Radikale Maßnahmen?

Den (vorhandenen) aktuellen Anlass für einen Post dieser Thematik werde ich Euch nicht auseinandersetzen, zumal es sich dabei nicht um mein eigenes Problem dreht. Mir kommt nur zur Zeit ein allgemeines Problem bei der Lösung von problematischen Situationen wieder recht deutlich zu Bewusstsein.

Grundsätzlich gibt es im Leben eine ganze Reihe verschiedener Kategorien von Problemen. Kleine Probleme mit klaren Lösungen gibt’s zwar recht häufig, aber um die soll es hier nicht gehen. Das Leben ist sehr komplex und oft spielen ganz verschiedene Aspekte zusammen, die aus einer Menge kleiner Reibereien und Probleme, die allein lässig gelöst oder ertragen werden könnten, einen riesigen Knoten machen. Ganz konkret möchte ich meine Situation anführen: Sechs Jahre lang pendelte ich nach Stuttgart, fast 90 Kilometer eine Strecke, über eine zunehmend dauerverstopfte Autobahn. Dabei lag mein Lebensmittelpunkt weiterhin nahe Karlsruhe, die Arbeit meines Mannes nahe am Wohnort zwischen Karlsruhe und Rastatt. Dazu bin ich eine sehr auf soziale Interaktion gepolte Person, die rausgeht, Leute trifft, viele Leute kennen mag, während mein Mann ein ruhiger Typ ist, dem es eher zuwider ist, wenn zu viele Personen um ihn herum sind. Ganz langsam, schleichend, über ein paar andere Aspekte, die nicht so toll waren, schlichen sich immer mehr ungesunde Mechanismen in die Situation ein. Mein Mann veränderte sich im Unternehmen beruflich und wusste nicht, ob das gut oder schlecht war, ich laborierte zeitweise mit der Colitis ulcerosa herum, eine von mir gewollte Veränderung an anderer Stelle hing ein Jahr lang in der Luft und scheiterte dann. Aufgaben blieben zwangsläufig liegen und stauten sich an, zugleich wurde die Fahrt zur Arbeit nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv immer länger und unentspannter.

Natürlich entwickeln sich in so einer Situation Momente, in denen man den anderen an die Wand klatschen will – für etwas, das einem sonst ganz egal gewesen wäre. Momente, in denen man sich fragt, ob’s allein nicht besser ginge, ob man nicht die Zwänge des Zusammenlebens abschütteln will. Ich habe das nicht getan, und ich wollte es auch nie wirklich. Aber einfacher wär’s an manchen Stellen schon erschienen, entweder spontan die Pendelei ohne neue Option an den Nagel zu hängen oder von der Beziehung weg, zur Arbeit hin zu ziehen. Nur: Das hätte kurzfristig Momente gelöst, aber neue Probleme geschaffen. Ich habe nicht ohne Grund damals meinen Mann geheiratet und nicht ohne Grund mit einer gemeinsam gekauften Wohnung und mehr Bindungen geschaffen. Vor ungefähr zwei Jahren, so genau kann ich das gar nicht sagen, war recht deutlich zu merken, dass ich immer unzufriedener wurde. Oft äußert sich das bei mir in Laune – und Musik. Ein Freund und mein Mann, mit denen ich regelmäßig Mittwochs am PC spiele, waren geschockt von meiner negativen Reaktion auf ein neues Spiel, das wir ausprobierten. Ich reagierte zwischen resigniert und sauer, wollte aber unbedingt dran bleiben. Ich bin noch immer der Ansicht, dass meine Reaktion überinterpretiert wurde, aber die beiden kennen mich schon lange – und nicht nur durch Spiele, sondern auch in vieler anderer Hinsicht sehr gut. Wenn sie eine „schockierende“ Reaktion sehen, dann ist das eine Warnung. Es gab noch mehr. In meinem Kopf vereinigten sich zudem an manchen Stellen Kleinigkeiten, die mein Mann tat (und die eigentlich gar nicht schlimm waren) zu einen vor-sich-hinsingen der Zeile „You know the bed feels warmer sleeping here alone“ aus Kelly Clarksons „Stronger“, weil ich vor lauter Druck das Schöne nicht mehr sehen konnte, all die wichtigen Dinge, die ich aus meiner Beziehung und meinen Freundschaften nehme.

Nun hätte ich aus diesen Momenten, die durchaus nicht wenige waren, einen radikalen Schnitt ableiten können. Zeitweise hätte das vielleicht sogar richtig gewirkt. Es klingt einfach, schafft aber neue Probleme. Meistens kommen solche Probleme aus sich selbst heraus und aus den anderen heraus. Meistens stauen sie sich eine Weile an und lassen sich nicht oder nur mit massivem Kollateralschaden auch auf sich selbst schnell und radikal lösen. Das angesammelte Problem aus vielen kleinen, lösbaren Komponenten, die zu einem verstopfenden, unentwirrbaren Knäuel werden, nimmt man mit sich mit, wenn man es wie den Gordischen Knoten durchschlägt. Die losen Enden verknotet man doch wieder und die Hälfte des Knotens bleibt so unlösbar wie zuvor, durch das nonchalante Wiederverknoten vielleicht sogar noch unlösbarer als der ganze Knoten zuvor.

Liebgewonnenes und für das persönliche Leben und das Umfeld Wertvolles zu erhalten, das man im radikalen Schnitt verlieren würde, kann man aber schaffen. Oft sind die zugrundeliegenden Probleme schwer zu lösen – die Anfangseuphorie nach dem radikalen Schnitt überdeckt sie nur, dann kommen sie wieder. Man sagt ja gerne, dass Menschen doch immer wieder bei demselben toxischen Typus Partner landen, wie oft sie sich auch trennen. Es geht auch nicht darum, den Partner zu ändern, sondern einen nicht toxischen Umgang mit dem Typus Mensch zu finden, mit dem man sich instinktiv gerne verbindet, mit der Art Arbeit, die man gerne und gut macht, und den Hobbies und Freunden, die einem wichtig sind. Das ist unendlich viel schwerer und langwieriger als der radikale Schnitt, aber es ist auch nachhaltiger. Ohne tiefgreifende Analyse und Veränderung des Weges, der in die verfahrene Situation geführt hat, ändert sich nämlich auch nach Trennung nichts. Man wiederholt dann nur. Das Problem an diesen langwierigen, nachhaltigen Veränderungen ist, dass nach Erkennen des Problems erst einmal das Entwerfen von Veränderungen ansteht. Danach kommt das Umsetzen dieser Veränderungen – und insbesondere sich selbst zu verändern ist schwierig und dauert. Nach der Aufbruchsstimmung des erkannten Problems folgt die Ernüchterung: Es dauert, eine adäquate, nicht so viel Pendeln erfordernde Arbeitsstelle zu finden. Es dauert, bequeme und liebgewonnene Schuldzuweisungsmechanismen für eigene Unzulänglichkeiten abzulegen. Oft dauert es sogar, aus der Analyse der Komponenten der komplex-katastrophalen Situation die richtigen Veränderungen abzuleiten, das geht teils in Irrwege, teils ist es schlicht zäh.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn eine Situation über lange Zeit und viele, langsam zusammenkommende Komponenten unerträglich geworden ist, braucht’s eine langfristige Veränderung, die nachhaltig ist. Im ersten Moment mag ein radikaler Schnitt wie die Lösung erscheinen. Wenn der Schnitt Raum für diese Veränderung gibt und man mit dem Verlust all der schönen und wichtigen Dinge leben kann, die einen nicht viel früher abhauen haben lassen, okay. Ansonsten ist es aber die Sache wert, durch das tiefe Tal, durch den Trog zu gehen und gemeinsam mit denen, die einen in das Tal begleitet haben, den anderen Hang wieder zu erklimmen.

Ist ein bisschen wie mit einer Diät oder einem Burnout. Wenn ich über Jahre, vielleicht Jahrzehnte in falscher Weise zu viel gegessen habe oder in toxischer Weise zu viel gearbeitet oder das zu sehr an mich herangelassen habe, wird das nicht mit zwei Monaten Diät oder Psychotherapie, neuen Klamotten oder einem neuen Job gelöst. Die Mechaniken sind weiter in uns drin. Sie werden uns wieder an den Punkt bringen, wenn die Euphorie und die Aufbruchstimmung des Schnitts vorbei sind. Zwei Monate lang nix essen und dann wieder Burger im Vorbeirennen und Berge von Schokolade am Schreibtisch lösen das Problem nicht. Mit Beziehungen, Familie, Arbeit und dem Konglomerat aus Sozialem und Lebenswandel ist es auch nicht anders.

Am Ende des Tages hat man aus der furchtbaren Situation und einem unendlich erscheinenden Tal Automatismen geschaffen, die einen oben halten, wo vorher welche waren, die einen runterzogen. Ich bin heute glücklicher, stärker und zugleich rücksichtsvoller, aber auch besser im Einfordern von Rücksicht als noch vor drei, vier Jahren. Auch das verdanke ich dem Willen zu bleiben und der Scheu vor dem Davonlaufen, die mich ZWANGEN, an mir und meinem Umfeld zu arbeiten. Vielleicht ist dieses Verändern dann doch die radikalere Maßnahme als das Davonlaufen oder Rauswerfen.

Der innere Udo Bölts

Es gibt öfter Momente beim Laufen, da denke ich mir: „Mäh! Ich kürz‘ jetzt ab. Ich geh‘ jetzt nach Hause, statt durchzulaufen. Willnicht. Kannnicht. Gehtnicht.“ Nun ja. ÖFTER ist der falsche Begriff. Manchmal gibt es diese Momente. Selten, aber dann mit Macht.

In diesen Momenten höre ich erstmal in mich hinein. Warum passiert das jetzt? Habe ich zu wenig getrunken? Das hatten wir schonmal. Nach dem Lauf, den ich dann zwar laufend, aber zunehmend schleppend beendet habe, ging es mir einen Tag lang schlecht. Richtig schlecht. Fehlt’s vielleicht an Energie? Auch das kann man nicht einfach wegdiskutieren. Es gibt noch andere Dinge, die man dann rasch durchgeht – zum Beispiel auch den Darm, der ja durch die chronische, aber gut im Griff befindliche Krankheit auch beachtet sein will.

Ist es aber nichts davon, greift er. Der innere Udo Bölts. Natürlich taugen die bekannten Fahrer des Radsports der Neunzigerjahre nur noch bedingt als die Helden, als die Rennradfahrer gerne porträtiert werden – das Doping hat eine tiefe Schneise in den Sport gezogen. Es gibt solche, die überführt wurden, solche, die’s zugegeben haben und solche, bei denen man annimmt, dass sie einfach geschickter – krimineller waren. Udo Bölts hat’s zugegeben, aber wahrscheinlich auch vor allem deswegen, weil ihm klar wurde, dass es rauskommen würde. Deswegen will ich die beiden Beteiligten an der Szene, die mich seit dem damaligen, begeisterten Schauen der Tour de France begleitet, nicht zu Helden hochstilisieren. Dass ich aber Straßenradrennen als mit das Spannendste, Interessanteste zum Anschauen im Sport empfinde, das ich mir vorstellen kann (neben Eiskunstlaufen und American Football), daraus möchte ich genauso wenig einen Hehl machen. Also zurück zur Szene.

Der innere Udo Bölts also. Damals, 1997, war in meiner Familie zumindest bei meinen Vater und mir das Radsportfieber in vollem Gange. Mein Vater hatte das Rennradfahren angefangen, weil er wegen seiner Muskeldysbalance im Knie nicht zur Krankengymnastik wollte – und so fuhren vor allem mein Vater und ich, aber auch meine kleine Schwester den größten Teil der 90er-Jahre über Rennrad. Es war das erste Mal, dass ein Sport mich wirklich begeisterte – zum Selbstmachen und Zuschauen. Tour de France schaute ich mit Begeisterung – schon zu Zeiten eines Miguel Indurain, dann die Siege von Bjarne Riis und schließlich Jan Ullrich. Leider hatte ich 1997 meinen Radunfall – ein Geländewagen erwischte mich auf einem Feldweg, die Schuld lag bei mir, der Geländewagen war von rechts gekommen. Gesehen und gehört hatte ich ihn dank eines Maisfeldes und leichten Windes nicht. Bei jener Etappe durch die Vogesen, auf der die berühmte Szene passierte, lag ich im Krankenhaus mit einem knöchernen Bandabriss, schaute unablässig Tour de France und bekam zwei Trikots des Teams Telekom geschenkt, um mich zu trösten – eines von meinen Klassenkameraden, eines von meiner Familie. Und so bekam ich die Szene mit – in den Vogesen hatte Jan Ullrich, Gesamtführender im gelben Trikot, späterer Gesamtsieger, bei der Verfolgung einer Ausreißergruppe eine Schwächephase. Udo Bölts als Helfer des Teamkapitäns motivierte ihn mit dem Satz:

Quäl Dich, Du Sau!
Udo Bölts zu Jan Ullrich, Tour de France 1997

Und so tritt, wenn ich mal schwächele beim Sport, mein innerer Udo Bölts in Aktion und ruft mir zu: „Quäl Dich, Du Sau!“ Nun ja. Und dann geht’s meistens wieder.

Die anderen sind bestimmt fleißiger …

Zur Zeit begreife ich anhand eines kleinen Wettbewerbes ein Problem, das mich in meiner Motivation gerade gar nicht beschäftigt, aber in manch anderen Phasen eine echt harte Nuss war und bestimmt auch wieder sein wird.

Es geht um die Frage: „Warum soll ich bei etwas mitmachen, bei dem bestimmt die anderen doch eh fleißiger, daher besser sind und ich somit eh nicht gewinne?“ Dieser Mechanismus kann einen leicht dazu bringen, gar nicht erst mitzumachen, gar nicht erst anzufangen. Mit solch einer Einstellung läuft man aber keinen Halbmarathon – und auch kommendes Jahr keinen Marathon. Da ich dieses Jahr Halbmarathon gelaufen bin, habe ich offenbar einen Weg gefunden, dennoch anzufangen, dennoch mitzumachen. Warum also nun dieser Beitrag?

Ich nehme zur Zeit an der „Kilometerfresser-Challenge“ des rennwerks teil. Dabei geht es darum, im nun etwas lauffeindlicher werdenden Herbst möglichst viele Kilometer in den zwei Wochen vom 09.10. bis zum 22.10. zu laufen. Bonus gibt’s über Likes für Laufbilder auf der Facebook-Seite des rennwerks. Nun wollte ich unbedingt dabei mitmachen – natürlich locken die Preise: Laufschuhe nach eigener Auswahl, Laufbekleidung, Gutscheine … und zwar ein Haufen davon. Die Preise gehen bis hinunter zu den letzten Plätzen, zumindest nach Anmeldestand bei Beginn der Challenge. Bei mir setzt nun ein: „Ich mache bestimmt nur Laufbilder, die keinem gefallen und muss mir meine Likes von meinen Freunden erbetteln – und bestimmt laufen andere viel mehr als ich.“ Vielleicht ist das so. Vielleicht auch nicht. Außerdem: Andere verlinken auch ihre Freunde unter ihrem jeweiligen Bild, damit diese Liken. Alles ganz normal.

Jetzt kann man von zwei Seiten fragen: Einerseits: „Was ist so schlimm dran? Ist doch nur ein Spiel!“ Das ist richtig, aber es fällt mir schwer, es als solches zu nehmen, wenn es um etwas geht. Ich möchte mir keine Hoffnungen machen – wie vielleicht auch der eine oder andere hier möchte ich Dinge nur angehen, wenn was dabei rumkommt. Das gilt für so eine Challenge, für’s Laufen, aber auch für viele, viele andere Aufgaben. Wenn es von vorneherein sehr wahrscheinlich ist, dass es scheitert, will ich es nicht machen. Deswegen mache ich auch eher wenig Glücksspiel. Bei der Laufchallenge kann ich meine Chancen beeinflussen, und das fühlt sich gut an. Dass ich annehme, dass andere mehr laufen und mehr Likes bekommen, fuchst mich dabei – dabei ist doch genau der Wettstreit das Interessante dran. Nun kann die zweite Frage kommen: „Wenn sie das so sieht, warum tut sie sich das an?“ Naja. Die Antwort darauf ist eigentlich einfach und doch nicht. Wenn man’s nicht anfängt, nicht mitmacht, kann gar nichts bei rumkommen. Und laufen würde ich eh. Bei anderen Dingen: Aufgaben erfüllen müsste ich eh. Also kann ich’s auch gleich machen. Der andere Punkt, speziell bei der Challenge ist: Es motiviert mich, nun doch noch etwas mehr zu laufen. Das macht Spaß, tut mir, meinem Geist, meinem Körper gut. Das weiß ich und das spüre ich. Und mal davon ab: Vielleicht bin ich ja gar nicht so … also … so schlecht. Vielleicht ist es nur diese dumme kleine Stimme in meinem Kopf, die mir immer einzureden versucht, ich sei minderwertig, die einerseits meinen Ehrgeiz weckt und mich andererseits runterzieht – und von der ich nur das erste nehmen sollte, das zweite dann aber ablehnen.

So, was hat Talianna nun? Wieso stellt sie sich so an? Der Vorteil dieses Beitrages ist, dass ich nun, nach dem Schreiben, mir selbst sage: „Eben! Was stelle ich mich so an? Wenn’s was wird – toll. Wenn nicht, habe ich dabei was gelernt, bin vorangekommen, habe was für mich getan. Ich könnte nur verlieren, wenn ich’s nicht mache.“

Neuanfang

2017 war ein seltsames Jahr. Dabei ist es noch gar nicht vorbei. Immer wieder klingt mir in letzter Zeit über das Radio Cluesos „Neuanfang“ in den Ohren, und das charakterisiert das Jahr 2017 doch nicht so schlecht, wenn ich mir das so ansehe.

Neben dem Laufen, dessen großen Einfluss auf mein Leben man hier bei The Highway Tales nur schwer übersehen konnte, kamen noch andere Dinge neu auf. Meine kleine Schwester hat geheiratet, mein Vater hat sich von der Frau getrennt, mit der er nach dem Tod meiner Mutter fast neun Jahre zusammen war. Ich war seit langem mal wieder Tanzen – und das nicht nur einmal, ich habe so viel und so ausführlich Freunde überall in Deutschland besucht, wie schon seit über zehn Jahren nicht mehr. Ich habe meine Kopfschmerzen erheblich reduziert – und meine Colitis ulcerosa im Griff behalten, obwohl ich das Immunsuppressivum begleitet durch meinen Arzt abgesetzt habe.

Das alles liest sich wie ein Jahresrückblick? Ist es dafür nicht zu früh?

In der Tat. Für einen Jahresrückblick ist es noch zu früh. Das Jahr 2017 ist erst zu drei Vierteln vorbei. Drei Monate sind es noch bis zum Jahresende – aber drei Monate sind auch meine Kündigungsfrist. Ich werde ab 01.01.2018 eine kürzere Strecke pendeln, etwas Anderes arbeiten. Natürlich sind Neuanfänge Chancen, natürlich sind Neuanfänge auch Weiterentwicklungen. Neues, Veränderung macht aber auch etwas Angst – und auch diese habe ich. Das kenne ich aber schon: Vor neuen Dingen, vor Veränderung keine Angst zu haben, das wäre gelogen. Ob das bei anderen Leugnung, ein wirklich so furchtloser Blick in ungewisse Zukunft oder ein stärkeres Selbstvertrauen sind, kann ich nicht beurteilen. Für mich ist diese Angst ein Hilfsmittel, neue Dinge nicht zu leicht zu nehmen, so dass ich sie wieder zerstören könnte. Aller Anfang ist fragil.

Und dennoch brauche ich derzeit auch öfter mal den Schubs aus dem Radio. In diesem Falle nicht das symptomatische „Neuanfang“, sondern Mark Forsters „Sowieso“. Egal was kommt, es wird gut, sowieso. Das wäre schön. Damit es so gut kommt, muss dieser Respekt vor der Veränderung ein bisschen kribbeln und es mich ernst nehmen lassen. Dann wird’s aber auch gut. Vielleicht nicht „sowieso“, aber eben doch.

Mal sehen, wann ich es auf die Reihe bekomme, die „Über mich“-Seite zu aktualisieren … und wie ich es tu. So eindeutig ist die Strecke künftig nicht mehr. Vielleicht kommen auch Erzählungen vom S-Bahn-Pendeln dazu. Das wäre mal was ganz was Neues, so richtig schön salopp gesagt.

Sonnen-Euphorie

In den vergangenen Jahren war für mich die Sonne zwar nicht verboten, aber ich musste doch ein bisschen drauf achten – nicht nur, keinen Sonnenbrand zu bekommen, sondern darüber hinaus nicht zu viel in die Sonne zu kommen. Ich hatte eine gewisse Empfindlichkeit gegen die Sonne, wegen eines Medikaments: dem Immunsuppressor gegen meine Colitis Ulcerosa. Dieses Frühjahr habe ich – in Abstimmung mit meinem Arzt – das Medikament abgesetzt.

Und siehe da: mit Sport, etwas anderer Ernährung und dergleichen geht es mir trotzdem gut. Klar, man achtet immer, wenn Anzeichen von Durchfall da sind, besonders drauf, ob es die Krankheit sein könnte. Wenn es gar nicht geht, muss halt das Immunsuppressivum wieder hochgefahren werden. Aber so lange es währt, werde ich es genießen. Einen Monat bin ich schon ganz „runter“ von dem Medikament, zuvor habe ich ausgeschlichen. Mein früherer Gastroenterologe erklärte, auf der Dosis, die ich seit Januar hatte, wirke das Medikament eigentlich gar nicht. Seit dem hat sich kein Anzeichen meiner Krankheit gezeigt. Klar, hin und wieder denkt man: „Dieses oder jenes Anzeichen … „, aber all das hat sich als normale Fluktuation herausgestellt, wie sie nicht an der Krankheit leidende Personen auch haben.

Un somit darf ich wieder an die Sonne, so lange ich keinen Sonnenbrand riskiere, ich muss mir nicht drei- oder viermal so viele Sorgen machen wie andere Menschen. Ich gucke nach draußen, sehe die Sonne, den klaren, blauen Himmel und denke: „Juhu, nachher gehst Du eine Runde spazieren, eine Runde laufen, spürst die Sonne auf der Haut und nichts, rein gar nichts schmälert den Genuss dieses warmen Gefühls.“ Das ist ein großartiges Gefühl!

Schön ist auch das Wissen, dass ich mit meinem neuen Frühstück das nebenwirkungsfreie, lokal im Darm Entzündungen hemmende Medikament länger an der richtigen Stelle halte – die Haferkleie haben zudem noch den Vorzug, dass sie die Darmschleimhaut-Zellen besser ernähren, weil Butylat-Reste entstehen, welche von den Darmzellen zur Energieerzeugung benötigt werden. Vielleicht hilft das auch, aber insgesamt bin ich auch zuversichtlich, dass ohnehin der Krankheitsverlauf meiner Colitis Ulcerosa – wie das oft mit der Zeit ist – mit zunehmendem Abstand vom Erstausbruch verflacht und ich somit zunehmend weniger – und wenn doch, weniger heftige Probleme damit haben werde.

Und so werde ich nun gleich rausgehen und die Sonne genießen, wenn ich eine Laufrunde um’s Dorf drehe.

Kein Plan …?!

Ich weiß, dass ein Trainingsplan total sinnvoll ist und mir helfen würde, meine Ziele zu erreichen. Ich kenne die Vorzüge des Ganzen und würde mich auch dran halten wollen – nur dummerweise ist da das Pendeln. Das bedingt, dass ich recht unregelmäßig starke Verzögerungen beim Heimkommen hinnehmen muss. Fest geplante Abendaktivitäten gehen dann vor, Essen muss ich ja auch noch – und schon bin ich aus dem Plan raus. Deswegen habe ich im Moment für mich eine andere Basis gefunden:

Ich versuche, einen Rhythmus aus schnellen, langsamen und unterschiedlich langen Einheiten zu halten, streue auch immer mal Intervalle ein. Aber ich tu das ohne festen Plan, sondern mit dem Blick auf die Abwechslung und auch immer mal eine Ruhewoche zwischendrin, ohne mich vorab auf eine Abfolge festzulegen, oder gar auf Termine, die ich ja doch nicht halten kann.

Das Schöne derzeit ist, dass ich mich fast immer beim Heimkommen auf das Laufen freue wie verrückt. Ich muss unbedingt noch eine Einheit unterbringen, an vielen Tagen, weil ich weiß: Es tut mir gut. Es macht mir Spaß. Gelegentlich muss ich auch eine Einheit unterbringen, um zu verhindern, dass meine Verspannungen von Staufahrt und Büro sich in Spannungskopfschmerzen am nächsten Tag verwandeln. Wie gesagt, es läuft, und es läuft richtig gut. Das Gewicht fällt, aber nicht in freiem Fall, sondern so, dass ich es bei gegebener Marke (voraussichtlich werden das 65 oder 66 Kilogramm bei meinen 174 Zentimetern Körperhöhe) mit „mehr Essen“ fangen muss. Die Geschwindigkeit steigt, zumindest, wenn ich die Herzfrequenz konstant halte. Klar gibt es ein Auf und Ab, natürlich ist nicht ganz klar, auf welches genaue Ziel an Strecke und Tempo ich zusteuere. Aber es läuft, und zumindest die zehn Kilometer in einer Stunde sind in eine Nähe gerückt, die ich beim Wiederanfangen im März nicht für möglich gehalten hätte.

Eine Marke habe ich mir allerdings gesetzt: Ich möchte in diesem Jahr 600 Kilometer zu Fuß, laufend, zurücklegen. Das meint: 600 Kilometer oder mehr in diesem Jahr auf den Zähler bringen. Das ist nicht unrealistisch, wird mich aber auch bei der Stange halten, denn es dauert noch eine Weile, bis ich das erreichen werde.

Ich laufe also nach Gefühl, aber ich scheine resistent dagegen, es zu übertreiben und damit vor lauter „Hurra, ich bin schnell!“ in ein Übertraining zu kommen, trotzdem bleibe ich dran. Ich bin froh, dass das so geht, denn mein innerer Schweinehund und seine Reaktion auf geplante, versäumte Einheiten passt nun wirklich nicht mit der Kombination aus Pendeln, Baustellen auf der Strecke und Trainingsplan zusammen.

Übermut

Gestern war es mal wieder so weit. Der Verkehr in der vergangenen Woche war alles andere als Spaß, dazu kamen einige Dinge, die auf der Arbeit schnell gehen sollten – aber wie das so oft ist, eben genau nicht schnell gingen. Am Ende klappte es doch und es bleibt das stolze Gefühl, es selbst hingekriegt zu haben und dabei noch besser, weil ich genau wusste, was unser Labor braucht, an Software. Der Freitag brachte mit einer wundervollen Aktion für Besucher im Labor ein weiteres Belohnungserlebnis.

Mit dieser Woche in den Knochen, den Erfolgen in der Erinnerung, einer wundervollen zurückliegenden Begegnung in der Erinnerung und der Vorschau auf einer wundervolle Begegnung heute ging es endlich mal wieder Laufen. Ich war fast zehn Tage nicht mehr auf der Strecke gewesen (yay, ein korrekt verwendetes Plusquamperfekt!) und hungerte danach. Schwierige Bedingungen – denn man neigt dazu, mit zu viel Motivation zu schnell zu starten. Naja, vielleicht nicht „man“, aber ICH tue das. Und genau das tat ich dann auch. Nach den ersten 500 Metern zeigte die Lauf-App 5:23/km als Tempo an. Ich nahm mir vor, etwas langsamer zu laufen, aber nach zwei Kilometern standen da immer noch 5:27/km, der Puls war ziemlich weit oben, aber es fühlte sich gut an. Ich ignorierte, dass im Dorf die Feuerwehr zu einem Brand unterwegs war – man sah die Rauchwolke – und lief weiter. Stolz darauf, Gaffer-Versuchungen zu widerstehen, bog ich auf meine Acht-oder-zehn-Kilometer-Runde ein. Bei vier Kilometern standen IMMER NOCH 5:25/km auf dem Display, der Puls war immer noch hoch, es fühlte sich immer noch gut an, aber mir war klar: Das Tempo über zehn Kilometer durchhalten wird schwer. Nach etwas über 5 Kilometern zurückgelegter Strecke legte ich eine halbminütige Gehpause ein, bog auf die acht-Kilometer-Variante meiner Runde ein und machte wieder Tempo, das dann bis zu Hause funktionierte.

Im Endeffekt landete ich bei 5:37/km, was für mich bei meinem derzeitigen Trainingsstand beeindruckend ist. Klar, ich bin es wie einen Wettkampf gelaufen und mache heute auch einen ruhigen Tag, morgen wird wahrscheinlich nur ein entspannter Lauf mit meinem Mann anstehen. Der Laufapparat zeigte sich wenig beeindruckt am selben Abend, heute habe ich leichten Muskelkater an den Außenseiten der Waden, allerdings merkte ich, dass der Energie-, Sauerstoff- und Wärmetransport im Körper gestern seinen Trainingsreiz bekommen hat.

Wenn ich mit dem Campus-Run der Uni Stuttgart vergleiche, auf dem ich 2014 eine 12-km-Runde in 1:02:00 gelaufen bin, schnellster Kilometer bei 4:21, dann bin ich noch immer eher langsam. Andererseits hatte ich im Jahr 2014 nicht so konsequent aufgebaut wie dieses Jahr – obwohl es auf einen Wettkampf hinging. Dieses Mal ist einfach das Ziel, mehr Strecke in derselben Zeit zu laufen, um einfach fitter zu sein und in derselben Zeit mehr Kalorien raushauen zu können. Und dafür war das gestern nicht nur ein Fortschritt, sondern ein motivierendes Erfolgserlebnis.

Jetzt muss ich erstmal wieder in die geplanten, weniger impulsiven Schritte, mit weniger „Juhu-ich-bin-schnell“-Läufen und mehr geplantem Ausdauer- und Tempo-Aufbau. Aber die zehn Kilometer in fünfzig Minuten sind nicht mehr so weit entfernt, wie sie es die letzten Jahre schienen – vielleicht wird’s ja doch irgendwann wieder zu einem Wettkampf kommen, vielleicht über 10 oder 12 Kilometer. Und dann bin ich vielleicht schneller als 2014 beim Campus-Run, ohne dass ich anschließend wegen Überforderung in einen Colitis-Ulcerosa-Schub falle.

Maschine: läuft.

Faule Woche

Man soll ja immer auch Regeneration einstreuen, wenn man Sport treibt. Beim Laufsport sind in den Trainingsplänen stets „vierte“ Wochen drin, nach meinem Eindruck, in denen die Laufleistung erheblich geringer ist.

Meine abgelaufene Woche war – ungeplant – eine solche vierte Woche. Durch den Feiertag mit einem Besuch bei den Schwiegereltern anlässlich der Geburtstagsnachfeier des Schwiegervaters, durch einige Dinge zu tun und außerdem die längere Anfahrt zu zwei Tagen Fachkundeaktualisierung im Strahlenschutz war einfach wenig Zeit. Ich habe zwar nicht nur, aber vor allem am Laufen „gekürzt“. Auch das Wochenende war von Terminen geprägt, vor allem auch noch von ungeplanten Änderungen bei Terminen – der Mann einer Freundin hat sich verletzt, daher mussten wir bei einer gemeinsamen Unternehmung umdisponieren, stattdessen war ich auf einer Geburtstagsfeier, die ich eigentlich wegen der Terminkollision mit der vorgenannten Unternehmung abgesagt hatte. Tja, und so ergab es sich, dass ich vergangene Woche nur einmal gelaufen bin, und das weder besonders schnell noch besonders weit.

Ich hoffe, es war eine Regenerationswoche – und nicht der Anfang eines Motivationsverlusts. Das habe ich leider in den vergangenen Jahren auch das eine oder andere Mal erlebt, dass nach solch schlechten Wochen irgendwie der Rhythmus raus war. Klar, man kann solche Wochen planen und dann einen festen Plan finden, wie man die Woche drauf wieder Gas gibt. Das ist aber für mich recht schwer mit meinem manchmal nicht voll vorhersagbaren Alltag zu vereinbaren.

Drückt mir bitte die Daumen, dass ich – nein, WIR, mein Mann UND ich – diese Woche wieder mit Laufschuhen auf die Strecke kommen!

Meines Mannes Schienbeine

Die oben genannten Schienbeine sind es, die mir gerade ein bisschen Gedanken machen. Ich erinnere mich, dass meine beim Anfangen mit dem Laufen auch ein bisschen Probleme machten, das aber schnell wegging. Nun laufen wir drei Wochen zusammen und haben – manchmal mehr, manchmal weniger – seine Schienbeine zum Schmerzen gebracht. Er ist motiviert, er will das wegbekommen. Aber erstens hat er natürlich ein bisschen Sorge, dass es was Schlimmes ist und er es schlimmer macht (ich glaube das nicht, aber ausgeschlossen ist es ja nicht, insofern lieber nachgucken!), und zweitens raubt es die Motivation. Zwar geht’s mit kurz hinsetzen, selbst mit kurz gehen schnell wieder besser, aber über einen Lauf mit Gehpausen von 2,5-3km bereitet es ihm bereits Probleme. Nach dem Laufen ist es auch mit fünf bis zehn Minuten Ruhe wieder weg.

Für mich ist sehr beeindruckend, dass er selbst bereit ist, zum Arzt zu gehen, um das Ganze zu lösen. Unser Hausarzt hat eine Zusatzausbildung als Sportmediziner und kann ihm hoffentlich helfen. Außerdem muss ich sagen, dass ich von seiner Motivation – trotz der Schienbeine! – sehr beeindruckt bin. Heute wie auch letzte Woche einmal hat er die Initiative gezeigt und mich mitgenommen auf die Laufstrecke, wo ich eigentlich schon auf dem Sofa festzuwachsen drohte. Das ist für mich natürlich auch ein Motivationsschub.

Ich hoffe, dass ihm der Arzt was empfehlen kann – und außerdem natürlich vor allem, dass es nichts Schlimmes ist, sondern etwas, das sich mit der Zeit verlaufen wird. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Strategische Faulheit

Ich habe in den letzten Wochen ja keinen Hehl daraus gemacht, dass ich mal wieder am Laufen bin. Auch, dass ich vielleicht ein bisschen an der Ernährung rumspiele, das habe ich hier aufgezeigt.

Grundsätzlich bin ich derzeit allerdings – naja, eigentlich nicht mehr zwiegespalten. Als ich im März auf der Waage stand, bin ich ein bisschen erschrocken. Dass ich schwerer bin als noch vor einem Jahr, wusste ich. Aber dass aus den ehemaligen 66-68kg nun über 75kg geworden waren, das fand ich durchaus bestürzend. Also musste was gemacht werden. Ich weiß sehr genau, dass 75kg bei meinen 174cm Körpergröße für mich noch nicht alarmierend genug sind, um die Faulheit zu überwinden, Kalorien zu zählen. Also habe ich beschlossen, dass ich wieder laufen gehen muss und mein morgendliches Frühstück umstelle – über beides habe ich gebloggt.

Technisch gesehen ist essentiell, dass einfach mehr Kalorien rausgehen als rein. Am abendlichen Essen was zu ändern, dafür fehlt mir im Moment der Elan, aber das Frühstück ein bisschen anders zu gestalten und 2000kCal bis 2500kCal pro Woche zusätzlich über das Laufen rauszuhauen, das geht. Damit wird es zwar nicht schnell gehen, aber immerhin passiert etwas – und das genügt mir vorerst. Großer Alarm war eh nicht angesagt, da ich noch am oberen Ende von BMI 20-25 liege. Mittlerweile sind’s schon zwei Kilo weniger, optisch hat sich noch mehr getan. Gefühlt ist das schnell genug – zumindest für mich.

Im Moment ist mein Ziel, in derselben Zeit mehr laufen zu können – also schneller zu werden – und damit bei gleichem Zeitaufwand für’s Laufen mehr zu verbrauchen, dabei auch insgesamt fitter zu werden und ansonsten dabei zu bleiben. Die letzten Jahre kam immer recht schnell die Ambition für einen Wettkampf, das ist dieses Jahr nicht so. Ich will es langsam und vorsichtig aufbauen, dafür um so nachhaltiger. Dabei unterstütze ich auch, dass ich in Absprache mit meinem Arzt eines meiner Medikamente gegen die Colitis ulcerosa – nämlich den Immunsuppressor – abgesetzt habe. Ich will im Sommer nicht über jedes bisschen Sonne dreimal nachdenken, wegen des durch den Immunsuppressor erhöhten Hautkrebsrisikos. Da der Darm auf behutsame Belastung des Lauf-Systems (Beine, Rumpf, Herz) eher gut, auf starke und zu lange Belastung eher nicht so gut reagiert, ist Behutsamkeit eh der Schlüssel. Und bisher funktioniert’s. Dazu kommt, dass mein Mann das Laufen angefangen hat – auch darüber habe ich geschrieben. Es motiviert, die Trainingseinheiten mit ihm einzustreuen – meine eigenen im eigenen Tempo brauche ich freilich auch noch, da ich doch schon ein bisschen mehr Lauftraining intus habe als er.

Insgesamt kann ich also sagen: Ich bin zu faul, zu hedonistisch, auf jedes Körnchen meiner Ernährung zu achten, ein Kalorienkonto jeden Tag aufzumachen – und wo die Zufuhr fix ist, muss halt der Verbrauch hoch. Das kostet mich weniger Faulheitsüberwindung. Strategische Faulheit eben. Fühlt sich gut an!

Nebenbei: Heute waren es bei Nieselregen 5,5km in 35 Minuten. Wird!