Baufieber

Es sind spezielle Tage. Unter normalen Umständen hätte ich gestern volles Haus gehabt, den ganzen Tag in Küche mit Sushi machen verbracht und abends eine Party mit mehr als 20 Gästen gefeiert, heute wären dann mindestens zehn Gäste aus der Schwiegerfamilie zum Kaffee hier gesessen. Indes, es war nicht so – Corona lässt es dieses Jahr nicht zu.

Noch ganz am Anfang – was wird denn hieraus werden?

Beschenkt worden bin ich dennoch. Neben einem wundervollen Video, das meine Freunde choreographiert haben und das ich kurz nach Mitternacht unter Rührungstränen angeschaut habe. gab es auch physische Geschenke. Jedes Jahr sage ich: Ihr müsst nicht. Jedes Jahr bekomme ich dennoch total tolle Sachen! Dieses Jahr gab es neben vielem anderen einen Klemmbaustein-Bausatz… und zwar von Cobi. Statt der Kaffeetrink-Aktion am heutigen Nachmittag saß ich also da und habe zusammengebaut – Stein um Stein, Schritt um Schritt.

Hier wird es schon konkreter…

Ich habe zwei Bilder auf Facebook gepostet und es gab ein Rätselraten, was daraus werden würde. Aber hier spanne ich Euch nicht auf die Folter, denn bis morgen kann ich mit den fertigen Bildern nicht warten, und fertig gebaut habe ich schon. Hier also das Ergebnis:

Es ist die F/A-18E Super Hornet in der Top-Gun-Edition von Cobi. Nicht, dass ich die Einsatzzwecke befürworte, aber ich habe eine Schwäche für die Ästhetik solcher Flugzeuge. Von mir aus könnt’s gerne dabei bleiben, dass damit geübt wird und Flugshows geflogen werden. Sicher würden die Maschinen aber nicht nur dafür entwickelt – optisch gefallen tun sie mir jedenfalls.

Noch mehr!

Heute hatten wir eine Sitzung innerhalb der Fachgruppe auf der Arbeit. Ich hatte eigentlich geplant, am 11.02. etwas zu Essen mitzubringen, um meine Verbeamtung und meinen 40. Geburtstag nachträglich mit den Kollegen zu begehen – unter anderem wegen massiv vielen unvorhergesehenen Ereignissen und meiner Krankheit Anfang Januar war das nicht anders realisierbar. Nun haben meine Kollegen aber schon vorher gehandelt… und so gab es heute zwei Geschenke. Wesentlich sichtbarer auf dem Bild ist der Blumenstrauß, aber es gab noch mehr: Einen Gutschein vom Rennwerk, dem Laufladen meines Vertrauens, und eine absolute Rarität! Die Munchkin-Anzeigeinstrumente in Form von zwei großen, speziell markierten W10 (zehnseitigen „Würfeln“), die es auf der Spielemesse als Promo gab – und die eine Kollegin extra für mich aufgetrieben hatte.

Geschenke von den Kollegen.

Wow… echt und wirklich und einfach nur wow. Da fiel es mir fast teilweise schwer, mich auf die Debatte und auf meine Aufgabe – das Protokollschreiben – zu konzentrieren, innerhalb der Sitzung. Euch geht’s doch auch so, dass Ihr die Tatsache über das Bild völlig vergessen habt, dass das Ganze innerhalb einer Sitzung stattfand, nicht?

Present Perfect

In den vergangenen Jahren habe ich oft eine Zusammenstellung dessen gepostet, was meine Lieben mir geschenkt haben. Dieses Jahr ist das schwierig, denn es überwältigt mich regelrecht – es ist eine Menge, und etliches davon thematisch sehr verschieden, aber alles sehr „ich“. Nach dem Posting über die Garmin Fénix 5S mit Running Dynamics Pod von einem riesigen Anteil des Freundeskreises und dem Teilchenbeschleuniger von meinem Mann steht noch eine Menge aus.

Eines vorweg: Auch hier wird nicht alles kommen. Denn es gibt durchaus noch „Present Progressive“ in zwei Formen: Erstens ist da noch das Feuerwehrauto von Qihui, das ich noch aufbauen und dabei dokumentieren werde, und zweitens noch das AddOn des Teilchenbeschleunigers, das ich zwar selbst konstruiere und mir die Teile selbst kaufen werde, das aber durchaus zum Geschenk gehört. Aber hier sind mal thematisch sortiert die weiteren Geschenke:

Ein Buch über Ikigai, die Lebenseinstellung, die die Japaner so gesund leben lässt, ein vom Fotografen signierter Japan-Bildband, eine Schriftensammlung über Tee. Dazu Stäbchenablagen in Kaninchenform, Yokan, Sushi-optik Socken und Matcha aus Japan!

Da ist der Block der Japan-Dinge – großartige Geschenke mit viel Lesestoff. Aus der Box kamen auch drei Gutscheine, die nicht wirklich etwas mit Japan zu tun hatten: Download-Links mit Kaufgutscheinen über die eBook-Versionen der drei Tom-Clancy-Romane „Red Rabbit“, „Die Stunde der Patrioten“ und „Gnadenlos“.

Mehr Laufzeug: Das Buch „Born to Run“, ein Gutschein über Leistungsdiagnostik und ein Gutschein meines liebsten Laufladens, des rennwerks in Karlsruhe. Dazu gab’s noch Plätzchen und eine Flasche Sekt, ein weiterer Gutschein ist in der Karte als Gutschein für einen Gutschein gelabelt.

Neben der Fénix ist noch mehr Laufzeug da gewesen – wen wundert’s, so viel Raum, wie das Laufen in meinem Leben einnimmt. Zusammen mit der Fénix war das… viel. Wirklich viel!

Drei Flaschen Whisky: ein deutscher Dinkel-Whisky, ein Blend von der Isle of Islay und ein Single Malt von Jura. Dazu ein Whisky-Glas mit persönlicher Gravur, ein Dekanter, ein hammercooler Beutel, ein Taschenwärmer im Design des Elements Plutonium und ein Mäppchen im Stile eines Passes der Vereinigten Föderation der Planeten!

Die restlichen Interessen kamen natürlich nicht zu kurz! Neben dem Whisky – im Bild – und den Star Trek Referenzen – auch im Bild – gab’s auch noch zwei Shirts, eines mit nuklearer und eines mit physikalischer Referenz, sowie den Plutonium-Taschenwärmer.

Die persönliche Gravur – die nautische Referenz hat mit den Sternen und mit Captain Picard aus Star Trek zu tun. Dazu dann noch Whisky … das wiederum ist allerdings nicht Picard, der trinkt eher Wein und vor allem Earl Grey.

Teilchenbeschleuniger

Immer wieder im Jahr 2019 zitierte ich Missy aus Dr. Who, also die weibliche Reinkarnation des Master. Sie äußert gegenüber dem Doctor, was sie sich wünscht… ein Pony und ein Teilchenbeschleuniger beschließen diese Liste. Da ich nicht reite, ist ein Pony für mich eher uninteressant, aber als Physikerin bin ich mit dem Teilchenbeschleuniger nun doch in Versuchung gewesen. Da ich immer wieder mit dem Teilchenbeschleuniger anfing, witzelten sie schon alle herum: Ich solle mir einen alten Röhrenfernseher schenken lassen, das ist immerhin ein Beschleuniger für Elektronen! Der hübscheste Vorschlag war allerdings die Zwille und ein Teller Puddingteilchen, von mir auch gerne als „eine Torte, ein Messer und ein Katapult“ variiert. Natürlich war meine Intention eine eher unrealistische Variante: ich wollte einen Linearbeschleuniger oder lieber noch ein Zyklotron, am liebsten jedoch ein Synchrotron!

Unrealistisch, sagt Ihr? Insbesondere Synchrotrons sind RIESIG (wie z.B. der KARA-Beschleuniger am KIT Campus Nord, der HERA-Beschleuniger an der GSI in Darmstadt oder gar der LHC am CERN), sagt Ihr? Ein Synchrotron passt nicht in unser Haus, sagt Ihr?

Ja. Ich sagte das auch. Ich hätte nicht falscher liegen können!

Ein Synchrotron! Ein Teilchenbeschleuniger!

Da ich ja weiß, dass Synchrotrons in aller Regel Großbeschleuniger sind, mit langer Bauphase und (in Deutschland) der Notwendigkeit einer Errichtungsgenehmigung nach § 10 des Strahlenschutzgesetzes, bin ich ganz froh, dass ich die dafür benötigten Teile Stück für Stück bekam – denn der Teilchenbeschleuniger ist das, was ich aus meinem Geburtstagskalender zusammenbauen durfte. Sprich: Die Phase, in der die Bauteile gesammelt wurden, dauerte 24 Tage. Am Heiligabend um Mitternacht erhielt ich dann in Form eines Ordners die Aufbauanleitung und damit die Errichtungs- und Betriebsgenehmigung!

Hier seht Ihr auf dem Youtube-Kanal meines Mannes und Mitautors Holger, wie der Teilchenbeschleuniger im Detail aussieht und wie er funktioniert. Video und Bilder gemacht von Holger Stahlmann.

Bis jetzt sind wir im Testbetrieb. Ein zusätzlicher Vorbeschleuniger mit Teilcheninjektor, ein Collider mit Detektoren und eine anstelle eines der Ablenkmagneten anzusetzende Synchrotron-Strahlungs-Beamline mit Experimentierhütte sind derzeit in Stud.IO in Planung.

Woohoo! Ein Teilchenbeschleuniger!

[KuK] Sushi

Von links nach rechts: Lachsrogen-Gunkans, übrige Gurken, Jakobsmuschel-Nigiri, Thunfisch-Nigiri, Avocado-Frischkäse-Maki, mehr Avocado-Frischkäse-Maki und ein paar Gurken-Maki, Rotbarsch- und Wolfsbarsch-Maki, Bildübergang, mehr Thunfisch-Nigiri, Lachs-Nigiri, Rotbarsch- und Wolfsbarsch-Nigiri, Lachs-Maki und Thunfisch-Maki.

Knappe drei Kilogramm Fisch, etwa 2,5 Kilogramm Reis, zwei Gurken, zwei Avocado, etwa 40 Nori-Blätter wurden verarbeitet. Zu dritt stecken ca. 15 Personen-Stunden in dieser Platte. Maki-Endstücke haben wir, um übersättigte Köche oder weggeworfenes Gutes zu vermeiden, mit auf den Platten arrangiert.

Küchen-Action

Es gibt ja dieses Jahr ein bisschen was zu feiern… und daher habe ich heute und morgen so ein wenig Besuch. Dafür galt es, Dinge vorzubereiten. Die Sushi-Platten sind heute dran, aber vieles andere ließ sich gestern schon vorbereiten, und so standen wir gestern in der Küche. Ein paar Bilderchen habe ich davon gemacht:

Es gibt heute Abend neben dem heute zu bauenden Sushi: Wurstsalat, Hackfleisch-Bohnen-Kartoffel-Eintopf, Goma-Ae und Kartoffelgratin. Morgen gibt’s dann Schnitzel mit Soße, die braten wir stets an und garen sie dann in einer Gemüse-Soße fertig, die mit Mehlschwitze angedickt ist.

Natürlich wäre das echt zu viel gewesen, um alles morgen und am Heiligabend morgens zu machen. Deswegen haben wir fleißig vorbereitet – und müssen heute nur noch Sushi machen und morgen noch Spätzle schaben, Blumenkohl kochen und ein paar weitere Kartoffeln zubereiten. Aber die Aktion war umfangreich:

So, und nun geht’s noch eine Runde Brot kaufen zu Fuß – und dann kommt die Sushi-Aktion dran!

Advent, Advent, Talianna flennt

Es ist Ende Dezember. Der vierte Advent. Ich komme aus dem Bad, sage etwas und dann laufen mir die Augen über. Tränen laufen über die Wangen.

Keine Sorge! Es ist alles gut. Es gibt keinen Anlass zu Trauer, Wut oder dergleichen. Ich bin aus dem Bad gekommen, nach dem allsonntäglichen Lauftreff, und stellte fest, dass mein Weihnachtsbesuch im Wohnzimmer saß, mein Mann am Rechner. Wie über Pfingsten und noch zu zwei anderen Anlässen ist Weihnachten mein Zuhause wieder eine Art „WG“. Besuch ist hier, der sich nicht daran stört, wenn ich laufen gehe. Man lebt für ein paar Tage zusammen, als wäre es nicht zeitbegrenzt, macht keine Riesenaktion daraus, bei der man sein Leben komplett umstellt, sondern hat einander um sich, macht aber sein eigenes Ding. Und das finde ich so schön, dass ich vor Freude heulen könnte und es auch getan habe.

Vor Freude heulen werde ich wohl auch morgen Abend. Ich werde 40. Es werden so viele liebe Leute da sein und eigentlich will ich sie nur mal wieder um mich haben. Aber sie kommen wegen MIR, weil ich ein Jahr älter werde. Das rührt mich immer zu Tränen! Und dann bemühen sie sich auch noch – jedes Jahr, und dieses Jahr denke ich, sie werden’s wieder tun – mit Geschenken, die ich vorab für „müsst Ihr nicht!!!“-unnötig erklärt habe, mit Fleiß und Nachdruck zu Tränen zu rühren. Fast scheint’s meinen Lieben ein Sport zu sein, mich mit ihrer Aufmerksamkeit, Liebe und den Geschenken zum Heulen zu bringen.

Ich betrachte mich daher als wahrhaft gesegnet, dass ich trotz aller Hast und trotz allem, was immer mal unter den Tisch fällt, so liebe Leute habe, die mich kennen und trotzdem mögen!

Zielanpassung

Das laufende Jahr 2019 hat nur noch 17 verbleibende ganze Tage. So ganz allmählich wird sehr überschaubar, wie viel Zeit in diesem Jahr noch zur Verfügung steht, und so schaue ich gerade, was dieses Jahr noch so geht. Das betrifft vieles: Laufen, natürlich, aber eben auch die Arbeit und so manches andere.

Zunächst einmal habe ich die Planungen bezüglich meines 40. Geburtstags fast finalisiert, auch wenn an dieser Stelle noch ein, zwei Rückmeldungen und auch ein, zwei Einladungen ausstehen – letztere muss ich bald mal machen, da die betreffenden Personen aber selbst eher kurzfristig einladen, geht das schon in Ordnung. Auch bezüglich der Kocherei für’s Hineinfeiern und die Feier am eigentlichen Geburtstag steht der Plan mehr oder minder, nur die Mengen für den Einkauf muss ich noch berechnen, so dass ich heute bestellen kann, was benötigt wird.

Auf der Arbeit hatte ich mir einige Pläne gemacht, was ich gerne noch dieses Jahr schaffen würde – aber durch ein paar unvorhergesehene Ereignisse geht das nicht. Die Priorisierung dessen, was noch muss, ist so gut wie durch, denn an der Stelle habe ich effektiv nicht mehr 17 ganze Tage, sondern nur noch fünf… von denen einer durch die Weihnachtsfeier teils gefressen wird. Aber da Wochenende ist, mache ich mir da jetzt keine Gedanken.

Dann ist da natürlich das Laufen. Die formulierten Ziele für dieses Jahr waren: 40 Minuten für 10 Kilometer im Wettkampf unterbieten, 90 Minuten für den Halbmarathon im Wettkampf unterbieten, 3:40, nein 3:30, immer noch nein, 3:20 für Marathon im Wettkampf unterbieten. Das hat alles geklappt. 39:58 auf zehn, 87:02 auf Halbmarathon und 3:18:33 auf der Marathon-Strecke waren die Ergebnisse. An Mengen waren’s 3650 Kilometer über das ganze Jahr – also zehn pro Tag, und kein Monat unter 200 Kilometern. Der derzeitige Stand sind 3825 Kilometer seit 01.01.2019 und elf Monate sicher über 200 Kilometern (200,32 im Juni, sonst keiner unter 250 Kilometern) und bis heute 198,20 Kilometer im Dezember. Nun lockt eine Zielanpassung bei diesem Grad an „Übererfüllung“. Immer noch ambitioniert sind diese Anpassungen, aber doch inzwischen erreichbar: 4000 Kilometer im Jahr 2019 übertreffen, 11 Kilometer pro Tag im Jahresschnitt 2019 erreichen (4015 Kilometer gesamt) und mit dem Dezember ein vierter Monat dieses Jahr, in dem ich 400 Laufkilometer übertreffe. Ich bin mal gespannt, ob mir die verbleibenden 17 Tage dafür reichen. Dazu kommt noch der Wunsch, die Sub-40-Minuten auf zehn Kilometer zu konsolidieren – das kann ich morgen schaffen, denn morgen findet der für mich letzte Wettkampf des Jahres 2019 statt.

Nun bin ich mal gespannt, was draus wird. Eigentlich sieht’s recht gut aus, dass ich vernünftigerweise meine Ziele in allen drei Gebieten so anpassen kann, dass ich mich nicht verrate, sie aber auch erreichen kann.

[KuK] Count-Up

Als ich fragte: „Ist das ein Adventskalender?“, bekam ich von meinem Mann beschieden: „Nein, das ist ein Geburtstagskalender!“ Am 24. ist es so weit: Ich werde 40.

Die ersten drei Türchen des „Geburtstagskalenders“

Number ONE (also Commander Riker oder Majel Barrett in jung) war die Box. Die beiden Tüten mit Lego tragen ihre Nummern ja noch. Ich bin sehr gespannt, was daraus wird!