Dämmermarathon 2022 (Teil 1)

Seit dem September 2019 bin ich keinen Wettkampf über die Marathon-Distanz mehr gelaufen. Damals habe ich beim Badenmarathon in Karlsruhe ein Personal Best von 3:18:33 aufgestellt, viele Erfahrungen zur Einteilung des Marathons, zur Schuhwahl und dergleichen gesammelt – und dann war mit der Corona-Zeit erstmal nichts los mit Marathon-Wettkämpfen. Ich bin in dieser Zeit Marathondistanz gelaufen, aber nicht im Wettkampf.

Am 14.05.2022 stand dann der Dämmermarathon in Mannheim wieder an. Wo ich doch eigentlich endlich über den roten Teppich durch das Mannheimer Schloss laufen wollte – und ursprünglich sogar noch etwas ganz anderes geplant war, nämlich der Trollinger-Marathon in Heilbronn, lief ich nun die Doppelrunde durch Mannheim: Wasserturm-Seckenheim-Wasserturm-Quadrate-Wasserturm… und dann dasselbe nochmal. Ich hatte nach einer Erkältung im Februar, einem neuen 15er-Personal-Best beim Rißnertlauf und dem Trainingslager in Apulien durchaus gemischte Signale erhalten, was in Mannheim herauskommen könnte, zumal ich ja letztes Jahr im Herbst lange und mit viel Formverlust krank war.

Nun, wie soll ich sagen: Vieles hat funktioniert. Manches nicht – wollte ich doch negativen Split laufen. Aber das Ergebnis spricht für sich:

Ich bin noch immer zu platt, zu erschöpft, zu euphorisch, um so richtig zusammenzubauen, wie es genau lief, die Fotos zu sichten und all das. Das kommt irgendwann kommende Woche. Für’s erste kann ich sagen: Mindestens ein neues Personal Best, also 3:18:32 hatte ich angepeilt. 3:14:59 war das erklärte, zu unterbietende Ziel, und irgendwas im Bereich 3:10:xx zu erreichen, das war ein Maximalziel, ein Traum. Am Ende waren es sogar vier Sekunden weniger als 3:10:00, die auf der Uhr standen. Dass ich noch dazu Dritte wurde und neben einer Duathlon-Weltmeisterin (der Siegerin) auf dem Treppchen stand, war das Sahnehäubchen.

Völlig irre. More to come, stay tuned.

Der April gelaufen: Weg zur Topform

Das Monatsfazit des Sport-Aprils dieses Jahr fällt lauflastig aus. Der April war der Hauptanteil meiner Vorbereitung für den kommenden großen Wettkampf: Am 14.05. werde ich beim SRH Dämmermarathon in Mannheim ein drittes Mal die 42,195 Kilometer im Wettkampf unter die Sohlen nehmen. Eigentlich war geplant, beim Trollinger-Marathon in Heilbronn bereits am 08.05. Marathon zu laufen, mit über 300 Höhenmetern auf der Strecke und entsprechend reduzierten Erwartungen an die Zeit. Nun ist es eine Woche später der superflache, bestzeitenfähige Dämmermarathon geworden.

In die Vorbereitung hinein fügte sich perfekt, dass der Lauftreff der LG Hardt, an dem ich nahezu jeden Sonntag teilnehme, in der Karwoche ein Trainingslager in Apulien veranstaltete. Parallel habe ich ein Buch gekauft und bin noch dabei, es zu lesen – nämlich „Greif – for running life“ von Peter Greif, das sich ja zentral um die Marathon-Vorbereitung dreht. Entsprechend habe ich auch mein Training gestaltet und bin zum ersten Mal seit langem wieder mehr Kilometer gelaufen in einem Monat, als ich im selben Monat Rad gefahren bin. Besonders im Trainingslager habe ich parallel sehr konsequent abends Yin-Yoga gemacht, Rumpfstabis in der einen oder anderen Form habe ich auch jeden Tag im April gemacht, und fünf Minuten Dehnen, vor allem für Nacken, Hüftbeuger und Waden waren auch jeden Tag dabei, meistens ein Stück mehr.

Nun ist er rum, der April… und ich habe über 75 Stunden bei Ausdauersport-Aktivitäten verbracht. Davon war der größte Teil beim Laufen und das meiste im aeroben Grundlagenausdauerbereich.

Das Rad hatte ich in Apulien nicht dabei, und erstmals seit April 2020 bin ich auch mal wieder Teile des Arbeitswegs gelaufen, genau genommen habe ich den langen Tempodauerlauf (20 Kilometer im Marathonrenntempo) als Arbeitsweg bestritten. Das Rad kam entsprechend etwas kurz, auch vieles sonst…

Laufen – Marathon-Vorbereitung

Die wesentlichen Komponenten der Marathon-Vorbereitung im „Greif“ sind Tempodauerläufe im Marathonrenntempo, Intervalle (oder eher: Wiederholungen mit Erholung dazwischen) im Halbmarathonrenntempo sowie lange Läufe mit Endbeschleunigung. Dass ich mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung keinen superanstrengenden Greif-Countdown in Reinkultur machen würde, war mir klar… aber es kam doch erschreckend nahe.

Lange Läufe (32 bis 38 Kilometer mit von Woche zu Woche längerem „schnellen Ende“) gab’s zuhauf, alleine vier im April. Ein fünfter soll heute am ersten Mai folgen, während dieser Beitrag erscheint. Tempotreppen (2-3-4 oder 4-3-2 Kilometer im Halbmarathonrenntempo, jeweils mit einem Kilometer Pause dazwischen) gab es zwei, lange Tempodauerläufe drei. In regenerativem und extensivem Tempo bin ich auch eine Menge dazwischen gelaufen, außerdem gab’s in Apulien zweimal kurze Hügel-Sprint-Wiederholungen. Immer habe ich zwischen zwei intensive Trainings mindestens eine Tag mit langem, aber sehr viel weniger intensivem Training gelegt. In Zahlen bzw. Diagrammen:

70 % meines nach Modellen berechneten Grundverbrauchs habe ich im April beim Laufen zusätzlich an Kalorien rausgeblasen. Mit 530 Kilometer in knappen 50 Stunden sowie insgesamt fast 4300 Höhenmetern, davon die meisten im hügeligen Apulien, war das der laufintensivste Monat meiner bisherigen Sport-Karriere – mit deutlichem Abstand. 4200 Höhenmeter hatte ich zwar schonmal erreicht, aber der April 2022 brachte ganze 70 Kilometer mehr Laufstrecke als der bisher intensivste, der Oktober 2020. Im Schnitt war ich 17,6 Kilometer pro Tag unterwegs. Allerdings waren es natürlich nicht jeden Tag fast 18… sondern an etlichen Tagen 30 oder mehr, an anderen deutlich weniger. Schließlich braucht man für den Marathon die langen Läufe und zwischendrin Erholung.

Ein Achtel meiner Läufe im April waren länger als 32 Kilometer, wie man an der blauen Linie im Quantil-Plot sieht, ein weiteres Achtel länger als 25 Kilometer, also bei der grünen Linie. Es waren aber auch einige kurze dabei. Fast ein Viertel meiner Strecke habe ich auf den geplanten Marathon-Schuhen zurückgelegt, auf Altra Escalante Racer. Das Experiment mit dem Altra Vanish Carbon ist nicht mehr als das – ein Experiment. Vielleicht laufe ich darauf mal einen Marathon, aber nicht diesen. Dafür habe ich zu wenig Praxis auf den Schuhen. Auf dem etwas gedämpfteren, schwereren Bruder der Esclante Racer, dem Escalante selbst, habe ich fast eine weitere Hälfte meiner Kilometer gemacht. Auch das zielt auf einen Marathon auf Escalante Racer hin. Die Performance ist dabei viel besser geworden…

Deutlich ist zu sehen, dass mein Puls unter der langjährigen mittleren Kurve, die Puls und Geschwindigkeit in Beziehung setzt, geblieben ist, für die Aktivitäten im April. Das heißt, ich laufe derzeit effizienter und mit niedrigerem Puls schnell. Das sieht man auch an den abgeleiteten Leistungswerten – statt Watt (Joule pro Sekunde) gebe ich hier Joule pro Herzschlag und Joule pro Schritt oder Tritt an. Die verrichtete physikalische Arbeit pro Schritt ist gleich geblieben, aber Schrittfrequenz ging hoch, Herzfrequenz dabei runter. Beim Radfahren ist der Effekt nicht da, ich habe auch sehr laufzentriert trainiert. Zu guter letzt sieht man deutlich, dass sowohl der Ruhepuls als auch die zusätzlichen Herzschläge über den Ruhepuls hinaus pro gelaufenen 100 Metern deutlich gesunken sind – ein Zeichen, dass ich fit bin, fit wie selten in meiner Laufkarriere, und das trotz oder vielleicht wegen der hohen Trainingsbelastung.

Radfahren

…kam zu kurz. Arbeitswege, Einkaufen, mal ein paar nette Trainingsfahrten, aber nichts wesentliches. Nicht einmal 400 Radkilometer (387) stehen 530 Laufkilometern gegenüber.

Auch beim Radfahren sieht man, dass ich fit bin. Aber nicht so stark wie beim Laufen, denn ich bin weitgehend als Verkehrsmittel geradelt, Arbeitswege fielen in einer Woche durch das Trainingslager weg, zweimal bin ich zum Büro oder von dort heim gelaufen, statt Rad zu fahren. Fast ausschließlich kam der „Red Flash“, mein Arbeitstier zum Einsatz. Aber auch beim Radfahren sieht man deutlich, dass ich nach langer Krankheit im Herbst 2021 und Erkältung im Februar 2022 nun wieder richtig auf dem Vormarsch bin – wohl durch das intensive Lauftraining. Die zusätzlichen Herzschläge über den Ruhepuls hinaus pro 200 Meter Radstrecke („PRAGQ“, Puls-Reserve-Ausnutzungs-Geschwindigkeits-Quotient) ist am Sinken, ich brauche als über den Ruhepuls hinaus weniger zusätzliche Herzschläge für Radstrecke. Das Laufen trainiert also auch für’s Radfahren das Herz-Kreislauf-System.

Was bleibt und was kommt

Am Ende dieses Monats bleibt, dass mit dem Marathon zum Mahlberg am 31.03. sowie der Endbeschleunigung am 01.05. über 600 Kilometer Laufen in 32 Tagen in meinen Beinen stecken. Nun geht es ins Tapering für den Marathon. Im April hat die Läuferin die Radfahrerin fast noch einmal eingeholt, doch Radfahr-Tally wird nun wohl endlich und uneinholbar Lauftally davonfahren.

Ob alles für den Marathon geklappt hat, sehen wir am 14.05. – und ich bin gespannt, hoffe, meine Erwartungen begrenzen und die begrenzten erfüllen zu können.

Plötzlich Countdown

Zu meiner Verblüffung bin ich aus dem Trainingslager mit einem recht klaren Bild nach Hause gekommen, wie die zweimal zwei Wochen bis zum Dämmer-Marathon in Mannheim zu gestalten sind. Bis jetzt bin ich dahingehend ziemlich auf Kurs – nach einem Tempotraining gestern folgt morgen ein langer Tempodauerlauf, am Sonntag ein langer Lauf mit Endbeschleunigung. Nächste Woche wird das wiederholt, an Tagen ohne solche Formen sind lockere Dauerläufe eingeplant. Die zwei Wochen danach wird das Marathon-Renntempo verfestigt und der Umfang runtergefahren – und dann folgt der Marathon.

Ich bin ziemlich erstaunt, wie sehr ich schon auf Kurs bin und wie sehr der Fokus für den Dämmer-Marathon in Mannheim in meinem Kopf besteht und in einen Fahrplan umgesetzt ist. Eigentlich wollte ich den Trainingsplan „Countdown“ nach Peter Greif spielerisch für den Dämmer-Marathon testen und dann beim Baden-Marathon im Herbst einsetzen. Die zweite Hälfte scheine ich nun in Reinkultur haben zu wollen, jetzt schon.

Ich bin sehr gespannt, wie sehr ich noch abweiche und was am Ende dabei rauskommt. Aber ich merke schon jetzt, dass meine Marathon-Vorbereitung so fokussiert ist wie noch nie, so stark auf die Langstrecke zielt wie noch nie. Unterdistanzen spielen keine Rolle, mir geht es um eine tolle Marathon-Zeit und sonst gar nichts.

Nun darf nur nichts mehr in Sachen Infektionen oder sonstigen Notfällen schiefgehen und die Tagesform muss dann auch passen. Aber da steckt man nur bedingt drin. Die Vorbereitung ziehe ich jedenfalls so an, dass eigentlich die Form auf den Punkt kommen müsste.

Mahlberg-Marathon

Ich wollte schon lange mal wieder auf den Mahlberg hoch. Seit August 2021 war ich nicht mehr dort, am zweiten Weihnachtsfeiertag 2021 war ich zwar nah dran (Friedhof Moosbronn, Weihnachtslauf des Lauftreffs), aber nicht bis hoch auf den Gipfel gelaufen. Und so fragte ich mich, wann ich das mal wieder machen möchte. Bis Ende Februar wurde es noch zu früh dunkel, um mit meinen beiden Laufpartnern, mit denen ich den Mahlberg jede Woche im Frühjahr und Sommer 2021 belaufen habe, nach der Arbeit da hoch zu laufen. Es ist wirklich unkomfortabel, im Dunkeln da runter zu laufen – selbst wenn man die Schotterwege nimmt und nicht die Trails. Außerdem war ich im Februar ja noch krank gewesen, in der ersten Woche, und noch nicht wieder voll fit. Dann wurde einer meiner Laufpartner krank – und es war auch noch Covid! Also ging da erstmal gar nichts…

Am Dienstag habe ich dann einen Vortrag von Jonas Deichmann gehört und konnte auch kurz mit ihm sprechen, und da wollte mir dieses „Just do it!“ nicht mehr aus dem Kopf, mit dem er seine Abenteuer angeht. Nachdem ich am Mittwoch noch von den Radfahrten der ersten beiden Tage der Woche etwas platt war (Montag 64 Kilometer, Dienstag 54, jeweils im Kontext von Arbeitswegen und jeweils einer weiteren Station), ging ich es am heutigen Donnerstag an. Es war dann auch eine Premiere… denn ich wollte den Mahlberg nicht von Waldprechtsweier aus angehen, sondern von zuhause, von Bietigheim, mit 10 Kilometern flachem Anrennen in der Oberrheinischen Tiefebene und dann 10 Kilometern Anstieg vom Level der Tiefebene bis zum Gipfel – und danach zurück. Bei überschüssiger Kraft hätte ich noch den Eichelberg auf dem Rückweg mit überschritten. Zehn Kilometer flach hin, zehn Kilometer Aufstieg, etwas mehr als zehn Kilometer wieder runter und etwas mehr als zehn Kilometer flacher Transfer nach Hause – ein Marathon.

Am Anfang steht ein Beginn – „Just do it!“

Ich legte mir mein Zeug zurecht, zog mich an, ging nochmal auf die Toilette, packte alles ein – Ticket, Geld, ein wenig Wasser, das Handy – und zog los. Zweimal drehte ich um: Maske und Pulsgurt hatte ich vergessen. Dann ging es quer über die Hardt nach Malsch. Auf der Autobahnbrücke über die A5 fotografierte ich hoch in den Nebel… da lagen Mahlberg und Eichelberg und warteten auf mich, mit hochgezogener Augenbraue: „Die will hier hoch? Das wollen wir doch mal sehen!“

Zwischen den Bäumen neben der Brücke und dem Schornstein lauern sie im Nebel, die beiden geliebten Monster – Mahlberg und Eichelberg.

Ab dem Kreisel in der Mitte des Ortes Malsch ging es bergan – aber der richtige Kick-Off zum Anstieg ist für mich immer das Ortsschild am Ortsausgang von Malsch Richtung Waldprechtsweier. Es geht da schon ein bisschen hoch, vorher – aber ab da geht’s los, so richtig.

Das Warmup ist abgeschlossen. Nun geht es zur Sache.

Bereits die zwei Kilometer bis Waldprechtsweier steigt der asphaltierte Radweg an, im Ort geht es dann auch noch ein Stück hoch, dann links ab in Richtung Waldprechtstal, kurz ein bisschen flach – und dann beginnt er, der Weg das Waldprechtstal hoch. Ich folgte dem Weg bis zur Verzweigung – beständig bergauf, mal mehr, mal weniger, auf grobem Schotter. Einen Holztransporter umging ich kurz hinter dem Biergarten oberhalb der Sporthalle, dann war ich im Wald. Nach zwei oder drei Kilometern verzweigt der Weg – links geht es moderat hoch auf Schotterwegen zum Parkplatz des Friedhofs von Moosbronn, rechts steigt der Kübelwasenweg deutlich massiver an. Am Ende des Kübelwasenwegs geht es dann links hoch zum Mahlberg, rechts auf die Nordflanke des Eichelbergs. Ich bog links ab, die Steigung lässt nicht nach.

Ein Screenshot aus Garmin Connect. Markiert ist der Kübelwasenweg, der von Nord nach Süd ansteigt, ca. 40 Meter geht es hoch auf rund 600 Metern Distanz, im Mittel 6,5% Steigung.

Ein Anstieg reiht sich hinter den anderen, aber nach Querung der Straße zwischen Michelbach und dem Moosbronner Friedhof wird es richtig gemein. Ich mag diese Rampe eigentlich sehr gerne – nein, KEIN eigentlich. Ich mag diese Rampe sehr gerne. Dennoch ist sie heftig. Auf Strava heißt das Segment lapidar „Mahlberg, Rampe 1“. Treffender ist wohl die Bezeichnung „Rampe des Grauens“. Auf allmählich von sandigem Schlamm verschlucktem Schotter geht es auf 360 Metern Distanz 70 Meter nach oben, recht gleichmäßige 19,2% Steigung. Heute war es noch dazu schmierig, ohne das griffige Profil meiner Altra Lone Peak wäre es vermutlich echt schwer geworden. Nach der Rampe geht’s links hoch und dort war der Pfad völlig von großen Traktorenrädern zerpflügt, noch weiter oben lagen zehn Zentimeter dick Tannen- oder Fichtenzweige, es war wirklich schwierig, dort zu laufen. Einfacher wurde es dann, als ich rechts auf den felsigen Treppentrail abzweigte… und dann hatte ich es geschafft:

Glücklich am Gipfel.

Und wieder runter…

Auf dem Abstieg nervte eine kombinierte Falte von Socke und Zunge des Schuhs auf der rechten Seite, aber das ließ sich mit einem beherzten Griff beheben. Als ich dann aus Richtung des Friedhofs Moosbronn an die Abzweigung des Kübelwasenwegs kam, beschloss ich, zumindest die Flanke des Eichelbergs noch zu laufen. Also nochmal den Kübelwasenweg hoch, dann nicht links hoch zum Mahlberg, sondern rechts in Richtung Eichelberg. Aber der Trail zum Gipfel des Eichelbergs, vergleichbar hart wie die Rampe des Grauens, war mir dann doch zu viel. Ich lief den Weg hinunter bis nach Muggensturm, wo ich meine Maske aufsetzte und im Wissen, noch acht ebene Kilometer vor mir zu haben, eine Bäckerei enterte und mich mit Muffin und Süßgetränk stärkte.

Mein Mahlberg-Marathon!

Nach 4:42:55 schließlich kam ich mit einem vollen Marathon und 700 Höhenmetern in den Beinen glücklich, aber erschöpft zuhause an. Das war definitiv ein Erlebnis!

Leap of Faith

Zwei Jahre Pandemie, ohne große Präsenzwettkämpfe liegen hinter mir – natürlich auch hinter allen anderen. 2019 habe ich viele Wettkämpfe bestritten, auf jeder einzelnen Wettkampfdistanz, die ich damals gelaufen bin, persönliche Bestleistungen aufgestellt.

Nur zwei dieser Personal Bests sind seitdem verbessert worden – 10 Kilometer bei einem virtuellen Lauf, 15 Kilometer beim Rißnertlauf 2022. Ich war zwischenzeitlich demotiviert, einmal länger krank, habe das Radfahren wieder angefangen und das Auto abgeschafft. Noch immer bin ich nicht sicher, ob Präsenzwettkämpfe dieses Jahr so richtig zuverlässig stattfinden werden. Einen kleinen Drawback gab es schon – der eigentlich angemeldete Trollinger-Marathon in Heilbronn hat die Marathon-Strecke mangels Helfern und Anmeldungen gestrichen.

Nun habe ich einen ganz persönlichen Sprung des Glaubens vorgenommen. Einen Sprung des Glaubens an meine Leistungsentwicklung, aber auch an eine Entwicklung, die zumindest Outdoor-Wettkämpfe in den warmen und hellen Monaten 2022 gestatten wird. Ich habe mich angemeldet, zum Marathon – zweimal.

  • SRH Dämmermarathon in Mannheim am 14.05.2022
  • Atruvia Badenmarathon in Karlsruhe am 18.09.2022

Somit werden die Unterdistanzen dieses Jahr nur als Tests und zum Spaß dienen.

[KuK] Jubiläum

Das zehnte Mal war’s heute. Das zehnte Mal Marathon oder mehr. Pandemiebedingt sind die Lauftreffs derzeit klein, aber zumindest ganz allein war ich dabei nicht. Nach zwei Wettkämpfen auf Marathon-Distanz (beides Mal beim Badenmarathon in Karlsruhe, einmal 2018, das zweite Mal 2019) bin ich im Jahr 2020 insgesamt fünfmal die Marathondistanz oder mehr gelaufen: Einmal im August, dreimal im Oktober, einmal im Dezember. Dann waren da noch zweimal im Februar 2021…

Bei Garmin Connect bekommt man ja Badges für absolvierte Marathons. Da aber eine meiner Marathon-oder-mehr-Strecken auch die 50 Kilometer überschritt, sind es nur neun Marathon-Badges und dazu noch ein 50k-Ultra-Badge.

Heute ging es wieder nicht besonders schnell, dafür in netter Gesellschaft mit Reden über Laufen, Training, Radfahren, Radfahrequipment, Beruf, Leben, Universum, Statistik und den ganzen Rest. Und so bin ich heute um ein neuntes Marathon-Badge reicher geworden und um das zehnte Marathon-oder-mehr-Badge. Das fühlt sich schon nach einem Jubiläum an…

…und so sah die Strecke aus.

Reststrecke halbiert

Gestern bin ich bewusst nur eine Runde skaten gegangen – noch bin ich da zu unsicher, um schnell und in Sachen Cardio belastendes Training zu machen. Denn auch wenn ich befürchtete, dass meine Psyche nicht mitmachen würde, wollte ich doch noch einen Marathon dieses Jahr laufen – den fünften. Was meine Psyche im Moment tut, ist schon ein bisschen verrückt: Mir setzt Urlaubsreife, Unvorhergesehenes auf der Arbeit sowie Corona zu. Das Jahr fühlt sich ein bisschen an wie der Spruch, den ich von einem Bekannten auf einer Rollenspielseite vor langer Zeit mal hörte: „Immer, wenn ich glaube, ganz unten angekommen zu sein, kommt jemand vorbei und schenkt mir eine Schaufel.“ Das führt dazu, dass das überbordende Selbstvertrauen, das mich im Oktober drei Marathons laufen ließ, im November und Dezember nicht da ist. Dazu kommt das „Kein Bock“-Gefühl, das spätestens bei Kilometer dreißig einsetzt – nur um dann daheim anzukommen und zu denken: „So’n Mist, wieder langen Lauf, aber keinen Marathon gemacht, dabei wollte ich doch…“

Also habe ich nach einer völlig verrückten Woche dieses Mal ein bisschen gebissen…

Damit ist der aktuelle Stand in Sachen „Zielerreichung“ recht hoffnungsvoll:

Mein „Armaturenbrett“ der Jahresziele. Nächstes Jahr kommt da auch noch Inline-Skaten dazu.

Und somit bin ich von ca. 67 Kilometer Reststrecke zu laufen auf 24 Kilometer Reststrecke gekommen, vermutlich etwas mehr, denn es ist ja gerundet und ich habe nur knapp mehr als 42 Kilometer abgezogen. Aber mehr als halbiert habe ich in jedem Falle, was ich dieses Jahr zur Erreichung des Ziels noch laufen muss – dann wird auch das Laufen dunkelgrün.

Eitler Traum

Mein Unterbewusstsein ist eitel. Aufgrund der einen oder anderen Quelle, die ich am Ende dieses Beitrages nennen werde, schickte es mir in der Nacht von Freitag auf Samstag einen Traum, dessen Fragmente, an die ich mich erinnerte, ich im Wachsein mit Elementen meiner Erinnerung verwoben habe… heraus kam das Folgende:

Ein Traum

Ich laufe. Seit Stunden laufe ich… doch nun nähert sich mein Lauf seinem Ende, ich weiß es. Eben bin ich rechts abgebogen, zwischen der Europahalle zu meiner Linken und dem Europabad zu meiner Rechten laufe ich hindurch. Leute rufen meinen Namen, manche haben ihn von der Startnummer abgelesen, andere sind wegen mir hier, hinter den Absperrungen. Da vorne kommt eine Treppe, nicht?

Nein, da kommt keine Treppe, die Strecke führt über die Fahrradrampe hinunter, auf den Parkplatz hinunter. Ich schaue auf meine Uhr – 4:10 pro Kilometer, ich bin etwas langsamer geworden. 41,95 Kilometer… auf die Zeit zu schauen traue ich mich nicht. Ich weiß, die abgelaufene Zeit, sie steht links neben der Pace auf dem Display, unter der gelaufenen Strecke, aber ich bin hinreichend erledigt – und euphorisch – um es zu schaffen, nicht darauf zu schauen. An den Absperrungen stehen sie, drei, vier Reihen, rufen, feuern an. Ich sehe zwei rot-gelbe Trikots meiner Sport Löwen Baden, sie jubeln mir zu, rufen eine Zeit. Ich verstehe sie nicht, will sie noch nicht verstehen. Vor mir läuft jemand über die Strecke, hebt ein rot-weißes Flatterband, das in eine Kette geflochten ist. Wie jetzt?!?

Ach so. Der Übergang. Eine Insel aus Absperrungen haben sie in die Strecke gebaut, ein Kanal aus Absperrungen führt geradeaus daran vorbei, der andere in einer Rechtskurve. Abwechselnd sperren sie die eine, dann die andere Seite, damit die Leute rüber können, ohne die Strecke zu unterbrechen. Auch die, die auf der Verkehrsinsel in der Strecke darauf warten, die Strecke vom Stadion weg zu überqueren, jubeln mir zu. Die „Verkehrsinsel“ – gleich geht es ins Stadion… in meinem Kopf ein Geräusch: Klaviertöne – Dim-Dim-didim, dim-dim-didim…

Kein Blick mehr auf die Uhr. Ich zupfe an meinem gelb-roten Trikot, habe den Eindruck, es ist über die Laufhose hochgerutscht… das „Picard-Manöver“. Aber nein, mein Trikot sitzt gut, es ist nur patschnass. Ich fühle die Magneten, die die Startnummer halten. „M1701“ steht darauf, ich sehe es nicht, aber ich weiß es. Der Magnet unten rechts ist da, der unten links auch. Die oberen müssen auch da sein, dennoch taste ich danach. Sind es jetzt die schwarzen mit dem „Never give up!“ darauf oder die pinken mit der Läuferinnensilhouette? Die Pinken, sie müssen es sein. Ich schaue aber nicht nach. Es reicht mir zu sehen, dass die schwarz-neongrünen Escalante Racer an meinen Füßen noch da sind. Klaviertöne: Di-di-dididiii-diii-dim…

Ich biege in die letzte Rechtskurve, hinein ins Beiertheimer Stadion, rechts der Beginn der Tribüne, links die Mauer. Durch diesen schmalen Durchgang laufe ich. Die Rasenfläche ist voller Halbmarathonis, glückliche Finisher. Ich laufe… ich laufe immer noch! Gleich bin ich da! Quälend langsam verschiebt sich mein Sichtfeld, die Bühne für die Siegerehrung kommt in Sicht, daneben muss gleich die Zielgerade, das Ziel in Sicht kommen, am Ende der Tartanbahn. Bilde ich mir die Klaviertöne wirklich nur ein?

Die Zielgerade, ich überblicke sie nun völlig. Auf der Tribüne stehen Leute auf, wollen die etwa gehen, wo ich nun reinkomme? Irgendwo da müssen sie sein, mein Mann, mein Vater, Freunde, Vereinskameraden, Kollegen… aber mein Blick wird mehr zum Tunnel. 2:53:57 steht in großen, roten, digitalen Ziffern auf der riesigen, schwarzen Anzeige neben dem Ziel. 2:53:58…59… 2:54:00. Ich höre eine Stimme: „Each day I live / I want to be…“

Ich sehe die Tartanbahn, gleich laufe ich am Ende der Nordkurve auf die rostrote Bahn. Ich sehe die Bahn, die Absperrung, die Uhr. Auf der Tribüne schwillt Jubel an. Die Durchsage des Stadionsprechers verstehe ich nicht, nicht ansatzweise. Geht es da um mich? Zwei männliche Marathonis sind vor mir noch auf der Strecke, ich überhole Nachzügler des Halbmarathons. 2:54:10…11…12. Die spielen das nun nicht wirklich, genau jetzt, jetzt gerade? „A day to give / the best of me“

Von den Knochensteinen geht es auf die Tartanbahn. Ich spüre, wie der Boden anders federt. Greife ein letztes Mal an meinen Pferdeschwanz, zupfe die Haargummis fester, nun wippen die Haare wieder, zumindest die, die nicht aus der Frisur entkommen sind. Ob’s zu fest ist? Egal, in 120 Metern ist es rum, soll der Rücken sich doch davon verspannen! Warte mal, wird das nicht knapp mit der Musik? 2:54:19…20…21. „I’m only one / but not alone / my finest day / is yet unknown“

Sie spielen es wirklich und es wird knapp. Aber der Jubel, die Freude um mich herum – ich bin bald da, ich habe es bald geschafft. Noch sind es nicht 2:55… Wahnsinn! Klar ist der Baden-Marathon flacher als der TCS-Marathon in New York, aber „Jaja“ ist in New York 2:55 gelaufen, ich kann noch darunter bleiben. Ich habe eine Chance, es sagen zu können. Was sagen zu können? Egal, sie jubeln. Es ist mir egal, dass drei Nachzügler des Halbmarathons nebeneinander laufen und ich erstmal kurz auf 5:00 pro Kilometer runter muss, um eine Lücke zu finden. 2:54:25…26…27.I broke my heart / fought every gain / to taste the sweet / I face the pain“

Mann, die spielen es wirklich! Ich setze einen Fuß vor den anderen, die Halbmarathoni-Gruppe vor mir macht eine Lücke auf für mich, erschrocken, dass da wer auf leisen Vorfußläufersohlen heransprintet. Dann brüllen sie mir zu: „Du schaffst es! Noch 100 Meter!“ Hundert, denke ich mir? Quatsch, bestenfalls 75, eher 65! Mein Gott, die rufen meinen Namen. Da vorne, was machen die denn da? Gibt’s jetzt etwa eine Verkehrsinsel am Zieleinlauf? Ein Band heben sie hoch, spannen es unter dem Zielbogen… 2:54:38…39…40. „I rise and fall / yet through it all / this much remains“

Habe ich verpasst, dass sie meinen Namen durchsagen? Haben sie mich verpasst? Nein… „Talianna Schmidt…“ Mehr verstehe ich nicht. Einer tritt fast in meinen Weg, was will der? Aber meine Hände greifen automatisch zu… eine rot-gelbe Fahne… das Motiv wird schon stimmen. Ich halte sie hoch, hoffentlich richtig rum, spüre, wie sie sich hinter mir entfaltet, reiße unwillkürlich die Arme dabei hoch, damit jeder die Fahne sieht. Ich müsste den Kopf mehr drehen, um die Uhr nicht aus dem Blick zu verlieren… 2:54:46…47… die letzten paar Meter, die Uhr sehe ich nicht mehr, aber das Band, in das ich hineinlaufen, das ich zerreißen soll. „I want one moment in time / when I’m more than I thought I could be“

Ich zerreiße das Band! Es federt mich nicht zurück auf die Strecke, wie ich erst dachte… soll ich mir eine Finisher-Medaille nehmen? Nein, sie weichen zurück, ich soll weiter laufen, quasi Ehrenrunde… ich trage die Baden-Fahne um die Kurve auf die Gegenbahn, sie jubeln mir zu, jemand brüllt: „Zwei-Vierundfünfzig-Dreiundfünfzig! Schneller als Jalabert beim New York Marathon“ Aus den Lautsprechern jubelt Whitney Houston: „When all of my dreams are a heartbeat away / and the answers are all up to me / give me one moment in time / when I’m racing with destiny / then in that one moment in time / I will feel / I will feel eternity“

Abspann

Nein, das ist keine Realität gewesen. Meine bisherige Marathon-Bestzeit ist 3:18:33, auch wenn ich seit dem meine Zehnkilometerbestzeit von 40:05 vor der Marathonbestzeit auf inzwischen 38:41 verbessert habe, auch wenn meine durchschnittliche Trainingsstrecke gewaltig angewachsen ist, ich also mein Tempo wahrscheinlich besser auf die Marathondistanz umsetzen kann und auch wenn ich beim Aufstellen dieser Bestzeit wegen schmerzender Zehen, die zu sehr in die Zehenboxen der Schuhe geschwollen waren, etliche Minuten auf den letzten zehn Kilometern verloren hatte. Das ist nur mein eitles Unterbewusstsein, das mir diesen Traum geschickt hat und den ich im Wachzustand aufgeschrieben und vielleicht ein bisschen ausgeschmückt habe.

Quellen für diesen Traum sind:

  • Das Video von „One Moment in Time“ mit all den Szenen von den Sommerspielen in Seoul, das ich mir Freitagabend angeschaut habe.
  • Das Wissen, dass ich langsam wirklich in Richtung des Traumes eine Sub-Drei-Stunden-Marathons trainiere und die Erkenntnis, dass ich mir das allmählich wirklich zum Ziel gesetzt habe.
  • Die Erinnerungen an zwei Teilnahmen beim Baden-Marathon auf der Marathondistanz.

Erstmals Ultra

Vor einiger Zeit prognostizierte mir ein Laufpartner, irgendwann würde ich Ultramarathon laufen. Das verneinte ich. In EINER Art und Weise halte ich daran – erstmal – zu 100% fest: Ich laufe keine Ultramarathon-Wettkämpfe. Zwar wurde ich schon einmal gefragt, ob ich mit einem anderen Läufer als gemischtes Team den Transalpine-Run laufen würde, ich habe das nicht völlig ausgeschlossen. Marathon in unter drei Stunden wäre aber ein vordringliches Ziel und das habe ich so auch gesagt. Also meinte er, er frage mich nochmal, wenn er wie auch ich den Marathon in unter drei Stunden schaffen…

Aber ich schweife ab. Denn ich habe erstmal so etwas wie eine Ultramarathon-Distanz im Training absolviert. Das geschah nicht „aus Versehen“ wie der Marathon im Training Ende August, sondern mehr oder minder sehenden Auges. Ich hatte mir vorgenommen, heute irgendwas zwischen 30 Kilometern und Marathon zu laufen, am Ende wurd’s halt ein bisschen mehr, aber drei oder vier Kilometer mehr, das ist bei dieser Distanz dann nicht mehr ein völlig überraschendes „Aus Versehen“. Mehr als Marathon und damit „Ultramarathon“ ist’s dennoch.

Meine Sonntagsrunde heute – in drei Abschnitten. Da sie sich auf der Karte teils überlagern, habe ich die Vorrunde und das Weiterlaufen in zwei Segmenten beschriftet.

Am Anfang lief ich in immer stärker werdendem Regen eine Kombination lokaler Runden – erst Richtung Friedhof nach Durmersheim (Vorrunde Teil 1) und dann noch durch den Wald am Wasserwerk (Vorrunde Teil 2). Auf dem zweiten Teil der Vorrunde war der Regen widerlich und ich hatte Sorge, nicht rechtzeitig zum Treffpunkt zu kommen, ich beschleunigte also etwas – nur um dann festzustellen, dass ich zu früh war. Statt im Regen zu warten, lief ich das kleine rote Viereck rechts der Mitte. Am Treffpunkt warteten bereits meine beiden üblichen 15-Kilometer-Laufpartner, zu denen dann noch eine weitere Läuferin, die normal eher Zehner läuft, dazu stieß. Also liefen wir los, dankenswerterweise nicht in dem Rhythmus, den ich im Regen angeschlagen hatte – munter plappernd und im besseren Wetter langsam trocknend. Das ist dann die weiß markierte Runde der LG Hardt. Danach ging ich kurz zuhause auf die Toilette, trank einen Schluck und rannte dann die große Runde, in der der hellblaue Schriftzug steht, und am Ende noch die Extra-Runde, auf der ich auch die Kilometermarker hellblau markiert habe. Der Rhythmus war jeweils etwas unterschiedlich:

Deutlich zu sehen ist der disziplinierende Effekt des Lauftreffs, der dafür sorgt, dass ich etwas langsamer und damit trainingseffizienter für Langstrecke laufe. Gleichzeitig war die Schritthöhe in der Laber-Phase mit dem Lauftreff etwas höher, die Schritte also nicht ganz so vortriebseffizient. Das Ganze war Training und Sonntagvormittagsvergnügen und hatte keinerlei Ambition auf Wettkampf – aber es fühlte sich gut an. Ein bisschen über die geplante Wettkampfstrecke hinaus zu gehen, ist manchmal auch nicht schlecht!