Freuden- und Rührungstränen

Ich bin nah am Wasser gebaut. Das weiß ich, das weiß so ziemlich jeder in meinem Umfeld. Ich heule aber nicht nur, weil es mir schlecht geht, weil ich verzweifelt oder traurig bin – natürlich auch deswegen, aber noch nicht einmal hauptsächlich beziehungsweise am häufigsten aus diesen Gründen. Weit häufiger vergieße ich Tränen, weil ich glücklich, gerührt, überwältigt, erfreut oder stolz bin. Im Ziel nach meiner Halbmarathon-Bestleistung von 1:27:02 im August 2019 habe ich geheult und gegrinst, bei meinen Geburtstagsfeiern geht regelmäßig, wenn es an Glückwünsche, wundervolle und humorvolle Reden meiner Freunde und an Geschenke geht, das große Geheule los. Aber auch Geschichten, sowohl fiktionale als auch reale, gehen mir unter die Haut und lassen meine Augen überlaufen. Gestern war es mal wieder so weit:

Wir saßen im Urlaub bei Freunden auf dem Sofa, zu dritt zuerst, später zu viert. Im Fernsehen lief das olympische Straßenrennen der Frauen. Eine Ausreißergruppe aus Omer Shapira, Anna Plichta und Anna Kiesenhofer fuhr weit vor dem Feld, in dem die Niederländerinnen, die Deutschen und die weiteren Teilnehmerinnen nicht so recht eine organisierte Verfolgung auf die Reihe bekamen. Dann versuchte Annemiek van Vleuten auszureißen, aber der Vorsprung von ursprünglich 10 Minuten schmolz langsam zusammen, aber nicht schnell genug. Ich hatte schon recht früh den Verdacht, dass der Ausreißversuch von Shapira, Plichta und Kiesenhofer gute Chancen hatte, denn der Vorsprung blieb einfach zu lange zu hoch. Natürlich rückte dann auch immer mehr in den Fokus, wer da vorne fuhr… und spätestens, als Anna Kiesenhofer sich an einem Anstieg von Plichta und Shapira absetzte. Die Kommentatoren und mein Smartphone lieferten Informationen: Kein Profi ist sie, hat mal ein Jahr in ein Profi-Team geschnuppert, sich dann aber für ihre Forscherkarriere an der ETH Zürich entschieden, promovierte Mathematikerin… ehemalige Triathletin, die jedoch mit dem Laufen ihre Probleme hatte. Dann fand ich noch heraus, dass Anna Kiesenhofer wohl nicht so die große Peloton-Fahrerin ist, lieber Einzelzeitfahren und Berge fährt… immer mehr überrollte mich eine Welle der Sympathie für eine Frau, die mir in einigem ähnlich ist.

Und dann zeichnete sich mehr und mehr ab, dass sie durchkommen würde. Freilich spielte da auch mit, dass wohl das Peloton nicht gut informiert war und insbesondere die an einer konsequenten Nachführarbeit gegen Ausreißer interessierten Niederländerinnen nicht wussten, dass und vor allem wie weit vor ihnen da eine Österreicherin um olympisches Gold fuhr.

Aber dass auch das Glück der schlechten Kommunikation der Abstände und der Rennsituation auf Anna Kiesenhofers Seite war, ändert nichts daran, dass sie mit einer unglaublichen, beeindruckenden, begeisternden, rührenden Flucht in Fluchtgruppe, später Soloflucht verdient olympisches Gold gewann. Ich habe Freuden- und Rührungstränen und ein bisschen aus Schock geheult, als sie die Sauerstoffschuld des Finales abkeuchte, rücklings auf dem Boden des Motodroms liegend. Nur noch Freuden- und Rührungstränen waren’s, als sie dann aufstand, realisierte, dass sie wirklich gewonnen hatte. Noch mehr Sympathie überkam mich bei ihrem Blick zu den Niederländerinnen, die die Köpfe zusammensteckten und sich wohl damit befassten, dass sie nicht mitbekommen hatten, dass da eine einzelne Fahrerin, die nicht mal Profi ist, vor dem Feld gefahren war uns sie sie nicht eingefangen hatten. Da konnte ich mir gut vorstellen, dass sie sich kurz doch ausgeschlossen fühlte, auch wenn ihr zuvor eine Dänin die Schulter getätschelt und ein „Well done!“ zugerufen hatte.

Gleich wie: Ich war gerührt und habe mich gefreut, und ich bin es immer noch. Und irgendwie bin ich nun schlagartig ein Fan dieser Wissenschaftlerin und Amateur-Radfahrerin geworden, die freilich sehr, sehr viel besser ist als ich, aber nichtsdestotrotz in vielem Gemeinsamkeiten mit mir zu haben scheint, die in mir eine warme Welle der Sympathie zum aufwallen bringen.

Herzlichste Glückwünsche zu diesem beeindruckenden Ritt, liebe Dr. Anna Kiesenhofer! Egal, ob Du (unter Sportlerinnen, freilich ganz unterschiedlicher Leistungsstufe, setze ich einfach mal das „Du“ voraus“) das liest, es war mir ein Anliegen, dies hier zu schreiben, auch wenn’s sicher fast mehr über mich aussagt als über eine Olympiasiegerin, die ich vorgestern nichtmal kannte und nun mich ihr Fan nenne.

Eine Frage…

Radwege sollen schön sein, durch die Natur führen, dort geht dann natürlich keine Bodenversiegelung und die Radwege sind eher geschottert.

In der Konsequenz kann man darauf nicht gut mit schmalen, leichtgängigen Reifen und nicht schnell fahren. Man kommt langsamer voran, muss mehr Kraft für dasselbe Tempo aufwenden, braucht eine Federung, wird eher dreckig als auf Asphalt. Man braucht also eine Dusche und eine Umkleide, um nach dem Radtransfer zur Arbeit, zur Dienstreise, zum Kunden wieder „seriös“ auszusehen. Zu zeigen, dass man das Klima schont, indem man per Rad kommt, ist also unseriös.

Was sagt das über die Idee aus, eine Verkehrswende auch außerhalb der Stadt über Fahrradfahren voranzutreiben? Was sagt das über das Fahrrad als Verkehrsmittel statt als Sportgerät oder Freizeitgefährt aus?

[KuK] Glück und eine Kamikazewespe

Ich habe derzeit Urlaub und der Stress fällt langsam – aber nur langsam – von mir ab. Ich schlafe noch nicht wieder so, als wäre ich erholt… aber nun gut, kommt noch. Ist ja erst Dienstag der ersten von drei Wochen.

Nachdem ich allerdings gestern meine Powermeter-Kurbel rechts montiert und beim Test Probleme hatte, bin ich heute nochmal damit gefahren, und siehe da: Nach einem Blick ins Handbuch und dem Koppeln des richtigen ANT+-Geräts habe ich nun wieder richtige Leistungswerte und sogar die Rechts-Links-Balance.

Bei der Testfahrt passierte mir allerdings noch etwas ganz anderes, das mich immer noch zittern lässt: Entlang der B3 auf dem Radweg fuhr ich nortwärts volle Pulle gegen den Nordwind an, natürlich atmet man dann auch mit offenen Mund. Die Wespe, die mir entgegenflog, machte im letzten Moment einen Schlenker, zerschellte mit ihren eigenen ca. 5-10 km/h an meinem mit 36 km/h entgegenkommenden Gaumen, so hart, dass sie nicht zum Stechen kam, und verendete dann in Speichel auf meinem Oberschenkel, wiederum ohne zu stechen.

Boah, DA hatte ich Glück! Die Herren in dem Auto im Stau auf der B3, die zu mir rübersahen, wirkten auch sehr besorgt, auch wenn sie nur mein plötzliches Anhalten sahen – sie waren dann sehr beruhigt, als ich Daumen hoch zeigte und weiterfuhr. Der Schlag tut noch ein bisschen weh, aber ansonsten bin ich glimpflich davon gekommen.

Nachträgliche Freude

Die heftig ansteigenden Corona-Zahlen des letzten Herbsts haben unserer Gemeinde nach dem Stadtradeln 2020 ziemlich zugesetzt – die hatten da einen Haufen Arbeit mit. Darüber gingen andere Dinge – wie zum Beispiel das Stadtradeln und die dahingehenden Belohnungen für die stark beitragenden Leute und Gruppen – ein wenig in den Hintergrund.

Dieses Jahr konnte ich beim Stadtradeln der Gemeinde nicht ganz so stark beitragen, es gab teils gesundheitliche, teils andere Gründe – um so mehr habe ich mich über das untenstehende gefreut:

Das fand ich in einer wunderschönen Tasche mit dem Logo der Gemeinde vor der Tür vor.

Dieses Jahr waren es „nur“ 500 Kilometer, aber letztes Jahr habe ich zum Stadtradeln von Bietigheim über 1000 Kilometer in 21 Tagen beigetragen, und damit die zweitmeisten Kilometer einer Einzelperson. Das ist echt eine schöne Sache, dass zwar bedingt durch Corona und andere Aspekte ein wenig Zeit ins Land ging, aber die Urkunde dafür nicht vergessen wurde – und sogar noch ein kleiner Preis dabei rum kam!

Eigentlich kommt mein Urlaub zu spät…

…denn ich habe erst in zwei Wochen Urlaub. Gerade im Moment allerdings hätte ich das Bedürfnis, mehr Zeit am Nachmittag zu haben – freie Zeit, in der ich nicht arbeiten muss. Klar, Urlaub kann man immer brauchen, aber das meine ich nicht.

Morgen habe ich mittags ordentlich zu tun und nach der Arbeit bin ich mit meinen beiden Mitstreitern am Mahlberg verabredet. Wir treiben also Sport – Laufsport. Ich fahre mit dem Rad hin, und schon bin ich im Thema. Denn ich habe endlich meinen Widerwillen gegen einen Sport wieder verloren, den ich im Fernsehen sehr gerne anschaue: Radsport. In den aktuell laufenden „Drei Wochen im Juli“ findet sie statt, die Tour de France. Nun interessiert mich die Tour weniger bei sturzanfälligen Flachetappen mit Massensprint-Finishs. Freilich, das hat schon was, wenn es nicht gerade mit einem Sturz schiefgeht. Allerdings sind die Sprints unberechenbarer, gefährlicher geworden als zu Zeiten von Laurent Jalabert als Sprinter (der nebenbei wegen eines Sturzes und der daraus resultierenden Angst zu einem Allrounder umsattelte), Mario Cipollini, Allessandro Petacchi und wie sie alle heißen. Auch Zeitfahren schaue ich eigentlich nicht so gerne – zumindest nicht im Fernsehen. Eines meiner größten Abenteuer war zwar ein Zeitfahren zu gucken, aber das fand in den Bergen statt, in l’Alpe d’Huez.

Da sind wir auch schon: Ich gucke Radrennen, mindestens große Rundfahrten, vor allem die Tour, aber auch Giro und Vuelta, besonders gerne, wenn sie in den Bergen unterwegs sind. Am Sonntag mit Bergankunft in Tignes, das war wundervoll. Aber morgen kann ich nicht gucken, da muss ich arbeiten und kann auch wegen der Arbeit meine Verabredung am Mahlberg nicht auf früher verlegen. Morgen geht’s bei der Tour auf den Mont Ventoux – Ostrampe hoch, Westrampe runter, Südrampe wieder hoch, Westrampe ins Ziel. Mindestens die beiden Anstiege auf den Giganten der Provence hätte ich gerne gesehen. Ähnlich sieht’s nächste Woche aus: Mittwoch muss ich einen Außendienst von der Arbeit her vorbereiten – da geht es über den Col de Peyresourde und einen weiteren Pass zur Bergankunft auf den Col de Portet über Saint-Lary-Soulan – und am Donnerstag, wenn ich auf Außendienst bin, ist Gänsehaut und Legende gesetzt: Von Pau über den Col du Tourmalet zur Bergankunft im Kurvenlabyrinth von Luz-Ardiden.

Aber ich will auch nicht Urlaub nehmen, nur um vor dem Bildschirm zu sitzen. Vielleicht kann ich’s nachschauen. Das hätte schon was. Irgendwie ist es schön, selbst wieder Rennrad zu fahren und diese Begeisterung für Radrennen zu entwickeln. Das macht mich, allem Wissen um Doping und dergleichen zum trotz, einfach glücklich.

Nicht ganz so kurz, aber krass: Neues Spielzeug

Ich habe mir ein neues Spielzeug gekauft – eine Action-Kamera. Da meine Ausrüstung zum Messen am Rad weitestgehend aus Garmin-Tools besteht, wurde es eine VIRB-Kamera. Dass die Akku-Laufzeit im Verhältnis zu meinen Hoffnungen bei allen Action Kameras nicht besonders ist, war mir bewusst, macht mir aber nichts aus – denn ich habe mir einen Stall voll Ersatzakkus auf Halde gelegt. Andere Action Kameras können auch nur ca. 25% länger als meine Garmin VIRB. Nach ein paar Experimenten mit der Kamera auf dem Helm habe ich sie nun – mit zwei Verlängerungen – unter meinen Radcomputer, also unterhalb des Lenkers an der Licht-Aufhängung angebracht. Damit habe ich meinen heutigen Anlauf auf einen „Übungsberg“, nämlich den „K3548 Climb“ vom Schützenhaus in Muggensturm hinauf an die Straße zwischen Bischweier und Waldprechtsweier gefilmt. Die Strecke und meine heutige Leistung in Form eines Strava-Screenshots findet ihr im Bild:

Strava-Screenshot des Segments, das ich heute gefahren bin.

Ich habe das Segment inzwischen vier Mal absolviert – es ist nicht ganz unanstrengend für mich, da ich noch nicht ganz so bergfit bin, wie ich es gerne wäre. Spannend finde ich an meiner Kamera, dass ich eben auch die Daten aus meinen Sensoren am Rad benutzen kann… und sie in dem Video einfügen. Mit dem Sound bin ich noch nicht vollends glücklich, auch der kleine Fleck, der irgendwie auf die Linse geriet, ist noch ein kleines Manko. Aber ich habe eine Fahrt aufgezeichnet und zeige dabei die Daten.

Mich selbst begeistert diese Art der Dokumentation kleinerer Schnipsel meiner Touren. Für’s Laufen werde ich noch ein bisschen damit experimentieren müssen. Vielleicht werde ich auch nicht meine Media-Bibliothek in WordPress mit großen Videos vollpacken, sondern stattdessen lieber einen mit den Highway Tales verbundenen Youtube-Kanal aufmachen – muss man sehen. Was Ihr unter den Geräuschen des Rahmens und der Schaltung hört, ist übrigens mein Keuchen! Aber erstmal finde ich das hier sehr ermutigend.

Und zwar sowohl die Radfahrleistung als auch die Dokumentation.

Quartalsbilanz II und Juli 2021 im Sport

Im zweiten Quartal des Jahres 2021 lief bei mir einiges an Sport. Eine Sportart kam neu dazu – das Schwimmen. Ferner habe ich das Skaten beibehalten. Der April war bis auf beim Skaten so lala, im Mai ging’s beim Laufen und Radeln voll ab, der Juni war dann wieder ein eher normaler Monat.

Deutlich sehe ich, dass insgesamt Trainingseffekte durchschlagen – meine Belastungspulse bei verschiedenen Sportarten bleiben gleich oder gehen zurück, auch wenn – wie weiter unten zu sehen sein wird – Tempo und Belastung durch Schwierigkeiten (wie eben Steigungen) zugenommen haben. Insgesamt habe ich den Löwenanteil der Zeit auf dem Rad zugebracht, das Sportgerät und primäres Verkehrsmittel ist, danach kam ein großer Anteil Laufen und es folgten Skaten, Schwimmen und sonstige Dinge. Insgesamt liegt der Löwenanteil meines Sports im Grundlagenbereich, und so soll es ja auch sein. Ein bisschen mehr Tempotraining dürfte es freilich werden und das ist auch der Plan für den Sommer.

Beim Laufen ist vor allem zu sagen, dass ich das Laufen häufig mit dem Radeln kombiniert habe – 184 Kilometer Laufstrecke waren entweder mit Radtransfer von Zuhause zum Start und nach dem Lauf zurück oder im Duathlon-Format mit dem Radeln verbunden. Dazu kamen eine Menge niedrig intensive Einheiten, insgesamt um die 200 Kilometer Tempotraining (das Spezialtraining waren Bergläufe) sowie ein Halbmarathon-Wettkampf mit ermutigenden 1:28:15, meiner zweitbesten Zeit überhaupt auf der Strecke. Bei den Schuhen dominieren die Altras und die Fivefingers, der Lone Peak trägt mich bei trailigen Bergläufen. Dass die einen wesentlichen Anteil nun einnehmen – jeden Mittwoch Mahlberg – sieht man auch an 2500 Höhenmetern jeweils in Mai und Juni. Mein mittleres Tempo bleibt im Bereich von 5:30/km, die Schrittfrequenz über 190 pro Minute – alles so weit super, aus meiner Sicht.

Das Radfahren hat gleich zwei neue Qualitäten gewonnen: Ich habe den Punkt „Besorgungen“ aufgenommen, der auch gleich einen ganz erklecklichen Anteil der Kilometer einnimmt – auch, weil mit meinem Anhänger für den „Red Flash“ auch die Möglichkeit dazu gekommen ist, den Wocheneinkauf per Rad zu erledigen. Die zweite neue Qualität sind Cleats – und da ist die Umgewöhnung weit schneller abgeschlossen gewesen, als ich das dachte: Im ersten Quartal habe ich erstmals mit Cleats rumprobiert und das Ein- und Ausklicken am Heimtrainer versucht, im zweiten Quartal gab’s bereits keine Fahrten mehr ohne Cleats. Schneller als gedacht und mittlerweile richtig gut für mich, wegen der Option der Kraftausübung durch „Ziehen“ und der zusätzlichen Kontrolle über das Rad.

Nach dem Winter mit recht vielen Indoor-Fahrten, auch zum Cleats-Üben, ging meine Radlerei wieder nach draußen. Natürlich ist durch Besorgungen mit dem Hänger und durch gemütliche Ausfahrten mit meinem Mann die mittlere Geschwindigkeit runter gegangen, die geht nun aber auch langsam wieder hoch. Deutlich auch zu sehen ist, dass ich die Anfahrt zum Mahlberg immer per Rad erledige – denn auch nach Waldprechtsweier geht’s ein bisschen hoch, so dass wieder mehr Rad-Höhenmeter auf dem Plan stehen.

Ganz deutlich ist zu sagen: Im Juni bin ich das erste Mal eine 100-Kilometer-Tour gefahren. Zugleich geht das maximale Tempo auch wieder hoch, ich merke sehr deutlich, dass erst jetzt, nach einem Jahr Rennradfahren, die Anpassungsprozesse so richtig durchzuschlagen beginnen.

Insgesamt ist mit den Bergläufen, dem seit Juni wieder einsetzenden Intervalltraining beim Laufen, mehr Bergtraining beim Radfahren, dem Skaten und vor allem dem Schwimmen eine neue Qualität im Sport drin. Diese verstärkt sich derzeit noch weiter, so dass ich eine vielfältigere und vollständigere Athletin zu werden hoffe. Beim Krafttraining ist nämlich auch noch die Möglichkeit einer Klimmzugstange und weiterer Übungen an demselben Gerät dazugekommen…

Ich schaue voraus in ein spannendes drittes Quartal, das zweite ist nicht nur ein Erfolg, sondern auch ein Versprechen für das dritte gewesen.

Meine Beteiligung am E-Scooter-Bashing

Eines vorweg: Ich finde es gut, wenn Fahrzeuge mit einem günstigen Verhältnis von Masse, Platzverbrauch und Energieverbrauch zur „Nutzlast“ auf den Wegen und Straßen unterwegs sind. Je mehr Metall, Glas und Kunststoff um transportierte Personen und Gepäck/Fracht herumgebaut ist, um so mehr Energie wird dabei unnötig für die Beförderung des Fahrzeuges und nicht dem, was eigentlich von A nach B soll, verbraucht. Genauso verbraucht das Fahrzeug natürlich auch dort, wo es dann eben vor oder nach Nutzung steht, umso mehr Platz, je größer es ist.

Dahingehend sind natürlich Tretroller, Fahrräder, Pedelecs und eben auch E-Scooter eine feine Sache. Allerdings gibt’s für mich da ein paar Abstriche bei Leih-E-Scootern und ebenfalls bei den Leih-Pedelecs, die von verschiedenen Anbietern in der Stadt (in meinem Fall Karlsruhe) angeboten werden.

Der Hauptpunkt ist mir vor allem bei den E-Scootern aufgefallen, deutlich seltener bei den Leih-Pedelecs. Die Dinger werden wirklich überall abgestellt, wo die Leute gerade gehen oder stehen. Überall! Ein paar Beispiele:

Dass auf E-Scootern scheinbar Schlangenlinien zu fahren Spaß macht und das einige Leute auch mal ohne nach hinten zu gucken tun, ist nicht so schlimm – und vor allem nicht auf E-getriebene oder Leihfahrzeuge beschränkt. Ein den nicht-E-getriebenen Scootern eigentümliches Phänomen sind die jungen Leute, die es toll finden, beim Absteigen das Tret-Brett einen gewirbelten Kreis um den Lenkergriff vollführen zu lassen, ohne sich umzuschauen – ich habe dann immer Angst um meine Schienbeine.

Insgesamt bleibt aber neben der (vom Fahrzeug völlig unabhängigen) Unsitte der Kopfhörer im Straßenverkehr vor allem das Abstellen der E-Scooter an allen möglichen Engstellen mein wesentliches Ärgernis.