Teilchenbeschleuniger

Immer wieder im Jahr 2019 zitierte ich Missy aus Dr. Who, also die weibliche Reinkarnation des Master. Sie äußert gegenüber dem Doctor, was sie sich wünscht… ein Pony und ein Teilchenbeschleuniger beschließen diese Liste. Da ich nicht reite, ist ein Pony für mich eher uninteressant, aber als Physikerin bin ich mit dem Teilchenbeschleuniger nun doch in Versuchung gewesen. Da ich immer wieder mit dem Teilchenbeschleuniger anfing, witzelten sie schon alle herum: Ich solle mir einen alten Röhrenfernseher schenken lassen, das ist immerhin ein Beschleuniger für Elektronen! Der hübscheste Vorschlag war allerdings die Zwille und ein Teller Puddingteilchen, von mir auch gerne als „eine Torte, ein Messer und ein Katapult“ variiert. Natürlich war meine Intention eine eher unrealistische Variante: ich wollte einen Linearbeschleuniger oder lieber noch ein Zyklotron, am liebsten jedoch ein Synchrotron!

Unrealistisch, sagt Ihr? Insbesondere Synchrotrons sind RIESIG (wie z.B. der KARA-Beschleuniger am KIT Campus Nord, der HERA-Beschleuniger an der GSI in Darmstadt oder gar der LHC am CERN), sagt Ihr? Ein Synchrotron passt nicht in unser Haus, sagt Ihr?

Ja. Ich sagte das auch. Ich hätte nicht falscher liegen können!

Ein Synchrotron! Ein Teilchenbeschleuniger!

Da ich ja weiß, dass Synchrotrons in aller Regel Großbeschleuniger sind, mit langer Bauphase und (in Deutschland) der Notwendigkeit einer Errichtungsgenehmigung nach § 10 des Strahlenschutzgesetzes, bin ich ganz froh, dass ich die dafür benötigten Teile Stück für Stück bekam – denn der Teilchenbeschleuniger ist das, was ich aus meinem Geburtstagskalender zusammenbauen durfte. Sprich: Die Phase, in der die Bauteile gesammelt wurden, dauerte 24 Tage. Am Heiligabend um Mitternacht erhielt ich dann in Form eines Ordners die Aufbauanleitung und damit die Errichtungs- und Betriebsgenehmigung!

Hier seht Ihr auf dem Youtube-Kanal meines Mannes und Mitautors Holger, wie der Teilchenbeschleuniger im Detail aussieht und wie er funktioniert. Video und Bilder gemacht von Holger Stahlmann.

Bis jetzt sind wir im Testbetrieb. Ein zusätzlicher Vorbeschleuniger mit Teilcheninjektor, ein Collider mit Detektoren und eine anstelle eines der Ablenkmagneten anzusetzende Synchrotron-Strahlungs-Beamline mit Experimentierhütte sind derzeit in Stud.IO in Planung.

Woohoo! Ein Teilchenbeschleuniger!

17 Kommentare zu „Teilchenbeschleuniger

    1. Der Ring und der Antrieb basieren auf einem abgelehnten Ideas-Modell. Die Zentrale, der Bälle-Speicher, die Verkleidung des Antriebs und die beiden Konnektoren sind von meinem Mann selbst gebaut und benutzen einige Ideen z.B. aus Ninjago-City. Die Flash-Figur, die in der Zentrale steht, ist aus meinem Fundus.

        1. Es sind Monorail-Schienen, ja. Durch diesen Packen am 22.12. kam ich davon ab, dass der Count-Up auf die Saturn V rauslaufen würde. Aber was nun rauskam, war noch viel, viel BESSER!

        2. … meine Add-Ons sind übrigens fertig. Jetzt muss sich nur noch zeigen, ob die Teile dafür, wie der Held der Steine sagen würde, Monatsmieten verschlingen werden.

          Ich werde die Tage auch Render-Bilder aus Stud.IO posten, aber soviel vorab: Ich habe eine schlankere Version der Ablenkmagneten designed, einen Vorbeschleuniger in Form eines Zyklotrons und einer kurzen Beamline, einen Collider mit Detektor und eine Synchrotron-Strahlungs-Beamline. Die schlankeren Magneten brauche ich, um das Ende der Injektions-Beamline nicht in den Weg der kreisenden Kugeln zu bringen (einmal) und weil die Synchrotron-Strahlungs-Detektorhütte sonst mit einem der Abkenkmagneten kollidiert.

          Ich habe an der Begeisterung für das erweiterbare Geschenk meines Mannes Stud.IO gelernt!

        3. Ob die Bilder morgen oder übermorgen kommen, weiß ich noch nicht. An Silvester kommt der sportliche Jahresrückblick, noch vor Jahresende wohl noch mein persönlicher Jahresrückblick – und der Blog-Rückblick mit vollen 2019er-Statistiken wohl an Neujahr.

        4. Mein Mann kann eventuell genaueres über die Ideas-Sache sagen.

          Ich hatte auch einmal vier Kugeln im System. Unebenheiten am Tisch und leichte Verschiebungen in den Monorails machen das System aber ein winziges bisschen anfällig, die Kugeln fliegen dann raus.

          Über die beiden unbesetzten 3×2-Platten gegenüber der Beschleunigungseinheit konstruiere ich gerade einen Detektor inspiriert von den Detektoren am LHC am CERN bzw. denen am Tevatron drüber. Ich gucke mal, ob ich die Tage Renderbildchen aus Stud.IO hier im Blog zeige, oder ob ich erst noch das Zyklotron als Vorbeschleuniger reinbaue. Das ist etwas kompliziert, weil ich es auch als einen Kugel-Einwerfer konstruieren will.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.