Bereit für den Spielbetrieb

Das Neko Industries Stadion (NI-Stadion oder NI-Arena) ist fertig! Für Spiele freilich kann noch mit Werbe- und Mannschaftsbannern dekoriert werden, aber ansonsten ist die Heimspielstätte der Automaton Island Iron Golems bezugsfertig!

Wichtig sind natürlich zunächst einmal die Zugänge: Die Fans der Heimmannschaft „Automaton Island Iron Golems“ erreichen das Stadion über die rosa U-Bahnlinie mit der Station „Stadion (Heim)“ im östlichen Basement oder über den Hochbahnring am IiA-Tower im Südwesten. Die Gastfans kommen von der Hochbahnstation „Flussschleuse“ oder vom Serverway [12] (Hochstraße) über die Stadionbrücke im Nordosten – oder alternativ mit der orangen U-Bahnlinie an der Station „Stadion (Gast)“. Dann geht’s durch den Unterbau auf die Tribünen!

Mit fünf Reihen in zwei Tribünenebenen bietet das NI-Stadion viel Platz für begeisterte Fans von Cubistic Football! Natürlich gibt es auch die Loge, die mein Mitautor Manuel erbeten hat. Dort ist Platz für die Bosse von Neko Industries, die sich die Spiele anschauen wollen – aber wenn die Redaktion der Highway Tales da ist, dann gehört uns dieser Platz!

Mit rund 25 Blöcken Höhe, einer Länge von über 60 Blöcken und einer Breite von 43 Blöcken ist das Stadion ein kollossales Projekt gewesen. Bestehend aus Birkenholz für die Heim- und Eichenholz für die Gästeseite, mit einer Menge Stein als Stützen und dem Redstone-Erz-Spur-Spielfeld ist es sicher nicht mit erstaunlichen Nachbauten realer Stadien, wie man sie auf Youtube vorfindet, vergleichbar – aber in meiner Stadt in Minecraft ist es DAS Stadion. Und ich finde, es kann sich sehen lassen!

Das NI-Stadion aus der Vogelperspektive.

Kubistisches Football-Stadion in Bau

Da ich diese Woche ein paar freie Tage habe und man ja nicht allzu viel unter Leute kann, komme ich derzeit in Minecraft ganz schön voran. Mein aktuelles Projekt ist eines, das schon lange auf meiner Agenda stand: Die Heimarena der „Automaton Island Iron Golems“, einer fiktiven Cubistic-(American)-Football-Mannschaft auf unserem Server.

Zunächst einmal: Warum eigentlich „Automaton Island Iron Golems“? Nun, das ist nicht so schwer. Als ich mir – vor mehr als zwei Jahren – auf unserem Server mein Grundstück suchte, überquerte ich einen kleinen Wasserlauf und begann, dort zu bauen. Später fand ich heraus, dass ich eine Insel erschlossen hatte. Da ich viele Maschinen gebaut hatte und weiter welche baue, die mir verschiedene Baustoffe produzieren, war recht schnell ein Name für meine „Institution“ gefunden: Das Institut für industrielle Automatisierung (IiA), angesiedelt auf der Automateninsel. Etliche meiner Rohstoffe wandeln meine Dorfbewohner durch Handel in hochwertigere Produkte um – und wenn Dörfer in Minecraft eine gewisse Bevölkerungszahl haben, bauen sich die Dörfler zur Verteidigung Maschinen – die Eisengolems.

Die Automaton Island Iron Golems sind also die harten, großen Maschinen, die die Dörfer bewachen – und drückt man so einem einen Football in die Hand und stellt eine Bedrohung für die Dörfler ans andere Ende des Spielfeldes, wird es nichts geben, das den Eisengolem aufhält – der geborene Fullback!

Nun brauchten die Automaton Island Iron Golems natürlich ein Stadion – und das habe ich nun endlich zu bauen begonnen. Wie so häufig hat das Stadion natürlich einen Sponsor – die (ebenfalls von mir betriebene, ebenfalls auf der Automateninsel ansässige) Firma „Neko Industries“. Die künftige Neko Industries Arena war zunächst einmal ein Waldstück zwischen verschiedenen Einrichtungen auf der östlichen Automateninsel:

Die Grundfläche von zunächst 55 mal 43 Blöcken erwies sich allerdings schon bald als unzureichend. An den Schmalseiten wurde später noch überhängend verlängert… aber ich schweife ab. Eines nach dem anderen. Was wollte ich also in diese große Grube hineinsetzen? Zunächst einmal natürlich ein Spielfeld. Um ausreichende Beleuchtung zu gewährleisten, war der Plan, keinen echten Rasen zu verwenden, sondern grüne und für die Linien und Endzonen farbige Teppiche zu benutzen, unter denen „Glowstone“, eine blockförmige Lichtquelle positioniert wurde. Da ich ohnehin schon mit Teppichen arbeitete, kam mir noch eine tolle Idee: Im Fernsehen sieht man ja immer schön Linien auf das Football-Feld gelegt: Die Line of Scrimmage, die 10 Yard Raumgewinn für ein neues First Down, manchmal auch Laufwege… und Laufwege auf dem Feld als rot glitzernde Spur zu realisieren, ja, das ging: Das Erz des „Redstones“, einer Art Elektronik-Spiel-Mineral, leuchtet rot und emittiert rote Partikel, wenn es berührt wird – auch durch Teppich hindurch. Also konzipierte ich ein Spielfeld aus Redstone-Erz und Glowstone, beleuchtet und mit Laufspurdetektor, und darüber farbige Teppiche für die Spielfeld-Markierungen und den Rasen…

Nach und nach etablierte ich eine Idee, wie die Tribünen auszusehen hatten – etwas dunklere Eiche für die Gast-Tribüne, dazu oranger Teppich in der Endzone der Gäste, und helle Birke für die Heimtribüne, zusammen mit einer blauen Endzone. Fünf Sitzreihen sollten es werden, drei auf der unteren, zwei auf der oberen „Ebene“ der Tribüne… und erschrocken stellte ich fest: Himmel, ich muss ja das Stadion länger machen! An beiden Enden wird die Tribüne im Endausbau drei Blocks über die ursprüngliche Baugrube überhängen, insgesamt wird das Stadion also 61 Blöcke lang und 43 Blöcke breit. Zugänge soll es auf der Höhe des Spielfelds, getrennt nach Heim- und Gastfans geben, dazu noch Zugänge auf der oberen Tribünenebene von den Hochstraßen der Automateninsel aus. Schwer vorstellbar? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, was müssen dann erst mehrere Bilder sagen?

In Nordosten, in der Galerie zu Bauphasen 3 und 4 zumeist in der oberen, rechten Bildecke, habe ich eine Brücke von einer Bahnstation auf der anderen Seite des Flusses ins Stadion hineingeführt. Die Brücke ist noch ein ziemlicher Rohbau, sie führt aber die Beleuchtungsstützen der Längstribünen als Brückenträger und Beleuchtung fort. In der Südhälfte gilt es, zwei Hochwegzugänge mit den Tribünen zu verheiraten – insbesondere die Eckstücke des Südkurve werden also noch etwas komplizierter, da alle drei Hochweg-Zugänge unterschiedliche Geometrien aufweisen.

Aber am Ende unseres heutigen gemeinsamen Spieleabends konnte ich mit der obigen Phase 4 in Vogelperspektive aufwarten: Die Nordkurve ist bis auf ein paar Glasscheiben fertig, ein Fünftel der Südtribüne (das westliche) steht auch schon. Wenn man auf dem Spielfeld steht und hochguckt, ist es ein ganz schöner Hexenkessel!

Einkaufsbummel?

In die Stadt gehen und mit einem Shirt mehr zurückkommen. Klingt nach Einkaufsbummel?

Mitnichten! Wir haben heute beim Spiel der KIT Engineers gegen die Freiburg Sacristans ein schönes Spiel mit tollen Spielzügen und viel Atmosphäre gesehen – und ich habe endlich ein Shirt der KIT Engineers gekauft, das man hier sehen kann:

2018-06-30 20.14.25

Samstags in Karlsruhe (cont’d)

Da Talianna selbst keine Fotos gemacht hat, möchte ich hier ein paar Bilder zum Beitrag Samstags in Karlsruhe nachliefern. Auf dem nachfolgenden Foto sieht man das bereits erwähnte Spiel Karlsruhe Engineers vs. Paderborn UNIcorns. Der Himmel war zu diesem Zeitpunkt noch etwas bedeckt, aber spätestens zum dritten Spiel des Tages konnte ich mir einen schönen Möchtegern-Sonnenbrand einfangen.

Football.jpg

Und auch wenn Talianna mit kurzen Röckchen eher wenig anfangen kann, hier noch ein Bild der Cheerleader der HSU Snipers:

Cheerleader

Samstags in Karlsruhe

Gestern fuhr ich morgens zwischen einer ganzen Menge KSC-Fans mit der Bahn nach Karlsruhe. Warum ich das tat? War ich unterwegs zum Spiel Karlsruhe-Paderborn?

Ja und nein. Denn: Ich sah ein furioses Aufspielen einer Karlsruher Mannschaft gegen eine Mannschaft aus Paderborn, aber es war nicht der KSC. Denn ich war beim American Football, genauer: Beim ersten Tag des Uni-Bowl auf dem KIT-Kunstrasen. Dort spielten die Paderborn UNIcorns, die HSU Snipers und die KIT Engineers – der Auftakt war ironischerweise genau das selbe Städte-Setup wie später nebenan im Wildpark-Stadion. Nur dass auf dem Kunstrasen ein deutlicher Zu-Null-Sieg der KIT Engineers am Schluss leider schon fast langweilig wurde. Danach folgte das Spiel der HSU Snipers gegen die Paderborn UNIcorns, das etwas ausgeglichener ablief und unter anderem einen Lauf Endzone zu Endzone durch einen UNIcorns-Spieler enthielt. Eine „Halbzeitshow“ der Cheerleader der Snipers folgte und dann spielen im spielerisch spannendsten Spiel des Tages die Snipers gegen die Engineers – was sich schon teils richtig attraktiv darstellte, als zwischen 20- und 40-„Yard“-Linie der Snipers mehrfach Offense und Defense zu wechseln hatten, durch Turnovers und Intercepts und einmal ein sehr attraktiv anzusehendes Sack.

Heute kann ich zum zweiten Tag des Uni-Bowl leider nicht kommen, weil eine Geburtstagsfeier mit Grillen meinen Sonntag belegt, aber American Football live, das begeistert mich, nachdem ich den Sport bisher nur im Fernsehen verfolgt habe. Allerdings ist natürlich zu sagen, dass man nicht ganz unbeleckt von den Regeln des Spieles sein sollte, wenn man sich das live ansieht: Die auf das Feld projizierten Linien der „Line of Scrimmage“ und der Linie für ein neues First Down, die Sicht von schräg oben und einige Features mehr, die bei Fernseh-Übertragungen auftreten, helfen schon enorm beim Verständnis. Die Regeln sind auch den meisten Europäern nicht ganz so geläufig, wie das zum Beispiel beim Fußball („Soccer“) der Fall ist. Lustig wird’s, wenn man mit ein bisschen Ahnung (wie ich) am Feldrand steht, schon meistens versteht, was auf dem Feld gerade passiert, und neben einem in emotional anteilnehmender Weise, mit einer ziemlichen Welle und zugegebenermaßen auch einiger Ahnung vom Spiel ein junger Mann mit Ball in der Hand Mädchen beeindrucken will, in dem er die Vorgänge auf dem Spielfeld erklärt und sich furchtbar über die schlechte Performance aufregt. Da mussten mein Begleiter und ich schon an manchen Stellen grinsen.

Ich hab‘ allerdings das dumme Gefühl, dass ich früher oder später ein paar Worte zu meinem Verständnis der Regeln auf „The Highway Tales“ verlieren werde und dabei vielleicht auch ins Angeben verfallen werde, woraufhin mich mein Ko-Autor Manuel, der selbst mal bei den KIT Engineers in der Defense gespielt hat, bestimmt korrigieren und wieder einfangen wird.

Jedenfalls ist American Football ein Sport, dem ich leidenschaftlicher folge als dem hierzulande populäreren Fußball – und ich glaube, DAS merkt man meinem Beitrag hier auch an. Nicht, dass ich die NFL auswendig kennen würde, das nicht. Aber das Spiel selbst interessiert mich, rein in seinen Abläufen und der Komplexität seiner Spielzüge.

PS: Bilder habe ich natürlich mal wieder nicht gemacht, sondern das Ereignis live und mit meinen Augen, Ohren, meinem Kopf und meinem Herzen in mich aufgesogen.

Defensive Line

Am Samstag, auf dem Weg zur Hochzeit einer Freundin, durfte ich nicht nur lernen, dass mein Kopf instinktiv Navigation und Sicherheit auf unterschiedlicher Priorität laufen lässt. Es gab da noch eine andere Sache, die auf dem Weg passiert ist.

Mein Mann und ich mussten, müde wie wir nach der kurzen Nacht mit „meine Handtasche ist weg“-Panik, auf dem Rasthof Pforzheim eine Pause einlegen, bevor wir nach Ludwigsburg weiterfuhren. Einen Kaffee trinken für mich als Fahrerin, dann nochmal auf die Toilette … auf die Toilette?

Genau da lag das Problem. Während ich meinen Kaffee holte, fielen mir schon eine Reihe junger Frauen auf, die ähnlich, sehr ähnlich gekleidet waren – und als ich dann die Treppe zur Toilette runterging, wurde es zur Gewissheit: Da ist irgendwo ein Nest. Naja, kein Nest, es war ein Bus angekommen, der eine ganze „Horde“ von Frauen ausspuckte, die alle auf die Toilette mussten. Zuerst konnte ich das noch nicht richtig zuordnen, dann wurde mir klar: Ja, das ist eine Mannschaft. Eine American-Football-Damenmannschaft, nämlich die Saarland LadyCanes, die Damenmannschaft der Saarland Hurricanes. Letztlich finde ich die zehn Minuten, die ich mit Warten auf eine freie Toilette verbracht habe, da schon fast wieder cool – denn was mich daran hinderte, die Toilette zu betreten, was sozusagen eine massive Defensive Line mit jeweils zwei über die Flanken des Kopf geflochtenen Zöpfen, guter Laune und so weiter  – und auch wenn’s dann in Ludwigsburg knapp wurde, war der Grund für die Verzögerung auf Toilette dann doch cool, denn ich finde American Football klasse und freue mich, dass es auch Damenmannschaften gibt – das ist absolut nicht selbstverständlich!