Straßenverkehr und Tiere …

Eine Freundin sandte mir im Laufe des gestrigen Tages ein Video, das auf sehr plakative Weise vor Augen führt, was wir speziell den Igeln antun können, die in dieser Jahreszeit viel unterwegs sind. Keine Angst, was man manchmal auf der Straße so sieht, ist nicht als Bild im Video drin.

Ich sehe leider sehr oft tote Tiere auf der Straße, die Opfer des Straßenverkehrs geworden sind. Rot- und Schwarzwild ist dabei recht selten, vor allem sind’s kleinere Tiere – Füchse, Igel, nahe Städten auch viele Katzen. Auf der einen Seite müssen wir uns vor Augen führen, dass diese Tiere durchaus einen Fluchtreflex vor der Gefahr haben: Wenn das Auto auf sie zukommt, gehen sie weg. Manche – vor allem Katzen – arrogant langsam und spät, andere so schnell sie können, nur auf Verdacht hin. Aber Tiere sind keine ausgebildeten Verkehrsteilnehmer, sie können auch nicht einschätzen, wie schnell wir fahren, denn der Mensch im Auto ist schneller als so ziemlich jedes Phänomen hier in der Natur, vor dem ein Tier flüchten müsste.

Der obenstehende Link führt zu einem Youtube-Video. Ich habe den Inhalt des Videos angeschaut und für gut befunden, es stammt aber nicht von mir und eventuelle Änderungen unterliegen nicht meiner Kontrolle. Siehe auch im Impressum.

Neben dem Artenschutz und dem bloßen Mitleid muss man sich auch vor Augen führen, dass irgendwer sich irgendwann drum kümmern muss, dass an- oder überfahren Tiere von der Straße kommen. Es betrifft nicht nur uns selbst, wenn ein Tier unter unseren Reifen kommt. Freilich ist im Zweifel die Sicherheit des Fahrers und anderer menschlicher Verkehrsteilnehmer auch in unserem Recht vorrangig, aber meistens hat man an Stellen, wo es Wildwechsel geben kann, an Stellen, an denen wir Tiere an der Straße oder auf der Straße befürchten müssen, die Möglichkeit, von vorne herein etwas vorsichtiger zu fahren – und das sollten wir auch tun. Denn nicht zuletzt, selbst wenn Euch die Tiere und der Artenschutz egal sein sollten, bei einem Unfall mit einem Tier erschrickt man, bremst abrupt und gefährdet andere menschliche Verkehrsteilnehmer – und im Gegensatz zum Tier wissen wir um die Gefahren des Straßenverkehrs und können uns drauf einstellen. Gegebenenfalls einfach mal ein bisschen langsamer und bremsbereiter fahren wäre schön.

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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