Drangeblieben

Ich habe es tatsächlich geschafft, am Howard-Goldstein-Vortex dranzubleiben. Zwar kommen immer noch nur Schnipsel jede Woche, die ganz langsam in die Geschichte einsteigen – aber ich habe weitergeschrieben, immer weiter. Ich bin weiterhin ungefähr so viele Einträge voraus mit dem Text, wie ich es war, als ich mit der Veröffentlichung angefangen habe.

Der nächste Plan beim Howard-Goldstein-Vortex ist, eine geordnete Liste mit den einzelnen Episoden als zusätzliche Seite auf dem entsprechenden Blog aufzubauen – und dann noch den Howard-Goldstein-Vortex der Veröffentlichungen-Sektion hier hinzuzufügen.

Gestern, auf einer Hochzeit, wies mich eine Freundin darauf hin, dass sie mich ja gut kenne – aber auch nicht davon wisse, dass ich die Geschichte von Esther Goldstein-Howard veröffentliche, von der ich ihr schon ein paar Mal erzählt hatte. Komisch nur, dass es mir echt schwer fällt, ernsthaft „Werbung“ für mein Geschriebenes zu machen. Ich schreibe und stelle mir vor, baue Geschichten und Charaktere auf, aber wenn ich sie dann irgendwohin veröffentliche, sei es als Buch oder als Blog, dann fällt es mir überaus schwer, dies den Leuten immer wieder unter die Nase zu reiben. Insbesondere, weil ich das beim Laufen durchaus hinbekomme, finde ich das seltsam. Denn ich bin stolz auf meine Schreiberei, selbst wenn sie viele Schwächen hat, ich bin auch stolz, dass ich mich mit meiner Schreiberei ins Feuer der Kritik wage. Ich möchte halt kein monothematischer Mensch sein, die Leute nicht mit dem Nerven, was mir wichtig ist – so nach dem Motto: Es reicht, es einmal zu sagen. Bei vielen Dingen reicht das eben nicht. Ich selbst höre mir Dinge von anderen ja auch gerne mehrfach an.

Insofern an dieser Stelle: Ich würde mich freuen, wenn einige von Euch sich zum Howard-Goldstein-Vortex verirren – und vielleicht auch jemand der Geschichte folgen wird.

Miniatur Writers Retreat

Nachdem wir heute auf einem Geburtstag in der Verwandtschaft waren, habe ich sozusagen die Miniversion eines Writers Retreat gemacht. Um mich zu konzentrieren, habe ich das Notebook mit nach draußen in den Garten genommen, die meisten ablenkenden Kommunikationswege eliminiert und mich dann dem Schreiben gewidmet. Es ging dabei um das Weiterkommen am Howard-Goldstein-Vortex.

Mein kleiner Writers Retreat im Garten.

Am Freitag ging die letzte bis dahin vorgeplante Folge des Howard-Goldstein-Vortex online, es war Folge 1.5: Das Werk eines Toten. Nun galt es, die weiteren vorgeschriebenen Abschnitte mal wieder eine Weile vorauszuplanen – bis Folge 1.10 ist mir das gelungen. Damit bin ich allerdings noch immer nicht an dem Punkt angekommen, an dem ich im Moment weiter schreibe. Vier bis fünf Folgen lagen auch vor dem kleinen Retreat am heutigen Spätnachmittag schon in einer Textdatei auf meinem Rechner bereit, sind aber noch nicht vorgeplant hier auf dem Blog. Ein bis zwei weitere Folgen habe ich heute geschrieben – die großen Zusammenhänge sind bereits geplant, aber ausformuliert ist noch nicht alles. Im Moment befriedigt mich enorm, dass ich das Ganze zwar scheibchenweise online stelle, aber schon einen festen Plan für den Fortgang von Veröffentlichung und Geschichte habe. Über drei Staffeln wird das Ganze laufen, jeweils zwanzig bis dreißig Sequenzen, die ich als Folgen bezeichne, wird jede Staffel umfassen. Vermutlich wird früher oder später eine Index-Seite auf dem Howard-Goldstein-Vortex hinzukommen müssen, um das Lesen zu erleichtern. Vielleicht, aber das muss ich noch einige Male gedanklich hin und her wenden, werde ich auch die Reihenfolge der Beiträge des Howard-Goldstein-Vortex‘ ändern – älteste zuerst statt neueste zuerst. Es ist also noch viel in Planung!

Auch sehr gefreut hat mich, dass ein Freund Resonanz auf die Entwicklung meines Schreibstils gegeben hat. Eine Entwicklung zwischen „Am Rand des Strömungsabrisses“ und dem „Howard-Goldstein-Vortex“ ist also sichtbar. Das freut mich und ich hoffe, daran weiter wachsen zu können.

Ein seltsames Gefühl

Beim Lauf in Neureut vor zehn Tagen war es kalt und grau. Über die Karwoche wurde es bis Ostern schlagartig frühsommerlich. Zugleich fiel ich von topfit und voll im Training in eine Erkältung, die zwar schnell abklang, aber nichtsdestotrotz total gegenläufig zum Wetter erschien.

Gerade fahre ich wieder zur Arbeit, nach einem Tag krank, Osterfeiertagen und einem Tag Urlaub. Meine Nase markiert „Allergie“, ein allergisches Schniefen kam direkt in der Erkältung schon auf. Es fühlt sich an, als wäre alles durcheinander gewirbelt. Dennoch haben mich die paar Tage ordentlich „herausgenommen“ und mir Zeit für Kreatives gegeben. Ich habe wieder in Minecraft gebaut, seit langem mal wieder, und ich habe den Howard-Goldstein-Vortex auf den Weg gebracht. Nun komme ich mir vor, als seien seit dem Lauf in Neureut, seit dem letzten Mal arbeiten, Wochen vergangen – und nicht nur ein paar Tage.

Zeit ist oft so subjektiv!

Und so beginnt es …

Ich liebe ja das dramatische „Und so beginnt es!“ von Botschafter Kosh auf Babylon 5. Ob ich eine große Geschichte erzählen werde, sei dahingestellt, aber jedenfalls beginnt nun, was ich lange geplant habe.

Ich habe ein Blog eingerichtet, um die langsam wachsende Geschichte einer meiner Phantasie-Figuren zu veröffentlichen: The Howard Goldstein Vortex. Seit heute ist es online, auch der erste Beitrag steht schon. Es hat mich lange gekostet, mich im Hintergrund zu organisieren, den Boden für die Veröffentlichung des „Vortex“ bzw. von „HGV“, wie ich die Geschichte intern nenne, in meinem Geist zu bereiten. Aber nun ist es so weit.

Geplant ist, erst einmal jede Woche einen Schnipsel, oder eher eine Episode online gehen zu lassen. Damit komme ich erstmal bis in den Sommer, ohne weiterschreiben zu müssen – wobei ich bis dahin eigentlich noch mehr Story zum veröffentlichen haben möchte. Der Anfang ist gemacht. Ich hoffe, es gefällt irgendwem und ich bleibe dabei. Erstmal ist, wie gesagt, der Anfang gemacht. „Und so beginnt es…“

Phantastik-Pedanterie

Für die Welt Tethys, auf der eine Menge meiner Phantasie spielt, habe ich schon Landkarten gezeichnet, Firmen entworfen und einiges mehr. Hier ist nun zu sehen, wie ich ein Schema der Entwicklung der Strömungen spiritueller und körperlicher Praktiken einer dortigen Kultur angesichts neuer Gedanken erweitere.

Vielleicht ist das „Übertreiben“, aber mir bereitet es Freude.

Nachts in der Gedankenausstellung

Natürlich spielt der Titel dieses Beitrages auf den Film „Nachts im Museum“ an. Ich habe versucht, in Anlehnung an das Wort „Museum“, das als „Museion“ aus dem Griechischen kommt, aus dem Gedanken (Dianoia) analog dazu das Wort Dianoion oder latinisiert Dianoium zu konstruieren, weil mir der Begriff „Denkarium“ aus der Übersetzung von Harry Potter unsauber konstruiert erscheint. Da ich aber auch nicht gerade ein Champion des Altgriechischen bin, habe ich mich nicht getraut, die vermutlich mangelbehaftete Konstruktion des Dianoiums in die Überschrift zu nehmen.

Halt mal! Ich habe Euch abgehängt? Kann ich mir gut vorstellen, denn meine Gedanken gingen gerade schon wieder um den Block streunen und sich von den Nachbarn Streicheleinheiten holen wie eine Katze. Also zurück auf Anfang.

Ich spiele also auf „Nachts im Museum“ an und will statt eines Musentempels einen Tempel der Gedanken anführen, in dem ich mich aufgehalten habe. Wie Captain Jack Sparrow frage ich nun: „Klar soweit?“ – und setze als Antwort ein echtes oder auch nur ein hilfloses „Ja“ voraus.

Was ich damit sagen will, ist das Folgende: Heute Nacht bin ich mitten in der Nacht aufgewacht, es war kurz nach vier. Mein Körper und mein Geist waren erstaunlich fit. Das war schon ungewöhnlich, da ich in der Vornacht unruhig geschlafen und in der laufenden Nacht erst gut vier Stunden im Dunklen liegend und größtenteils schlafend verbracht hatte. Klar war also: Sofort wieder ins Bett wäre nicht zielführend gewesen, denn wenn man eh nicht wieder schlafen kann und will, es aber im Dunklen liegend auf Krampf versucht, verspannt man sich und wird noch wacher. Zumindest bei mir ist es so. Also begab ich mich in die Gedankenausstellung. Was aber ist meine Gedankenausstellung? Nun – das ist eine Sammlung von Textdateien, Listen, Notizen: Schnipseln und auch größeren, zusammenhängenden Stücken aus meiner Gedankenwelt. Irgendwann habe ich mir die mal aus dem Kopf geschrieben, jemandem gemailt und in die Dateien kopiert, mit jemandem bechattet und hinkopiert und so weiter. Analog zu Albus Dumbledore, der seine Gedanken auslagert, tu ich das auch. Meistens handelt es sich um kleine Geschichtchen, Fragmente, Charakterisierungen, oft auch durchsetzt von Reminiszenzen an die schriftlich geführten Gespräche, in denen ich die Dinge anderen mal erzählt habe. Angesichts des Faschings ging’s dieses Mal in die Erinnerung an ein fiktives, faschingsaffines Grüppchen, deren Beziehungen zueinander und einige Geschichten, die ich mir für deren Erleben ausgedacht und irgendwann mal aufgeschrieben habe. Die „Naschkatzen“, so die Eigenbezeichung der Gruppe, kommen regelmäßig an Fasching wieder hoch in meiner Phantasie, dann lese ich ein bisschen, füge ein paar Geschichten hinzu, denke gerne wieder dran zurück, was ich mir vorgestellt habe. Gelegentlich hole ich auch abseits der Faschingszeit die Naschkatzen an die Oberfläche und lese nach, schreibe ein bisschen was dazu – aber an Fasching kommt das zuverlässig.

Natürlich habe ich nicht nur die Naschkatzen in dieser Weise parat. Neben der Gruppe aus inzwischen zehn jungen Frauen, drei jungen Männern und einer ganzen Reihe von Nebencharakteren gibt es unzählige weitere Geschichtchen und Geschichten, teils gar ganze Welten, die auf diese Weise in meiner Gedankenausstellung dokumentiert sind. Da sind die Gestalten und Geschichten des ShadowRun-Eiskunstlauf-Musical-Geschichtenkomplexes (eine Tabelle mit über 100 fiktiven Sportlern und über 50 Nebenfiguren, sechs oder sieben verschiedene Textdateien voller Charakterisierungen, Rollenspiel-Log-Dateien und Geschichten), die drei Textdateien zum Howard-Goldstein-Vortex, diverses zu Tethys und „Am Rand des Strömungsabrisses“ sowie viele weitere, kleinere oder größere Dinge.

Gegen fünf Uhr war der Spuk dann vorbei. Ich stellte meinen Wecker eine halbe Stunde später ein, kuschelte mich in meine Decke und schlief mit wohligen Geschichtchen um die Naschkatzen herum ein. Natürlich fehlt die Stunde versäumter Schlaf heute ein bisschen, aber immerhin war das besser als gar nicht mehr einschlafen zu können. Wahrscheinlich muss ich heute Abend ein paar neue Geschichtenelemente zu den Naschkatzen in die Datei hineintippen. Und: Da freu‘ ich mich drauf!

The Howard-Goldstein-Vortex

Das ist so ein Ding, das mir schon lange im Kopf herumspukt. Eine Geschichte, mehr oder minder in drei Teilen, exotisch und ein bisschen verrückt. Ich schreibe zur Zeit mal wieder eine neue Version des Intros zu „The Howard-Goldstein-Vortex“. Gedanklich begonnen hat es als Serie in drei Staffeln, konstruiert um die zentrale Figur Esther Goldstein-Howard, sehr junge Witwe des Milliardärs und Unternehmers Charles B. Howard.

Worum es dabei geht? Esther Goldstein, eine hochgebildete junge Frau aus Israel, arbeitet bei Charles Howards Firmenimperium Howard Industries in Kalifornien. Sie ist Pazifistin und zugleich entsetzt darüber, wie die Menschheit den Planeten zurichtet. Noch bevor sie zum Gesicht einer Recruiting-Kampagne von Howard Industries wird, lernt sie den greisen Besitzer der Firma kennen – und die beiden sind auf einer Wellenlänge. Doch wenige Jahre nach der Charles Howards Familie entsetzenden Hochzeit stirbt der alte Mann – und Esther steht als geldgierige lustige Witwe da, die sich auf Howards Anwesen auf Oahu sowie an den Stränden Hawaiis vergnügt. Doch neben diesem Bild, das Charles Howards Kinder, allesamt älter als Esther, nach Kräften befeuern, ist da noch die Firma, die überraschend bei einem Auftrag für die US Navy versagt. Und dann beginnen Anschläge auf Umweltsünder und Walfänger im Pazifik, die eigentlich nur mit dem Produkt begangen sein können, das Howard Industries für die Navy zu entwickeln versagte …

Benannt ist das Ganze nach der schwierigen Hauptfigur der Geschichte, Esther Goldstein-Howard, sowie dem nordpazifischen Müllstrudel. Ich bin derzeit am Überlegen, das Ganze in einer gesonderten Kategorie oder einem neuen Blog Stück für Stück zu veröffentlichen, aber davon ist es noch weit entfernt. Irgendwie … spukt mir das seit einer Weile im Kopf herum und kam nun mit Macht wieder.