Eigentlich kommt mein Urlaub zu spät…

…denn ich habe erst in zwei Wochen Urlaub. Gerade im Moment allerdings hätte ich das Bedürfnis, mehr Zeit am Nachmittag zu haben – freie Zeit, in der ich nicht arbeiten muss. Klar, Urlaub kann man immer brauchen, aber das meine ich nicht.

Morgen habe ich mittags ordentlich zu tun und nach der Arbeit bin ich mit meinen beiden Mitstreitern am Mahlberg verabredet. Wir treiben also Sport – Laufsport. Ich fahre mit dem Rad hin, und schon bin ich im Thema. Denn ich habe endlich meinen Widerwillen gegen einen Sport wieder verloren, den ich im Fernsehen sehr gerne anschaue: Radsport. In den aktuell laufenden „Drei Wochen im Juli“ findet sie statt, die Tour de France. Nun interessiert mich die Tour weniger bei sturzanfälligen Flachetappen mit Massensprint-Finishs. Freilich, das hat schon was, wenn es nicht gerade mit einem Sturz schiefgeht. Allerdings sind die Sprints unberechenbarer, gefährlicher geworden als zu Zeiten von Laurent Jalabert als Sprinter (der nebenbei wegen eines Sturzes und der daraus resultierenden Angst zu einem Allrounder umsattelte), Mario Cipollini, Allessandro Petacchi und wie sie alle heißen. Auch Zeitfahren schaue ich eigentlich nicht so gerne – zumindest nicht im Fernsehen. Eines meiner größten Abenteuer war zwar ein Zeitfahren zu gucken, aber das fand in den Bergen statt, in l’Alpe d’Huez.

Da sind wir auch schon: Ich gucke Radrennen, mindestens große Rundfahrten, vor allem die Tour, aber auch Giro und Vuelta, besonders gerne, wenn sie in den Bergen unterwegs sind. Am Sonntag mit Bergankunft in Tignes, das war wundervoll. Aber morgen kann ich nicht gucken, da muss ich arbeiten und kann auch wegen der Arbeit meine Verabredung am Mahlberg nicht auf früher verlegen. Morgen geht’s bei der Tour auf den Mont Ventoux – Ostrampe hoch, Westrampe runter, Südrampe wieder hoch, Westrampe ins Ziel. Mindestens die beiden Anstiege auf den Giganten der Provence hätte ich gerne gesehen. Ähnlich sieht’s nächste Woche aus: Mittwoch muss ich einen Außendienst von der Arbeit her vorbereiten – da geht es über den Col de Peyresourde und einen weiteren Pass zur Bergankunft auf den Col de Portet über Saint-Lary-Soulan – und am Donnerstag, wenn ich auf Außendienst bin, ist Gänsehaut und Legende gesetzt: Von Pau über den Col du Tourmalet zur Bergankunft im Kurvenlabyrinth von Luz-Ardiden.

Aber ich will auch nicht Urlaub nehmen, nur um vor dem Bildschirm zu sitzen. Vielleicht kann ich’s nachschauen. Das hätte schon was. Irgendwie ist es schön, selbst wieder Rennrad zu fahren und diese Begeisterung für Radrennen zu entwickeln. Das macht mich, allem Wissen um Doping und dergleichen zum trotz, einfach glücklich.

Nicht ganz so kurz, aber krass: Neues Spielzeug

Ich habe mir ein neues Spielzeug gekauft – eine Action-Kamera. Da meine Ausrüstung zum Messen am Rad weitestgehend aus Garmin-Tools besteht, wurde es eine VIRB-Kamera. Dass die Akku-Laufzeit im Verhältnis zu meinen Hoffnungen bei allen Action Kameras nicht besonders ist, war mir bewusst, macht mir aber nichts aus – denn ich habe mir einen Stall voll Ersatzakkus auf Halde gelegt. Andere Action Kameras können auch nur ca. 25% länger als meine Garmin VIRB. Nach ein paar Experimenten mit der Kamera auf dem Helm habe ich sie nun – mit zwei Verlängerungen – unter meinen Radcomputer, also unterhalb des Lenkers an der Licht-Aufhängung angebracht. Damit habe ich meinen heutigen Anlauf auf einen „Übungsberg“, nämlich den „K3548 Climb“ vom Schützenhaus in Muggensturm hinauf an die Straße zwischen Bischweier und Waldprechtsweier gefilmt. Die Strecke und meine heutige Leistung in Form eines Strava-Screenshots findet ihr im Bild:

Strava-Screenshot des Segments, das ich heute gefahren bin.

Ich habe das Segment inzwischen vier Mal absolviert – es ist nicht ganz unanstrengend für mich, da ich noch nicht ganz so bergfit bin, wie ich es gerne wäre. Spannend finde ich an meiner Kamera, dass ich eben auch die Daten aus meinen Sensoren am Rad benutzen kann… und sie in dem Video einfügen. Mit dem Sound bin ich noch nicht vollends glücklich, auch der kleine Fleck, der irgendwie auf die Linse geriet, ist noch ein kleines Manko. Aber ich habe eine Fahrt aufgezeichnet und zeige dabei die Daten.

Mich selbst begeistert diese Art der Dokumentation kleinerer Schnipsel meiner Touren. Für’s Laufen werde ich noch ein bisschen damit experimentieren müssen. Vielleicht werde ich auch nicht meine Media-Bibliothek in WordPress mit großen Videos vollpacken, sondern stattdessen lieber einen mit den Highway Tales verbundenen Youtube-Kanal aufmachen – muss man sehen. Was Ihr unter den Geräuschen des Rahmens und der Schaltung hört, ist übrigens mein Keuchen! Aber erstmal finde ich das hier sehr ermutigend.

Und zwar sowohl die Radfahrleistung als auch die Dokumentation.

Quartalsbilanz II und Juli 2021 im Sport

Im zweiten Quartal des Jahres 2021 lief bei mir einiges an Sport. Eine Sportart kam neu dazu – das Schwimmen. Ferner habe ich das Skaten beibehalten. Der April war bis auf beim Skaten so lala, im Mai ging’s beim Laufen und Radeln voll ab, der Juni war dann wieder ein eher normaler Monat.

Deutlich sehe ich, dass insgesamt Trainingseffekte durchschlagen – meine Belastungspulse bei verschiedenen Sportarten bleiben gleich oder gehen zurück, auch wenn – wie weiter unten zu sehen sein wird – Tempo und Belastung durch Schwierigkeiten (wie eben Steigungen) zugenommen haben. Insgesamt habe ich den Löwenanteil der Zeit auf dem Rad zugebracht, das Sportgerät und primäres Verkehrsmittel ist, danach kam ein großer Anteil Laufen und es folgten Skaten, Schwimmen und sonstige Dinge. Insgesamt liegt der Löwenanteil meines Sports im Grundlagenbereich, und so soll es ja auch sein. Ein bisschen mehr Tempotraining dürfte es freilich werden und das ist auch der Plan für den Sommer.

Beim Laufen ist vor allem zu sagen, dass ich das Laufen häufig mit dem Radeln kombiniert habe – 184 Kilometer Laufstrecke waren entweder mit Radtransfer von Zuhause zum Start und nach dem Lauf zurück oder im Duathlon-Format mit dem Radeln verbunden. Dazu kamen eine Menge niedrig intensive Einheiten, insgesamt um die 200 Kilometer Tempotraining (das Spezialtraining waren Bergläufe) sowie ein Halbmarathon-Wettkampf mit ermutigenden 1:28:15, meiner zweitbesten Zeit überhaupt auf der Strecke. Bei den Schuhen dominieren die Altras und die Fivefingers, der Lone Peak trägt mich bei trailigen Bergläufen. Dass die einen wesentlichen Anteil nun einnehmen – jeden Mittwoch Mahlberg – sieht man auch an 2500 Höhenmetern jeweils in Mai und Juni. Mein mittleres Tempo bleibt im Bereich von 5:30/km, die Schrittfrequenz über 190 pro Minute – alles so weit super, aus meiner Sicht.

Das Radfahren hat gleich zwei neue Qualitäten gewonnen: Ich habe den Punkt „Besorgungen“ aufgenommen, der auch gleich einen ganz erklecklichen Anteil der Kilometer einnimmt – auch, weil mit meinem Anhänger für den „Red Flash“ auch die Möglichkeit dazu gekommen ist, den Wocheneinkauf per Rad zu erledigen. Die zweite neue Qualität sind Cleats – und da ist die Umgewöhnung weit schneller abgeschlossen gewesen, als ich das dachte: Im ersten Quartal habe ich erstmals mit Cleats rumprobiert und das Ein- und Ausklicken am Heimtrainer versucht, im zweiten Quartal gab’s bereits keine Fahrten mehr ohne Cleats. Schneller als gedacht und mittlerweile richtig gut für mich, wegen der Option der Kraftausübung durch „Ziehen“ und der zusätzlichen Kontrolle über das Rad.

Nach dem Winter mit recht vielen Indoor-Fahrten, auch zum Cleats-Üben, ging meine Radlerei wieder nach draußen. Natürlich ist durch Besorgungen mit dem Hänger und durch gemütliche Ausfahrten mit meinem Mann die mittlere Geschwindigkeit runter gegangen, die geht nun aber auch langsam wieder hoch. Deutlich auch zu sehen ist, dass ich die Anfahrt zum Mahlberg immer per Rad erledige – denn auch nach Waldprechtsweier geht’s ein bisschen hoch, so dass wieder mehr Rad-Höhenmeter auf dem Plan stehen.

Ganz deutlich ist zu sagen: Im Juni bin ich das erste Mal eine 100-Kilometer-Tour gefahren. Zugleich geht das maximale Tempo auch wieder hoch, ich merke sehr deutlich, dass erst jetzt, nach einem Jahr Rennradfahren, die Anpassungsprozesse so richtig durchzuschlagen beginnen.

Insgesamt ist mit den Bergläufen, dem seit Juni wieder einsetzenden Intervalltraining beim Laufen, mehr Bergtraining beim Radfahren, dem Skaten und vor allem dem Schwimmen eine neue Qualität im Sport drin. Diese verstärkt sich derzeit noch weiter, so dass ich eine vielfältigere und vollständigere Athletin zu werden hoffe. Beim Krafttraining ist nämlich auch noch die Möglichkeit einer Klimmzugstange und weiterer Übungen an demselben Gerät dazugekommen…

Ich schaue voraus in ein spannendes drittes Quartal, das zweite ist nicht nur ein Erfolg, sondern auch ein Versprechen für das dritte gewesen.

Meine Beteiligung am E-Scooter-Bashing

Eines vorweg: Ich finde es gut, wenn Fahrzeuge mit einem günstigen Verhältnis von Masse, Platzverbrauch und Energieverbrauch zur „Nutzlast“ auf den Wegen und Straßen unterwegs sind. Je mehr Metall, Glas und Kunststoff um transportierte Personen und Gepäck/Fracht herumgebaut ist, um so mehr Energie wird dabei unnötig für die Beförderung des Fahrzeuges und nicht dem, was eigentlich von A nach B soll, verbraucht. Genauso verbraucht das Fahrzeug natürlich auch dort, wo es dann eben vor oder nach Nutzung steht, umso mehr Platz, je größer es ist.

Dahingehend sind natürlich Tretroller, Fahrräder, Pedelecs und eben auch E-Scooter eine feine Sache. Allerdings gibt’s für mich da ein paar Abstriche bei Leih-E-Scootern und ebenfalls bei den Leih-Pedelecs, die von verschiedenen Anbietern in der Stadt (in meinem Fall Karlsruhe) angeboten werden.

Der Hauptpunkt ist mir vor allem bei den E-Scootern aufgefallen, deutlich seltener bei den Leih-Pedelecs. Die Dinger werden wirklich überall abgestellt, wo die Leute gerade gehen oder stehen. Überall! Ein paar Beispiele:

Dass auf E-Scootern scheinbar Schlangenlinien zu fahren Spaß macht und das einige Leute auch mal ohne nach hinten zu gucken tun, ist nicht so schlimm – und vor allem nicht auf E-getriebene oder Leihfahrzeuge beschränkt. Ein den nicht-E-getriebenen Scootern eigentümliches Phänomen sind die jungen Leute, die es toll finden, beim Absteigen das Tret-Brett einen gewirbelten Kreis um den Lenkergriff vollführen zu lassen, ohne sich umzuschauen – ich habe dann immer Angst um meine Schienbeine.

Insgesamt bleibt aber neben der (vom Fahrzeug völlig unabhängigen) Unsitte der Kopfhörer im Straßenverkehr vor allem das Abstellen der E-Scooter an allen möglichen Engstellen mein wesentliches Ärgernis.

[KuK] Diese rücksichtslosen Rennradler

Ich setze mich mal in den Kopf eines anderen Nutzers des Radwegs.

„Ist heiß. Radwegfahren ist toll. Die Musik is‘ gut. Pedelec ist toll… waaaaaahhhh! Wie kann diese rücksichtslose Rennradfahrerin mich nur so erschrecken, in dem sie mich überholt.“

Ich habe geklingelt. Zweimal. Ich habe von ca. 35 km/h auf 30 runtergebremst, der fuhr mit den üblichen 25 km/h, die das Pedelec maximal unterstützt. Näher an der Mitte als am rechten Rand des Radwegs. Etwas unsicher in der Fahrlinie. Erschrocken zog er nach links, als ich vorbeifuhr. Er hatte In-Ear-Kopfhörer in den Ohren stecken.

Himmelverdammtnochmal, 25 km/h und Pedelec machen Euch nicht zum King des Radwegs, es gibt VIELE, die schneller radeln, nicht nur Rennradler. Akustische Verbindung zur Umgebung ist beim Laufen, beim Radfahren, beim Inlineskaten stets essentiell für die Sicherheit! Und davon ab gehört’s zur Gegenseitigen Rücksichtnahme.

Nebenbei, an alle die jetzt sagen, ich soll doch auf der Straße fahren: Bei einem Radwegsymbol (blaues Schild mit Fahrrad drauf, egal, ob nur ein weißes Fahrrad oder horizontaler oder vertikaler Strich zwischen Rad und Fußgänger auf dem Schild) sieht die StVO vor, dass ich gar nicht auf der Straße fahren DARF.

[KuK] Rettungstruppe aufi!!

Als ich heute mit dem Rad zu einem Außendienst fuhr, saß nahe einer Haltestelle der S5 ein Herr auf einer Bank, der reichlich desorientiert wirkte. Ich guckte kurz, er sah aber nicht so aus, als brauche er akut medizinische Hilfe. Doch dann sprach er mich an – ich hielt an. Er fragte mich, wo der Radweg Richtung Pforzheim sei.

Der junge Mann war mit einem Sweatshirt und Jeans bekleidet, so richtig sportlich sah er nicht aus, soweit ich das beurteilen kann, und ein Rad hatte er auch nicht dabei. Ich guckte also kariert und beschrieb ihm den Weg: Über die Radbrücke zum Sonnenbad, dann links rüber und dann den Schildern an die Alb folgen und dann eben weiter. Er bedankte sich. Ich war noch unschlüssig, ob ich fragen sollte, was das soll.

Da kam er auch schon damit rüber: Er hatte eine Wohnung besichtigt, die offenbar gerade leer steht. Der Kontakt war nicht mehr erreichbar – und er hatte seinen Rucksack dort stehen lassen. Er war also in Karlsruhe gestrandet und kam aus Pforzheim, wohin er wieder zurück musste. Ich überlegte kurz – und dann schenkte ich ihm die 6,50 für ein Ticket nach Pforzheim. Er wollte es mir zurückgeben, aber das wäre aus meiner Sicht den Aufwand nicht wert gewesen. Der zog dann sehr erleichtert ab.

Wenn’s so einfach ist, jemandem aus der Patsche zu helfen, ganz konkret und vor Ort, dann ist das… meine Mission.

Ziele Formulieren…

…ist nicht so einfach. Sie sollen ja realistisch, also erreichbar sein. Außerdem sollen sie ambitioniert sein, und zudem irgendwie messbar und attraktiv darstellbar. Bei Strecken bietet sich da ja der Vergleich mit verschiedenen anderen Strecken an.

Für die Ziele innerhalb eines Jahres bin ich da dran, dass ich eine Strecke, die ich im Jahresmittel pro Tag erreichen möchte, für mich definiere und dann damit vergleiche. Natürlich laufe ich nicht jeden Tag genau zehn Kilometer, fahre nicht jeden Tag zwanzig Kilometer Rad und schwimme nicht einmal im Monat einen Kilometer. Aber im Mittel läuft’s darauf raus. Wenn ich feststelle, dass das mit dem Schwimmen sich etabliert, kann es durchaus sein, dass ich im kommenden Jahr „eine 50-Meter-Bahn am Tag im Jahresschnitt“ definiere. Aber für den Moment sind die 1000 Meter pro Monat im Mittel eine gute Sache. So sieht das dann aus:

Mein Trainingstagebuch wählt dabei automatisch das richtige Jahr aus, für das es die Summe der Kilometer bzw. Trainingstage, Trainingszeit oder der „Kniebeugen-Äquivalente“ (SE = Squat Equivalent) nimmt und mit meinen Zielen vergleicht. In der Tabelle sind auch einzig und allein die Ziele die Werte, die ich ohne entsperren des Blattes ändern kann. Automatisch werden die Zeilen gefärbt: Blau steht dafür, dass kein Ziel definiert ist, Rot zeigt an, dass ich weit hinter meinem Ziel hinterherhinke, gelb zeigt an, dass ich mit 10% mehr Aufwand als vordefiniert zu meinem Ziel aufholen kann – und das viele Grün zeigt an, dass ich gut im Rennen bin, also Vorsprung vor meinem Ziel habe. Hätte ich – was um die Jahresmitte noch unwahrscheinlich ist – mein Ziel schon erreicht, würde das helle Grün zu einem satten Dunkelgrün.

Aber eigentlich geht es mir hier um langfristige Ziele: Gesamtsummen von Kilometern verglichen mit greifbaren Strecken. Folgende Vergleiche habe ich ja schon länger am Start: Gesamtkilometer vergleiche ich mit Umrundungen der Erde und der Strecke zum Mond, Lauf- und Radkilometer mit Umrundungen der Erde und Skate-Kilometer im Moment noch mit Mondumrundungen. Nur beim Schwimmen fehlte noch ein Ziel…

Es wurde also eine Atlantik-Querung, eine möglichst kurze: Von St. John’s auf Neufundland nach Portmagee oder An Caladh in Irland. Aber auch das wird ein Ziel, für das ich lange durchhalten muss. Aber ich habe gerade erst angefangen, das wird sich schon noch zeigen, wie unrealistisch das genau ist…

Dreistellig auf zwei Rädern

Gestern durfte ich eine Premiere feiern: Erstmals in meinem Leben habe ich eine Radtour von über 100 Kilometern absolviert. Freilich war das nicht ganz ohne Pausen:

  • Nach 16 Kilometern legte ich einen Stopp im Sonnenbad in Karlsruhe ein, um 850 Meter zu schwimmen. Eigentlich wollte ich eher sowas wie 1500 Meter schwimmen, zumal es mit der neuen Schwimmbrille richtig Laune machte! Aber ich war spät losgekommen und wurde am zweiten Zwischenstopp erwartet – streifte also Radtrikot und Radlerhose über den Badeanzug und stieg auf das Rad.
  • Nach etwas über 70 Kilometern kehrte ich zu Kaffee, Wasser und Rhabarber-Kuchen bei einer Freundin ein – war lecker, und danach ging‘s mit kleinen Umwegen heim.

Ich bin recht stolz, es hinbekommen zu haben, und es war eine wundervolle Fahrt am Rhein entlang! Der Green Scooter Killer rollte wie eine Eins. Auf dem Eurovelo-Radweg mit seinen wundervollen langen Geraden kam der Zeitfahrlenker zum Einsatz, ansonsten fuhr ich viel auf den Hörnchen – aber auch ein paar Passagen auf dem Unterlenker. Mit 25,6 km/h war ich für mich gut, nach Rennrad-Maßstäben gemütlich unterwegs, aber das ficht mich nicht an.

Meine Fahrt gestern.

[KuK] Mahlberg-Hitzespur

Meine Lauf- und Radfahrheatmap auf Strava.

Deutlich ist zu sehen, dass sich die Route meines allmittwochlichen „Mahlberg-Transfers“ zunehmen in Orange wandelt, also vom Dunkelroten des seltenen Benutzens der Route in Richtung des häufige Radfahrten oder Läufe anzeigenden Gelb wandelt. Dasselbe gilt für den Lauf auf den Mahlberg.

Tatsächlich hängen mein Radtransfer nach Waldprechtsweier und der gemeinsame Lauf auf den Mahlberg so fest zusammen, dass ich erstmal gucken musste, wo ich den blauen Punkt für den Übergang vom Rad auf die Trailschuhe und dann von den Trailschuhen auf das Rad hinsetzen musste.

Klar, meine üblichen Wege – Hausrunden-Laufstrecken im Dorf, die Intervallrunde um den Bauhof, der Arbeitsweg, die leuchten Hellgelb. Aber gerade im Südosten meines Reviers schleife ich den Mahlberg und den Radtransfer dahin schon ganz schön deutlich ein.