Tide

Prinzipiell ist das Phänomen von Ebbe und Flut mir vertraut, ich weiß auch, wo es herkommt. Aber die Tide mal tatsächlich zu sehen… direkt am Wasser dann auch zu bemerken, wie das Wasser auf den Strand hoch strömt, immer mehr Bereiche unter Wasser stehen, das ist schon beeindruckend.

Dornumersiel

Gestern machten wir eine Radtour nach Dornumersiel und nach Dornum. Es hätte viele Anlässe für Fotos gegeben – den malerischen historischen Ortskern von Dornum, Rehe auf einer Wiese zwischen Dornumersiel und Dornum, Windmühlen…

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht vor allem für Technik interessieren würde. Also habe ich das Siel fotografiert. Bei einem Siel geht es um Entwässerung des eingedeichten Hinterlands. Landgewinnung an der Nordseeküste und am Wattenmeer läuft über Eindeichung und Entwässerung. Das Land, das man dem wechselnassen Bereich im Einfluss der Tide abtrotzt, ist nun nicht unbedingt ehemaliger Meeresboden, aber eben doch sehr stark durchfeuchteter Boden, der beim Abtrocknen in sich zusammensackt. Hinter dem Deich kommen also auch ohne Anstieg des Meeresspiegels Landhöhen vor, die unter dem mittleren Hochwasserniveau liegen. Damit Regenwasser und Wasser aus Flüssen aus dem eingedeichten Gebiet in die See abfließen kann, muss man also entweder pumpen – oder man entwässert aus einem Kanal aus dem eingedeichten Gebiet, genannt „Tief“ über ein Siel in die See. Das besteht dann aus Toren, die nach außen in die See öffnen – ist der Wasserstand im Tief höher als in der See, öffnen die Tore durch den Wasserdruck, ist der Wasserstand im Meer höher, so schließen Strömung und Druck die Tore. So lange das Niedrigwasser immer noch tiefer ist als der Boden des eingedeichten Lands, funktioniert das super.

Das Siel in Dornumersiel.

Wenn wir genug Süßwassereis in der Antarktis, in Grönland und auf Gletschern abschmelzen, dass das Niedrigwasser höher steht als der Boden des eingedeichten Lands zum Beispiel in Ostfriesland, muss gepumpt werden, dann geht das nicht mehr per Wasserdruck, sondern braucht Energie. Für uns Binnenland-Bewohner zum Beispiel am Rhein ist das vielleicht nicht ganz so klar, aber an den Küsten spürt man das deutlich, was Meeresspiegelanstieg durch Erderwärmung bewirkt…

Die andere Richtung am Hafen in Dornumersiel.

Wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist, habe ich bei Niedrigwasser fotographiert. Im Bild ist das Fahrwasser in Richtung Accumersieler Balje und Accumer Ee zwischen Langeoog und Baltrum zu sehen – mit Watt drumherum.

[KuK] Ventilatorpark

Gestern im Urlaub – Fahrt von Greetsiel nach Bensersiel – mitten durch einen Windpark.

Auf der Fahrt gestern vom Ausflug nach Greetsiel zurück zum Quartier in Bensersiel fuhren wir mitten durch zwei Windparks – einen, den ich von Bensersiel aus auf dem Lauf nach Dornumersiel schon gesehen hatte und einen weiter westlich. Sehr beeindruckend, was da auf die Beine gestellt wird! Ich hoffe, dass wir uns irgendwann dazu durchringen können, diesen kolossalen Stromproduzenten auch die Infrastruktur zu gönnen, um den Strom zur Industrie im Binnenland zu leiten und die windabhängige Stromproduktion mit dem zivilisationsrhythmusabhängigen Verbrauch zu verheiraten.

[KuK] Guilty Pleasure im Urlaub

Schwarzbrot mit Philadelphia und Erdnussbutter.

Im Urlaub habe ich manchmal recht krasse Essensanwandlungen. Gestern beim Einkaufen überfiel mich der Drang nach Erdnussbutter – und heute früh gab es dann Schwarzbrot mit Philadelphia und Erdnussbutter. Weder Erdnussbutter noch Philadelphia gehören zu meinen normalen Essens-Bestandteilen – tatsächlich habe ich beides das erste Mal dieses Jahr gekauft und das zweite oder dritte Mal dieses Jahr gegessen.

Die Erdnussbutter war auch noch auf Dänisch beschriftet… Jordnodder-Smør. In unserer Frühstücksrunde wurde daraus: Jordnodderschmodder.

[KuK] Neues Diagramm!

Warum ich Rad fahre.

Kaum habe ich Urlaub, setze ich neue Diagramme um. Kaum sage ich eine Blog-Inspirations-Sammel-Sommerpause an, kommen mir Ideen. Vorhin habe ich mal meine ganzen Radaktivitäten in meiner Tabelle gescannt und rausgefunden, dass einige noch im Sammelbecken „Alternativtraining“ lagen. Ich habe alle, die Fahrten zur Arbeit oder von der Arbeit heim beinhalteten, nun mit Arbeitsweg nachmarkiert.

Dann war da noch das eine Duathlon-Training vom Montag (9 km Laufen, 27 km Radfahren, 9 km Laufen), das hat die Kategorie „Multisport Radfahren“ aufgemacht. Für’s Laufen habe ich ein ganz ähnliches Diagramm. Nun hat das Radfahren nachgezogen…

Das Sommerloch?

Mir fiel vor kurzem auf, dass ich mich schwerer tat mit Posts hier auf den Highway Tales und dass ich auch mit dem Schreiben des Howard-Goldstein-Vortex nicht hinterherkam. Nun kann man fragen, ob hier das sogenannte „Sommerloch“ am Wirken ist.

Ich glaube es jedoch nicht. Für mich war es der Sprint bei zum Urlaub, in dem organisatorische, büroraumtechnische und personelle Änderungen im Büro sowie Änderungen an der Corona-Situation zu stemmen waren. Ich habe einfach sehr viel andere Gedanken gehabt. Nun habe ich Urlaub und stelle fest: Es wird besser, aber vermutlich muss ich mich noch ein bisschen regenerieren, bevor ich wieder „drin“ bin im Howard-Goldstein-Vortex und bevor sich die Posts hier nicht allzu generisch anfühlen.

Ich werde mir eine Pause im Howard-Goldstein-Vortex für die Dauer meines Urlaubs (die nächsten drei Wochen) und sporadische Postings hier auf den Highway Tales statt bisher täglicher Beiträge gönnen… und dann Ende Juli bzw. Anfang August schauen, ob die Kraft und Kreativität, ob die Themen für das Durchstarten wieder da sind. Bis dahin werde ich vermutlich eine Menge Sport treiben und mich auch sonst treiben lassen – und zwischendrin auch verreist sein.

…und vielleicht, vielleicht schaffe ich es auch wieder ein bisschen mehr, bei den anderen Bloggern, die ich abonniert, in letzter Zeit aber zu wenig gelesen habe, wieder ein bisschen mehr zu lesen, sowie bei denen, die ich nur per Email gelesen habe, auch mal wieder Zeichen meiner Aufmerksamkeit zu hinterlassen. Das belege ich aber definitiv mit einem vehement-bestimmten Vielleicht.

Fazit: Quartal 2/2020 gelaufen und geradelt

Das zweite Quartal des Jahres ist rum. Gelaufen bin ich nicht viel, es wird gerade erst wieder mehr. Geradelt bin ich dafür mehr als je zuvor in meinem Leben, glaube ich.

Auf den Punkt zum Beginn des zweiten Quartals habe ich mir nach furiosem März (400 Kilometer gelaufen, 600 Kilometer geradelt) irgendwas eher sehnen- als muskelartiges im vorderen, äußeren Teil der rechten Wade sehr nachhaltig gezerrt oder dergleichen. Es tat WEH! Zuerst bei allem, dann noch beim Gehen, zuletzt nur noch beim Laufen – dabei aber richtig. Dementsprechend war der April mein laufschwächster Monat in den letzten zwei Jahren. Im Mai ging es wieder aufwärts, im Juni bin ich nun wieder auf 240 Kilometer im Monat angekommen.

Laufsummen im Monat – Strecke und Zeit. Nach Verletzung war der April echt düster.

Nachdem ich fünf Quartale hintereinander nie unter 750 Kilometer in drei Monaten zurückgelegt hatte, waren die knapp 450 im vergangenen ernüchternd. Aber verletzt ist verletzt. Dass das Durchschnittstempo und dergleichen runtergingen, sieht man aus meinen anderen Diagrammen, aber ich zeige die hier nicht. Die Datenbasis für die Mittelung ist einfach zu dürftig, man sieht in erster Linie, dass im zweiten Quartal 2020 was schiefgegangen ist.

Auf der „Haben“-Seite ist allerdings zu vermerken, dass ich meine „Kuchen“-Diagramme fit gemacht habe für Zeiträume. Vorher konnte ich nur die gelaufenen Kilometer auf bestimmten Schuhen, die Trainingsformen beim Laufen und die Benutzung meiner Räder für den Zeitraum 1.1.2019 bis zum aktuellen Tag darstellen. Inzwischen habe ich etwas eingebaut, mit dem ich beliebige Zeiträume aufzeigen kann – und da zeigt sich: Im zweiten Quartal 2020 bin ich viel Altra Escalante gelaufen und eine Menge Fivefingers – und habe sehr viel ruhiges Grundlagentraining betrieben:

Beim Radfahren sieht man allerdings ganz andere Entwicklungen – mehr, schneller, mehr Höhenmeter!

Tatsächlich ist das Tempo hochgegangen, was durch zunehmendes Training kein Wunder ist. Der größte Boost kam aber vom Kauf eines Rennrads Anfang Juni! Beim Radfahren kommen durch die Fahrten zur Arbeit und weniger Homeoffice dank Normalisierung der Corona-Phase viele, viele Kilometer zusammen – zuletzt im Juni fast 800. Das geht natürlich auch nicht spurlos an mir vorbei. Mein neues Rennrad habe ich aber wirklich fleißig benutzt…

Im Juni bin ich mehr als die Hälfte meiner Kilometer mit meinem Izalco-Rennrad gefahren – so dass der Anteil recht groß wurde, dafür, dass ich es erst einen Monat habe.

Am Ende des Tages gehen die Stunden, die ich beim Sport verbringe, und die dort gelassenen Kalorien wieder hoch. Die simple Grundverbrauch-Formel aus Gewicht, Größe und Alter benutze ich, um das Ganze auf unterschiedliches Gewicht, unterschiedliche Monatslänge zu normieren – im folgenden Diagramm seht ihr meine beim Sport verbrachten Stunden sowie meinen Sport-Kalorienverbrauch geteilt durch den abgeschätzten Grundverbrauch im selben Monat:

Long Story short.

Zum Schluss noch eine Neuerung mit einem Diagramm, das deutlich zeigt, dass wir neues Equipment haben. Mein Mann hat eine neue, genauere Körperfettwaage mit einem Handgriff beschafft, so dass hier nun deutlich besser über Impedanzmessungen von Hand zu Fuß, Fuß zu Fuß und Hand zu Hand Körperfettanteil und Muskelmasse abgeschätzt werden – der Muskelmasse traue ich in dieser Messung auch. Die Waage begleitet mich seit Mai… wie man sieht:

Ab Mai mit neuer Waage!

Für mich ermutigend: Training bringt was. Nach dem „Sprung“ durch die neue Waage, die natürlich anders (besser?) kalibriert ist als die alte, weil sie eben bessere Messmethoden verwendet, laufen Körperfett und Muskelmasse weiterhin in sportliche Richtungen – während das Gewicht wieder etwas mehr in Richtung gewünschtem Bereich (63-65 Kilogramm) angezogen hat.

Läuft also! Beim Laufen läuft’s wieder, beim Radeln laufen die Laufräder wie am Schnürchen und alle anderen Werte bewegen sich auch ganz gut.

[KuK] Hügelintervalle

Die Bergläufer lachen sich tot. Aber man nimmt mit, was man kann:

Höhe-Pace-Diagramm.
  • Drei Kilometer einlaufen.
  • Steilsten Weg auf Mt. Klotz hoch (22 Höhenmeter auf 130 Metern), langen Weg wieder runter, unter Mt. Klotz ein paar Meter wieder zum Einstieg – neunmal insgesamt.
  • Auf Mt. Klotz nach dem neunten Mal einen Plausch halten. Das drölfzigste Mal gefragt worden, ob ich Triathletin bin. Weiterhin nicht!
  • Drei Kilometer auslaufen.
Höhe-Puls-Diagramm.

War der Hammer!