Das Finale entwickelt sich

Gestern Abend ging die vorletzte Folge des Finales der ersten Staffel Howard-Goldstein-Vortex online. Breitseiten heißt das Ding – und es geht darin ganz schön rund. Eine Auseinandersetzung um das Erbe von Charles B. Howard nimmt – durch neue Hinweise – eine neue Wendung, und auch im Antarktischen Ozean wird’s richtig kritisch.

Ich habe nochmal reingelesen, nachdem das Ganze heute veröffentlicht wurde, und freute mich darüber. Langsam bin ich auch – da ich durch meine Erkältung ein bisschen im Hintertreffen mit dem Vorschreiben bin – am Festlegen, dass die zweite Staffel erst Anfang März beginnt und ich mir den Februar zum Atemholen und Vorschreiben nehmen werde. Zwischendurch werde ich mich dann noch um eine ePub-Version der ersten Staffel und einen Download-Ort dafür kümmern.

Es fühlt sich sehr spannend an, den Howard-Goldstein-Vortex, der mir sehr lange im Kopf herumspukte, online und ans Licht zu bringen – selbst wenn es nur wenige Leute interessieren sollte, was ich mir da ausgedacht habe. Eventuell ist der Howard-Goldstein-Vortex auch ein Modell, künftige Geschichten zur Verfügung zu stellen…

Wir werden sehen. Ideen habe ich noch eine Menge, es fehlt eher die Zeit, sie in lesbarer Form aufzubereiten.

Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not

Diesen Satz habe ich aus der Feder von David Gerrold gelesen, dessen Roman „Sternenjagd“ großen Eindruck auf mich gemacht hat. Er schrieb in dem Text, den ich gelesen habe, wie lange er die Geschichte von „Sternenjagd“ schon hin und her wälzte, bis sie es schließlich in ein Buch schaffte.

Ich muss gestehen, so richtig viel weiß ich nicht mehr, was genau in „Sternenjagd“ ablief. Es war eine düstere Atmosphäre – zwei fast gleich schnelle Kreuzer folgten einander, um sich gegenseitig zu zerstören. Auf dem Schiff, auf dem das Buch spielt, gibt es noch dazu Spannungen zwischen dem erfahrenen, etwas dickfelligen Kapitän und dem ersten Offizier, einem aufstrebenden Karriere-Offizier. Großen Eindruck hat es aber auf mich gemacht, dieses Buch, weil es eine ganz eigene, düstere Kriegsatmosphäre aufbaute, die weder das unsichere Lauern des U-Boot-Szenarios noch die Action eines Luftkampfes implementiert. Ob eine See-Schiff-Verfolgung so spannend und düster sein kann, weiß ich nicht – aber es ist der einzige Raum, der weit genug ist, in dem zugleich die Geschwindigkeiten ähnlich genug sind, um die Verfolgung so nervenzerreissend in die Länge zu ziehen…

Allerdings ging’s mir gar nicht um Sternenjagd selbst. Es ging mir darum, dass ich noch krank bin. Ich hätte vermutlich versuchen können, zu schreiben. Vermutlich wäre noch weniger etwas „Gescheites“ dabei herausgekommen, als das sonst der Fall ist. Aber ich habe in der Zeit gespart, daher hatte ich in der Not. Und so ist Folge 1.38 des Howard-Goldstein-Vortex heute online gegangen. Freilich hätte ich gerne noch einmal RICHTIG konzentriert drüberlesen wollen – aber das war durch die „Rüsselpest“ nicht drin.

So ganz nebenbei: Bis Folge 1.40 und damit das Ende von Staffel 1 sind schon alle vorgeplant. Spare in der Zeit, wie gesagt.

Pläne – Howard-Goldstein-Vortex Ebook

Mein aktuelles Schreib-Projekt, der Howard-Goldstein-Vortex, wächst und wächst. Nun ist es für mich sehr schön, das Projekt episodenweise, eine jede Woche, zu veröffentlichen. Durch die Blog-Form freilich hilft zwar der Index, Stück für Stück zu navigieren, aber im Blog selbst stehen die Episoden in umgekehrter Reihenfolge.

Nun kam mir vor einiger Zeit die Idee, mit Abschluss der ersten Staffel und dem Übergang zur neuen, zweiten Staffel die bisherigen Folgen zu einem Ebook-Format zusammenzukompilieren und als Download anzubieten. Dann kann man’s lässig auf dem Ebook-Reader in richtiger Reihenfolge lesen. Freilich dauert es noch eine Weile, vermutlich bis in den Januar, bis Staffel 1 vollständig ist. Aber die Idee reift schon eine Weile und so dachte ich, ich schreibe sie hier mal auf.

Dann werde ich die bestehenden Episoden zusammennehmen, noch einmal auf Fehler gegenlesen, den Cast als weiteres Kapitel dazunehmen und dann alles in ePub-Format bringen. Ob ich das Ganze dann hier auf der Veröffentlichungen-Seite und/oder auf dem Howard-Goldstein-Vortex zum Download anbieten kann, muss ich schauen. Oder eher: WIE ich es technisch mache, muss ich schauen, DASS ich es tun werde, steht fest.

Freitag ist Howard-Goldstein-Vortex-Tag

Ich habe es mir zu einem Grundsatz gemacht, gewisse Regelmäßigkeiten in meinem Alltag zu etablieren. Der Plan sieht schon recht straff aus:

  • Jeden Tag einen Post auf den Highway Tales
  • Sonntagvormittag ist Lauftreff der LG Hardt hier im Ort
  • Montagabend ist Trek Monday (2-3 Folgen einer SciFi-Serie mit Freunden gucken)
  • Dienstag ist Referatslauftreff in der Mittagspause auf der Arbeit, Dienstagabend in der Regel Fitnessstudio
  • Mittwoch ist Regierungspräsidiums-Lauftreff in der Mittagspause auf der Arbeit, Mittwochabend ist WNF (Wednesday Night Fever – gemeinsames MMO-Spielen mit Freunden)
  • Donnerstagabend sind Gildenmissionen meiner Gilde in Guild Wars 2, danach Chat-Rollenspiel mit meinem Nenn-Bruder
  • Freitag werden Intervalle gelaufen … und Freitagabend wird eine Folge des Howard-Goldstein-Vortex veröffentlicht.

Da heute Freitag ist, bin ich eben Intervalle gelaufen – eine Pyramide: 400, 800, 1200, 1600, 1200, 800 und nochmal 400 Meter schnell, jeweils 400 Meter als langsames Zwischenspiel, davor 2400 Meter einlaufen, danach 2400 Meter auslaufen.

Und da heute Freitag ist, habe ich eine Folge des Howard-Goldstein-Vortex veröffentlicht. Es war die 32. Folge der ersten Staffel, sie trägt den Namen „Mission Briefing“. So langsam kommt das Ganze in Fahrt, aber es tun sich auch Konflikte auf.

Auch die kommenden Freitage sind schon Folgen des Howard-Goldstein-Vortex vorgeplant – das kann ich hinbekommen, ohne dass mich Kopfschmerzen abhalten, wie es mir gestern mit Gildenmissionen und Chatrollenspiel passierte.

Das will doch keiner hör’n!

Ich bin ein extrovertierter Mensch. Das kann und will ich nicht leugnen. Ich erzähle gerne – von meinen Gedanken, meinen Phantasie-Geschichten, meinem Alltag, meinem Sport, meinem Leben…

Das war nicht immer so. Meine Geschichten behielt ich in der Schulzeit für mich. Spätestens, als sie unter Spott offenbart wurden, trieb ich noch mehr Geheimhaltung. Mein erster Computer zuhause wurde vor allem zum Schreiben und Speichern von Geschichten benutzt, und ich wachte peinlichst darüber, dass niemand da rankam. Es kostete mich Überwindung, mich damals mit „Am Rand des Strömungsabrisses“ an die Öffentlichkeit zu wagen, ins Feuer der Kritik. Das Ergebnis hat seine Schwächen, dessen bin ich mir inzwischen noch bewusster als damals, als ich es zur Veröffentlichung herausgab, aber dennoch – ich bin froh, dass ich es getan habe. Ähnliches gilt für den Howard-Goldstein-Vortex. Vielleicht – so denkt ein kleines Stückchen in mir – haben mir alle nur deswegen dazu geraten, diese Dinge zu schreiben und in irgendeiner Form zu veröffentlichen, weil sie das Erzähltbekommen leid waren. Denn seit nunmehr zehn bis fünfzehn Jahren habe ich diese Extrovertiertheit, diesen Drang zum Erzählen.

Es kostet mich aber immer noch Überwindung. Ich halte meine Gedanken und Geschichten nicht für so originell, meinen Sport nicht für so gut, als dass es irgendwen interessieren sollte. Da spielt eine innere Stimme mit, die wie die Eltern in „Junge“ von den Ärzten sagt: „Das will doch keiner hör’n!“ Vielleicht ist das auch so, aber es ist mir inzwischen wichtig, meine Gedanken herauszubringen, sie anderen zur Verfügung zu stellen. Selbst wenn es niemanden interessieren sollte, tut mir das gut. Aber es interessiert ja durchaus den einen oder anderen. Die Highway Tales, die viel meiner Gedanken beinhalten, haben inzwischen über meinen Freundeskreis hinaus den einen oder anderen Follower. Richtig groß freilich sind sie nicht, aber die 100 Follower haben wir hier immerhin schon überschritten. Ich hätte freilich eine Idee, wie es mehr werden würde – mehr Bilder, an manchen Stellen ein Streamlinen der Themen. Aber dann wär’s nicht mehr das, was ich im Sinn hatte.

Bei den Geschichten läuft’s noch nicht so viel. „Am Rand des Strömungsabrisses“ wurde zwar ein paarmal gekauft, aber ein Brenner wird’s nicht werden, und auch der Howard-Goldstein-Vortex wird bisher in überschaubarer, aber nichtsdestotrotz vorhandener Menge aufgerufen. Jedes Mal, wenn mein Partner, der mir beim Veröffentlichen des Strömungsabrisses half, mir schreibt, dass es wenig oder keine Verkäufe gab, überfällt mich das schlechte Gewissen, ihn für etwas eingespannt zu haben, das „keiner hören“ will. Analog fällt es mir auch sauschwer, mit Beharrlichkeit den „Howard-Goldstein-Vortex“ zu bewerben. Es schwingt immer dieses „Das will doch keiner hör’n!“ in meinem Kopf mit.

Aber wenn ich mir’s anschaue: Doch, es will jemand hören. Wahrscheinlich würden es viel mehr wollen, wenn sie nur davon wüssten und ich das Selbstvertrauen hätte, es einfach wild und viel lauter in die Welt zu schreien! Und so lange es niemand hören oder lesen MUSS, bl0ß weil ich es veröffentlicht habe, es aber Leute hören oder lesen können, denen es vielleicht etwas gibt, ist es meine Mission, meine Ideen, Gedanken und Geschichten weiterhin hinauszuposaunen in die Welt, auch wenn das Echo vielleicht nicht mein Ego befriedigt.

[KuK] Noch’n Gedicht

Ein Rezept gegen Schlafmangel, schlechte Laune und allgemein nicht Gutes:

Halbe Stunde pennen,
Halbe Stunde rennen,
Nichts davon bereuen
Und dann wieder freuen!

… und das Ganze auch noch in Gedichtform. Die Heinz-Erhardt-Referenz konnte ich mir nicht verkneifen, auch wenn sie nicht ganz passt. Mein Gedicht ist einfach nicht lustig genug.

Manchmal kommt es anders …

Am Mittwoch fuhr ich mit einem Kollegen zum Behördenseminar des IRS im Strahlenschutz. Das findet immer in der Akademie des Sports in Hannover statt, zweimal im Jahr: mit Thema Röntgeneinrichtungen im Frühjahr und mit Thema Radioaktivität und Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung am Übergang von Hoch- zu Spätsommer. Die eigentliche Veranstaltung fand am Donnerstag von 10:00 bis 16:30 statt, aber damit man um zehn in Hannover ist, muss man verdammt früh los. Schon Seminar und Rückfahrt an einem Tag sind bei voller Anrechnung von Reisezeit als Arbeitszeit über zehn Stunden, aber mit der Hinfahrt auch noch…

Also fuhren der Kollege und ich mit der Bahn hin. Wir hatten einen angenehmen Platz in einem direkten ICE, in dem wir nicht umsteigen mussten – auch bei der Rückfahrt. Ich hatte mein Notebook dabei, um am Howard-Goldstein-Vortex zu arbeiten. Da ich kein dienstliches Notebook habe und ohne Rechner keine Bescheide und nur begrenzt Überwachung machen kann, wäre das auch okay gewesen.

Tatsächlich unterhielten sich der Kollege und ich aber so unglaublich gut über alles Mögliche, dass die dreieinhalb Stunden nach Hannover und dann die dreieinhalb Stunden wieder zurück unglaublich leicht verflogen. Ich hatte sogar regelrecht vergessen, dass das Notebook über mir im Rucksack in den Gepäckfächern lag. Nur im Hotelzimmer hatte ich es ausgepackt, um nach dem Spaziergang mit den Kollegen aus Tübingen noch einige Dinge nachzuschauen und am morgen vor dem Seminar noch meine Laufstrecke in meine Excel-Statistik einzutragen – ich drehte nämlich ein paar Runden um die HDI-Arena und eine um den Maschsee. Somit habe ich keinen neuen Vorrat an Beiträgen für den Howard-Goldstein-Vortex produziert. Aber der aktuelle Kaffee oder Tee wird trotzdem nicht der vorerst letzte sein. Ich hatte zwar nur bis zu diesem vorab Texte eingestellt und jeweils auf Freitag geplant, aber in meinen Vorrats-Textfile zu der Geschichte liegen noch mindestens drei weitere Episoden … und so ganz langsam beginne ich mir Gedanken zu machen, dass in spätestens drei Anschlägen der Gruppe ich auf’s Finale von Staffel 1 hinsteuern und die Weichen für die Veränderungen in Staffel 2 stellen muss.