Single Serving Friends

Wir fuhren am Freitag von Karlsruhe nach Hamburg zum 50. Geburtstag einer Freundin. Dabei fiel mir eine Sache wieder ein…

Im Film „Fight Club“ charakterisiert Tyler Durden Mitreisende im Flugzeug als „Single Serving Friends“, als abgepackte Einweg-Freunde. Genau das haben wir dann auch erlebt: uns gegenüber saß eine junge Dame, und an dem kleinen ICE, den ich Xue gekauft habe, entspann sich ein Gespräch.

Xue und ihre BahnCard sowie ihr kleiner ICE.

Unsere Reisebekanntschaft stellte sich als aus Rumänien stammende Studentin der Computerlinguistik heraus, und wir sprachen über Sprachen, Laufen, Klimawandel, Wissenschaft, 5G-Ausbau, Pendeln und „Gott und die Welt“. Es war wundervoll!

Telefonnummern zu tauschen haben wir vergessen. Single Serving Friends eben. Dennoch, wundervoll, von all dem, das wir vorhatten zu tun, auf diese Weise abgelenkt zu werden.

[KuK] Zugfahr‘n!

Xue und Rocky verreisen.

Heute geht es mal wieder nach Hamburg. Xue und Rocky sind dabei – und noch drei weitere Stofftiere, die auf Xues Ticket mitfahren. Alle sind pflichtschuldigst bahnfahrbegeistert, denn die Mitnahmeregelung gilt ja nur für bahnfahrbegeisterte Stofftiere. Die beiden Mäuse und der Bär sind aber im Rucksack geblieben – sie sagen, sie wollen lieber schlafen.

Das Wochenende in vollen Zügen

Die zweite Klasse sei komplett ausgebucht, beschied uns der DB Navigator. Unser Zug von Hamburg nach Zürich ist so voll, dass bereits eine Durchsage auf die Fluchtweg-Eigenschaft der Gänge und Türen hinweisen musste. Den Weg vom Platz zum Bistro zum Zwecke des Holens einer Tasse Kaffee brach ich nach der Frage einer Dame im nächsten Wagen ab. „Da wollen sie durch?“, fragte sie mit einem Blick auf den mit Menschen völlig überfüllten Gang zwischen Abteilen und Fenstern.

„Der Weg nach nach vorne ist wie ein Schlachtfeld!“, beschied auch die junge Dame neben mir, die sich durch die Menschenmassen hindurch eine Waffel erkämpfte.

Da unser Zug erste Klasse in den Bereichen C bis E im Harburger Bahnhof hatte, also vier oder fünf Wagen erster Klasse, spekuliere ich gerade, wie voll es dort ist. Vermutlich hätte man auch zwei Wagons einfach auffüllen oder umwidmen können – nun ja, vermutlich hätte das den Menschen, die erster Klasse gebucht haben, nicht gepasst. An solchen Tagen verstehe ich das Plädoyer für die Abschaffung der ersten Klasse im ICE! Mal sehen, ob es ab Göttingen oder Kassel besser wird.

Das Wochenende in vollen Zügen

Die zweite Klasse sei komplett ausgebucht, beschied uns der DB Navigator. Unser Zug von Hamburg nach Zürich ist so voll, dass bereits eine Durchsage auf die Fluchtweg-Eigenschaft der Gänge und Türen hinweisen musste. Den Weg vom Platz zum Bistro zum Zwecke des Holens einer Tasse Kaffee brach ich nach der Frage einer Dame im nächsten Wagen ab. „Da wollen sie durch?“, fragte sie mit einem Blick auf den mit Menschen völlig überfüllten Gang zwischen Abteilen und Fenstern.

„Der Weg nach nach vorne ist wie ein Schlachtfeld!“, beschied auch die junge Dame neben mir, die sich durch die Menschenmassen hindurch eine Waffel erkämpfte.

Da unser Zug erste Klasse in den Bereichen C bis E im Harburger Bahnhof hatte, also vier oder fünf Wagen erster Klasse, spekuliere ich gerade, wie voll es dort ist. Vermutlich hätte man auch zwei Wagons einfach auffüllen oder umwidmen können – nun ja, vermutlich hätte das den Menschen, die erster Klasse gebucht haben, nicht gepasst. An solchen Tagen verstehe ich das Plädoyer für die Abschaffung der ersten Klasse im ICE! Mal sehen, ob es ab Göttingen oder Kassel besser wird.

Manchmal kommt es anders …

Am Mittwoch fuhr ich mit einem Kollegen zum Behördenseminar des IRS im Strahlenschutz. Das findet immer in der Akademie des Sports in Hannover statt, zweimal im Jahr: mit Thema Röntgeneinrichtungen im Frühjahr und mit Thema Radioaktivität und Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung am Übergang von Hoch- zu Spätsommer. Die eigentliche Veranstaltung fand am Donnerstag von 10:00 bis 16:30 statt, aber damit man um zehn in Hannover ist, muss man verdammt früh los. Schon Seminar und Rückfahrt an einem Tag sind bei voller Anrechnung von Reisezeit als Arbeitszeit über zehn Stunden, aber mit der Hinfahrt auch noch…

Also fuhren der Kollege und ich mit der Bahn hin. Wir hatten einen angenehmen Platz in einem direkten ICE, in dem wir nicht umsteigen mussten – auch bei der Rückfahrt. Ich hatte mein Notebook dabei, um am Howard-Goldstein-Vortex zu arbeiten. Da ich kein dienstliches Notebook habe und ohne Rechner keine Bescheide und nur begrenzt Überwachung machen kann, wäre das auch okay gewesen.

Tatsächlich unterhielten sich der Kollege und ich aber so unglaublich gut über alles Mögliche, dass die dreieinhalb Stunden nach Hannover und dann die dreieinhalb Stunden wieder zurück unglaublich leicht verflogen. Ich hatte sogar regelrecht vergessen, dass das Notebook über mir im Rucksack in den Gepäckfächern lag. Nur im Hotelzimmer hatte ich es ausgepackt, um nach dem Spaziergang mit den Kollegen aus Tübingen noch einige Dinge nachzuschauen und am morgen vor dem Seminar noch meine Laufstrecke in meine Excel-Statistik einzutragen – ich drehte nämlich ein paar Runden um die HDI-Arena und eine um den Maschsee. Somit habe ich keinen neuen Vorrat an Beiträgen für den Howard-Goldstein-Vortex produziert. Aber der aktuelle Kaffee oder Tee wird trotzdem nicht der vorerst letzte sein. Ich hatte zwar nur bis zu diesem vorab Texte eingestellt und jeweils auf Freitag geplant, aber in meinen Vorrats-Textfile zu der Geschichte liegen noch mindestens drei weitere Episoden … und so ganz langsam beginne ich mir Gedanken zu machen, dass in spätestens drei Anschlägen der Gruppe ich auf’s Finale von Staffel 1 hinsteuern und die Weichen für die Veränderungen in Staffel 2 stellen muss.