Ein großartiges Gefühl …

… letzte Woche stand ich im Aufzug auf der Arbeit. Der Aufzug ist in mancher Hinsicht wirklich gemein: Das Licht dort ist unvorteilhaftes, hartes Leuchtstoff-Röhren-Licht, das noch dazu aus einem ungünstigen Winkel kommt. Jede Unebenheit, jede Unreinheit auf der Haut ist zu sehen, die grauen Strähnen im Haar leuchten regelrecht auf und man wirkt bleicher als man wirklich ist. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn nicht die Rückwand des Aufzugs ab Hüfthöhe bis weit über Kopfhöhe voll von einem Spiegel eingenommen würde. Wenn man noch recht mitgenommen morgens dort einsteigt, den Spiegel sieht und dann sich darin, in diesem Licht, dann … kommt durchaus manchmal die Frage auf: „Wer ist der Zombie da, und warum sieht man mich nicht in dem Spiegel, bin ich zum Vampir geworden … oh?!?“

Nun war es aber letzte Woche so, dass ich mein neues Wonderwoman-Shirt anhatte – ein eher eng anliegendes, rotes Shirt mit dem Wonderwoman-Symbol in Goldfolie auf der Brust, fünf goldenen Sternen und zwei goldenen Streifen auf jedem Ärmel. Auch die Ärmel sind etwas länger als bei üblichen Girly-Shirts und liegen eng an den Oberarmen an. Ich schaute also in den Spiegel, als ich im Aufzug nach unten fuhr. Hochwärts laufe ich eigentlich immer – gemäß des Grundsatzes: Treppe runter = wenig Energieverbrauch, viel Gelenkbelastung, Treppe hoch = viel Energieverbrauch, wenig Gelenkbelastung. Also schaute ich in den Spiegel und dachte plötzlich: „Oh?“ Ich drehte mich seitwärts und begutachtete meinen Körper in der Seitenansicht – und obwohl erst drei Kilo runter sind, war doch extrem deutlich, wie viel flacher der Bauch, wie viel schlanker die Linie dadurch wirkt. Da machte mir dann auch nichts mehr aus, dass eine graue Strähne im Leuchtstoffröhrenlicht deutlich zu sehen war – die Haut wirkte glatt, glatt genug, um nicht näher hinzuschauen jedenfalls.

Ein gutes Gefühl!

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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