anlachte, war’s dann beim Hoka-Stand auf dem Köhlbrandbrückenlauf so weit. Ich kaufte mir Hoka-Schuhe mit Messe-Rabatt. Es wurde ein Paar Hoka Cavu, die sich am Fuß – selbst mit der Blase, die ich mir dank in Falte liegender Socke auf dem Lauf geholt hatte – super an. Da in meiner Größe nur noch das Vorführexemplar da war, nahm ich das – zu einem etwas günstigeren Preis.

2018-10-07 18.05.15
Meine neuen Schuhe.

Ein Angelaufen, eingelaufen wird’s dazu auch noch geben, aber durch die Erkältung habe ich erstmal Pause – danach hole ich vielleicht auch mein Fazit zu den Kinvara 9 nach, das eigentlich auch noch aussteht.

Ausgemustert

Über 900 Kilometer haben sie nun, meine Altra Escalante. Sie sind fertig, ich habe sie kaputtgeliebt.

2018-06-09 14.12.52

Aber ich liebe diese Schuhe so sehr, dass ich sie nicht einfach so wegtun kann. Erstens muss ich ihnen diesen Beitrag widmen, da sie mich mittlerweile über zwei Halbmarathons und zu einem 10-km-Sieg getragen haben. Zweitens mussten neue her. Wo ausgemustert wird, läuft neues Gear vom Stapel:

2018-06-09 14.13.27

Byebye, treue Treter, willkommen neue Treter.

Die Gier nach Gear

Da ich in letzter Zeit viel laufe – wer hätte es gedacht – spielen Laufschuhe eine gewisse Rolle, dazu natürlich Tracking-Geräte und dergleichen. Da all das Zeug immer mal wieder ergänzt und ersetzt werden muss, oder es neues, besseres Material gibt, habe ich hin und wieder über Laufschuhe und Tracking-Gear geschrieben – schließlich interessiert’s sicher den einen oder anderen, welche Erfahrungen ich mit meiner Ausrüstung mache.

Damit das alles leichter auffindbar ist, habe ich mir überlegt, diesen Beiträgen eine neue Kategorie zu widmen – über den gemeinsamen Anfang der Titel zu suchen ist unhandlich. Denn sie werden weiterhin „Angetragen, eingetragen“ oder „Angelaufen, eingelaufen“ heißen, aber … nun, wie gesagt, dann sind sie leichter auffindbar.

Bis jetzt reden wir von:

… aber bald kommt noch ein Beitrag zu den Saucony Kinvara 9 hinzu – und wer weiß, was sonst noch.

Angetragen, eingetragen: Garmin vívosport

Als vor einigen Wochen mein Schrittzähler (ein Runtastic Orbit) den Geist aufgab, beschloss ich, Nägel mit Köpfen zu machen. Ich wollte den ausufernden Geräte-Park (MIO Link für Puls, Telefon für GPS, Runtastic Orbit zur Anzeige und Schrittzählung) nicht noch erweitern und suchte nach einem Gerät, das hinreichend schlank war, um es stets als Uhr zu tragen, aber auch Pulsmessung am Handgelenk und am besten auch GPS können sollte. Meine Wahl fiel – aus mehreren Gründen – auf ein Garmin-Erzeugnis, und zwar auf den vívosport.

Was das Teil kann: Es kann sich mit Bluetooth mit der Garmin Connect App verbinden (und somit meine Historie auf Runtastic fortsetzen, da es ein Interface zwischen Garmin Connect und Runtastic gibt), mittels LED und Sensor am Handgelenk den Puls messen, Schritte zählen, über GPS Läufe tracken. Außerdem misst es über die Herzfrequenz-Variabilität einen „Stresslevel“, misst die Zahl der Stockwerke, die man hoch steigt und besitzt gewisse Steuerfunktionen für das Telefon. Außerdem kann man sich Mitteilungen vom irgendwo in Bluetooth-Reichweite befindlichen Handy mit Vibration und Kurzanzeige ans Handgelenk schicken lassen.

2018-05-13 18.27.20

Seit einigen Wochen verwende ich das Teil nun, und ich habe mittlerweile genug Erfahrung gesammelt, um ein erstes Fazit zu ziehen. Die Pulsmessung gefällt mir recht gut, sie liefert mit dem Belastungszustand und der Messung mit dem MIO Link kompatible Ergebnisse. So schnell wie ein Brustgurt ist sie nicht, aber sie hat weniger große Varianz in der Messung als der MIO Link und scheint auch weniger temperaturabhängig zu sein. Natürlich misst sie den Puls und nicht die Herzfrequenz – da Extraschläge des Herzen, die keine Druckwelle durch die Arterien schicken, natürlich nicht im Handgelenk ankommen. Die Schrittzählung gefällt mir gut, sie liefert mit Telefon (falls ich es am Körper trage) und den vorherigen Messungen mit dem Runtastic Orbit kompatible Ergebnisse, die auf kurze Distanzen, wo das Mitzählen noch nicht mühsam wird, mit der manuellen Schrittzählung kompatible Ergebnisse liefert. Schön ist auch, dass im Standardfenster Schrittzahl und Uhrzeit angezeigt werden – und zwar dauerhaft, nicht nur auf Knopfdruck. Mit dem GPS stand ich bei der ersten Anwendung etwas auf Kriegsfuß, denn sie brauchte sehr lange, bis ein Positions-Daten-Fix da war. Aber seit dem geht es schneller, und ich bin sehr zufrieden. Die Genauigkeit ist auch befriedigend – eigentlich sogar sehr gut: Beim Halbmarathon in Mannheim wichen Anzeige auf meinem vívosport und Kilometrierung am Rand um maximal 40 Meter ab und das mittelte sich am Ende raus. Tendenziell zeigt das Ding etwas zu wenig Strecke und etwas zu geringe Geschwindigkeit an – aber nur wenig, sehr wenig. Jedenfalls ist die Streckenmessung genauer als mit Telefon-GPS und den Apps, die ich bisher probiert habe. Die Stockwerks-Messung ist ein bisschen strange, da habe ich noch nicht vollen Zugang zu gefunden, die Sache mit dem Stresslevel korreliert sehr gut mit gefühltem Stress, scheint also durchaus plausible Ergebnisse zu liefern.

2018-05-13 18.27.41

Verbunden mit dem Handy zeigt der vívosport zudem, wenn man der Garmin Connect App Ortungsdienste erlaubt, Wetterdaten an – und das Steuern des Handys vom Handgelenkt habe ich aus Versehen schonmal versucht. Mir gefällt auch, dass man mit der Garmin Connect App live die Daten des vívosport anzeigen kann, mit mehr anzeigbaren Datenfeldern als auf dem recht kleinen Display. Dafür braucht die App aber Verbindung bzw. tauscht Daten mit dem Netz aus – in Sachen Datenschutz und Aufbrauchen von Datenvolumen muss man hier also schauen, was man will und braucht.

Die vorinstallierten Aktivitäts-Widgets haben gute Funktionen: jeweils zwei Werte werden auf dem Display angezeigt. Es ist nicht jede Wertekombination verfügbar, aber alle, die man so braucht – Strecke und Pace, Zeit und Strecke, Uhrzeit und Akku-Ladestand und noch ein paar mehr, unter anderem mit Schrittzahl und Puls dabei. Die für’s Gehen und die für’s Laufen habe ich getestet, die anderen brauchte ich nicht. Wenn der vívosport in gewisser Haltung gedreht wird, schaltet das Display eine Beleuchtung an, bei blendendem Licht erscheint es außerdem, als wäre das kleine Farbdisplay in einer Art eInk-Technologie ausgeführt, es ist jedenfalls immer gut ablesbar. Die Aktivitäten werden anschließend auf das Handy synchronisiert.

Die Bedienung über Touchscreen funktioniert auch sehr gut: Zwischen verschiedenen Anzeigemodi (im Standard-Betrieb wie auch in den Menüs und Aktivitätswidgets) scrollt man hoch und runter durch Wischen nach oben und unten. Menüfunktionen ruft man über langes Berühren des Displays auf, auch die Bewegungswidgets laufen über das Menü. Start und Pause von Aktivitäten läuft über zwei schnelle Tipps auf das Display, Auswählen von Menü-Funktionen über einzelnes Antippen. Ein bisschen stört mich, dass das lange Halten manchmal bei ungeschickt an den Körper oder ein Hindernis drücken des vívosport aufgerufen wird, aber das ist vermutlich Gewöhnungssache.

Schön finde ich, dass Messages auf den vívosport gepusht werden können, man das aber auch abschalten kann – gänzlich oder über einen Menüpunkt. Das zeitweise Aussetzen der Benachrichtigungen kann man als Ruhephase einstellen, so dass man nicht daran denken muss, die Benachrichtigungen nachts abzuschalten. Die Akkulaufzeit ist bis jetzt super, zwei Tage mit Aktivitäten und wohl deutlich mehr ohne lassen sich problemlos ohne Aufladen handeln. Das Aufladen geht sehr schnell, allerdings hatte ich den Eindruck, dass man mit dem Ladekabel manchmal ein bisschen herumspielen muss, bevor es sicher lädt – aber man kriegt den Dreh schnell raus.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät, das mir ermöglicht, nur mit Uhr laufen zu gehen, das sehr schmal und unauffällig wie eine normale Uhr und dabei auch angenehm zu tragen ist. Was funktionieren soll, funktioniert auch, nur das erste Mal GPS dauert ziemlich lange, danach geht’s schneller, wenn auch nicht instantan. Etwa zweihundert Euro habe ich dafür gezahlt, was schon eine Menge Geld ist, aber das Teil tut, was es tun soll und ist’s damit aus meiner Sicht wert.

2018-05-13 18.26.48