Inspirationen

Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass ich „Am Rand des Strömungsabrisses“ geschrieben habe? Das ist nicht ganz so einfach zu beantworten wie die Frage, wie ich zu meiner Langstreckenpendelei gekommen bin – aber so schwer ist es auch nicht.

Es begann mit zwei Filmsamstagabenden mit meinem Mann, auf dem Sofa liegend. Wir schauten am einen Abend den „Green Lantern“-Film und am nächsten „Top Gun“. Kann auch umgekehrt gewesen sein. Jedenfalls setzte in diesem Moment bei mir ein Mechanismus ein: „Hmm, ich habe Top Gun ewig nicht gesehen, aber cool finde ich ihn immer noch. Auch wenn ich Tom Cruise nicht cool finde. Und sowohl der dann zum Superhelden werdende Hal Jordan als auch Tom Cruise sind mit zu glatt. Und sie sind Jungs…“ An der Stelle hätte ich mich ausklinken können. Aber meine Phantasie gibt sich nicht geschlagen. Die Idee gärte in meinen Gedanken und dann entstand nach und nach Jenny Korrenburr, die lange nicht so cool und glatt ist, wie „Maverick“ in „Top Gun“, aber es zu gerne wäre – und die auch eine Sache zu verarbeiten hatte. Ich begann, meine neue Gestalt in gemeinsamen kleinen Chatspielen mit meinem besten Freund auszutesten, und dann fing es an: Ich begann, „Das erste Mal“, das erste Kapitel von „Am Rand des Strömungsabrisses“ zu schreiben. Damals war der Arbeitstitel noch etwas sperriger: „Leben am Rand des Strömungsabrisses“. Ich denke, ich bin mir mit mir selbst einig, dass das Abschneiden der ersten beiden Worte eine gute Idee war.

Ich habe mich manchmal gefragt, ob ich letztlich eher etwas wie einen Fanfic geschrieben habe, aber inzwischen bin ich mir sehr sicher, dass das nicht der Fall ist. Zudem war die schon in meinem Kopf entstandene, sich immer weiterentwickelnde Welt „Tethys“ eine hervorragende Kulisse für eine Geschichte, die ebenso gefühlvoll und schwierig wie cool sein sollte. Ich würde es glaube ich nicht mögen, mit Jenny zusammenzuarbeiten – aber ich habe sie mit der Zeit einfach liebgewonnen. Manchmal habe ich fast vergessen, dass alles mit einem „Hmm, Hal Jordan und Maverick sind schon cool, aber ich will einen weiblichen Piloten, weniger glatt, weniger cool, und doch cooler.“ begann. Ob das gelungen ist, darf jeder gern selbst beurteilen.

Tethys in Groß!

Die Welt meines Buches – den Planeten Tethys mit seinen beiden großen Kontinenten im Norden und im Süden – habe ich vor geraumer Weile mit Buntstiften und einem A3-Zeichenblock zu Papier gebracht. Nun war einiges an „Massage“ nötig, die Bilder fit zu machen für die Darstellung in einem eBook, bei dem man ja auch Schwarz-Weiß-Darstellung berücksichtigen muss.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die wundervollen blauen Meeresstreifen vor den Küsten fielen einer langwierigen, anstrengenden, aber nötigen Bearbeitungs-Aktion zum Opfer. Mein Mann hat das für mich gemacht und ich weiß gar nicht, wie ich ihm für die viele, stupide Klick-Arbeit danken soll!

Hier möchte ich nun aber die ursprünglichen Bilder zeigen:

Zunächst der Nordkontinent mit der auf ein gewaltiges Impakt-Ereignis zurückgehenden Struktur um den Nordpol, dem ambossförmigen dontischen Subkontinent, den weiten Fluss-Ebenen Nord-Sinros und den gewaltigen Gebirgen der Bao. In der oberen, linken Ecke ist die lange, schmale Halbinsel Arselias zu sehen. Das ist die einzige Stelle, an der Nord- und Südkontinent aneinander grenzen. Ansonsten – also fast überall – wird der Äquator von dem riesigen, breiten und tiefen Tethys-Meer eingenommen, welches durch seine schiere Größe Namensgeber des Planeten ist.

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Nun der Südkontinent. Dominiert wird er von der gewaltigen Landmasse in der rechten Bildhälfte, die teils auch durch die auf der Südhälfte des Planeten wieder zusammenlaufenden Schockwellen des Nordpol-Einschlags aufgeworfen wurde. Unten im Bild ist das zerfurchte Darr’Eten zu sehen, am linken Rand des Bildes liegt Quenliik, ein wichtiger Schauplatz meines Romans. Im Norden sind das matriarchisch geprägte Kimyaro und das raue, auf einer gewaltigen vulkanischen Insel liegende Sorheymhald zu sehen.

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Das Buch selbst – mit dem Glossar und darin ein paar Erklärungen zur Welt Tethys – ist unter Veröffentlichungen zu finden. Alternativ kann es auch über die Webseite des Bayer Verlags bezogen werden.