Den Weg finden

Ich habe mir schon öfter mal überlegt, was ich mache, wenn ich mich beim Laufen übernehmen sollte. Das ist so eine Sache: Ich tue mir etwas schwer, meinen Mann dann zu rufen, dass es mich mit dem Auto abholen soll. Schließlich habe ich mich dann übernommen, er kann da nix zu. Da wäre es ganz gut, wenn man an mehr Stellen solche Wegweiser wie auf dem Bild hätte:

2018-03-31 18.44.46

Das ist zwar eigentlich für Radfahrer gedacht, aber hey: Richtung und Distanz bis zur nächsten S-Bahn-Station sind Gold wert, wenn man sich zwar der Spur nach auskennt, aber eben doch nicht alle Wege schonmal gelaufen ist. Da kann man dann abschätzen, wie weit es noch ist, bis man sich bequem in die S-Bahn setzen und nach Hause kutschieren lassen kann. Klar, vom Bahnhof in meinem Heimatort (der nebenbei näher als 2,2km an diesem Schild ist und auf dem nicht richtig lesbaren Pfeilschild Richtung der Kräne verzeichnet ist) sind’s noch rund zwei Kilometer bis nach Hause, aber wenn ich mich bei meinen derzeitigen Trainingsdistanzen verlaufe und nicht mehr kann, sind zwei Kilometer mein kleinstes Problem.

Leider habe ich so tolle Wegweiser auf meiner heutigen Runde von 24 Kilometern über Durmersheim, Mörsch, fast Bruchhausen, fast Malsch und dann wieder nach Hause nicht gesehen. Immerhin sind an vielen Stellen im Wald die Richtungen ausgezeichnet, wo man sich hinwenden muss, um welches Dorf anzusteuern. Das hilft enorm, nicht auf die Rad- und Fußwege neben den Straßen angewiesen zu sein – denn ganz aufrichtig: Autos, selbst wenige, selbst neue, stinken.