Das Wochenende in vollen Zügen

Die zweite Klasse sei komplett ausgebucht, beschied uns der DB Navigator. Unser Zug von Hamburg nach Zürich ist so voll, dass bereits eine Durchsage auf die Fluchtweg-Eigenschaft der Gänge und Türen hinweisen musste. Den Weg vom Platz zum Bistro zum Zwecke des Holens einer Tasse Kaffee brach ich nach der Frage einer Dame im nächsten Wagen ab. „Da wollen sie durch?“, fragte sie mit einem Blick auf den mit Menschen völlig überfüllten Gang zwischen Abteilen und Fenstern.

„Der Weg nach nach vorne ist wie ein Schlachtfeld!“, beschied auch die junge Dame neben mir, die sich durch die Menschenmassen hindurch eine Waffel erkämpfte.

Da unser Zug erste Klasse in den Bereichen C bis E im Harburger Bahnhof hatte, also vier oder fünf Wagen erster Klasse, spekuliere ich gerade, wie voll es dort ist. Vermutlich hätte man auch zwei Wagons einfach auffüllen oder umwidmen können – nun ja, vermutlich hätte das den Menschen, die erster Klasse gebucht haben, nicht gepasst. An solchen Tagen verstehe ich das Plädoyer für die Abschaffung der ersten Klasse im ICE! Mal sehen, ob es ab Göttingen oder Kassel besser wird.

Das Wochenende in vollen Zügen

Die zweite Klasse sei komplett ausgebucht, beschied uns der DB Navigator. Unser Zug von Hamburg nach Zürich ist so voll, dass bereits eine Durchsage auf die Fluchtweg-Eigenschaft der Gänge und Türen hinweisen musste. Den Weg vom Platz zum Bistro zum Zwecke des Holens einer Tasse Kaffee brach ich nach der Frage einer Dame im nächsten Wagen ab. „Da wollen sie durch?“, fragte sie mit einem Blick auf den mit Menschen völlig überfüllten Gang zwischen Abteilen und Fenstern.

„Der Weg nach nach vorne ist wie ein Schlachtfeld!“, beschied auch die junge Dame neben mir, die sich durch die Menschenmassen hindurch eine Waffel erkämpfte.

Da unser Zug erste Klasse in den Bereichen C bis E im Harburger Bahnhof hatte, also vier oder fünf Wagen erster Klasse, spekuliere ich gerade, wie voll es dort ist. Vermutlich hätte man auch zwei Wagons einfach auffüllen oder umwidmen können – nun ja, vermutlich hätte das den Menschen, die erster Klasse gebucht haben, nicht gepasst. An solchen Tagen verstehe ich das Plädoyer für die Abschaffung der ersten Klasse im ICE! Mal sehen, ob es ab Göttingen oder Kassel besser wird.

Morgens, halb acht in Deutschland

Ich fahre gerne Bahn. Weiterhin.

Heute allerdings frage ich mich mal wieder, was der Mist nun soll. Ich bin nach der SuperBowl-Party bei Freunden nach Hause, habe eine Stunde geschlafen und bin nun am Karlsruher Hauptbahnhof, um auf eine Fortbildung nach Stuttgart zu fahren. Dank Vorschlafen am Sonntagnachmittag hält sich die Müdigkeit in Grenzen. Um meinen Fernzug nicht zu verpassen, bin ich mit einer frühen S-Bahn in die Stadt gefahren. Oft steht die S-Bahn ein paar Minuten vor Durmersheim und dann etwas vor dem Albtalbahnhof. Daher habe ich lieber auf 7:30 in Karlsruhe geplant als auf um 7:45. Mein IC fährt um 8:06. Theoretisch. Praktisch hat er 10 Minuten Verspätung, die bereits 25 Minuten vor Einfahrt in Karlsruhe angezeigt werden – Potential für mehr – und kommt in umgekehrter Wagenreihung an.

Es erweist sich mehr und mehr, dass der ÖPNV auch ohne Berücksichtigung der höheren Taktung zuverlässiger ist als der Fernverkehr. Ich hoffe, auch im Interesse der Umwelt, dass die Bahn das mal in den Griff bekommt!

Immer wieder faszinierend…

… ist es für mich, dass in Karlsruhe Menschen am Albtalbahnhof in die Bahn steigen, über die Knappheit ihrer Umsteigezeit diskutieren und bis zum Hauptbahnhof fahren.

Nahezu jede Bahn, die am Albtalbahnhof hält, fährt auch am Hauptbahnhof vorbei, außerdem sind das sicher unter 500 Metern an Distanz. Weil die Bahn den Verkehr auf der Ebertstraße berücksichtigen muss, wäre es für halbwegs fußgesunde Menschen fast immer schneller, zu Fuß zu gehen statt zwei oder drei Minuten zu warten.

Der einzige Grund, warum die Gruppe junger Frauen, die hier eben unter Diskussion des knappen Umstiegs am Albtalbahnhof ein- und am Hauptbahnhof ausstieg, nicht besser zu Fuß gegangen wäre, wäre die Zugtrennung am Albtalbahnhof, wegen der die Damen nach vorne umsteigen mussten.

Metropolitan

Beim Bahnreisen erlebt man die tollsten Dinge. Ich habe ja dieses Mal drei Zugfahrten, dreimal ICE: Karlsruhe nach Berlin, dann Berlin nach Duisburg mit anschließendem S-Bahn-Transfer nach Oberhausen und schließlich, noch in der Zukunft liegend, von Köln nach Karlsruhe mit vorherigem Transfer von Oberhausen nach Köln.

Die ICE-Fahrt von Berlin nach Duisburg allerdings fand mit einem ICE statt, den ich total skurril fand. Ich betrat meinen Wagen und fragte mich: Huch? Was ist denn nun los? Bin ich in der ersten Klasse gelandet? Nein, war ich nicht! Ich habe den ICE 1040 erwischt, der mit zu ICEs umfunktionierten Zügen des Metropolitan betrieben wird. Ein wundervoller Zug: Holztische, Holzverkleidung am Fenster und Kunstledersitze, ein wunderschöner Zug! Ein paar Eindrücke habe ich auch als Bilder festgehalten, aber ich wollte es nicht übertreiben. Jedenfalls war es eine wundervolle Reise mit einem Zug, der ein bisschen wirkt wie aus der Zeit gefallen.

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Was allerdings auch der Fall ist: So schön der Zug für die Passagiere ist, so eng und gedrängt ist er für das Personal. Das erzählte die Schaffnerin den vier Reisenden meiner Sitzgruppe, als wir sie fragten, was das denn für ein Zug sei – sie war schon darauf vorbereitet, denn offenbar stellten viele, auch erfahrene Bahnreisende stets dieselbe Frage, als sie ihre Fahrkarten vorzeigten.

Zudem ist das Ganze ein seltenes Vergnügen, denn nur zwei der Garnituren, die als Metropolitan Anfang der Nuller-Jahre eingesetzt wurden, verkehren als IC bzw. ICE auf verschiedenen Strecken der deutschen Bahn.