[KuK] Thema-Team

Ich beabsichtige, diesen Sommer wieder den Campus Run meines Ex-Arbeitgebers, der Uni Stuttgart mitzulaufen. Da ich dort Reaktor-Betriebsleiterin an einem kerntechnischen Institut war, boten sich Neutronen als Thema an – schnelle, natürlich, keine thermischen.

2018-05-29 08.14.28

Die Schreibweise (n,f) stellt eine Kernspaltung durch Neutronen dar. Vor der Klammer würde zum Beispiel Uran-235 als zu spaltender Kern stehen, dahinter dann die Produkte. Das „n“ in der Klammer, vor dem Komma stellt ein einfallendes Neutron ein, nach dem Komma steht das, was dabei rauskommt – manchmal wäre das ein α oder γ für Alpha- bzw. Gamma-Strahlung, aber im Falle einer Spaltung schreibt man „f“ für Fission (Englisch für Spaltung).

Mag etwas seltsam sein, aber hey, es ist ein Lauf an einer Uni …

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Schleife

Es wird kühler draußen, auch wenn die Sonne nun wieder herausgekommen und der Regen und Sturm vorbei gezogen sind. Dem trage ich derzeit Rechnung – und ziehe mich ein bisschen anders an. Unter anderem habe ich eine heißgeliebte Wickeljacke wieder ausgepackt: Die sieht nicht nett aus, fühlt sich wegen eines für Sport tauglichen Stoffs gut an und hält die Arme warm, weil sie halbwegs enge Ärmel bis an die Handgelenke hat.

Allerdings fiel mir beim Blick an mir herunter und beim Blick in den Spiegel auf, dass es noch ein herrliches Detail an dieser Jacke gibt: Die Schleife. Die Bänder fallen so enorm hübsch in Wellen, dass ich nicht umhinkonnte, das zu fotografieren und hier auf dem Blog zu teilen – es ist so ein Detail am Rande, das mir früher gar nicht so richtig aufgefallen ist.

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Vielleicht fällt mir sowas aus einer neuen Achtsamkeit heraus auf, die wohl mit dem Laufen und allem drumherum zu tun hat. Vielleicht fallen die Bänder auch deswegen hübscher als früher, weil durch den Sport der Bauch flacher ist. Wer weiß das schon? Jedenfalls – hab‘ ich das die Tage entdeckt und mich immer wieder drüber gefreut. Und deswegen steht es nun hier.

Die Schenkel

Die Schenkel sind meine Problemzone.

Nein, nicht so, wie Ihr jetzt vielleicht denkt: Ich habe kein Problem mit der Muskulatur meiner Oberschenkel, die tut, was sie soll – und das angenehm robust gegen Muskelkater und Verletzungen. Auch finde ich meine Beine – inklusive der Oberschenkel – nicht unästhetisch, tatsächlich halte ich rein optisch meine Beine für das Beste an mir.

Wo also hat Tally von den Highway Tales ein Problem mit ihren Schenkeln? Ganz simpel: Ich habe nicht so einen „Thigh Gap“, wie man das öfters mal sieht. Die Haut meiner Schenkelinnenseiten berührt sich, wenn ich gerade stehe und meine Beine und Füße parallel positioniere. Das ist so weit kein Problem, ich finde es sogar hübscher, als wenn man beim normal herumstehen im Schwimmbad eine Lücke sieht, und den Stoff, der durch den Schritt läuft. Aber beim Laufen ist es doof, zumindest im Hochsommer, wenn ich gerne eine kurze Hose zum Laufen anziehen würde. Denn gerade bei längeren Strecken reibt die Haut aneinander und wird wund, Haarwurzeln in dem Bereich werden zu dickeren wunden Stellen und machen alles noch schlimmer.

Wann mir das aufgefallen ist? Beim Campus Run waren einige andere Läuferinnen in knacke-kurzen Laufhosen unterwegs und mir fiel auf: „Mann, so könnte ich keine sechs Kilometer laufen, ohne dass es reibt wie blöd, erst recht keine zwölf Kilometer, aber lange Hose ist auch doof.“ Das klingt trivial und sicher bin ich nicht die einzige, die das Problem hat. Mit einer Freundin habe ich auch schonmal drüber gesprochen, bei ihr war’s nicht so sehr das Problem beim Laufen, sondern eher bei nackten Beinen im Sommer unter einem Rock ohne Strumpfhose. Für mich war das Resultat, dass ich nun Laufhosen haben wollte, die wie recht kurze Shorts aussehen, aber eine zumindest ein Drittel des Schenkels bedeckende „Hotpants“ drin haben, wie ich sie bei anderen Läuferinnen gesehen habe. Ich fand gerade, wenn die beiden Schichten im Kontrast auftreten, zum Beispiel schwarze Shorts und neonrosanes oder neongrünes, hervorlugendes enges Innenteil, sieht das hübsch aus – und entschärft das Problem der aneinander reibenden, wund werdenden Haut an der Stelle.

Ich bin mal gespannt, ob ich das Problem nur ein Drittel meiner Schenkellänge nach unten verlagere, oder ob das so gut funktioniert, wie ich mir vorstelle, dass es aussieht.