Einbahnstraße

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Eine Einbahnstraße ist – wie kaum anders zu erwarten – eine Straße, die nur in eine Richtung befahren werden darf. Es gibt sie von klein bis groß: Manche Straßen sind Einbahnstraßen, weil sie schlicht zu schmal sind, um aneinander vorbeizufahren – oder wurden durch Parkplätze auf beiden Seiten der Fahrbahn durch den Bedarf nach Parkraum so schmal. Andere dienen der effizienten Verkehrssteuerung, die können gelegentlich sogar vielstreifig sein. Es gibt sie in strikt und in „für Radfahrer in beiden Richtungen frei“. Allen gemeinsam ist aber, dass – nun ja, Ihr wisst schon.

So weit, so simpel. Warum schreibe ich drüber? Ist mir jemand untergekommen, der eine Einbahnstraße missachtet hat? Das ist sicher schon einmal passiert, aber nicht aktuell. Nein, der Anlass ist die Einbahnstraße als Metapher. Ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass ich zwar viel zu schreiben habe und das auch tue, aber aufgrund des neuen Jobs nicht mehr recht dazu komme, so viel bei den Blogs zu lesen, denen ich folge. Es gibt so viel aufregend-spannend Neues, dass ich einfach nicht dazu komme. Ich freue mich sehr, dass mir viele derjenigen, denen ich folge, das nicht krumm nehmen und weiterhin sichtbar oder nicht sichtbar bei mir lesen, Likes und Kommentare hinterlassen. Dennoch oder eigentlich sogar gerade deswegen stört mich diese Einbahnstraßen-Eigenschaft. Wenn ich mich dann hinsetze und zum Beispiel in „Abgründig“ der lieben Michaela weiterlesen will, mich der neuen Geschichten-Sequenz von Mrs. Flummi zuwenden möchte oder die Sport-Bilanzen von Din mal endlich richtig und nicht nur querlesen im Begriff bin, kommt meist recht schnell die Erkenntnis: Ist schon spät, ich muss ins Bett, ich habe dies, das und jenes noch nicht getan, was unbedingt noch … kurz gefasst: Es kommt dieses Schild:

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Zum Glück bin ich eigentlich fest davon überzeugt, dass das nur ein vorübergehender Zustand ist, sozusagen das neue Teeren der anderen Fahrbahn; sozusagen eine baustellenbedingte Einbahnstraße. Auch wenn ich mir sicher bin, dass mir niemand einen Vorwurf macht, wollte ich das mal geschrieben haben.

Hoffentlich heißt es bald wieder:

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Bildquelle: StVO.

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Neue Kategorie – Kurz und Krass [KuK]

Mir fallen öfter mal Dinge auf, die einfach lustig sind, aber … nun ja, eben quasi kleine, spaßige Dinge sind, die in keine der anderen Kategorien hier richtig reinpassen.

Nun ja, das ist eigentlich nicht richtig. Oft passt das dann zum Laufen, zu Büchern, Filmen oder Serien, ist lustig oder eine Staubegegnung. Oder alles zusammen! Allerdings schreibe ich normalerweise mehr dazu – Gedanken, die zu den verschiedenen Dingen gehören, sowas in der Art. Deswegen habe ich irgendwie das Bedürfnis, diese „kurzen und krassen“ Dinge gesondert zu labeln, und dieses Label habe ich mir nun in Form der Kategorie „Kurz und Krass“ geschaffen. Ich werde wohl versuchen, zusätzlich das Tag [KuK] vor solche Beiträge zu setzen, um sie auch so kenntlich zu machen. Ich weiß nicht, ob das für Euch Leser eine Rolle spielt, für mich spielt es eine.

Der erste kurze und krasse Beitrag unter dem Label ist nun schon vorhanden. [KuK]t … äh, guckt doch gleich mal: [KuK] Schwertransport.

Zu offen?

An manchen Stellen gehe ich, glaube ich, recht offen mit Problemen oder Dingen um, die mich beschäftigen. Ich schreibe einfach darüber, wie zum Thema epilieren oder zum Thema Körper. Natürlich sind da dann noch die Gedanken über meine Vergangenheit, meine Kopfschmerzen und die Colitis Ulcerosa.

Natürlich beschäftigen mich diese Themen, ganz klar. Sie beeinflussen mein Leben, manchmal zum Besseren, manchmal auch eher nicht, also sind sie es wert, darüber nachzudenken. Ich unterstelle eigentlich, dass ich mit meinen Problemen meistens nicht die Einzige auf der Welt bin, die dieses Problem hat – wahrscheinlich bin ich nichtmal die Einzige mit diesem ganz spezifischen Cocktail von Problemen.

Bei sehr offenem Umgang mit der Beinenthaarung schlug mir schon einmal ein „das will doch keiner lesen!“ entgegen, andere Dinge wie Krankheiten, damit mache ich gewissermaßen die Tür auf, und Leute könnten herausfinden, was mit mir los ist – vielleicht auch Leute, die das im Grunde nichts angeht. Dennoch betrachte ich mein Blog als eine Art Tagebuch mit bewusstem Zugriff für andere. Als ich vor einiger Zeit über Post-Privacy-Ideen einiger Mitglieder der Piratenpartei gelesen habe, fand ich das Konzept seltsam. Ich schreckte instinktiv zurück. Auf der anderen Seite habe ich das schon damals mehr oder minder selbst so betrieben. Inzwischen ist mir das auch sehr bewusst.

Ich habe auf diese Frage „Zu offen?“ keine schlüssige Antwort. Diese Antwort liegt wohl im Empfinden des Lesers oder Bloggers. Aber der Gedanke kam mir, und wahrscheinlich ist er es wert, darüber nachzudenken.