Hindernislauf

Heute war ich das erste Mal nach dem Sturm am Dienstag wieder im Wald laufen. Ich habe zuerst mit dem Lauftreff eine Runde im heimischen Wald zwischen Elchesheim, Steinmauern, Ötigheim und Bietigheim gedreht. Schon nach kurzer Strecke mussten wir von der üblichen Route abweichen, weil einige der Wege noch nicht geräumt sind. Nicht falsch verstehen: Die Helfer haben in den fünf Tagen seit dem Sturm Großes geleistet! Viele Wege sind wieder frei, aber die Schäden sind enorm. Das wird die Gegend noch eine Weile beschäftigen.

Nachdem ich mit dem Lauftreff so weit durch war, lief ich noch ein wenig in Richtung Norden, Richtung Durmersheim und Würmersheim. Dort hatte ich im Wald auf dem Weg zum Motoball-Feld zwei Bäume zu übersteigen, die quer über dem Weg lagen. Dann kam ein ganzes Stück durch Durmersheim, wo nicht ganz so viel zu sehen war – aber dann auf dem Hardtwaldweg zwischen Mörsch und Bietigheim, da sah man enorme Schäden. In der ersten Reihe des Waldes waren stellenweise fast ein Drittel der Bäume umgestürzt oder abgebrochen. Eine bestürzende Verwüstung!

Nach 33 Kilometern durch die Zone, in der die Superzelle am Dienstagabend gewütet hat, kann ich sagen: Die Gewalt, mit der der Sturm gewütet hat, ist schwer zu fassen, zumal es nur ein paar Minuten gedauert hat.

Im Zeitraffer

Ich habe kein Video davon gemacht. Aber hätte ich das getan, es sähe aus wie eine Zeitraffer-Aufnahme. Selbst an der Unterelbe, wo ich allerdings noch nicht bei Sturm war, zogen die Wolken erheblich langsamer als heute am Himmel über Bruchsal. Es sah sehr beeindruckend aus, wie sich die Wolken bewegten, als ich heute Mittag von einen Geschäftstermin zurück zum Büro auf der B35 unterwegs war.

Bei Graben-Neudorf gibt’s an der Strecke auch ganz schönen Stangenwald, dessen heftige Schwankungen mir etwas Sorge bereiteten. Diese zu eng gesetzten Bäume mit unendlich langem Stamm und dafür zu schwer wirkender Krone scheinen immer gleich fallen zu wollen. Doch wahrscheinlich stehen sie stabiler als man denkt.

Eines jedenfalls ist klar: das Sturmtief hat auch die verhältnismäßig geschützte Oberrheinische Tiefebene heute fest im Griff.