Das merkwürdige Blinkverhalten anderer Fahrer auf der Autobahn

Eines vorweg: Manche blinken gar nicht. Das ist fast schlimmer, wenn auch weniger irritierend.

Grundsätzlich ist es aber so, dass – aus meiner Sicht – auf mehrstreifigen, baulich getrennten Straßen die Blink-Etikette ein bisschen eine andere ist als auf einer Landstraße mit nur durch einen gestrichelten Strich getrennten Richtungsfahrbahnen – und jeweils nur einem Streifen je Richtung. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege: Auf der Landstraße kann man ruhig beim Überholen blinken – die ganze Zeit links, dann nach Abschluss des Überholvorgangs einfach den Blinker wieder ausmachen. Von mir aus kann man auch vor dem Überholen links, während des Überholens gar nicht und beim Wiedereinscheren rechts blinken. Mir ist das egal, ist beides eindeutig. Auf einer Landstraße, wohlgemerkt.

Auf der Autobahn finde ich das Verhalten, das ich heute auf der A65 zwischen Landau und Karlsruhe beobachten durfte, irritierend. Ein Fahrer vor mir scherte links blinkend hinter einem LKW aus, behielt den Blinker an, scherte links blinkend wieder nach rechts vor dem LKW ein … und schaltete dann den Blinker aus. Ich dachte, er habe sich vertan. Aber beim nächsten und übernächsten LKW machte er das ganz genauso. Ich war völlig irritiert!

Ist es nicht seltsam, dass ich auf der Landstraße beide Blink-Paradigmen eindeutig fände und akzeptieren könnte, auf der Autobahn dagegen gar nicht? Naja, SO seltsam ist es vielleicht nicht. Auf der Gegenfahrbahn beim Überholen auf der Landstraße ist etwas VÖLLIG anderes als auf der linken Spur auf der Autobahn. Es gibt natürlich auch auf der Autobahn ein Rechtsfahrgebot, aber für mich ist das Ausscheren und das Einscheren auf der Autobahn jeweils ein eigener Vorgang, während das Überholen auf der Landstraße wirklich eine unteilbare Einheit bildet, die möglichst schnell abgeschlossen sein muss …

Ich habe die Regeln übrigens nicht nachgelesen – vielleicht schlägt die mir nun jemand um die Ohren und sagt, dass ich falsch liege. Wäre cool – hätte ich was gelernt.

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[KuK] Effizienz in Tüten

Heute morgen auf der A5: ein LKW mit Calwer Nummer überholt drei LKW und einen Bus. Raumgewinn in der Größenordnung von 200m, bestenfalls. Bei Tempo 80km/h sind das 9 Sekunden Zeitgewinn. Dauer des Manövers: vom Parkplatz Höfenschlag bis zur Anschlussstelle Bruchsal, also ca. 10km bei einer Geschwindigkeitsdifferenz zur rechten Spur von 1,6km/h … Dauer des Überholvorgangs: 7:30.

Lohnt es sich wirklich, für neun Sekunden Zeitgewinn fast acht Minuten lang eine Spur zu blockieren? Jeder Fußgänger ist schneller an einem stehenden LKW vorbei!

Den Stress, den LKW-Fahrer ertragen müssen, erkenne ich an. Die allermeisten benehmen sich für den Druck, der auf ihnen lastet, und den Hungerlohn, den sie dafür bekommen, bemerkenswert rücksichtsvoll. Aber mit solchen Aktionen gewinnt man nichts und stört den Ruf der LKW allgemein.

Was soll das – schon wieder …

Dieses Mal ist es nicht der Müll, der mich wundert bis aufregt. Dieses Mal ist es eher die Neigung der Menschen zum Überholen am heutigen 23.08. Liegt es am wundervollen Sommerwetter, das man so intensiv nach der kühl-regnerischen zweiten Augustwoche gar nicht mehr erwartet hätte? Liegt es an den Ferien?

Ich bin heute Morgen bereits im Ort überholt worden – ich fuhr gerade aus dem Slalom um geparkte Autos heraus, ein kurzes freies Stück bis zum Kreisel, an dem man wieder bremsen konnte. Den Motor aufheulen lassen wollte ich nicht – 45km/h werden’s wohl gewesen sein. Plötzlich fuhr da einer links an mir vorbei, er war schneller an mir vorbei, als ich an parkenden PKW beim Laufen – sechzig waren es mindestens.

Dann, bei 70km/h auf der Fahrt über den Silberstreifen auf der L566 von Mörsch nach Ettlingen – ich fuhr etwas schneller als erlaubt, so 75km/h, der Bahnübergang kam auch noch – und wurde überholt, als würde ich stehen.

Schließlich auf der L1187 von Leonberg Ost hoch zum Schattenring, da sind 60km/h erlaubt, mein Tacho zeigte … irgendwas zwischen 55km/h und 62km/h, da sich dort die Steigung schnell verändert und man manchmal nicht SOFORT kompensiert, schwankt die Geschwindigkeit dort oft leicht – nicht nur bei mir. Wieder wurde ich überholt, als würde ich stehen.

Klar, verrückte Überholmanöver gibt’s immer mal wieder, aber in dieser Häufung definitiv geschwindigkeitsbegrenzungsüberschreitende Überholmanöver auf nur einer Arbeitsfahrt, die größtenteils auf der Autobahn abläuft, das ist selten. Daher frage ich mich: Habe ich mich getäuscht? War ich so viel langsamer, als ich hier angegeben habe, obwohl ich mir eigentlich sicher bin, dass ich nicht so viel langsamer war? Sehr seltsam, das.

Fahr-Erfahrungen auf zweispurigen Autobahnen

Ich hatte während meines Urlaubs zwei sehr unterschiedliche Fahrerfahrungen auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen je Richtung. Eine davon war die niederländische A7 über den Abschlussdeich und anschließend über Groningen nach Leer. Die andere war die deutsche A1 von Bremen nach Münster.

Das mag nun für all die Deutschen ein wenig ernüchternd sein, die gerne die Niederländer als wenig gute Fahrer darstellen – denn nach meiner Erfahrung auf einer niederländischen, flachen Autobahn mit zwei Spuren und einer gleichartigen deutschen, jeweils unter der Woche bei LKW- und PKW-Verkehr, außerhalb der Stoßzeit, wirft auf den Verkehr in Deutschland kein so gutes Licht. Aber der Reihe nach:

Auf der niederländischen A7 von Amsterdam nach Leer waren reichlich LKW verschiedenster Nationalität unterwegs, dazu eine Menge PKW, die meisten davon niederländische. An vielen Stellen gab es keine zusätzliche Begrenzung zu den in den Niederlanden 130km/h Tempolimit auf Autobahnen. Wenn man hinter einem LKW auf der rechten Spur fuhr, wurden alle etwas langsamer, ausgeschert wurde nur, wenn die Lücke groß genug war und man sich in den 110-130km/h schnellen Verkehr links einordnen konnte. Bis auf die in Nationalstraße N7 überführten, mit Ampeln geregelten Durchführungen durch Groningen und noch eine andere Stadt lief es super-entspannt, die Geschwindigkeit schwankte zwischen 90 und 130km/h, allerdings ohne starke, schnelle Veränderungen des Tempos. Das war der Donnerstagnachmittag und Abend meines Urlaubs.

Am Montagnachmittag meines Urlaubs fuhren wir von Nähe Hamburg in die Nähe von Mönchengladbach. Da war der Verkehr nicht größer – eine Autobahn, eben, weitgehend gerade, LKWs aus aller Herren Länder, PKW vorwiegend deutsche, Richtgeschwindigkeit 130km/h, aber über weite Strecken keine Begrenzung. Die Bedingungen waren nicht so anders, oder? Aber: die Richtgeschwindigkeit wurde weitgehend nicht beachtet, es gab lange, lange Strecken, auf denen man von der rechten Spur bei ca. 95km/h nicht nach links kam, weil dort 150km/h oder mehr gefahren wurden und teils sehr aggressive Hinweise kamen, man solle sich unter Bremsen auf rechte Spur verdrücken, selbst wenn man 140km/h fuhr und auf der rechten Spur kein Platz für einen war. Hinter LKW dann ein anderes Bild: ein schneller Linksfahrer nach dem anderen musste am LKW quasi vollbremsen, ein Rechtsfahrer nach dem anderen zog nach Abbremsen auf die 85km/h des LKW nur ca. 10-20m hinter dem LKW raus, die ganze Kolonne fuhr – egal, ob vorher schnell oder langsam, egal, ob vorher links oder rechts, mit 85-90km/h am LKW vorbei.

In der Bilanz war die mittlere Geschwindigkeit auf der niederländischen A7 ungefähr 110km/h, die mittlere Geschwindigkeit für den baustellenfreien Abschnitt der A1 in Deutschland ca. 105km/h. Der Spritverbrauch lag bei der bequemen Fahrt durch Friesland 0,3l/100km niedriger als bei der Fahrt durch’s westliche Niedersachsen. Der Verkehr war etwa gleich, der Stresslevel meinerselbst auf der A1 erheblich höher – meinen Mann sollte man gar nicht fragen, der war bei der Ankunft in Hamburg entspannt, bei der Ankunft in Mönchengladbach völlig fertig.

An dieser Stelle muss ich natürlich die Frage stellen: Ist meine Erfahrung hier die Regel? War es ein Ausreißer in der vergleichenden Stichprobe?

Im Endeffekt, ganz im Wissen, dass ich sicher keine repräsentative Studie gemacht habe und dass ich meinen subjektiven Eindruck zugrundelege, stelle ich mir jedoch hier die Frage: Machen die Niederländer mit ihrem festen Tempolimit 130km/h auf Autobahnen etwas besser als wir Deutschen mit einer Richtgeschwindigkeit, die keinen interessiert? Haben die Niederländer weniger die – insgesamt verkehrsflussschädliche – Einstellung von „freier Fahrt für freie Bürger“?

Dass es keine objektive Sache ist, weiß ich. Aber für mich untermauert es meine Unterstützung für ein Tempolimit, ein echtes, fixes, überall gültiges Tempolimit von 130km/h oder maximal 10km/h mehr, lieber noch 10km/h weniger auf deutschen Straßen.

Ist das ein Wettrennen?

So geschehen am Samstag, den 08.07. auf der Autobahn acht zwischen Pforzheim und Stuttgart: Mein Mann und ich waren auf dem Weg zu einer Hochzeit zum Schloss Ludwigsburg, wir fuhren in dem recht harmlos-überschaubaren Verkehr nach Osten und waren gerade von einem unbedingt erforderlichen Zwischenstopp zwecks Abladen von Wasser am Rasthof Pforzheim wieder auf die Autobahn gefahren.

Was sahen wir – zum vierten, fünften, x-ten Mal an diesem Tag? Genau: Ein Fahrzeug befand sich auf der mittleren Spur, während auf der rechten kein Mensch fuhr – naja, doch, wir, etwa 200 Meter hinter dem betreffenden. Ansonsten war auf der rechten Spur nichts, aber auch gar nichts los. Unser Freund auf der mittleren Spur war aber nicht einer der üblichen „Mittelspurschleicher“, nein. Er fuhr zwar nur etwa 95km/h, aber der hatte mehr drauf. Als nämlich einer der Fahrer hinter ihm den Blinker setzte und nach links fuhr, beobachtet von uns, die wir langsam näher rollten, da beschleunigte der auf der mittleren Spur. Meine 105km/h reichten bald nicht mehr aus, um den nebeneinander auf linker und mittlerer Spur fahrenden Fahrzeugen in einer Weise zu folgen, dass sich der Abstand verringerte – er wurde sogar wieder größer. Sprich: Der Fahrer auf der mittleren Spur begnügte sich nicht damit, das Rechtsfahrgebot zu brechen, nein, er beschleunigte auch noch bei leicht ansteigender Fahrbahn um mehr als 15km/h, um einen ausscherenden anderen Fahrer nicht vorbei zu lassen – alles neben einer völlig leeren rechten Spur.

Solche Leute sind es – also der auf der mittleren Spur, nicht der verhinderte Überholer, der irgendwann aufgab und wieder einscherte – die die Autobahn zur Hölle machen. Das ist supernervig und offensichtlich, wenn wenig los ist. Wenn viel los ist, merkt man es nicht richtig, man ist mit sich selbst beschäftigt, aber so entstehen gefährliche Situationen, plötzliches Bremsen, Unfälle und Stau.

Zum Kotzen!

Das Ausfließen

Vorkommen: An Steigungen auf mehrspurigen Autobahnen. Auch ohne Verengung auf weniger Fahrstreifen. Selbst bei Erweiterung auf mehrere Fahrstreifen. Oder auch: An Steigungen auf Autobahnen … ARGH!

Symptome: Sobald die Geschwindigkeit aufgrund der Steigung etwas zurückgeht, herrscht ein massiver Drang von mindesten 50% der Fahrzeuge auf einem Fahrstreifen nach links. Die sind aber nicht schneller als der Vordermann, sie denken nur, sie sind schneller. Prompt geht’s mit 60km/h den Berg hoch auf der rechten Spur, mit 62km/h auf der mittleren, mit 64km/h auf der linken.

Unterstellte Ursachen: Wenn der Berg anfängt, spürt das Fahrzeug vor einem eine stärkere Steigung als man selbst. Außerdem ist das Fahrzeug vor einem schon etwas länger in der Steigung, hat also – kein Schalten vorausgesetzt – schon etwas länger schleichend Geschwindigkeit verloren. Die Abstände sinken, man hält sich für schneller. Also will man überholen – ist aber selbst schon etwas ausgebremst. Außerdem verliert man ständig weiter Geschwindigkeit. So ganz nebenbei gilt für nahezu alle Fahrer, auch auf Deutschlands Autobahnen: Beim Spurwechsel werden sie in fast allen Fällen langsamer. Resultat sind Autos und LKW, die nicht schneller sind als der Verkehr vor ihnen, nur durch das schleichende langsamer Werden glauben, schneller zu sein, und nach links wechseln. Sie tragen damit die langsame Geschwindigkeit ihrer rechtsliegenden Fahrspur nach links – und bauen in aller Regel danach auch keine Geschwindigkeit wieder auf.

Nervfaktor: Hoch. Für den Ausscherenden ergibt sich minimaler Zeitgewinn, maximal ein, zwei Sekunden auf einen Kilometer, bei 2-5km/h Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem einfach rechts Bleiben. Für den auf der Spur weiter links Ausgebremsten und alle hinter ihm ergibt sich ein Geschwindigkeitsverlust von 20-30km/h und ein entsprechend höherer Zeitverlust. Und für ALLE ergibt sich das Runterbremsen von vorher mittels Verbrennen von Sprit aufgebauter Geschwindigkeit, nur um mit Energieaufwand produzierte Bremsbeläge abzuschaben und diese Geschwindigkeit im Anstieg wieder unter Verbrennen von mehr Sprit neu aufzubauen. Das ist nicht ökonomisch, für keinen davon. Ökologisch auch nicht. Aber es ist ständig der Fall, in letzter Zeit wieder immer häufiger. Ich bemerke und hasse es vor allem auf folgenden Teilstücken:

  • A8 Stuttgart-Karlsruhe, kurz nach Anschlusstelle Leonberg West
  • A8 Karlsruhe-Stuttgart, zwischen Autobahndreieck Karlsruhe und Anschlussstelle Karlsbad
  • A8 Karlsruhe Stuttgart, zwischen der Pfinztalbrücke bei Nöttingen und Anschlussstelle Pforzheim West
  • A8 Karlsruhe Stuttgart, zwischen Anschlussstelle Pforzheim Ost und Rasthof Pforzheim

… und jedes Mal entsteht hinter dieser Idiotie ein Rückstau!

Zum Rechtsfahrgebot: Huch?!?

So geschehen heute auf der A8:

  • Auf dem Anstieg zwischen Dreieck Karlsruhe und Karlsbad fuhr ich hübsch auf der mittleren Spur, der Leistung meines kleinen Aygo und seiner dahingehenden Endgeschwindigkeit auf 7% Steigung angemessen. Vor mir blinkte ein LKW, bevor es so richtig steil wurde, also kurz hinter der Kurve nach dem Ende der Zusammenführung der beiden Stränge von der A5. Sprich: Der LKW wollte auf meine Spur wechseln. Ich war natürlich nicht schnell genug, um ihm das ernsthaft verwehren zu wollen – also ließ ich ihn raus. Dann wurde es steil – der LKW wurde langsamer und langsamer. Mit Blick auf den rechten Fahrstreifen und den Standstreifen verfolgte ich den Abstand des LKW hinter dem vorausfahrenden LKW auf der rechten Spur – praktisch, denn die Sonne stand so, dass ich den Schatten beider LKW sehen konnte. Der Abstand blieb konstant. Wir quälten uns die Steigung hoch: ein LKW, mir nur als Schatten sichtbar, auf der rechten Spur. Schräg dahinter mein Vordermann, dahinter ich. Ich hatte aufgrund der Gesamtsituation nicht die Muße, auf den Tacho zu schauen. Mehr als um die 60km/h können’s nicht gewesen sein, wahrscheinlich weniger. Ich glaube, ich kam oben dann im zweiten Gang an, also war es wohl wirklich weniger. Der LKW vor mir schaffte es nicht, seinen Schatten auch nur einen halben Meter näher an den des Vordermanns zu bringen. Erst ganz oben, als es wieder flacher wurde, fuhr er vorbei. Klar, Verschätzen kann man sich immer mal. Aber ich bin nun nicht sicher, ob zwei Kilometer Strecke bei 7% Steigung und Null Raumgewinn noch als „Verschätzen“ zählen oder schon als „Unverschämtheit“.
  • Später dann, der nächste Anstieg, der nächste Abschnitt – aus dem Pfinztal bei Nöttingen hoch über die Klosterweg-Brücke nach Pforzheim West. Wieder über 4% Steigung, wieder einige LKW. Und dann keine LKW mehr, freie Fahrt für steigungstüchtige PKW und Lieferwagen. Freie Fahrt? Äh. Genau: alles fuhr auf den Fahrstreifen in der Mitte oder links. Das bildete sich so stark aus, dass ich, die ich direkt nach meinem letzten LKW-Überholvorgang nach rechts ausscheren wollte, fast über den Haufen gefahren wurde. Ein Lieferwagen schätzte den nötigen Abstand zum Hintermann beim Wechseln nach rechts für wesentlich geringer ein, fuhr hinter mir nach rechts und trat das Gas durch. Er beschleunigte aber nicht schnell genug, ich zog nach rechts und machte ihm Platz auf der mittleren Spur – schließlich war er schneller – oder zumindest war er bereit, mehr Sprit zu verschwenden, um schneller zu fahren. Mir reichten die 95km/h auf der rechten Spur völlig aus. Indes: Mein Lieferwagen-Freund fuhr dann gleich nach der Lücke, die ich gelassen hatte, nach links hinüber. Denn außer mir fuhren nur zwei der zehn oder zwölf PKW in meiner Sichtweite von der Mitte nach rechts. 95km/h fuhren sie aber alle – eine fast leere rechte Spur und eine mitteldicht bevölkerte mittlere Spur, beide mit ziemlich genau 95km/h den Berg hoch. Es braucht keine LKW für Unsinn auf der Autobahn.

Tja. Auch an Tagen mit weitgehend freier Autobahn und auch an Stellen, die an dem einen Tag recht frei sind, ist der Autofahrer des Autofahrers Nemesis. Manchmal man selbst. Manchmal die anderen. Aber einer spinnt immer.