Wenn Wolken Berge wären

Wie bereits beschrieben, gab es für uns zwei unverhoffte Reisen: Mein Mann und ich fuhren einem meiner besten Freunde und seinem Vater beistehen, da die Mutter meines Freundes verstorben ist.

Auf diesen Trips auf der Autobahn – hier die A5 von Karlsruhe in Richtung Frankfurt – sahen wir die eine oder andere Wolkenformation. Ich weiß nicht genau, warum das so ist, aber ich stelle mir bei solch beeindruckenden, mit dem Horizont verschmolzenen und halbwegs wenig überhängenden Wolkenbergen immer vor, das sei ein Gebirge am Horizont. Insbesondere die Vorstellung, über eine lange Autobahngerade in der Ebene zu fahren und irgendwann plötzlich durch ein enormen, weiß-schneebedeckten Kurven der sich in diesen Wolkenberg hochschlängelnden Autobahn zu sein, finde ich – immer wieder erstaunlich inspirierend.

20180531_144114

Es gab noch die eine oder andere Wolke, die in der Landschaft stand, aber die Berg-Vorstellung funktionierte da nicht so gut:

20180531_145123

20180531_153711

Auf einem Bild, nun auf der A3 von Frankfurt nach Köln, sieht man ein regelrechtes Wolkengebirge nicht so richtig, es scheint das rheinische Schiefergebirge hier nur als sein Vorgebirge zu haben – ist es nicht fast so, als würden die weißen Wolken im Hintergrund fast von gewaltigen, blaugrauen Bergen teils verdeckt?

20180531_160430

Alle Bilder wurden nicht von mir während der Fahrt, sondern von meinem Mann auf dem Beifahrersitz geschossen.

Im Zeitraffer

Ich habe kein Video davon gemacht. Aber hätte ich das getan, es sähe aus wie eine Zeitraffer-Aufnahme. Selbst an der Unterelbe, wo ich allerdings noch nicht bei Sturm war, zogen die Wolken erheblich langsamer als heute am Himmel über Bruchsal. Es sah sehr beeindruckend aus, wie sich die Wolken bewegten, als ich heute Mittag von einen Geschäftstermin zurück zum Büro auf der B35 unterwegs war.

Bei Graben-Neudorf gibt’s an der Strecke auch ganz schönen Stangenwald, dessen heftige Schwankungen mir etwas Sorge bereiteten. Diese zu eng gesetzten Bäume mit unendlich langem Stamm und dafür zu schwer wirkender Krone scheinen immer gleich fallen zu wollen. Doch wahrscheinlich stehen sie stabiler als man denkt.

Eines jedenfalls ist klar: das Sturmtief hat auch die verhältnismäßig geschützte Oberrheinische Tiefebene heute fest im Griff.