Fazit: Der April ist nicht so gelaufen

Es bleibt dabei – gut wird’s erst wieder im Mai. Der April ist einfach nicht mein Monat. Letztes Jahr war ich verletzt, Zehenstreckerzerrung. Dieses Jahr war’s subtiler: Kopfschmerzen, Motivationsprobleme, eine schmerzhafte Hämorrhoidenepisode. Auch wenn Ihr jetzt sicher alle schreiend wegrennt. Wie kann sie nur sowas schreiben!

Einzig beim Radfahren gab es Fortschritte – freilich, wie oben zu sehen, nicht in der Kilometerleistung. Aber ich habe mit dem neuen Radanhänger und den Front- und Backroller-Taschen drei von vier Wocheneinkäufen und zwei Abholungen von bestelltem Essen bestritten. Außerdem wird mehr und mehr gesetzt, dass ich auch draußen mit Klickpedalen fahre:

Mit den Kilometerzielen läuft’s immer noch gut, das Sportstundenziel ist auch noch in Reichweite. Einzig Schwimmen bleibt eine Baustelle, aber das kann ich derzeit auch nicht ändern:

[KuK] Erstmals „Rundkurs“

Mein Samstagnachmittagsskate.

Ich übe. Inline-Skaten ist noch immer schwer für mich, aber die Sicherheit (auch auf rauem Untergrund), die Fähigkeit zum Verlangsamen, der Mut, sie wachsen. Zum Glück wächst der Mut langsamer als die anderen beiden. Auch dank der Sperrung der K3737 zwischen Bietigheim und Elchesheim, die die Querung der Straße in Bietigheim wie Elchesheim erleichtert, habe ich nun erstmals einen Rundkurs auf die Rollen gebracht. Auf dem Radweg zwischen Würmersheim und Illingen, kurz nach Kilometer (3) und kurz vor Kilometer (5) gibt’s herausfordernd raue Stellen für mich auf Skates, aber auch die habe ich ohne Stürze und ohne allzugroße Unsicherheiten gemeistert. Es wird!

Neue Wege Erkunden

Bis jetzt war ich beim Inlineskaten ja sehr vorsichtig. Ich bin mir noch nicht sehr sicher über meine Fähigkeiten, deswegen benutzte ich zum Üben nur den Radweg von unserem Wohnort Bietigheim ins benachbarte Elchesheim. Auf der Straße neben diesem Radweg wird derzeit gebaut. Nicht, dass der Radweg deswegen geschlossen würde – ich habe nachgefragt und unsere Gemeinde schrieb mir zurück, dass der Radweg offen bleibt, die ganze Fahrbahndeckenerneuerung der Kreisstraße lang.

Aber ich habe es dennoch zum Anlass genommen, neue Wege zu erkunden. Schließlich fühle ich mich langsam etwas sicherer, kann besser Geschwindigkeit reduzieren und komme auch mit Bodenwellen besser klar. Tatsächlich wird’s auch mit leichten Steigungen und Gefällen leichter. Also fuhr ich mal statt auf dem superglatten Radweg neben der Straße oder dem Wirtschaftsweg des Wasserwerks Rheinwald ein paar andere Routen ab… den asphaltierten Waldweg zum Wasserwerk, das Stückchen Wirtschaftsweg des Wasserwerks auf der anderen Straßenseite, ein kleines Stück des Weges am Federbach und – vor allem – den Michelswiesenweg nach Norden.

Wenn alles glatt geht – und der in Cyan eingezeichnete Weg keine allzu holprigen Passagen beinhaltet, werde ich vielleicht schon bald einen Rundkurs aus Rot, Cyan und Purpur skaten! Das wäre mal echt ein Fortschritt!

Heute allerdings machte ich in der Befürchtung der Beginn des cyanfarbenen Wegs an der Straße sei zu rau, dort kehrt und fuhr nach Hause.

New Skates on the Track

Das ist natürlich eine Referenz an eine Band… aber auch eine Feststellung zum aktuellen Tage. Meine neuen Skates haben ihren ersten Dreck auf den Rollen.

Nach erstem Einsatz.

Ich bin ja von vier Rollen mit 78mm Durchmesser in Härte 82A, günstigen Stiefeln mit Kunststoffschiene von „Street Fighter“ auf die im obigen Bild gezeigten Skates gewechselt – drei Rollen mit 110mm Durchmesser in Härte 85A, Schnellschnürsystem (was mir persönlich nicht zusagt und wohl durch normale Schnürsenkel ersetzt wird, wenn meine Vorbehalte über ein paar weitere Tests erhalten bleiben) und Alu-Schiene.

Am heutigen Tage bin ich zwar mit Kopfschmerzen aufgewacht, konnte diese aber ganz gut mit einer Laufrunde bekämpfen. Dann drängte es mich, endlich die neuen Skates zu testen – und genau das tat ich.

Fazit des ersten Versuchs:

  • Die großen Rollen sind auf grobem Asphalt deutlich besser im Handling, aber von Zuhause losfahren habe ich immer noch nicht geschafft. Auf der Rückfahrt, nach „Einfahren“ meines Gleichgewichts und meines Gefühls für’s Gleiten auf Rollen bin ich jedoch deutlich sicherer nach Hause gekommen als auf den kleinen Rollen.
  • Gleiches gilt für Steine und Äste – der Rollendurchmesser ist einfach deutlich größer im Vergleich zu dem Zeug, das auf dem Weg rumliegt, und dementsprechend ist das Handling solcher Hindernisse deutlich einfacher.
  • Ob’s an den großen Rollen, den besseren Lagern oder allem zusammen liegt, kann ich so genau nicht sagen, aber die Dinger laufen „wie die Sau“ – ich bringe zwar beim Bremsen mit Stopper für mein Gefühl den Klotz wesentlich sicherer auf den Boden, aber ich muss auch besser bremsen, weil der Rollwiderstand der Skates und somit die Bremsung, ohne dass ich was tue, wesentlich geringer ausgeprägt ist. Ähnliches gilt für die „Schneepflugbremse“. Den T-Brake kann ich noch nicht, aber ich arbeite dran. Durch die nur drei Rollen arbeiten bei der „Zitrone“, wie meine Nichte es nennt, die mittleren Rollen nicht mehr gegeneinander, so dass die Bremsung mit „Auseinandergleiten, wieder Zusammengleiten“ weniger effizient ist als bei den 4x78mm-Rollen.
  • Die Schnellschnürung bringt nicht so viel Festigkeit, weil ich nicht so gut dran ziehen und die Festigkeit auf die Schnürung verteilen kann wie bei einem Schnürsenkel. Aber vielleicht muss ich einfach nur ein bisschen das Anziehen üben.

Hat richtig Spaß gemacht, es war ein guter Kauf! Ich bin gespannt, ob ich zwischen den beiden Skates hin- und herwechseln werde oder ob ich mich nun auf die neuen einschieße. Ganz unwahrscheinlich ist das nicht…

Fazit: Der Februar ist gelaufen

Im Februar hat mein Sport einiges an Fahrt aufgenommen, habe ich den Eindruck. Das Tief, das ich um Weihnachten herum hatte, ist nun definitiv überwunden – ich habe das Motivationstief ja auch mit drei harten Spannungskopfschmerzanfällen bezahlt. Aber seit dem 04.01. habe ich mit Dehnübungen, Krafttraining für Rücken und Nacken sowie Ausdauertraining jegliche Ansätze von Kopfschmerzen im Keim erstickt.

Aber zurück zum Februar selbst: Das Radfahren nahm Fahrt auf. Skaten kam wieder, nachdem ich im Januar gar nicht auf Inlinern stand. Das Laufen wurde ein bisschen mehr, das Krafttraining mit Eigengewichtsübungen wurde im Februar sogar sehr stark mehr. Dehnen und Balance-Board habe ich auf eine stabile Basis gestellt:

Am Ende des Monats stehen auf meinem Konto:

  • 380 Kilometer Laufen, davon 47 auf dem Laufband,
  • 661 Kilometer Radfahren, davon 289 auf dem Heimtrainer,
  • 51 Kilometer Inline-Skaten,
  • 16 Eigengewichts-Trainingstage mit Übungen im Gegenwert von fast 3900 Kniebeugen-Äquivalenten und
  • 3:30 auf dem Balanceboard sowie 1:10 beim Dehnen.

Das waren dann rund 66 Stunden Ausdauersport, bei denen (laut Uhr) über 35.000 kCal verbrannt wurden. Zusammenfassend kann man da eigentlich nur sagen: „Läuft!“

Ich hoffe, Ihr konntet den Februar mit teils noch tiefstem Winter, teils aber schon mächtigem Frühlingswetter ebenfalls gut nutzen und habt trotz Lockdown Eure Ventile gefunden, um Lebensfreude zu generieren!

Mit fast 41 Jahren…

…habe ich etwas Neues probiert. Ich kam mir ehrlich gesagt etwas doof dabei vor, und ein wenig Sorge, mich zu verletzen oder zu blamieren hatte ich auch. Aber ich habe die vor einigen Jahren gekauften Inline-Skates und auch die dazu gekaufte Schutzausrüstung heute endlich mal probiert. Damals, kurz nach dem Kauf, hatte ich gemerkt, dass die Rauigkeit unserer Straße und auch der Steine, mit denen hier die Bürgersteige neben der Straße gepflastert sind, nicht unbedingt mit Skates harmonieren – erst recht nicht, wo ich spätestens mit 14 das letzte Mal auf Inline-Skates gestanden war. Zwei kurze Versuche – und die Feststellung, dass es nicht geht, weiter kam ich damals nach dem Kauf nicht.

Das ist mindestens vier Jahre her. Nun habe ich die Dinger wieder ausgepackt. Dieselbe Ernüchterung vor der Tür, aber ich habe dieses Mal nicht aufgegeben, sondern habe mir Laufschuhe angezogen und die Skates getragen – zu einem Parkplatz, wo kein Durchgangs-Autoverkehr ist und wo der Asphalt glatter ist. Ich kam mir schon ein bisschen blöd vor und bildete mir Blicke ein. Dann habe ich die Laufschuhe in eine Ecke gestellt, an den Rand eines Parkplatzes, und bin eine kleine Runde gelaufen. Mein Mann kam irgendwann dazu, ich hatte ihn gebeten, mir beizustehen. Sowohl „moralische Unterstützung“ als auch gegebenenfalls Hilfe, um wieder aufzustehen, oder Hilfe zu holen, falls es mich doch hinschlägt.

Indes, ich fiel nicht. 20 Minuten und etwa drei Kilometer habe ich Runden auf dem Parkplatz gedreht, teilweise dann doch deutlich über 14 Stundenkilometer schnell. Ich weiß, im Verhältnis zu den erfahrenen Inline-Skatern ist das langsam. Aber es war ein Anfang. Ich spürte zu Anfang noch immer mal die Befürchtung, dass ich hintenüber kippen würde, dann lösten sich langsam die Anspannungen, die dieses Gefühl verursachen, und ich lehnte mich einfach auch ein bisschen weiter nach vorne. Das Gefühl kam erst wieder, als ich auf ein raueres Asphalt-Stück wechselte, zum Versuchen. Ein weiter Weg liegt noch vor mir, bevor ich mich auf den Dingern sicher fühle. Aber ich habe eine neuartige Herausforderung, vielleicht einen neuen Alternativsport. Erstmal muss – und kann – ich mich im Lockdown mit hoffentlich nicht „voll“ kommender Ausgangssperre alleine dran versuchen, mich erstmal austesten. Vielleicht wird mehr draus, vielleicht ist’s auch nur eine Schnapsidee.

Vor langer Zeit gekaufte Ausrüstung. Die tut es erstmal. Nicht dabei ist der Helm, da nutze ich meinen Fahrradhelm.

…und 2021 kann ich hoffentlich auch das Schwimmen neben dem Radfahren, Laufen und nun vielleicht diesem hier etablieren. 2020 war das durch die erhöhten Hemmschwellen durch Corona-Regeln für mich nicht drin. Aber wir hoffen ja, dass es besser wird!