Ein Versuch

Meine Romanfigur Jenisa „Jenny“ bzw. „Red Fox“ Korrenburr wuchs in einem Kurierflieger-Unternehmen auf – ihr Vater Tom und dessen Kumpel haben „Star Cargo“ gemeinsam gegründet, beide haben das Fliegen beim Militärdienst gelernt. Das Logo von „Star Cargo“, die zwischen den kleinen Inseln der rauen Inselkette des Aurscaer Fracht und Passagiere hin- und herfliegen, gelegentlich auch mal als Nottransport für Kranke dienen, wenn der Hubschrauber des Krankenhauses kaputt ist, begleitet mich schon eine Weile. Es ist mehr oder minder zu meinem Icon geworden, ihr findet es auch in meinem Profil hier.

Nun ist mein „Red Flash“ mit seinen Gepäckträger-Haltern ja durchaus mein Lastesel geworden, und was läge näher, als das „Star Cargo“ Logo auf meine Gepäcktaschen zu packen? Ich hatte die Idee schon länger, aber mein Nenn-Bruder meinte gestern, eigentlich müsste es da drauf…

Nun habe ich mal versucht, ob ich es hinbekomme. Ich hoffe, dass es auch hält, aber aussehen tut’s schonmal nicht schlecht, finde ich:

Nerd-Shirt

Das Nerd-Shirt. Irgendwie scheint das mit „The Big Bang Theory“ cool geworden zu sein. Ich kann gar nicht genau sagen, ob ich schon vorher sowas hatte – oder ob ich Teil dieser Modewelle bin. Gleichviel, ich besitze das eine oder andere Shirt mit nerdigen Motiven. Da wären:

  • „Red Shirts may be hazardous to your health. Wear at own risk.“ – natürlich mit klassischem Star Trek Kommunikator als Print und natürlich rot.
  • „Join the security team!“ mit einem weiblichen Sicherheitsoffizier der klassischen Enterprise und ein paar ironischen Sprüchen zum Redshirt-Motiv.
  • „Keeping up with the Cardassians“, drei Cardassianerinnen drunter – ein Highlight!
  • Ein rotes Shirt mit einfach nur dem Wonderwoman-Symbol in Goldfolie drauf – schlicht genial.

Aber ich wäre nicht ich, wenn da nicht noch mehr wäre. Das Star Cargo Symbol habe ich mir natürlich auf Shirts und eine Sweaterjacke drucken lassen, mit entsprechendem Namensschriftzug dazu – Jenny Korrenburr und ihre Geschichte lassen grüßen.

Eines meiner absoluten Lieblingsmotive ist aber das folgende:

Vorderseite:

shirt1.jpg

… und die Rückseite:

shirt2.jpg

Die Idee stammt von mir, gemalt hat es katzueki für mich, den Ihr auf deviantArt vorfindet. Im Verhältnis war das für mich gemalte Motiv sehr brav, für ihn …

Aber ich liebe dieses Shirt, ich liebe es unheimlich. Es ist einfach eine schöne, etwas unerwartete Pointe, und ich mag Twi’leks sehr gern, besonders Rutian Twi’lek (also blaue). Allerdings gibt es da noch eine Idee, die mir für ein ganz eigenes Nerdshirt wie das obige im Kopf herumspukt … genau wie in „Keeping up with the Cardassians“ ist dabei eine Pointe drin. Ein Schiffskommandant der Ferengi ist ein Daimon. Vielleicht ahnt es ja schon wer … „Beautiful like DaiMons in the Sky“, dazu ein Marauder-Klassen Ferengi-Schiff und zwei oder drei Köpfe, zum Beispiel DaiMon Bok und DaiMon Solok. Bis jetzt hatte ich noch nicht den Elan, es umzusetzen, aber ich LIEBE die Idee!

Eigentlicher Release-Tag …

… meines Buchs wäre heute gewesen. Aber dann ging doch alles sehr schnell. Am 20.11. reagierte die erste Verkaufsplattform auf die eingereichten Dokumente und bei mir setzte die Euphorie ein: Am Rand des Strömungsabrisses ging in den Verkauf.

Mit dem 01.12.2016, dem nun nachträglich offiziellen Beginn des Verkaufs meines Buchs, geht eine mehr als zweieinhalbjährige Entwicklungszeit zu Ende. Im Sommer 2014 habe ich die Datei für „Am Rand des Strömungsabrisses“, damals noch unter dem Arbeitstitel „Leben am Rand des Strömungsabrisses“ angelegt: eine LaTeX-Datei, allerdings nur der Text und die Strukturmerkmale. Die Präambel war bereits damals ausgegliedert in eine „Formatierungsdatei“. Zweieinhalb Jahre später nun blicke ich zurück auf eine Zeit, in der ich manchmal viel geschrieben habe – aber auch wieder Phasen hatte, in denen ich gar nicht vorankam. Im ersten Elan war ich bis ungefähr Kapitel 40 gekommen, dann wurden erstmal Probeleser beansprucht, die vieles am Stil verbesserten. Danach kam der furiose Mittelteil über Jennys erste Einsätze in Quenliik. Action, schlimme Ereignisse und eine Mischung aus Schock und Gewissensbissen bei Jenny formten einen Story-Bogen, der dann mit dem Anschneiden eines neuen Themas im Kapitel „Code Red“ endete.

Genau wie meine Schreibphase – nach „Code Red“ tat ich erst einmal gar nichts, für geraume Weile. Meine Probeleser bemerkten deutlich, dass diese Pause nicht gut getan hatte – denn der Stil in den neuen Kapiteln nach dieser Pause erforderte viel mehr Anpassungen als in den Kapiteln 45-71. Relativ zügig schrieb ich danach das Buch zuende und hatte im August 2015 mein erstes Gespräch mit meiner Lektorin. Im Herbst ging das Buch dann an sie, und da ich es nicht eilig hatte, bot ich an, dass sie mein Buch hinter aktuelle, dringendere Projekte zurückstellte – im Frühjahr bekam ich meine Korrekturen und es dauerte bis zum Sommer, sie einzuarbeiten. Da war ich dann bereits in Verhandlungen mit Herrn Bayer vom Bayer Verlag, um das Buch als eBook zu veröffentlichen. Wir machten einen Vertrag und legten als Abgabetermin den 31.10. fest, als Release-Termin den 01.12. … tja, und damit sind wir in der Gegenwart angekommen, in welcher ich in einer Sweater-Jacke mit dem Star-Cargo-Logo groß auf dem Rücken und klein auf der linken Brust, mit Namensdruck „J. Korrenburr“ vor meinem Rechner sitze und diesen Beitrag schreibe (auch wenn es im Moment noch 30.11. ist).

StarCargoLogo

Ich habe in dieser Zeit viel gelernt – über viele Dinge:

  • LaTeX und vor allem die Konvertierung von LaTeX in HTML.
  • eBook-Formate wie mobi und ePub, die Regeln, die für sie gelten und welche Probleme es beim Benutzen von LaTeX-generiertem HTML gibt.
  • calibre, das mit seinen Command Line Tools meine wichtigste Ergänzung zu LaTeX und tex4ht war, um eBooks zu erstellen.
  • Wie man einem Künstler, der ein Cover malen soll, genau beschreibt, was man will – und wie so eine Kooperation abläuft.
  • Wie Lektorat und Probeleserschaft und viele weitere Korrektur-Mechanismen ineinandergreifen.
  • Inhaltliches wie Flugfunk, Flugausbildung, manche Details der Aerodynamik – das Buch ist fiktional, natürlich, und als Science Fiction auch nicht bedingungslosem Realismus verschrieben – aber völlig an unserer Realität vorbei soll die Realität auf der Welt Tethys, wo mein Buch spielt, nun auch nicht gehen.
  • Nicht zuletzt, dass zumindest innerhalb meiner Probeleserschaft das Interesse an meinem Buch größer ist, als ich dachte bzw. befürchtet hatte …

Sicherlich werde ich über das eine oder andere Detail noch etwas Schreiben, aber der eigentliche Release-Tag ist, finde ich, ein guter Tag für einen kleinen Überblick und eine Rückschau auf das Projekt.

… und die kleine Ansage: Ich plane bereits an einem „Spin-Off“-Projekt in Blog-Form: Innerhalb von Tethys wird die Serie „Acht Quadratkilometer“ über eine Werft gedreht. Zwei Jahre nach den Ereignissen von „Am Rand des Strömungsabrisses“ erfolgt der Kick-Off für diese Serie, deren Handlung 45 Jahre vor Jennys Geburt spielt. Ich hoffe, zwischen den Jahren die ersten Serien-Episoden und vielleicht auch ein paar Hintergrundposts auf den Weg zu bringen, aber der Zeitplan ist noch nicht endgültig. Ebenso liegen bereits eine Grob-Planung und 43 vorläufig ausformulierte Kapitel von „Aus Feuer und Stahl“, dem zweiten Roman über Jenny Korrenburr, auf meinem Rechner. Unabhängig vom kommerziellen Erfolg – es wird also weiter gehen!