Alte Bekannte

Wie Euch Lesern der Highway Tales vielleicht schon aufgefallen ist, lese ich gerne die Bücher von Tom Clancy aus dem Jack-Ryan-Universum. Ich habe mittlerweile doch schon einige davon gelesen:

„Jagd auf Roter Oktober“ hat er als erstes geschrieben und es war auch mein erster Clancy. Danach habe ich „Der Kardinal im Kreml“, „Der Schattenkrieg“ und schließlich „Im Zeichen des Drachen“ gelesen. Schon dabei merkte ich, dass Gestalten wieder auftauchten, sich weiter entwickelten. Neben Jack Ryan entwickelte sich John Clark zu einer wichtigen Gestalt, aber auch Bart Mancuso, den man anfangs als Skipper der „Dallas“ kennenlernt, das Ehepaar Foley und KGB-Mann Golowko, die in „Der Kardinal im Kreml“ eine wichtige Rolle spielen, zu meiner Freude auch SONAR-Mann Ronald Jones treten wieder auf. Allerdings zeigte ich an diesen Gestalten auch der Bruch, den ich erzeugte, indem ich aus der Not der physisch vorhandenen Bücher zwischen „Der Schattenkrieg“ und „Im Zeichen des Drachens“ einen Haufen Bücher ausließ. Ein zerstörtes Capitol, ein Präsident Jack Ryan („WHAT?“, fragte ich mich), das Ehepaar Foley an der Spitze der CIA, ich merkte: Mir fehlte einiges.

Also holte ich per eBook „Echo aller Furcht“, „Ehrenschuld“, „Befehl von oben“ und „Operation Rainbow“ nach. Die Lücken schlossen sich, mehr denn je kam alles zusammen und ich konnte langsam den Werdegang von einem Haufen Gestalten nachvollziehen. Neben den oben genannten bekam Manuel „Portagee“ Oreza eine weitere Geschichte, Dan Murray, Pat O’Day, Andrea Price-O’Day und diverse weitere gewannen Profil. Ich bekam – am Beispiel von Andrea – auch mit, dass Clancy nicht nur bei Arnold van Damm einen netten kleinen Grinser in die Namen eingebaut hatte.

Nachdem ich zuerst in chronologischer Reihenfolge der Romanereignisse gelesen, dann gewaltig gesprungen war und schließlich, wiederum chronologisch, die Lücke geschlossen hatte, hätte ich weiter machen können. Aber da es auch drei „Prequel-Romane“, zwei zu Jack Ryan und einen zu John Clark gibt, zog ich diese erstmal vor. In „Gnadenlos“, dem in „Jack-Ryan-Universums-Zeit“ frühesten, bin ich gerade knapp über die Hälfte, danach kommen die anderen beiden.

Nun durfte ich feststellen, dass die Menge an Charakteren, die man über mehrere Bücher verfolgen darf, nicht kleiner wird. Wie schon in „Im Zeichen des Drachen“ zu erahnen, trat Portagee Oreza in Clarks Vorgeschichte auf, aber da sind noch viele andere – ich wollte ja „Yay!“ rufen, als Admiral Greer in „Gnadenlos“ seinen ersten Auftritt hinlegte, und das Auftreten eines Polizisten namens Emmett Ryan, genannt „Em“ begriff ich im ersten Moment gar nicht richtig – Jack Ryans Vater! Nun lief mir dann eben auch noch Joshua Painter über den Weg, der in „Jagd auf Roter Oktober“ bereits vorkam. Ich finde es faszinierend und spannend, wie neben der Handlung Clancy einen Flickenteppich aus durchgehenden Biographien webt.

Genau das hat mir in einem anderen Universum echt gefehlt, nämlich in C.J. Cherryhs „Allianz-Union-Universum“. Ansätze gab es, aber gerade so, dass man es vermisst, dass es nicht mehr sind. Wahrscheinlich hätte mich C.J. Cherryhs Werk noch viel mehr beeindruckt, wenn sie so mit Charakteren und Biographien über den gesamten Handlungsbogen gearbeitet hätte wie Clancy im Jack-Ryan-Universum.

Wir sind’s – nur in klein

Zu meinem letzten Geburtstag schenkte mein Mann mir einen Gutschein, den ich erst nicht verstand. Ich sagte die Worte: „Dieses Geschenk überfordert mich intellektuell.“ Darauf ist er noch heute extrem stolz. Ich gestehe, ich habe in dem Moment so richtig nicht kapiert, was er mir da eigentlich schenkte.

Vor einigen Wochen waren wir nun tatsächlich den 3D-Scan machen, der zum Geschenk gehörte – und am Freitag kam sie an: Die Statue von uns beiden. Ich muss sagen, die Figur ist weit besser geworden, als ich dachte. Freilich, die Ränder der Brille sind etwas kräftiger als real, die Haarfarben etwas weniger gesättigt als ich das real sehe. Aber im Großen, Ganzen sind wir richtig gut getroffen.

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Der Wolf und die Mau in klein.

Die beiden – WIR beiden stehen nun im Wohnzimmer neben Diana von Themyscira und einer Raumschiff-Enterprise-Lampe. Das überfordert mich nun doch nicht mehr intellektuell. Aber ich find’s cool! Ich könnte noch diverse „o“s in cool hinzufügen, so sehr gefällt es mir!

Gescannt

Mein Mann schenkte mir an meinem letzten Geburtstag – vor über acht Monaten – einen Gutschein. Ein Gutschein, das klingt langweilig. Aber alles andere als das! Ich verstand erst einmal nicht, um was es ging und was darauf eigentlich stand. Doch dann wurde es langsam klarer: Es ging um eine Figur, eine 15 Zentimeter hohe Figur von mir selbst.

Manche werden sich vielleicht an die Folge von The Big Bang Theory erinnern, in der Howard und Raj Figuren von sich bekommen, die vollkommen danebengingen. Das hatte mein Mann auch im Kopf, er wusste, dass er genau das nicht für mich wollte. Also hatte er sich informiert. Nachdem wir am vergangenen Freitag ENDLICH diesen Gutschein einlösten und ein paar Figuren vor der Scan-Kabine sahen, kann ich sagen: Das Ganze ist besser, als ich dachte, detailtreuer und sieht sehr gut aus. Wir fuhren nämlich am Freitag zum Scannen nach Stuttgart, der dortige Saturn hat eine solche 3D-Scan-Kabine der Firma 3D Generation. Wir waren ganz wir selbst – wir?, fragt Ihr. Genau. Wir, mein Mann und ich. Ich habe nämlich eine Doppelfigur geschenkt bekommen. Weil durch neue Technik und neue Preise im Gutscheinumfang eine 20 Zentimeter hohe Figur drin war statt der ursprünglich bestellten 15 Zentimeter, haben wir nun eine solche bestellt. Aber warum wir ganz wir selbst waren: Tally im kurzen Rock und Stiefeln mit Wonder-Woman-Shirt und mein Mann in Jeans und „The Duck Knight Rises“-Shirt, bezogen natürlich auf den legendären Darkwing Duck.

Leider müssen wir eine Weile warten, weil derzeit ein wenig die Lieferkette ins Stocken geraten ist, aber das macht gar nichts. Wir haben Zeit. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis und werde – in so etwa anderthalb Monaten – bestimmt darüber bloggen. War auf jeden Fall ein spezielles Erlebnis, in dem Scanner zu stehen, wo man von vielen Kameras aus vielen Perspektiven aufgenommen wird.

Diana!

Zum Geburtstag vor zwei Monaten haben einige meiner Leute tolle, wirklich tolle Ideen gehabt, was sie mir schenken können – und deswegen zu meiner vollen Begeisterung meinen Wunschzettel ignoriert. Auf dem Wunschzettel standen unter anderem zwei BlueRays: Valerian und Wonder Woman.

Mein Mann wies mich am Wochenende darauf hin, dass es eine Collectors Edition von Wonder Woman gibt … ähm …

Teuer? Kindisch? Unvernünftig? Wo stellen wir die zugehörige Statue hin? EGAL!

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Die Box im Ganzen … und nun geht es an’s Auspacken:

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Und nun das Highlight:

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Und das Gute ist IMMER größer als das Böse:

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Ein Riesenkompliment

Am gestrigen Abend war bei uns daheim mal wieder der Trek Monday, wie jeden Montag. Eine Freundin von mir kam mit ihrem Freund das erste Mal seit einer Weile wieder – die beiden sind vielbeschäftigt und so hatte es für die beiden ein paar Mal in Folge nicht gereicht.

Wie es so oft ist, standen wir vor Beginn der Folgen zuerst noch in der Küche – ich war gerade mit dem Anziehen fertig geworden, nachdem ich nach zwanzig Minuten auf dem Laufband verbracht hatte, zwischen Heimkehr von der Arbeit und DVD-Abend, zudem hatte ich noch unser Essen im Ofen. Wir unterhielten uns ein bisschen und sprachen über alles Mögliche, dabei kam auch das Gespräch darauf, dass wir ein Laufband haben – das hatten die Freunde noch nicht gesehen gehabt und so war’s ein Thema. Dann sprach ich meine Entwicklung der letzten Monate an – und zeigte die Bauchmuskeln unter dem Shirt. Meine Freundin erklärte, ihr sei durchaus meine schlankere Linie aufgefallen, sie habe gedacht, ich trüge ein Korsett. Das kommt durchaus auch an einem Wochentagsabend, wenn ich wirklich mal Lust drauf habe, manchmal vor und schmeichelt meiner Linie – fühlt sich auch gut an. Aber dieses Mal war es nicht so. Dass die Wirkung eines schnürenden Kleidungsstück unterstellt wurde, wo ich bei meiner Linie gar nicht gemogelt hatte, das hat mich schon unglaublich gefreut.

Wenn ich meine Diagramme anschaue, die ich Ende Dezember mal wieder vorzuzeigen beabsichtige, kann man durchaus sehen, dass da eine enorme Entwicklung da war – in Laufstrecken und Laufgeschwindigkeit, aber auch in Gewicht und Körperfett. Aber von außen diese Entwicklung der Linie bescheinigt zu bekommen, eben dass die Taille ausgeprägter ist, ich schlanker bin und dabei die gewünschte Form nicht nur in schmaler erhalten, sondern sogar stärker ausgeprägt wurde, das ist schon großartig. Ich bin sehr gespannt, wie sich das weiter entwickelt – nächstes Jahr soll es ja in Richtung Halbmarathon im Frühjahr und Marathon im Herbst gehen, Rumpfstabis und sonstiges Muskeltraining wird dabei ebenfalls beibehalten – wie eben im ablaufenden Jahr, sofern die Zeit es zulässt, nur mehr vom Gleichen. Da bin ich sehr gespannt – eine Comic-Superheldinnen-Bauchmuskelpartie, dazu adrett, aber nicht comichaft überzogene Hüfte und Brust, das fänd‘ ich schon nett. Dann würde mein Spiegel mich noch lieber haben als ohnehin schon.

Selbstverbesserung ist …

Wie war das noch in „Fight Club“? Ich beziehe mich auf den Film, das Buch habe ich (leider) noch nicht gelesen.

Jedenfalls macht Tyler Durden in genanntem Film eine Bemerkung, Selbstverbesserung sei Masturbation. Nun, das ist recht drastisch formuliert, aber gut fühlt es sich schon an, wenn man weiter und schneller laufen kann, dabei weniger wiegt und so weiter. Ein weiteres Projekt dieser Ma- … Selbstverbesserung habe ich in den letzten Wochen meiner Lauferei hinzugefügt: Mit der „Ausrede“, dass Läufer Rumpfstabilität brauchen und dafür trainieren sollten, habe ich mir hier ein paar Übungen zusammengesammelt – von verschiedenen Stellen, jeweils unter Berücksichtigung, welche Muskelgruppen sie trainieren sollen. Squats sind dabei, Planks und Side-Planks, Crunches, Brücke, auf dem Bauch liegend Oberkörper und Beine anheben …

Es ist eigentlich falsch, dass ich die Rumpfstabilität als Vorwand benutzt habe. Damit fing es nur an. Mit der Zeit merkte ich, dass sich am Bauch etwas tat, dann auch am Rücken. Zusätzlich zum Abnehmen durch die beim Laufen verbrannten Kalorien veränderte sich die Linie – die Taille bildete sich mehr aus, seitlich der Bauchmuskeln und vor den schrägen Bauchmuskeln entwickelte sich diese charakteristische Kuhle, die Kurve zwischen Rücken und Hintern war deutlicher zu sehen – mittlerweile ist tatsächlich die Rumpfstabilität nur noch die Ausrede, meine Hauptmotivation für den immer wieder variierten Cocktail an Übungen ist mittlerweile die Optik, die dabei herauskommt. Nicht, dass ich einen Sixpack will, aber ein glatter Muskelstrang zwischen Hüfte und Brustkorb, eine straffe, betonte Taille und ein knackiger Hintern sind für mich schon erstrebenswerte Ziele.

2014 bin ich viel gelaufen, dann wurde ich immer fauler. Für die Rumpfmuskulatur habe ich die ganze Zeit nicht SO viel getan. Nun habe ich das angefangen … und stelle fest, dass ein Körper für mich erreichbar ist, von dem ich in den faulen Jahren nicht dachte, dass ich ihn erreichen kann. Das ist schon eine Sache, bei der im „Fight-Club“-Zitat eine gewisse Wahrheit steckt …