Für Eure Vorstellungskraft: Autobahn-Ästhetik

Eines vorweg: Ich habe kein Foto geschossen. Das ging nicht, denn ich saß am Steuer. Daher möchte ich Eure Vorstellungskraft ein wenig bemühen.

Auf der A5 von Karlsruhe Richtung Frankfurt gibt es diese langen, schnurgeraden Abschnitte. Den zwischen Karlsruhe und Bruchsal befahre ich ja derzeit öfter – und heute, mit VNV Nations „Streamline“ im Ohr, fiel mir bei herrlichem Wetter die seltsame Ästhetik eines so von der Zivilisation dominierten, aber absolut unstädtischen Abschnitts der Landschaft ins Auge.

Das schnurgerade, sechsstreifige Band aus Beton, mit Standstreifen und Mittelleitplanke. Zwischen aufgeschütteten Rampen auf der schmalseite stehende, trapezförmige Brücken aus Beton, mit je zwei rechteckigen Durchlässen für die beiden Fahrbahnen – ein Anblick, der mich aus unerfindlichen Gründen an alte Diaprojektoren erinnert, auch wenn eine kurze Google-Bildsuche klar macht, dass die eigentlich anders aussehen. Der Stangenwald links und rechts der Fahrbahn – schlanke, hochgewachsene Stämme ohne Unterholz, darüber eher kleine Baumkronen, die einander überlappen.

Fahrbahn, Standstreifen, Mittelleitplanke, Stangenwald. Unendlich fortgesetzt. Nur gelegentlich durch Brücken immer gleicher Form unterbrochen. Darüber blauer Himmel. Unten grau, dann schattig und braun, leichtes Grün, darüber leuchtendes Blau. Ein starkes Bild, das zugleich Ödnis, Unendlichkeit und Schönheit vermittelt, in unmissverständlicher Fluchtpunkt-Perspektive.

Autobahn und Wald

Bewegung, Sog und Stillstand

Der Mensch ein Fahrer

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Einen im Tee …

Zugegeben. Dummes Spiel mit einer Redensart für’s Betrunkensein. Denn natürlich geht es nicht um Alkohol, auch wenn ich vergangenen Freitag mit einem Glas Wein und einem Ramazotti ganz schön knülle war.

Im Moment freue ich mich über etwas ganz anderes: Ich habe mir das ein oder andere Teeutensil gekauft, um nach Bonryaku, einer einfachen Teezeremonievariante mit Tablett, nunmehr Usucha zu lernen – bei der die wohl einigen geläufige Bambus-Kelle namens Hishaku zum Einsatz kommt. Das Frischwassergefäß, den Hishaku und einiges weiteres Zubehör kann man auch in Europa recht einfach erstehen. Vielleicht nicht unbedingt die Werkzeuge, die durch Alter, Einfachheit, Originalität und ihren Preis bestechen, aber eben doch Werkzeuge, die zum Üben und auch – sobald ich mal so weit bin – meinen interessierten Freunden einen Einblick zu geben.

Aber eine Sache ist nicht so einfach. Das Kohlebecken – in dem Fall ein tragbares namens Furo, das bei Sommerzeremonien zum Einsatz kommt. Und der Teekessel, Kama genannt. Zusammen wird das dann als Furogama bezeichnet. Rein mechanisch wichtig daran ist, dass der Bambusschöpfer hinein passt und adäquat darauf gelegt werden kann, aber auch, dass das Ganze mit den restlichen Teeutensilien und nicht zuletzt der Vorstellung dessen, der damit Tee macht, harmoniert. Denn sicher ist es mit einem Furogama, das einen irritiert, sehr schwer, die innere Ruhe und Harmonie zu erreichen.

Und somit habe ich nun zunächst schweren Herzens damit begonnen, einen Furogama zu suchen, zu kaufen und mir schicken zu lassen. Neues ist schwierig zu bekommen, erst recht in Europa, aber auch mit dem Gebrauchten ist es – in Europa – so eine Sache. Und so jagte ich zuerst einer Auktion auf Ebay hinterher, bei welcher ich jedoch nicht den Zuschlag bekam, wenn auch ganz knapp. Ich war offenbar unter den letzten beiden Bietern. Aber morgens um fünf am Sonntag aufstehen, nur um nochmal zu bieten – das habe ich dann doch nicht gemacht.

Aber dann habe ich ein ganz ähnliches Stück entdeckt, Eisen, schwarz, sehr stabil, ebenfalls nicht neu … und als ich dann letztlich den Kauf komplett machte, ließ ich mir die Hand halten von meinem Mann, denn so viel Geld auf einmal habe ich schon lange nicht mehr ausgegeben. Die letzte Anschaffung in dieser Größenordnung war ein Korsett vom TO.mTO, und das musste ich nicht aus Japan importieren … und heute Abend habe ich die Versandbestätigung bekommen und harre nunmehr dem Tage, an dem ich Euch hier auf meinem Blog die Werkzeuge alle zusammen zeigen kann, auch wenn ich bestimmt bis dahin noch nicht reif genug bin, sie in eleganter Weise zu benutzen. Aber immerhin: Dann kann ich auch zu Hause üben. Denn welche Zeremonie auch immer, in Sachen Tee und auch sonst alle Zeremonien: Wiederholung, Üben, das ist der Weg, dass es von allein geht und die Zeremonie zu einem spirituellen Erlebnis, zu Freiheit entlang festgelegter Bewegungen macht. Ich habe dieses Gefühl einige wenige Male schon beim Durchführen der einfachen Bonryaku Temae erleben dürfen – und festgestellt, dass der für Europäer wohl als Widerspruch daherkommende Konflikt zwischen bis ins Detail festgelegten Handlungen und der Freiheit und des Friedens in ihrer Durchführung nicht existiert. Die Dinge willkürlich zu tun ist stets auch damit verbunden, unsicher zu sein, ob man es richtig macht, immer wieder. Muss ich stets darüber nachdenken, wie es nun weiter geht, welche Entscheidung ich treffe, so ist mein Geist nicht frei, in der Handlung meditativ aufzugehen. Das mag nun esoterisch klingen. Aber für mich ist dieser noch immer viel zu selten erlebte perfekte Moment, in dem die Handlungen zu fließen scheinen, zu einem Ziel geworden, zu einem Moment perfekter Entspannung und des Glücks.

Ich hoffe, dass meine neuen Dinge mich, früher oder später, zu solchen Momenten führen können. Und ich freue mich darauf.

Was Altes, was Neues, was Blaues, was Geschenktes …

… nein, ich habe nicht geheiratet. Zumindest nicht dieses Wochenende. Aber treffen tut es das trotzdem, denn am heutigen Tage war ich in einer Teezeremonie-Vorführung zum Hundertsten Geburtstag das Japangartens im Stadtgarten in Karlsruhe beteiligt.

Nein, ich war nicht die Teemeisterin, das hat ein fortgeschrittener Schüler meiner Sensei gemacht – und Hauptgast war meine Sensei selbst, um dem Oberbürgermeister von Karlsruhe entsprechend alles vor zu machen. Mein Job war es, neben der Hilfe beim Aufbau und Abbau, dabei herumstehen und mindestens in Sachen Kleidung japanisch aussehen, die weiteren Gäste zu bedienen, da nur der japanische Konsul, der Oberbürgermeister und eben meine Sensei vom Teemeister und seiner Hanto bedient wurden.

Nun zu den Dingen in der Überschrift: Das Alte ist natürlich der Japangarten – einer der ältesten in ganz Deutschland. Neu waren – wie immer bei Vorführungen oder offiziellen Teezeremonien – Chashaku, also der Teelöffel aus Bambus, und der Chasen, der Bambusbesen, um den Matcha schaumig zu schlagen. Blau trug ich – einen blauen Yukata, zur Verfügung gestellt von meiner Sensei, da ich noch keinen eigenen besitze. Und Geschenktes ist eine sehr hübsche Schale, die ich von einer Freundin bekam.

Da ich nach Erwähnen der Teezeremonie auf rege Resonanz – privat wie auch in Kommentaren – gestoßen bin, erzähle ich hier nun auch noch etwas Grundlegenderes über Teezeremonie. Denn ich bin nicht sicher, wie gut informiert darüber meine Leser sind. Ich lerne seit Herbst letzten Jahres Teezeremonie nach der Urasenke-Tradition. Das ist eine von mehreren Schulen, die auf Sen No Rikyu zurückgehen, welcher entscheidend daran beteiligt war, die Teezeremonie prägen, wie sie heute als Tradition und spiritueller Lebensweg (Chado) hochgehalten wird. Sen No Rikyu wird auch zugeschrieben, auf die Frage eines Schülers nach dem Geheimnis einer meisterlichen Teezeremonie geantwortet zu haben:

Bereite eine köstliche Schale Tee; lege die Holzkohle so, dass sie das Wasser erhitzt; ordne die Blumen so, wie sie auf dem Feld wachsen; im Sommer rufe ein Gefühl von Kühle, im Winter warme Geborgenheit hervor; bereite alles rechtzeitig vor; stelle dich auf Regen ein, und schenke denen, mit denen du dich zusammenfindest, dein ganzes Herz.

Als der Schüler unzufrieden antwortete, das wisse er alles bereits, antwortete Sen No Rikyu in einer im Zen nicht unüblichen Wendung:

Wenn du also eine Teezusammenkunft leiten kannst, ohne von einer der Regeln die ich nannte abzuweichen, dann will ich Dein Schüler werden!

So weit will ich es aber noch gar nicht treiben. Ich denke nur, wenn ich immer mal wieder ein bisschen über Teezeremonie schreibe, dann sollte ich auch den Hintergrund nicht vernachlässigen. Denn Teezeremonie ist bei weitem mehr als nach festgefügten, ritualisierten Handlungen eine Schale Tee zu bereiten.

Um was geht es also im Zentrum des rein Physischen der Art von Teezeremonie, die ich erlernen darf? Genau. Um die Teeschale, auf Japanisch Chawan. Die Form der Teeschale entspricht der einer Reisschale, wie auch die ersten Teeschalen aus Korea nach Japan importierte Reisschalen waren. Nicht zu groß sollte sie sein, die Schale, so dass man den Bambus-Teebesen, genannt Chasen, hineinstellen kann, er aber auch nicht verloren darin aussieht. Und mindestens ein Stück im Zentrum der Schale muss schön flach sein, damit man den Tee hier schlagen kann. Denn verwendet wird ein pulverisierter Grüntee, genannt Matcha. Matcha, Matcha-Schalen, Chasen und den dazu passenden, aus Bambus geschnitzten Dosierlöffel, findet man inzwischen auch in vielen europäischen Teegeschäften.

Im Zentrum der Zeremonie, die als reiner Ablauf auch als Handlungen (Temae) oder auch Cha-no-yu (Heißes Wasser für Tee) bezeichnet wird, steht eben genau das: Man gibt mit dem Chashaku eine kleine Menge des Teepulvers Matcha in die Chawan, gießt etwas etwa 80°C heißes Wasser darüber und schlägt das Gemisch dann schaumig. Und auch ohne eine Teezeremonie drum herum: Matcha ist in meinen Augen die Krone des Tees, egal, ob es nun Grün- oder Schwarztee ist.

Auszeit

Genau das war’s, was ich mir nun die Tage genommen habe. Mein Körper hat mir recht deutlich gemacht, dass ich etwas Ruhe brauche: Ich hatte einige Tage in Folge recht krasse Kopfschmerzen und das hat mich dann auch vom Rechner fern gehalten. Deswegen gab es keine Highway Tales in dieser Zeit: Donnerstag hat mich der Kopfschmerz vom Posten, Freitag sogar vom Arbeiten fern gehalten. Samstag war sogar nah an dem, was ich einen Tages-Totalverlust nenne: Kopfschmerzen in der Intensität, dass nichts geht außer monotonen, keine Konzentration erfordernden Tätigkeiten – oder eben Schlafen.

Das Ergebnis war, dass ich eine Menge geschlafen habe, eine Menge gelaufen bin – Laufen ist hinreichend monoton, dass es mit Kopfschmerzen geht, und oft genug geht es mir danach besser. Tatsächlich habe ich dieses Wochenende (wenn man den Freitag dazu nimmt) jeweils unter Kopfschmerzen insgesamt über 50km zurückgelegt, und zwar ca. 40 davon auf meinen Asics und den Rest auf meinen Mizunos. So ganz nebenbei habe ich dabei meinen Rekord auf 10km gebrochen, und das unter Kopfschmerzen. Wie es scheint, zahlt das Training sich aus. Am Freitag habe ich während des Laufens tatsächlich keine Kopfschmerzen gefühlt, nur davor und danach – und entsprechend sah die Leistung aus: 54:47 auf zehn Kilometer. Das lässt sich durchaus sehen, finde ich.

Am Freitagabend habe ich noch eine weitere Kopf- und Körper- und Seelenentspannungsgeschichte gehabt: Teezeremonie-Unterricht. Ich lerne nämlich Teezeremonie nach der Tradition der Urasenke. Die Bonryaku Temae kann ich bereits halbwegs, und meine Sensei befand eine Mitschülerin und mich nunmehr für reif für eine einfache Usucha Temae. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich beim korrekten und eleganten Handhaben des Hishaku wieder wie eine blutige Anfängerin gefühlt habe. Da steht noch viel Übung an. Dennoch war es eine meditative, sehr angenehme Erfahrung, die mir sehr gut getan hat. Auch wenn ich trotzdem am Samstag noch stärkere Kopfschmerzen hatte als am Freitag, und somit nur eine Runde von einigen Kilometern hinbekommen habe, in einer miserablen Zeit von 8:01 pro Kilometer. Das kann ich normal viel besser! Aber auch regenerative Einheiten müssen sein und dieses Mal hat mich der Kopf sogar dazu gezwungen. Am Samstagabend schließlich hatte ich Besuch von einem sehr lieben Freund von mir, den ich seit über zehn Jahren kenne, und zwar über das Spiel BEHIND, das hier sicher nur sehr wenige kennen, wenn überhaupt jemand. Wir waren zusammen Essen, haben den Abend über geredet und zum Glück war mit dem Abendessen auch der Kopfschmerz weg.

Ich hoffe, kommende Woche wieder etwas regelmäßiger Geschichten von der Autobahn erzählen zu können, und wenn möglich nicht ganz so viele stauige wie die letzten Wochen. Das war nämlich echt nicht schön.

Einen schönen Restsonntag wünscht Euch: Die Highway Tellerin!

Car-A-Digma

Auf der Arbeit in der Mittagspause, es geht um Autos. Da mein Vater zeitweise einen Dodge Ram fuhr, nun einen Camaro fährt und auch eine Zeit lang einen … teuren, amerikanischen, sehr schnellen Cabriolet-Sportwagen fuhr, konnte ich ein bisschen mitreden. Da ging es dann um Features wie „Auto ferngesteuert schonmal starten und warm werden lassen, fünf Minuten bevor man einsteigt“, um Pick-Ups – ich glaube, wir kamen über die Parkplatzsituation in Stuttgart West und die Probleme, die ein Kollege mit seinen  zwei Kombis darin hat, auf dieses Thema. Kurzzeitig fiel auch der Gedanke, gemäß der Situation nicht zwei Kombis zu fahren, sondern ein kleines Stadtauto, das man zur Not auf die Ladefläche des anderen, „etwas“ größeren Fahrzeuges laden kann.

Jedenfalls fiel mir bei dieser Gelegenheit auf, wie unterschiedliche Anforderungen die Menschen an ihre Autos haben. Da gibt es einige bei uns, deren Auto komfortabel sein muss, eine große Ladefläche haben soll, und so weiter. Dann gibt es andere, die ein Auto wollen, das Spaß macht. Und dann gibt es mich, die eine selbsternannt vernünftige Haltung zum Auto hat – sparsam an Sprit, Platz und Wartung, wenig Ausstattung, die geht ja nur kaputt, und wenn es geht noch geringe Kosten für Steuer und Versicherung. Möglichst viele Standardteile, die man gut kriegt. Eben ein Fahrzeug für die Fahrt von A nach B. Und zurück. Nur ein Radio und die Möglichkeit, das Handy zu laden, sind ein Muss.

Und so träumen meine Arbeitskollegen von dem einen oder anderen Auto, während ich schon recht konkrete Ideen habe, mit was ich meinen treuen, hart arbeitenden Aygo ersetze, wenn ich ihm dann mal das Altenteil gönnen werde: Vieles zielt im Moment auf einen Toyota Yaris Hybrid. Beim Probefahren saß es sich gut drin, hatte ihn bei der Inspektion für meinen Aygo mal als Ersatzwagen, Automatic ist auch lustig, nimmt einem eine weitere Aufgabe ab, so dass man den Kopf frei für Verkehr und anderes hat. Außerdem findet der Sparfuchs in mir es bestechend, die Bremskraft beim vorausschauenden Fahren zu Strom zu machen, mit dem ich dann im Stau bei stehendem Verbrennungsmotor schön langsam und ohne sinnlos Benzin und damit Euros zu verbrennen, dem Stop’n’Go hinterherzuckle. Start-Stop-Automatic nimmt einem im Stau zudem ab, die Maschine immer sparsam abzuschalten – beim Schaltgetriebe mach ich es ja doch nicht, eingestandenerweise aus blanker Faulheit, muss ich die Maschine ja dann wieder anlassen und Kupplung und am Berg und so …

Aber ich möchte im hundertsten Beitrag der Highway Tales das Ableben meines treuen Aygo nicht durch Schwärmen von potentiellen Nachfolgern beschreien. Sondern ich hoffe, dass der liebe Kleine und ich noch viele hier zu postende Abenteuer miteinander erleben!

Sonntagnachmittagsarbeit

Gewuerzregal
Hintere Reihe (v.l. n.r.): Koriander, Zimt, Chilipulver, Sternanis, weißer Sesam, schwarzer Sesam, Chili-Pfeffer-Öl, Paprika edelsüß, Ingwerpulver, Cumin, Piment, Thai-Curry, Chilimühle.
Vordere Reihe (v.l. n.r.): Chinesische helle Sojasauce, japanische Sojasauce, chinesische dunkle Sojasauce, rotes Tabasco, grünes Tabasco, Salzmühle, bunter Pfeffer aus der Mühle, Senfkörner, Provencekräuter, getrockneter Ingwer zum frisch Mahlen und Nelken aus der Mühle.
Nicht im Bild (hängend rechts unten außerhalb des Bildes): Salz (fein), Pfeffer gemahlen, Oregano, Majoran, Rosmarin, Rosenpaprika, Curry, Muskat.
Nicht im Bild (rechts im Schrank): Basilikum, Schnittlauch, Thymian, Petersilie, Dillspitzen, Habanero-Chilis, Wasabi-Pulver, Mu-Err-Pilze und Minzblätter.

Das haben mein Mann und ich am Sonntagnachmittag gebastelt – da war es auch okay, dass ich nicht mehr zum Laufen gekommen bin. Früher standen unsere Gewürze verteilt über mehrere Orte. Okay, begrenzt tun sie das immer noch. Aber zumindest der Platz auf der anderen Seite der Küche, an dem meine asiatischen Gewürze früher standen, ist nunmehr aufgelöst und die geliebten Damen und Herren reihen sich in das Mannschaftsbild ein.

Wir haben für die hintere Reihe eine Empore gebaut, und zwar aus den nicht mehr gebrauchten Schachteln unserer DSA4-Boxen – die Bücher stehen eh im Schrank und mittlerweile ist auch eine gebundene Version vorhanden, über die Boxen bin ich seit geraumer Weile immer nur gestolpert. Damit man nicht mehr sieht, aus was die Emporen gemacht sind, hat mein Mann das Ganze schwarz lackiert. Sieht super aus! Außerdem haben wir diverse Vorratsbehälter vereinheitlicht, denn teils hatten wir zwei Streuer UND zwei Vorratsbehälter für ein und dasselbe Gewürz, teils auch noch ungeöffnete oder nur mit einem Klemmer zugehaltene gekaufte Gewürzbeutel – nun ist alles herrlich sortiert. Platz geschaffen, wunderbar ausgemistet und alles vereinheitlicht – und alles schneller zur Hand. Ich habe sogar noch auf den Schranktüren innen Beschriftungen angebracht – und mein Mann bastelt noch eine Einkaufsliste für die Vorräte, die wir dann auf eine Innentür hängen, so dass man abstreichen kann, was nicht mehr da ist und was wir kaufen sollten … göttlich!

Es fühlt sich ein bisschen an, als hätten wir eine neue Küche!

Sommer

Heute war der einzige Tag am langen Wochenende, den ich nur und ohne Besuch zu Hause verbracht habe. Und wie! Ich bin nicht gelaufen, weil mir nicht danach war und ich außerdem in der Nacht das Gefühl hatte, dass mein Hals ein wenig kratzte. Deswegen hatte ich meinen Wecker dann abgeschaltet und habe somit bis kurz nach halb eins geschlafen – und dabei etwas seltsam geträumt. Der Traum war sehr seltsam und beschäftigte mich heute den Tag über noch weiter.

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Nach unserem Frühstück, das ja doch schon zu fortgeschrittener Mittagsstunde stattfand, habe ich mich in meinen Bikini geworfen und mit Yoga-Matte und alkoholfreiem Weißbier den Nachmittag auf der Terrasse in der Sonne verbracht. Zeitweise bin ich einfach Gedanken nachgehangen, zeitweise hat mein Mann mir aus dem Posbis-Zyklus von Perry Rhodan vorgelesen. Und außerdem habe ich noch den Frosch von neulich nochmal gesehen, dieses Mal konnte ich ihn weit deutlicher fotografieren.

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Morgen geht es wieder auf die Autobahn, aber erstmal gibt es hier noch zwei Stunden Abend – und nun bin ich, nach dem Baden, auch nicht mehr so unsäglich müde wie vorhin, da ich eine halbe Stunde auf dem Sofa geschlafen habe.

Dieser Sommer ist wundervoll, ich habe den Eindruck, dieses Jahr ist alles viel sommerlicher als im Sommer des letzten Jahres.