[KuK] Cuteness Overload

Xue versucht, den Fahrkartenkontrolleur auf sich aufmerksam zu machen.

Von unserer kleinen Xue und Rocky, ihrer gestreiften Reisebegleitung, gab’s am Wochenende in den Zügen und danach noch ein paar weitere Bilder. Ich bekomme selbst den Cuteness-Overload, wenn ich das Ganze nochmal ansehe…

Xue zeigt den anderen Tierchen ihren kleinen ICE, den sie von mir geschenkt bekommen hat.

Zuhause musste die Kleine dann unbedingt ihren kleinen ICE den daheimgebliebenen Tierchen zeigen. Rocky und die Mäuse, die im Rucksack schlafend die Zugfahrt verbrachten, sind auch dabei – aber Schildi, der Pinguin Fritjof sowie Glitzi und Kitty, die beiden Tuschelkatzenfreundinnen, haben den kleinen ICE total ehrfürchtig bewundert!

Single Serving Friends

Wir fuhren am Freitag von Karlsruhe nach Hamburg zum 50. Geburtstag einer Freundin. Dabei fiel mir eine Sache wieder ein…

Im Film „Fight Club“ charakterisiert Tyler Durden Mitreisende im Flugzeug als „Single Serving Friends“, als abgepackte Einweg-Freunde. Genau das haben wir dann auch erlebt: uns gegenüber saß eine junge Dame, und an dem kleinen ICE, den ich Xue gekauft habe, entspann sich ein Gespräch.

Xue und ihre BahnCard sowie ihr kleiner ICE.

Unsere Reisebekanntschaft stellte sich als aus Rumänien stammende Studentin der Computerlinguistik heraus, und wir sprachen über Sprachen, Laufen, Klimawandel, Wissenschaft, 5G-Ausbau, Pendeln und „Gott und die Welt“. Es war wundervoll!

Telefonnummern zu tauschen haben wir vergessen. Single Serving Friends eben. Dennoch, wundervoll, von all dem, das wir vorhatten zu tun, auf diese Weise abgelenkt zu werden.

[KuK] Zugfahr‘n!

Xue und Rocky verreisen.

Heute geht es mal wieder nach Hamburg. Xue und Rocky sind dabei – und noch drei weitere Stofftiere, die auf Xues Ticket mitfahren. Alle sind pflichtschuldigst bahnfahrbegeistert, denn die Mitnahmeregelung gilt ja nur für bahnfahrbegeisterte Stofftiere. Die beiden Mäuse und der Bär sind aber im Rucksack geblieben – sie sagen, sie wollen lieber schlafen.

Schimpfen wie ein Rohrspatz

Genau das habe ich am Samstagabend auf der Heimfahrt getan. Warum habe ich das getan? Nun, es gab einen ganz konkreten Anlass.

Wir standen nämlich am Karlsruher Hauptbahnhof auf dem Vorplatz und warteten auf die S8 Richtung Rastatt und dann weiter ins Murgtal. Es war einiges los, das kann man nicht anders sagen. Auf dem Vorplatz gibt es vier Gleise, zwei in der Mitte, dann beiderseitig Bahnsteige, dann wieder je ein Gleis und dann der äußere Bahnsteig. Überall warteten Leute, aber so unglaublich dicht gepackt waren wir noch nicht…

Nicht dicht genug jedenfalls, als dass man auf den Gleisen hätte stehen müssen. Klar, es kam noch kein Zug, aber dennoch – es gibt Bahnsteige. Da muss man nicht auf dem Gleis stehen. Genau das tat aber ein Pärchen. Sie stand direkt an der Kante, er unten auf dem Gleis. Freilich, der Bahnsteig ist nur eine Bordsteinhöhe höher, man kann jederzeit auf den Bahnsteig – wenn da niemand steht. Stelle ich mich aber an einem vollen Bahnsteig auf das Gleis, kann es durchaus sein, dass da gerade andere Leute hinkommen und ich keinen Platz habe…

Egal wie, jedenfalls ist es unnötig. Noch unnötiger ist allerdings, bis zum letzten Moment vor dem einfahrenden Zug auf dem Gleis stehen zu bleiben, so dass der Fahrer früher abbremsen muss und eine halbe, dreiviertel Minute verliert. Passiert das an jeder Haltestelle, summiert sich das schnell. Der Bahnsteig hatte sich auch entsprechend gefüllt, als dann die S1, die vor unserer S8 kam, endlich hereinkam. Der Fahrer musste höllisch aufpassen. Tatsächlich ging selbiges Pärchen auch erst weg, als die Bahn beinahe heran war, trieb sich irgendwo hinter uns herum. Als die S8 dann hinterherkam, drängten sie sich auf den ungefähr halben Meter Bahnsteigbreite, den wir zwischen uns und der Bahn gelassen hatten – als würden wir zum Spaß dort stehen! Als würden wir zum Spaß diesen halben Meter lassen! Es fuhr ein zweiteiliger Zug ein, und prompt rannten noch einige Leute über das Gleis, als der Zug schon einrollte – und zwar nicht quer rüber, sondern vom Einzugsbereich des hinteren in den Einzugsbereich des vorderen Wagens. Der Fahrer verlor mehr als eine halbe Minute, weil er so höllisch aufpassen musste und von allen Seiten Leute quer fast oder tatsächlich vor den Zug sprangen.

Das alles ist einfach unnötig. Es stellt nicht allzuviel Zeitverlust dar, aber wenn sich das aufsummiert, dann kann so ein Zug schonmal drei, vier, fünf, zehn Minuten auf den Haltestellen in der Stadt ansammeln. Außerdem ist das Ganze so dicht getaktet, dass die Bahnen auch die dahinter fahrenden aufhalten, die dann wieder von solchen Aktionen ausgebremst werden. Dann geht es nach dem Albtalbahnhof auf das Bundesbahngleis, wo die S-Bahn sich an Zeitslots zwischen ICEs, ICs, Regionalbahnen und Güterzügen halten muss. Ist der Zeitslot vorbei, wartet die S-Bahn auf den nächsten. Die Verspätung wächst. Dann funktioniert’s in Rastatt nicht richtig…

Das oben beschriebene Pärchen saß im Zug nicht weit von uns. Ich schimpfte wie ein Rohrspatz, erklärte meinem Mann und den Freunden, mit denen wir in Frankfurt waren, dass solche kleinen Verspätungen an jeder Haltestelle eben genau den S-Bahn-Zeitslot auf der eng getakteten Strecke kosten können. Wenn solche Verzögerungen durch gehandicapte Personen, das Einladen von Kinderwägen oder so entstehen, sagt ja keiner was. Aber aus Achtlosigkeit, oder weil’s ja eh nur eine kurze Verzögerung gibt, die vermeintlich nichts ausmacht…

Da geht mir die Hutschnur hoch. Manchmal – so auch am Samstag – lasse ich dem Ärger dann freien Lauf und erkläre hörbar für andere Fahrgäste, warum das so unnötig und eben doch schädlich ist. Ich hoffe inständig, es haben möglichst viele Leute gehört!

[KuK] Ungefragt

Heute früh in der Bahn:

Fast alle Sitze sind von Schülern auf dem Weg nach Durmersheim Nord besetzt, als ich in Bietigheim in die Bahn steige. Drei Herren steigen ebenfalls zu. Ein paar Schüler drängen sich vorbei.

Beginnt der eine: „Morgen müssen die ja wieder demonstrieren.“ Er wird noch abfälliger, während die anderen das Gespräch wieder einzufangen versuchen. Dass er Dinge aufbringe, die keinen interessieren, sagen sie.

Egal, was man vom Klimawandel und Fridays for Future hält oder halten mag, pauschal Abfälligkeiten auf sitzende Kinder in der vollen Bahn zu projizieren erfüllt mich mit Ärger. Ganz egal, ob die Kids morgen den unverantwortlichen Umgang mit Ressourcen tatsächlich morgen öffentlich geißeln oder nicht – ihnen das zuzuschreiben, weil man gerade in der vollen Bahn zur Schulbeginnzeit stehen muss und weil sie junge Menschen sind, geht gar nicht!

Das Wochenende in vollen Zügen

Die zweite Klasse sei komplett ausgebucht, beschied uns der DB Navigator. Unser Zug von Hamburg nach Zürich ist so voll, dass bereits eine Durchsage auf die Fluchtweg-Eigenschaft der Gänge und Türen hinweisen musste. Den Weg vom Platz zum Bistro zum Zwecke des Holens einer Tasse Kaffee brach ich nach der Frage einer Dame im nächsten Wagen ab. „Da wollen sie durch?“, fragte sie mit einem Blick auf den mit Menschen völlig überfüllten Gang zwischen Abteilen und Fenstern.

„Der Weg nach nach vorne ist wie ein Schlachtfeld!“, beschied auch die junge Dame neben mir, die sich durch die Menschenmassen hindurch eine Waffel erkämpfte.

Da unser Zug erste Klasse in den Bereichen C bis E im Harburger Bahnhof hatte, also vier oder fünf Wagen erster Klasse, spekuliere ich gerade, wie voll es dort ist. Vermutlich hätte man auch zwei Wagons einfach auffüllen oder umwidmen können – nun ja, vermutlich hätte das den Menschen, die erster Klasse gebucht haben, nicht gepasst. An solchen Tagen verstehe ich das Plädoyer für die Abschaffung der ersten Klasse im ICE! Mal sehen, ob es ab Göttingen oder Kassel besser wird.

Das Wochenende in vollen Zügen

Die zweite Klasse sei komplett ausgebucht, beschied uns der DB Navigator. Unser Zug von Hamburg nach Zürich ist so voll, dass bereits eine Durchsage auf die Fluchtweg-Eigenschaft der Gänge und Türen hinweisen musste. Den Weg vom Platz zum Bistro zum Zwecke des Holens einer Tasse Kaffee brach ich nach der Frage einer Dame im nächsten Wagen ab. „Da wollen sie durch?“, fragte sie mit einem Blick auf den mit Menschen völlig überfüllten Gang zwischen Abteilen und Fenstern.

„Der Weg nach nach vorne ist wie ein Schlachtfeld!“, beschied auch die junge Dame neben mir, die sich durch die Menschenmassen hindurch eine Waffel erkämpfte.

Da unser Zug erste Klasse in den Bereichen C bis E im Harburger Bahnhof hatte, also vier oder fünf Wagen erster Klasse, spekuliere ich gerade, wie voll es dort ist. Vermutlich hätte man auch zwei Wagons einfach auffüllen oder umwidmen können – nun ja, vermutlich hätte das den Menschen, die erster Klasse gebucht haben, nicht gepasst. An solchen Tagen verstehe ich das Plädoyer für die Abschaffung der ersten Klasse im ICE! Mal sehen, ob es ab Göttingen oder Kassel besser wird.