Phantastik-Pedanterie

Für die Welt Tethys, auf der eine Menge meiner Phantasie spielt, habe ich schon Landkarten gezeichnet, Firmen entworfen und einiges mehr. Hier ist nun zu sehen, wie ich ein Schema der Entwicklung der Strömungen spiritueller und körperlicher Praktiken einer dortigen Kultur angesichts neuer Gedanken erweitere.

Vielleicht ist das „Übertreiben“, aber mir bereitet es Freude.

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Nachts in der Gedankenausstellung

Natürlich spielt der Titel dieses Beitrages auf den Film „Nachts im Museum“ an. Ich habe versucht, in Anlehnung an das Wort „Museum“, das als „Museion“ aus dem Griechischen kommt, aus dem Gedanken (Dianoia) analog dazu das Wort Dianoion oder latinisiert Dianoium zu konstruieren, weil mir der Begriff „Denkarium“ aus der Übersetzung von Harry Potter unsauber konstruiert erscheint. Da ich aber auch nicht gerade ein Champion des Altgriechischen bin, habe ich mich nicht getraut, die vermutlich mangelbehaftete Konstruktion des Dianoiums in die Überschrift zu nehmen.

Halt mal! Ich habe Euch abgehängt? Kann ich mir gut vorstellen, denn meine Gedanken gingen gerade schon wieder um den Block streunen und sich von den Nachbarn Streicheleinheiten holen wie eine Katze. Also zurück auf Anfang.

Ich spiele also auf „Nachts im Museum“ an und will statt eines Musentempels einen Tempel der Gedanken anführen, in dem ich mich aufgehalten habe. Wie Captain Jack Sparrow frage ich nun: „Klar soweit?“ – und setze als Antwort ein echtes oder auch nur ein hilfloses „Ja“ voraus.

Was ich damit sagen will, ist das Folgende: Heute Nacht bin ich mitten in der Nacht aufgewacht, es war kurz nach vier. Mein Körper und mein Geist waren erstaunlich fit. Das war schon ungewöhnlich, da ich in der Vornacht unruhig geschlafen und in der laufenden Nacht erst gut vier Stunden im Dunklen liegend und größtenteils schlafend verbracht hatte. Klar war also: Sofort wieder ins Bett wäre nicht zielführend gewesen, denn wenn man eh nicht wieder schlafen kann und will, es aber im Dunklen liegend auf Krampf versucht, verspannt man sich und wird noch wacher. Zumindest bei mir ist es so. Also begab ich mich in die Gedankenausstellung. Was aber ist meine Gedankenausstellung? Nun – das ist eine Sammlung von Textdateien, Listen, Notizen: Schnipseln und auch größeren, zusammenhängenden Stücken aus meiner Gedankenwelt. Irgendwann habe ich mir die mal aus dem Kopf geschrieben, jemandem gemailt und in die Dateien kopiert, mit jemandem bechattet und hinkopiert und so weiter. Analog zu Albus Dumbledore, der seine Gedanken auslagert, tu ich das auch. Meistens handelt es sich um kleine Geschichtchen, Fragmente, Charakterisierungen, oft auch durchsetzt von Reminiszenzen an die schriftlich geführten Gespräche, in denen ich die Dinge anderen mal erzählt habe. Angesichts des Faschings ging’s dieses Mal in die Erinnerung an ein fiktives, faschingsaffines Grüppchen, deren Beziehungen zueinander und einige Geschichten, die ich mir für deren Erleben ausgedacht und irgendwann mal aufgeschrieben habe. Die „Naschkatzen“, so die Eigenbezeichung der Gruppe, kommen regelmäßig an Fasching wieder hoch in meiner Phantasie, dann lese ich ein bisschen, füge ein paar Geschichten hinzu, denke gerne wieder dran zurück, was ich mir vorgestellt habe. Gelegentlich hole ich auch abseits der Faschingszeit die Naschkatzen an die Oberfläche und lese nach, schreibe ein bisschen was dazu – aber an Fasching kommt das zuverlässig.

Natürlich habe ich nicht nur die Naschkatzen in dieser Weise parat. Neben der Gruppe aus inzwischen zehn jungen Frauen, drei jungen Männern und einer ganzen Reihe von Nebencharakteren gibt es unzählige weitere Geschichtchen und Geschichten, teils gar ganze Welten, die auf diese Weise in meiner Gedankenausstellung dokumentiert sind. Da sind die Gestalten und Geschichten des ShadowRun-Eiskunstlauf-Musical-Geschichtenkomplexes (eine Tabelle mit über 100 fiktiven Sportlern und über 50 Nebenfiguren, sechs oder sieben verschiedene Textdateien voller Charakterisierungen, Rollenspiel-Log-Dateien und Geschichten), die drei Textdateien zum Howard-Goldstein-Vortex, diverses zu Tethys und „Am Rand des Strömungsabrisses“ sowie viele weitere, kleinere oder größere Dinge.

Gegen fünf Uhr war der Spuk dann vorbei. Ich stellte meinen Wecker eine halbe Stunde später ein, kuschelte mich in meine Decke und schlief mit wohligen Geschichtchen um die Naschkatzen herum ein. Natürlich fehlt die Stunde versäumter Schlaf heute ein bisschen, aber immerhin war das besser als gar nicht mehr einschlafen zu können. Wahrscheinlich muss ich heute Abend ein paar neue Geschichtenelemente zu den Naschkatzen in die Datei hineintippen. Und: Da freu‘ ich mich drauf!

The Howard-Goldstein-Vortex

Das ist so ein Ding, das mir schon lange im Kopf herumspukt. Eine Geschichte, mehr oder minder in drei Teilen, exotisch und ein bisschen verrückt. Ich schreibe zur Zeit mal wieder eine neue Version des Intros zu „The Howard-Goldstein-Vortex“. Gedanklich begonnen hat es als Serie in drei Staffeln, konstruiert um die zentrale Figur Esther Goldstein-Howard, sehr junge Witwe des Milliardärs und Unternehmers Charles B. Howard.

Worum es dabei geht? Esther Goldstein, eine hochgebildete junge Frau aus Israel, arbeitet bei Charles Howards Firmenimperium Howard Industries in Kalifornien. Sie ist Pazifistin und zugleich entsetzt darüber, wie die Menschheit den Planeten zurichtet. Noch bevor sie zum Gesicht einer Recruiting-Kampagne von Howard Industries wird, lernt sie den greisen Besitzer der Firma kennen – und die beiden sind auf einer Wellenlänge. Doch wenige Jahre nach der Charles Howards Familie entsetzenden Hochzeit stirbt der alte Mann – und Esther steht als geldgierige lustige Witwe da, die sich auf Howards Anwesen auf Oahu sowie an den Stränden Hawaiis vergnügt. Doch neben diesem Bild, das Charles Howards Kinder, allesamt älter als Esther, nach Kräften befeuern, ist da noch die Firma, die überraschend bei einem Auftrag für die US Navy versagt. Und dann beginnen Anschläge auf Umweltsünder und Walfänger im Pazifik, die eigentlich nur mit dem Produkt begangen sein können, das Howard Industries für die Navy zu entwickeln versagte …

Benannt ist das Ganze nach der schwierigen Hauptfigur der Geschichte, Esther Goldstein-Howard, sowie dem nordpazifischen Müllstrudel. Ich bin derzeit am Überlegen, das Ganze in einer gesonderten Kategorie oder einem neuen Blog Stück für Stück zu veröffentlichen, aber davon ist es noch weit entfernt. Irgendwie … spukt mir das seit einer Weile im Kopf herum und kam nun mit Macht wieder.

Inspiration und Mut

Wo ist das Problem damit, Dinge nach außen zu tragen, die einem viel bedeuten?

Die Antwort auf diese Frage ist verhältnismäßig einfach: Alle können es sehen, lesen, hören – und darüber urteilen. Sie können einem sagen, was daran schlecht ist, wie man es umgesetzt hat. Viel schlimmer noch, etwas nach außen zu tragen, was einem viel bedeutet, und dann kommt eine Resonanz, dass diese Geschichte, diese Vorstellung peinlich, seltsam oder anderweitig nicht akzeptabel sei … das tut dann weh.

Aber ich habe ein Buch geschrieben, ich habe mich also damit befasst oder auch mich damit befassen müssen. Nun schwirren, wie ich vielleicht schon das eine oder andere Mal zum Ausdruck gebracht habe, noch viel mehr Ideen in meinem Kopf herum: Ideen zu Figuren, Geschichten, Orten … Welten. Eine davon habe ich in den letzten Tagen zwei Menschen erläutert, zwei Freundinnen erläutert, die vorher noch nicht so viel davon wussten. Beide waren fasziniert, begeistert und eine davon meinte, ich solle doch DARÜBER ein Buch schreiben.

Konkret geht es dabei um eine Vorstellung, die in meinem Kopf, in meinen Gedanken, unter dem Label „Der Park“ firmiert. Was also ist nun „der Park“? Kurz gesagt: Ein abgegrenztes, nicht gerade kleines Areal, in dem die Regeln des Zusammenlebens ein bisschen anders sind als überall drum herum. Natürlich ist der Park selbst fiktiv – die Idee kam mir damals, als ich ein paar meiner „nicht eingeordneten Vorstellungen“ beheimaten wollte und kurz vorher den Film „The Village“ gesehen hatte. Ganz so strikt wie jenes wiederauferstandene Gründerväter-Dorf in „The Village“ ist der Park nicht von der realen, normalen Welt abgegrenzt, und erst recht ist er nicht so thematisch korrekt. Aber sehr ernst nehmen die Initiatoren, Gründer und Bewohner des Parks das Projekt auch. Überaus ernst sogar! In diesem Szenario einer zwar mit der normalen Welt verbundenen, aber nach anderen Regeln laufenden, kleinen Welt habe ich etliche Geschichten angesiedelt, die ich auch in wundervollen interaktiven Spielen – Rollenspielen – mit den Charakteren besonders eines Freundes angereichert habe.

Nun raten mir Freunde – unter anderem auch derjenige, der recht tief mit in den Park einsteigen durfte – ein Buch aus den Geschichten im Park zu machen. Vielleicht auch mehrere. Auch mein Eindruck ist es, dass die Geschichte gut ankommt, etwas originales ist, interessante Charaktere mit einem spannenden Plot verbindet.

Das einzige Problem (neben der Zeit, die man natürlich für ein solches Projekt braucht) ist nun: Viele der Gestalten im Park sind unheimlich nahe an mir dran, verkörpern sehr direkt und explizit Eigenschaften, Persönlichkeitsteile, Ereignisse und Geschichten, die zu mir gehören. Ich würde sogar noch weiter gehen: Das sind Dinge, die „Ich“ sind. Aber ich glaube, ich werde es dennoch oder vielleicht gerade deswegen tun – mindestens die erste, kurze, recht kompakte Geschichte im Park in ein kleines Büchlein packen und schauen, was passiert.

Das Gefühl dabei auszudrücken, ist nicht so einfach. Andererseits vielleicht doch: Es gibt da im Titel „Standing“ meiner Lieblingsband VNV Nation eine Zeile, die (ein wenig auf meine Situation gemünzt und vielleicht auch ein ganz kleines Bisschen aus dem Zusammenhang):

„I bear my heart for all to see.“
VNV Nation – Standing

Ja. Das tu‘ ich. Und seit ich gelernt habe, das mit meinem Gefühlen und Gedanken zu tun, so ab Mitte 20 für mehr und mehr Bereiche meines Lebens, geht es mir besser als früher. Wahrscheinlich sollte ich nicht zweifeln an dem Weg, den Park mit all seinen Gestalten öffentlich zu machen. Denn wie diese Zeile so viel in mir berührt, hat genau das zu tun mir so viel mehr Lebensqualität gebracht, auch wenn die damit erzeugte Haut dünner und verletzlicher ist als der dicke Panzer von vorher.

Gute Vorsätze

Es hat eine Weile gedauert, nach den Festtagen wieder etwas zu schreiben. Das hat auch mit einer Erkenntnis zu tun, die in einem guten Vorsatz für 2017 resultiert ist:

Nicht Übernehmen!

Warum das? Nun, ich hatte viele Ideen, viele Gedanken, die aus der Euphorie des herausgebrachten Buches resultierten. Unter anderem stand da eine textlich beschriebene Fernsehserie in der Romanwelt plus Beschreibungen des Drehumfelds in der Romanwelt im Raum – genannt „Acht Quadratkilometer“. Ich musste feststellen, dass ich zwar nicht die Arbeit dafür, aber meine Fähigkeit, sie zu leisten falsch eingeschätzt hatte. Daher verschiebe ich das auf unbestimmte Zeit – lieber schreibe ich am zweiten Buch weiter, kümmere mich um Rand- und Nachgangsaspekte des ersten Buches und gönne meiner Freizeit, auch mal zwei Urlaubstage lang in „Cities: Skylines“ zu versinken.

Es so zu halten, das ist der Vorsatz für 2017 – und das fühlt sich gut an.

Man lernt nie. Aus!

Tja, dass ich ein Buch geschrieben habe, habe ich hier nun ein bisschen ausgebreitet. Auch, dass das Buch nicht vom Autoverkehr handelt, habe ich Euch erzählt.

Nun habe ich viele Dinge beim Schreiben und zur Veröffentlichung Vorbereiten meines Buchs gelernt – über eBook-Formate, über Lektorat, über … nun, vieles. Eine weitere Sache lerne ich aber gerade in diesen Tagen: Werben. Während ich hibbelig meinen Verleger alle paar Tage mit der Frage nach Verkaufszahlen nerve, überlege ich zugleich, wie man das Buch bekannter machen kann. Neben den üblichen Kanälen – mein Blog, mein Facebook-Profil, das persönliche Gespräch – suche ich nach weiteren Wegen. Ein bisschen was zum Thema Werbung habe ich auch als Kind schon gehört: Meine Mutter hat Graphik-Design studiert und wollte bei einer Werbeagentur anfangen, als ich sozusagen „dazwischenkam“. Somit habe ich durchaus Erzählungen meiner Mutter über Werbung, wie das geht und wie man etwas dafür designt angehört, als ich ein Kind war. Nicht, dass hier ein falscher Eindruck aufkommt: Meine Mutter hat ihre Karriere zwar nicht gerne für mich und meine Schwester hintenangestellt, man könnte auch sagen: aufgegeben. Aber spüren lassen hat sie uns das nie.

Zurück zum Thema: Meine Mutter erklärte öfter, worum es letztlich geht: Aufmerksamkeit Generieren. Das geht auf zweierlei Extreme: besonders gute, intelligente, gewitzte Werbung auf der einen Seite – die schwere Variante. Die Werbung, bei der sich alle an den Kopf fassen und erklären: „Mein Gott, wie schlecht!“, die funktioniert genauso gut und ist zudem leichter zu erreichen. Oder auch: Ein berühmter PR-Manager sagte wohl einmal: „Schreiben Sie über mich, was Sie wollen – aber schreiben Sie meinen Namen richtig!“

Nun bin ich jetzt selbst in der Verlegenheit, ein Produkt zu haben, das ich gerne bekannter machen würde. Ich mag eigentlich nicht den Weg gehen, möglichst tiefes Niveau zu erreichen, um Aufmerksamkeit zu generieren. Zugegeben: mit schlechten Wortwitzen aus meiner Freundeskreise um Likes zu auf Facebook zu heischen, das habe ich zum Sport erhoben. Aber wenn es um „Am Rand des Strömungsabrisses“ geht, will ich das eigentlich nicht so machen. Also habe ich mal ganz unschuldig und sehr neugierig auf den Button „Werben auf Facebook“ geklickt. Ich weiß nicht, wer von meinen Lesern hier wie viel Erfahrung damit hat, in sofern schreibe ich vielleicht nur Triviales, aber vielleicht ist es ja interessant, hilfreich oder zumindest amüsant, wenn ich über meine ersten Erfahrungen berichte:

Als erstes habe ich mal eine Seite für „Am Rand des Strömungsabrisses“ erstellt. Das ist der erste Punkt, in den einen diese Werbung auf Facebook hineinleitet. Es ist auch ganz einfach: Man bestimmt einen Namen der Seite, gibt ihr noch eine direkte Adresse, setzt ein Profil- und ein Hintergrundbild drauf, ganz wie bei einem persönlichen Profil. Die Anordnung der Bilder, Buttons und Leisten ist beim Ergebnis etwas anders als bei einem Profil, aber letztlich doch noch immer sehr ähnlich. Wenn man schon ein geeignetes Titelbild hat (was bei mir durch das Buchcover ja der Fall war), sieht das auch recht schnell ganz hübsch aus. In meinem Falle war dann auch noch das Logo von „Star Cargo“ bereits vorhanden, das für die Firma des Vaters meiner Romanheldin steht – der Stern mit Armen, der ein Paket trägt. Das wurde dann das Profilbild von „Am Rand des Strömungsabrisses“ und somit war das Meiste schon da.

Nun ging es daran, die Seite zu verwalten, mit Beiträgen und relevanten Informationen zu füllen sowie bekannter zu machen. Als erstes lernte ich, dass es ein Textfeld für das Impressum sowie mehrere Textfelder für Kontakt gibt. Ich habe also erstmal ein Impressum erstellt – es gibt da nette Informationen, die man auch per Websuche finden kann. Bei mir fiel die Wahl auf den Guide von erecht24. Im selben Aufwasch habe ich auch das Impressum der Highway Tales etwas erweitert. Anschließend kamen ein paar weitere Informationen hinzu, schließlich habe ich ein paar weitere Informationen als erste Beiträge auf die Seite gestellt – zum Beispiel die Karten, die Leser der Highway Tales schon von hier kennen. Nahezu alle Leute auf meiner Freundesliste einzuladen, war der nächste Akt.

Das Ergebnis

So weit, so gut. Nun sprang mir noch der Button „Call to Action“ ins Auge. Dort verlinkte ich mit dem Button-Titel „Jetzt einkaufen!“ die Webseite des Bayer-Verlags, und zwar konkret die zu „Am Rand des Strömungsabrisses“, wo man Links auf alle Shops, in denen das eBook angeboten wird, angeboten bekommt. Somit sind’s drei Klicks von der Facebook-Seite bis zum eBook. Nicht optimal, aber da es mobi und ePub als Formate gibt und ich noch nicht herausbekommen habe, wie man zwei Buttons setzt, muss das erst einmal reichen.

Nun galt es, Reichweite zu erlangen. Facebook nennt das „Hervorheben“ der Beiträge. Was das meint, ist letztlich: Werbeanzeigen in Form von „empfohlenen Beiträgen“ in den Newsfeed von Facebook-Nutzern zu platzieren. Damit freilich verdient Facebook sein Geld, und somit kostet es etwas Geld, eine solche Kampagne zu starten. Man legt eine Laufzeit fest, einen täglichen Betrag, der von Facebook „möglichst optimal“ ausgegeben wird. Dann lässt Facebook den Werbebeitrag „automatisch“ auf Plätze für zu platzierende Anzeigen bieten, gibt das gegebene Budget oder einen möglichst nahe daran gelegenen Betrag aus. Wichtig dabei ist, eine Zielgruppe festzulegen – man kann Alter, Herkunft, Sprache auswählen, auch geschlechtsspezifisch kann man werben. Rückmeldung bekommt man dabei über ausgegebenes Budget, erreichte Personen (was letztlich heißt: Wie viele Leute haben diese Anzeige in ihrem Newsfeed gesehen) und daraus resultierende Likes und Seiten-Interaktionen. Eine Statistik-Seite zur zu bewerbenden Webseite gibt Aufschluss darüber, wie viele Interaktionen, Likes und so weiter „organisch“ entstanden sind, also durch die eigene Freundesliste und aktives Teilen durch andere Leute, und wie viele „eingekauft“ sind, also aus Klicks auf die „empfohlenen Beiträge“ resultieren. So kann man auch bewerten, ob die Kampagne erfolgreich ist oder nicht.

Da ich nur mal ein bisschen damit gespielt habe und meine erste Kampagne noch läuft, kann ich noch nicht mit schlüssigen Ergebnissen meiner Erfahrung aufwarten. Natürlich sind am Anfang die „organischen“ Likes und Interaktionen in der Überzahl – knapp über 280 Facebook-Kontakte habe ich, dazu ein paar Abonnenten, wenn man denen allen einen Like empfiehlt und auch nur 10% annehmen, dann wird viel mehr bei rumkommen als die „1-3 Interaktionen“, die Facebook bei vergleichbar erschwinglichen Budgets verspricht (und bisher auch gehalten hat, in meiner Aktion).

Ich bin allerdings sehr gespannt, wie das dann über die Zeit weiterläuft: Ob aus organisch entstandenen Likes und Interaktionen (und organisch entstandenem Teilen der Seite des Strömungsabrisses) oder aus neuen Anzeigen mehr zusätzliche Reichweite entsteht. Das muss sich aber über die Zeit zeigen. Ich drohe hier schonmal an, darüber zu berichten … und ende mit dieser Drohung an dieser Stelle.

Tethys in Groß!

Die Welt meines Buches – den Planeten Tethys mit seinen beiden großen Kontinenten im Norden und im Süden – habe ich vor geraumer Weile mit Buntstiften und einem A3-Zeichenblock zu Papier gebracht. Nun war einiges an „Massage“ nötig, die Bilder fit zu machen für die Darstellung in einem eBook, bei dem man ja auch Schwarz-Weiß-Darstellung berücksichtigen muss.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die wundervollen blauen Meeresstreifen vor den Küsten fielen einer langwierigen, anstrengenden, aber nötigen Bearbeitungs-Aktion zum Opfer. Mein Mann hat das für mich gemacht und ich weiß gar nicht, wie ich ihm für die viele, stupide Klick-Arbeit danken soll!

Hier möchte ich nun aber die ursprünglichen Bilder zeigen:

Zunächst der Nordkontinent mit der auf ein gewaltiges Impakt-Ereignis zurückgehenden Struktur um den Nordpol, dem ambossförmigen dontischen Subkontinent, den weiten Fluss-Ebenen Nord-Sinros und den gewaltigen Gebirgen der Bao. In der oberen, linken Ecke ist die lange, schmale Halbinsel Arselias zu sehen. Das ist die einzige Stelle, an der Nord- und Südkontinent aneinander grenzen. Ansonsten – also fast überall – wird der Äquator von dem riesigen, breiten und tiefen Tethys-Meer eingenommen, welches durch seine schiere Größe Namensgeber des Planeten ist.

tethys-nord

Nun der Südkontinent. Dominiert wird er von der gewaltigen Landmasse in der rechten Bildhälfte, die teils auch durch die auf der Südhälfte des Planeten wieder zusammenlaufenden Schockwellen des Nordpol-Einschlags aufgeworfen wurde. Unten im Bild ist das zerfurchte Darr’Eten zu sehen, am linken Rand des Bildes liegt Quenliik, ein wichtiger Schauplatz meines Romans. Im Norden sind das matriarchisch geprägte Kimyaro und das raue, auf einer gewaltigen vulkanischen Insel liegende Sorheymhald zu sehen.

tethys-sued

Das Buch selbst – mit dem Glossar und darin ein paar Erklärungen zur Welt Tethys – ist unter Veröffentlichungen zu finden. Alternativ kann es auch über die Webseite des Bayer Verlags bezogen werden.