Sowas wie „Plogging“

Bereits vorvorgestern habe ich mich ja über das ganze Glas auf den Rad- und Fußwegen echauffiert. Das ist nicht weniger geworden, also das Echauffieren. Am gestrigen Tag jedoch gab es erstens die Erkenntnis, dass ein halber Flaschenboden einfach so auf dem Radweg herumliegt – und ich verlor bei einem Experiment meinen Running Dynamics Pod auf dem Radweg von Bietigheim nach Elchesheim, da ich am Skate damit Schrittzahl messen wollte, das Ding aber abfiel. Nach der „ALB“, also der „Active Lunch Break“ mit Skaten, war also nicht nur der geplante Duathlon angesagt, sondern auch die Suche nach dem RD Pod.

Da ich ohnehin den Blick auf dem Boden hatte, nahm ich noch eine Tüte mit, um Glas aufzusammeln… und musste am Ende feststellen, dass die mitgenommene Tüte zu klein war. Gefunden habe ich das hier, alles auf oder unmittelbar neben dem Weg:

Plogging-Ausbeute auf 2,5km Radweg, Fokus war eigentlich, den rechts neben dem Papier legende RD Pod, so dass ich bestimmt nicht alles Glas gefunden habe.

Am Ende war die Aktivität, die ich dann durchführte, nicht von schlechten Eltern:

Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt ein Ploggerin, wie man das Aufsammeln (plocka, schwedisch für „aufsammeln“) und Laufen (Jogging( neuerdings bezeichnet. Wenn ich was aufhebe, dann eher beim spazieren Gehen, denn ich laufe ja durchaus ambitionierte Trainings. Aber so lief es doch ganz gut und fügte sich zusammen.

Für 2,5 Kilometer Radweg mit Fokus auf der Suche nach dem RD Pod stellt die Menge an gefundenem Glas (restlichen Müll habe ich liegen lassen, meine Intention war der Schutz von Kinderhänden, Hundepfoten und Fahrradreifen) den Menschen, die Radweg und Straße benutzen, ein verheerendes Zeugnis aus, da ich sicher nicht alles gefunden habe…

[KuK] Leicht positive Bilanz

Dieses Stück des Durchgangs zwischen zwei Bauteilen der Heinrich-Hübsch-Schule fiel mir heute ins Auge. Da konnte ich heute nicht dran vorbeigehen …

Den Kaffeebecher und den Becherdeckel mit Trinkhalm habe ich aufgehoben und in den nächsten Mülleimer getragen. Das mache ich viel zu selten, aber immer noch öfter, als ich etwas einfach wegwerfe. Dass mir das mal passiert, kann ich nicht gänzlich ausschließen, aber insgesamt hebe ich mehr Müll auf, als ich irgendwo fallen lasse – denn BEWUSST tue ich letzteres nie.

Auf der Straße

„Ausbeute“ von rund 750 Metern Heimweg-Gehweg.

Ich habe mich heute gefragt, was das soll. Nachdem ich schon auf dem Weg vom lokalen Edeka nach Hause die Tage einen Haufen kleine Jägermeister-Fläschchen achtlos weggeworfen und über etwa 200 Meter Rabatte zwischen Radweg und Straße verteilt gesehen habe, fand ich nun auf nur einem Teil meines Heimwegs von der Bahn zwei leere Kippen-Packungen. Ich hab‘ sie mitgenommen und in unsere Mülltonne geworfen. Dennoch und gerade da stellt sich mir die Frage: Geht es noch?

Dabei fiel mir aber auch ein Textstück ein, das ich vor langer Zeit mal verfasst habe … als es mir gar nicht gut ging:

Fluchtpunkt

Warum liegen so viele Zigarettenschachteln auf der Straße? Man findet
das Geld gar nicht mehr.

Sind die Parallelen auf dem Boden Großkreise oder Breitenkreise? Am Schnittpunkt der Großkreise endet die Vorstellung, am Schnittpunkt der
Breitenkreise liegt, was richtig ist. Gehe weiter bis ans Ende der
Breitenkreise, dort liegt das Verständnis. Wo sich die Parallelen
schneiden, dort ist Frieden.

Talianna Schmidt, 2005

Heute geht es mir viel besser. Damals war ich echt am Ende – aber das ist eine andere Geschichte. Das mit den auf der Straße herumliegenden Zigarettenschachteln nervt mich weiterhin – hier in Bietigheim auf der Kronen- und Leopoldstraße ebenso wie damals auf der Landauer Straße in der Karlsruher Nordweststadt.

Was soll das?

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Links im Bild: Mein Gefährt. Unten im Bild: Mein Schatten.

Im restlichen Bild: WTF?

Warum muss man einen Parkplatz so zumüllen? Klar, es sind „nur“ Haushaltspapiertücher, Baumwolltüchlein, Verpackungen – von meinen Aygo verdeckt stand da noch ein Fastfood-Restaurant-Becher für Getränke zum Mitnehmen. Aber wieso kann man das Zeug nicht zu den 15 Meter entfernten Mülleimern tragen?

Ich habe das dann zumindest für diesen Platz neben meinem Parkplatz getan – also den Müll weggetragen. Manchmal kann ich über sowas hinwegsehen, manchmal regt es mich furchtbar auf – die letzteren „Manchmals“ würde ich künftig gerne zu einem „ich rege mich auf, aber beseitige das Zeug dann auch“ machen. Mal sehen, ob es klappt.

Was das mit Verkehr zu tun hat? Auf der Autobahn sehen viele Mittelstreifen nicht so aus wie im obigen Bild, sondern WESENTLICH zugemüllter. Klar produzieren wir zuviel Müll, ich selbst auch. Klar produzieren wir den auch im Auto – aber beim einfach aus dem Auto werfen oder dort fallenlassen, wo man ihn produziert, hört’s dann irgendwo auf.