Present Progressive [1]

Ich habe ja von meinem Mann einen Teilchenbeschleuniger bekommen! Einer der vielen supertollen Aspekte daran war, dass es ein erweiterbares Geschenk war und ist. Mit Hilfe von Stud.IO hat er den Ring und die Support-Strukturen designed, und das Modell im Stud.IO-Format gab’s zum Beschleuniger dazu. Also habe ich angefangen zu basteln.

Folgende Dinge waren klar: Gegenüber der Beschleuniger-Einheit mit Motor, die die orangen Bälle um den Ring schickt, war eine Gerade vorhanden. Die Verbindungsstücke dieser Gerade hatte mein Mann ganz bewusst nicht mit seinen herrlichen, weißen Ablenkmagneten bestückt. Dorthin wollte ich einen Detektor bauen, inspiriert von den Detektoren D0 und CDF am Tevatron bzw. CMS und ATLAS am LHC am CERN. Dazu sollte an einen der Ablenkmagneten ein Strahlrohr für Synchrotronstrahlungs-Experimente, sprich: dort wird durch die starke Ablenkung der geladenen Teilchen hochfrequentes Licht erzeugt, das für viele interessante Experimente taugt. Inspiriert ist diese Beamline mit Experimentierhütte vom Beschleuniger ANKA (bzw. KARA) am KIT. Schließlich musste noch ein Vorbeschleuniger her, der die Teilchen auf Tempo für die Injektion in den Ring bringt. Im Zuge dessen habe ich auch noch drei Sonderversionen der Ablenkmagneten designen müssen. Und so sieht das aus:

Lego-Teilchenbeschleuniger-Addon – alle zusätzliche Teile in einem Bild.
Ein einem Zyklotron nachempfundener Beschleuniger mit einem Strahlrohr zur Injektion der Teilchen in den Speicherring.
Ein Experiment am Beschleuniger – die schwarze Trommel bildet die Spurendetektoren nach.
Eine Detektorhütte für Synchrotronstrahlungsexperimente. Der abgewandelte Ablenkmagnet am linken Ende ist auch der Erzeuger von Synchrotronstrahlung, mit der in der Hütte experimentiert wird.

Ich habe all das mal in das Hauptmodell eingebaut. Alle Bilder basieren auf Konstruktionen in Stud.IO, mit dem man schön mit Lego konstruieren kann, damit kann man dann auch Anleitungen erstellen. Mein Mann hat mir die Stud.IO-Datei gegeben, in der er meinen Beschleuniger gebaut hat, so dass ich die Addons direkt einpflegen konnte.

Eine gerenderte Vorschau des Teilchenbeschleunigers mit Addon.

Nun müssen wir nur noch schauen, wie viel Geld ich in Einzelteilen in das Projekt verbraten habe, die Teile bestellen und eine Anleitung erstellen. Dann wird bald eine richtige Forschungseinrichtung draus – aus Lego!

11 Kommentare zu „Present Progressive [1]

        1. Absolut. Das Aufbauen des bestehenden Rings, des Antriebs und der Zentrale war super – mein Mann, ein guter Freund und dessen Vater hatten Spaß beim Zusehen. Ich hab‘ nun, bis die Teile kommen und die Anleitung gemacht ist, noch das Löschfahrzeug von Qihui aufzubauen – quasi die Werksfeuerwehr der Forschungseinrichtung.

          Als nächstes überlege ich mir, vielleicht einen Forschungsreaktor zu bauen …

    1. Ich bin ja schließlich auch Physikerin. Sicherlich sind viele Physiker nicht wie die Jungs aus „The Big Bang Theory“, aber gewisse Aspekte kann zumindest ich nicht verleugnen.

      Einer meiner Experimentalphysik-Profs meinte in der ersten Vorlesung, dass Physiker einen „ausgeprägten Spieltrieb“ bräuchten 😉

  1. Das hat schon was. Wenn ich mir das so ansehe, denke ich mal, da dürftest du gut 200 Euro +/- investieren. Oder falls du sonderterile brauchst, auch mehr Geld 😉

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