[KuK] Ungefragt

Heute früh in der Bahn:

Fast alle Sitze sind von Schülern auf dem Weg nach Durmersheim Nord besetzt, als ich in Bietigheim in die Bahn steige. Drei Herren steigen ebenfalls zu. Ein paar Schüler drängen sich vorbei.

Beginnt der eine: „Morgen müssen die ja wieder demonstrieren.“ Er wird noch abfälliger, während die anderen das Gespräch wieder einzufangen versuchen. Dass er Dinge aufbringe, die keinen interessieren, sagen sie.

Egal, was man vom Klimawandel und Fridays for Future hält oder halten mag, pauschal Abfälligkeiten auf sitzende Kinder in der vollen Bahn zu projizieren erfüllt mich mit Ärger. Ganz egal, ob die Kids morgen den unverantwortlichen Umgang mit Ressourcen tatsächlich morgen öffentlich geißeln oder nicht – ihnen das zuzuschreiben, weil man gerade in der vollen Bahn zur Schulbeginnzeit stehen muss und weil sie junge Menschen sind, geht gar nicht!

Wüsten-Kind

Am gestrigen Abend waren mein Mann und ich noch eine Runde spazieren. Das tun wir öfter – es ist einfach schön, einen Abendspaziergang zu machen. Dabei fiel mir auf, dass ich zwar tagsüber Wärme, ja Hitze liebe. Ich lasse mir die Sonne auf den Kopf scheinen, freue mich der Hitze, des Flimmerns auf der Straße. Am liebsten ist’s mir, wenn die Hitze nicht zu feucht ist, also keine Schwüle dazukommt. Abends und nachts zum schlafen mag ich es aber gerne kühl.

Gestern Abend war es zwar feucht, aber die Temperatur ging am Abend stark runter. Lief ich gegen 18:30 bei 26 Grad, leichtem Regen und einer Schwüle zum Abgewöhnen meine Steigerungsläufe (insgesamt 5,5 Kilometer, dabei dreimal auf jeweils ca. 600-1100 Metern Distanz von 6:30/km auf gut 3:00/km gesteigert), so war um 22:30 nach Abendessen, etwas Spielen und Beine enthaaren die Temperatur auf deutlich unter 20 Grad abgesunken. Feucht war es noch immer, aber nicht mehr schwül.

Letztlich wäre ich glaube ich von den Temperaturen her in einer Wüste gut aufgehoben. Tags brüllende, nicht schwüle Hitze, nachts kühl bis kalt, so dass man gut schlafen kann. Aber ich will nicht weg aus der Rheinebene, die dann doch (für Deutschland) eher tropische als wüstenhafte Bedingungen im Sommer aufweist.