Neue Anschlussstellen in Hessen, nach Informationen von Hessen-Mobil

Nun ist auch die Antwort zum Thema Autobahnanschlussstellen in Hessen da. Die Behörde hat zwar eine Weile gebraucht, aber das Straßen- und Verkehrswegemanagement Hessen, dem Schlagwort „Hessen Mobil“ unterstellt, hatte sich zwischenzeitlich gemeldet, dass es etwas dauern würde und wann ich die Antwort erwarten dürfe. Normalerweise wartet man bei Bürgeranfragen einfach, ob sich was tut, und es kann dauern, ohne dass man nach der Eingangsbestätigung so recht weiß, was mit der Anfrage geschieht und sogar ob sich überhaupt etwas tut. Da hat mich Hessen Mobil SEHR angenehm überrascht! Das ist dann wirklich Service, obwohl Bürgeranfragen eigentlich nicht die Hauptaufgabe von Behörden sind.

Aber zur eigentlichen Botschaft: Auch in Hessen hält man sich mit neuen Anschlussstellen sehr bedeckt. Das ist auch verständlich, schließlich ist insbesondere im Rhein-Main-Bereich die Bevölkerungsdichte und damit auch die Anschlussstellendichte schon sehr hoch und damit natürlich auch die Störung des frei fließenden Verkehrs durch auf- und abfahrende Fahrzeuge auf den Autobahnen recht intensiv.

Gegenwärtig wird in Hessen nur eine neue Autobahnanschlussstelle im Bereich der A 7/ B 279 geplant. Es handelt sich hierbei um die AS Gersfeld. Hierfür liegt die Zustimmung des Bundes für die weitergehende Planung vor. Nach dem Bau der AS Gersfeld wird die autobahnparallele B 27 abgestuft.
Quelle: Antwort von Hessen Mobil vom 01.08.2017 auf eine Bürgeranfrage von Talianna Schmidt 

Man wird also an der Grenze zwischen Bayern und Hessen, in der Nähe des Endes der A66 bei Fulda, eine neue Anschlussstelle bauen und den Verkehr einer Bundesstraße auf die Autobahn 7 legen. Das ist auch die einzige neue Anschlussstelle, bei der alles recht weit gediehen ist. Aber Herr Heiserholt von Hessen Mobil gab mir noch ein paar zusätzliche Informationen:

Genehmigt ist weiterhin die Errichtung einer AS Sandershäuser Berg an der A 7 im Bereich Kassel. Planung und Bau müsste allerdings durch die Anrainergemeinde erfolgen, die derzeit dieses Projekt aber nicht mehr verfolgt.
Quelle: Antwort von Hessen Mobil vom 01.08.2017 auf eine Bürgeranfrage von Talianna Schmidt

Auch das kann passieren – Planung und Genehmigung einer Anschlussstelle bei Ländern und Bund kann dauern, und dann kann es sein, dass sich die Situation in der Gemeinde verändert hat. Für mein Gefühl würde diese Anschlussstelle eh sehr nahe an Kassel-Nord liegen, so dass vermutlich ohnehin Bauchschmerzen bestanden bei der Genehmigung durch den Bund, der ja einen Abstand von acht Kilometer zwischen Anschlussstellen haben möchte – mit Recht, um die Störung des Verkehrsflusses durch Anschlussstellen zu begrenzen.

Schließlich gab es noch folgenden Absatz:

Im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 ist das Projekt B 275 Ortsumgehung Ober Mörlen in den Vordringlichen Bedarf aufgenommen worden. Hier könnte es zu einer neuen 2. Anschlussstelle an der A5 oder aber der Verlegung der bestehenden AS Ober Mörlen kommen. Näheres wird sich erst in einigen Jahren nach Planungsbeginn der Maßnahme zeigen.
Quelle: Antwort von Hessen Mobil vom 01.08.2017 auf eine Bürgeranfrage von Talianna Schmidt

Hier wird sich wohl erst mit Fortschreiten der Planung etwas ergeben. Insgesamt ist also zu sagen, dass die vielen früher einmal geplanten Anschlussstellen, wie man sie teils noch auf Seiten online findet.

An dieser Stelle freue ich mich noch einmal wie ein kleines Kind über den Service von Hessen Mobil, die freundliche Mail, die Mitteilung damals, dass es noch etwas dauern könne … und die ausführliche, detaillierte Antwort. Das hat mir sehr gefallen.

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Autobahnausfahrt Malsch – Status laut MVI BW

Disclaimer: Dieser Beitrag – und die zitierte Anfrage – stammt aus dem Jahr 2014. Zwischenzeitliche Änderungen gab es nur wenige – zum aktuellen Stand geht es hier.

Nun kommt mal etwas Ausführlicheres und Amtlicheres. Ich habe tatsächlich eine Antwort vom Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg bekommen, nach dem meine Anfrage bezüglich weiterer Ausfahrten zwischen Rastatt Nord und Karlsruhe Süd an der A5 vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur an das Landesministerium weiter gegeben wurde.

Und hier das, was man mir schrieb, zunächst bezüglich der allgemeinen Situation, was neue Anschlussstellen angeht:

„Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und digitale Infrastruktur nimmt gegenüber der Einrichtung neuer Anschlussstellen im Zuge von Bundesautobahnen eine sehr restriktive Haltung ein. Bei jedem Antrag auf Bau einer neuen Autobahnanschlussstelle ist eine Einzelfallprüfung durchzuführen, bei der sehr strenge Anforderungen hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit gestellt werden. Grundsätzlich erfolgt die Prüfung auf der Grundlage eines bundeseinheitlichen Fragekataloges, wobei der Bedarf einer neuen Anschlussstelle hinreichend und belastbar begründet werden muss. Neben der technischen Machbarkeit – wie z.B. die Einhaltung der geforderten Mindestabstände zu anderen Anschlussstellen, die Gewährleistung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit für den durchgehenden Verkehr auf der Autobahn, die Prüfung der Anbindung an das nachgeordnete Netz u.s.w. – wird insbesondere die Fernverkehrsrelevanz, die verkehrliche Notwendigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit geprüft.“ – Quelle: Antwort des MVI Baden-Württemberg auf „Bürgeranfrage Frau Talianna Schmidt zu Autobahnanschlussstellen im Bereich der A 5″

So weit, so gut. Ich für meinen Teil sehe für die technischen Anforderungen und Mindestabstände zu anderen Anschlussstellen, zwischen Rastatt Nord und Karlsruhe Süd nun keine zu große Dichte von Anschlussstellen, aber ich gehe davon aus, dass die geforderten Abstände von der Besiedlungsdichte abhängen, somit zum Beispiel die Abstände Karlsruhe Nord, Karlsruhe Durlach, Karlsruhe Mitte, Ettlingen, Karlsruhe Süd keine Referenz für den eher ländlichen Raum zwischen Karlsruhe und Rastatt bilden. Naja. Aber es kam auch noch ein konkreter Teil:

„Der Wunsch nach neuen Anschlussstelle an Autobahnen wird – insbesondere auch im Bereich von Gewerbegebieten – von vielen Kommunen erhoben und wurde in der Vergangenheit von der Raumschaft auch bereits für eine neue Anschlussstelle im Bereich von Malsch vorgetragen. Dabei wurde jedoch von der Straßenbauverwaltung einer neuen Anschlussstelle bei Malsch bislang keine Aussicht auf Erfolg eingeräumt.“ – Quelle: Antwort des MVI Baden-Württemberg auf „Bürgeranfrage Frau Talianna Schmidt zu Autobahnanschlussstellen im Bereich der A 5″

Somit ist wohl das, was ich für sinnvoll erachte, im großen Zusammenhang vielleicht nicht ausreichend sinnvoll, um verwirklicht zu werden. Schade – aber die Auskunft gibt mir doch ein wenig Halt beim Bewerten von Aussagen, die ich ohne Quellen im Netz finde, zum Beispiel auf Wikipedia zur A5.

Da das eine Bürgerinfo-Kontaktanfrage war, gehe ich davon aus, dass nichts dagegen spricht, dass ich das so hier blogge. Ich habe die Anrede und die Anmerkungen zum Verfahren wie Weiterleitung der Anfrage vom Bundesministerium zum Landesministerium weggelassen, aber die wesentliche Antwort vollständig wiedergegeben.

Vielleicht ist das ja auch noch für ein paar andere Leute erhellend.

Anfragen …

Im Arbeitsleben stelle ich ja öfters mal Anfragen, und irgendwie passiert dann meistens auch was. Anfragen an mich werden ja auch bearbeitet – mal schneller, mal langsamer.

Nun hatte ich ja vor zwei Wochen – flüchtig in einem Beitrag erwähnt – Anfragen an das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) und das korrespondierende Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg. Dabei ging es um die Frage, ob es denn Planungen für die meiner Meinung nach fälligen neuen Anschlussstellen irgendwo zwischen Karlsruhe Süd und Rastatt Nord gäbe. Bis jetzt hatte ich keine Antwort erhalten, nun aber war heute eine Mail in meinem Mailpostfach:

Eine Mitarbeiterin des BMVI teilte mir mit, dass sie meine Anfrage an das zuständige Landesministerium weiter geleitet habe. Mein erster Gedanke war: Wow. Nach zwei Wochen reicht’s für eine Weiterleitung – da kann ich ja noch eine Weile warten auf eine Antwort, wenigstens habe ich gleich an die richtige Stelle noch eine Kopie der Anfrage gestellt.

Nach etwas Überlegung kam mir aber der Gedanke, dass ich wohl nicht die einzige bin, die an’s BMVI schreibt und dass eventuell noch geklärt werden muss, was man an eine interessierte Bürgerin rausgeben sollte und was nicht. Und ob man die Anfrage selbst beantworten kann oder … und so weiter eben. In so fern bin ich erstmal froh, dass ich eine Antwort gekriegt habe, wenn auch ein „bin nicht zuständig“. Und dass es gleich weiter geleitet wurde, und nicht nur mit „bin nicht zuständig“ beantwortet wurde, ist doch auch schonmal eine schöne Sache.