So gemütlich!

„So gemütlich“, das ist der Ausruf, den mein Mann und ich starten, wenn wir unter unseren Decken auf dem Sofa liegen. Eigentlich ist es sogar eine ganz spezielle Betonung, die den Ausruf für uns so charakteristisch macht. Natürlich legen wir diesen Satz auch unseren 25 Mauzen gelegentlich in den Mund – aus deren Mund klingt es freilich nur wie „Mau!“

Eine perfekte Illustration dieses Ausrufes lieferte uns eine Katze, die wir auf einem Spaziergang sahen – aber seht selbst:

2017-08-12 16.27.41.jpg

Wetterleuchten

Am Sonntagabend fuhren mein Mann und ich vom Rollenspiel nach Hause. Wir hatten einen wundervollen Abend verbracht, unsere Gruppe besteht aus einem befreundeten Pärchen und uns beiden. Nun war es spät, wir beide müde – aber nicht zu müde zum Fahren. Am südlichen Himmel wirkte, wohl eine Kombination aus Effekten von Wasserdampf und Wolken, das Licht der Dörfer und Städte, das eine Aura über den Dörfern bildete, leicht rötlich.

Und dann blitzte es. Immer und immer wieder: weiße, helle, wattebauschartig wirktende Wolken wurden immer und immer wieder von Blitzen erhellt. Die Blitze selbst sah man gar nicht, nur die aufleuchtenden Wolken, die aber nicht wie gefährliche Gewitter-Wolken, sondern eher wie plötzlich angeleuchtete, größere, aber weiße Wolkengebilde am Sommerhimmel aussahen. Das ganze Stück A5 nach Süden von Karlsruhe Durlach bis Karlsruhe Süd und auch die lange gerade der B3 von Ettlingen bis nach Muggensturm hatten wir diese immer wieder aufleuchtenden Wolken vor uns. Wunderschön sah das aus, aber auch ein bisschen unheimlich.

Später, als wir daheim Blitz-Melde-Karten konsultierten, wurde uns auch klar, warum wir keinen Donner gehört hatten: Das Gewitter lag weit vor uns, die Wolken müssen sehr hoch gelegen haben. Nach unserem Dafürhalten waren es auch weitgehend innerhalb der Wolken zuckende Blitze, keine zum Boden hinunter: Das Gewitter lag über Haguenau auf der anderen Rheinseite, und die A5 wie auch die B3 biegen von ihrer süd-südwestlichen Richtung erst in Höhe Rastatt voll Richtung Süden ab. Somit schauten wir die ganze Zeit auf Wolken, die noch über dem Elsass hingen, weit vor uns. Bevor das Gewitter allerdings bei uns war, flaute es ab. Einerseits muss natürlich kein Gewitter daheim sein, aber auf der anderen Seite war ich fast enttäuscht, weil wir über das Forschen nach dem Ort des Gewitters eine herrliche für uns neue Blitzmelde-Karte gefunden hatten: Dort werden die Blitze in Echtzeit angezeigt, die Verzögerung abgeschätzt und entsprechend ein Ausbreitungskreis des Donners auf die Karte animiert, das Ganze unterlegt mit einer Satelliten-Karte von Google Maps. Ich wollte zu gerne Blitze sehen, mit der Karte abgleichen und dann auf den Donner warten – und mich darüber freuen, wie gut das zeitlich zusammenpasst, auch das Dauergrollen beim Übereinanderlaufen mehrerer Donner-Wellen auf Karte und Gehör parallel beobachten.

Nun ja – aber besser, das Gewitter endete und wir konnten gut schlafen.

Fasan!

Heute beim Laufen habe ich auf den Feldern einen Fasan gesehen! Ich habe kein Foto gemacht – die Kamera an meinem Telefon geht seit einem Sturz nicht mehr – aber ich habe das Tier beobachtet und an der Färbung und den charakteristischen Schwanzfedern erkannt.

Das hat mir meine heutigen zehn Kilometer dann doch ziemlich versüßt – denn ich fand es spitze, so ein Tier auf den Feldern zu sehen. Der Vogel stand auch ganz majestätisch in einem Feld, wippte mal mit den Schwanzfedern auf und ab und guckte nur einmal kurz rüber, dann ging er weiter dem nach, was er auch immer auf dem Feld tat. Mich jedenfalls hat’s gefreut!