Wie ein bunter Hund

Heute wurde ich im Supermarkt von einer Angestellten des Marktes angesprochen. Sie sehe mich öfters laufen, auf dem Weg in Richtung des Nachbardorfes. Sie bat darum, eine Frage stellen zu dürfen – und ich hatte nichts dagegen. Sie wollte wissen, ob das nur eine Laufleidenschaft sei oder ob ich Marathon oder sowas liefe. Ich musste unter meiner Maske grinsen, denn auf Fragen nach dem Schema „entweder-oder“ gibt es in meinem Freundeskreis nur eine Antwort: „Ja!“

Hier trifft das natürlich auch zu. Das sagte ich ihr auch. Nach dem salopp dahingeworfenen „Ja!“ schritt ich zur Erklärung, dass es beides sei. Es ist ja wirklich eine Laufleidenschaft, aber Marathon bin ich auch schon gelaufen – und genau das sagte ich ihr auch.

Sie meinte dann, einfach so rüberwinken sei ja komisch, und ich wüsste dann auch nicht, wer es sei. Wenn mir aber künftig auf dem Weg zum Nachbarort jemand aus dem Auto zuwinke, sei sie das vielleicht. Sie äußerte dann noch ihre Bewunderung für meine Disziplin und den Sport im Allgemeinen. Ich muss gestehen, ich fand das einerseits ein wenig lustig – aber andererseits hat es mich auch wirklich gefreut.

Ich sehe mich zwar als Katze – aber bekannt bin ich eher wie ein bunter Hund, wie es scheint.

5 Kommentare zu „Wie ein bunter Hund

    1. Ist auf jeden Fall besser als für rücksichtslosen Fahrstil oder Lärmmachen oder sowas dorfbekannt zu sein.

      Es ist ja auch wirklich so: Marathon läuft beileibe nicht jeder oder jede, und einige andere „seltene Güter“ in meiner Liste sieht man nicht so deutlich.

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