Durch den Wind

Heute war so ein Tag. Es ist alles nicht besonders schlimm: Ich habe gearbeitet, zuhause war mein Mann für die Fenster-Handwerker da, dann hatte ich noch einen Arzttermin, Vorbereitung zur Entfernung einer tiefsitzenden, verstopften Talgdrüse, bei der der Hautarzt Sorge hatte, sie würde sich bald entzünden und dann würde das Entfernen schwieriger. Morgen fahre ich dienstlich weg – und da ist dann auch Teezeremonie.

Eigentlich alles harmlos? Ja!

Zusammengenommen waren irgendwie zu viele Dinge, die in meinem Kopf herumgeisterten, präsent. Beim Supermarkt, wo wir noch Milch, Butter und was zu knabbern zu Fuß holten, glaubte ich ganz sicher, dass ich meinen Schlüssel irgendwo verlegt hätte. In der Tasche war er nicht – auf dem Band an der Kasse auch nicht. Ich lief noch einmal durch den Markt, klapperte alle Stellen ab, wo ich was aus dem Regal geholt hatte. Mir war noch sehr präsent – und ist es noch immer – dass ich mal vor lauter „durch den Wind“ mein Telefon im Tiefkühlfach gelassen hatte, als ich gefrorenen Blattspinat …

Mein Mann und mein bester Freund ziehen mich noch immer damit auf.

Aber zurück zum Schlüssel. Den ganzen Heimweg war ich nervös. Und wo war er? Dort, wo er hingehört, auf dem Bord neben der Tür. Wo ich ihn unter normalen Umständen nie hinlege. Dieses mal schon. Und dann führe ich dieses Theater auf!

3 Kommentare zu „Durch den Wind

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