[KuK] Zielstand 1.7.

Zielerreichung Stand 01.07.2021 00:00 – weiter auf dem Weg!
Zielerreichung für das Jahr 2021, Bergfest.

Ich bin wieder da – und versuche, vielleicht nun nach einer Serie „Nicht-Posten“ wieder eine Serie des Postens aufzumachen. Hier seht Ihr, dass ich mit den globalen Zielen ganz gut dabei bin – und mit den Zielen für dieses Jahr zur Halbzeit jeweils schon deutlich über halber Strecke, Sportzeit oder Trainingsmenge in anderem Maß bin. Sehr ermutigend ist das!

[KuK] Diese rücksichtslosen Rennradler

Ich setze mich mal in den Kopf eines anderen Nutzers des Radwegs.

„Ist heiß. Radwegfahren ist toll. Die Musik is‘ gut. Pedelec ist toll… waaaaaahhhh! Wie kann diese rücksichtslose Rennradfahrerin mich nur so erschrecken, in dem sie mich überholt.“

Ich habe geklingelt. Zweimal. Ich habe von ca. 35 km/h auf 30 runtergebremst, der fuhr mit den üblichen 25 km/h, die das Pedelec maximal unterstützt. Näher an der Mitte als am rechten Rand des Radwegs. Etwas unsicher in der Fahrlinie. Erschrocken zog er nach links, als ich vorbeifuhr. Er hatte In-Ear-Kopfhörer in den Ohren stecken.

Himmelverdammtnochmal, 25 km/h und Pedelec machen Euch nicht zum King des Radwegs, es gibt VIELE, die schneller radeln, nicht nur Rennradler. Akustische Verbindung zur Umgebung ist beim Laufen, beim Radfahren, beim Inlineskaten stets essentiell für die Sicherheit! Und davon ab gehört’s zur Gegenseitigen Rücksichtnahme.

Nebenbei, an alle die jetzt sagen, ich soll doch auf der Straße fahren: Bei einem Radwegsymbol (blaues Schild mit Fahrrad drauf, egal, ob nur ein weißes Fahrrad oder horizontaler oder vertikaler Strich zwischen Rad und Fußgänger auf dem Schild) sieht die StVO vor, dass ich gar nicht auf der Straße fahren DARF.

[KuK] Rettungstruppe aufi!!

Als ich heute mit dem Rad zu einem Außendienst fuhr, saß nahe einer Haltestelle der S5 ein Herr auf einer Bank, der reichlich desorientiert wirkte. Ich guckte kurz, er sah aber nicht so aus, als brauche er akut medizinische Hilfe. Doch dann sprach er mich an – ich hielt an. Er fragte mich, wo der Radweg Richtung Pforzheim sei.

Der junge Mann war mit einem Sweatshirt und Jeans bekleidet, so richtig sportlich sah er nicht aus, soweit ich das beurteilen kann, und ein Rad hatte er auch nicht dabei. Ich guckte also kariert und beschrieb ihm den Weg: Über die Radbrücke zum Sonnenbad, dann links rüber und dann den Schildern an die Alb folgen und dann eben weiter. Er bedankte sich. Ich war noch unschlüssig, ob ich fragen sollte, was das soll.

Da kam er auch schon damit rüber: Er hatte eine Wohnung besichtigt, die offenbar gerade leer steht. Der Kontakt war nicht mehr erreichbar – und er hatte seinen Rucksack dort stehen lassen. Er war also in Karlsruhe gestrandet und kam aus Pforzheim, wohin er wieder zurück musste. Ich überlegte kurz – und dann schenkte ich ihm die 6,50 für ein Ticket nach Pforzheim. Er wollte es mir zurückgeben, aber das wäre aus meiner Sicht den Aufwand nicht wert gewesen. Der zog dann sehr erleichtert ab.

Wenn’s so einfach ist, jemandem aus der Patsche zu helfen, ganz konkret und vor Ort, dann ist das… meine Mission.

[KuK] Spontan

Heute auf meinem Lauf nach der Arbeit kam mir spontan die Idee, einen Salat mit Weichkäse, Walnüssen und Birne zu essen. Also bin ich nach dem Lauf nochmal mit dem Rad los…

…und das kam dabei raus. Da ich nicht wusste, ob meine Variation was für meinen Mann ist, habe ich auch noch einen Gurkensalat nach Rezept meines Großvaters mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Dill und Sahne gemacht.

[KuK] Wohin Gespräche abgleiten…

Ich habe keine Ahnung, wo es genau herkam. Aber irgendwie ergab sich in der Pause heute zwischen den Kollegen ein Gespräch, das eine etwas absonderlichen Verlauf nahm. Ich bin daran nicht ganz unschuldig…

Zuerst ging es darum, dass im Rahmen der Entgelt- bzw. Besoldungsgruppen im öffentlichen Dienst eine gewisse „Feudalstruktur“ herrscht, in der die höheren Dienstler wie der Adel behandelt werden – und die Juristen wie besonders bevorrechtigter Adel. Daraufhin kamen wir über einige Details auf Mecklenburg-Vorpommern, diskutierten den Schaden an der Bundesautobahn 20 durch Unterspülung. Dann kam das Thema auf, ob sowas auch auf Karst passieren kann – ich führte die A8 durch die schwäbische Alb an.

Und dann ging’s los. Über das Steinheimer Becken und das Nördlinger Ries landeten wir bei großen Katastrophen: Ich erzählte von den glasartigen Auswurfgesteinen, die man vom Ries-Impakt-Ereignis bis in das heutige Tschechien findet, von der Asche-Schicht, die viele Jahre zum Erkalten brauchte und dergleichen. Die Juristin und die Medizinphysikerin guckten schon ein bisschen kariert, über die Wendung des Gesprächs, aber dann warf die Kollegin, die Strahlenschutz studiert hat, Supervulkane ein – wir diskutierten, ob uns eher die Phlegräischen Felder oder der Yellowstone Supervulkan auslöschen werden. Nach einem kurzen Exkurs zu ernsteren Themen landeten wir bei Spalteneruptionen wie derjenigen, die den Dekkan-Trapp erzeugt hat und bei dem großen Aussterbe-Ereignis, das vermutlich durch die Entstehung des Westsibirischen Trapps verursacht wurde.

Als Schlusspunkt setzten wir dann noch, dass wir vermutlich eh durch unser eigenes Verschulden ausgelöscht werden, weil wir aus der unsere Entwicklung ermöglichenden, erdgeschichtlich aber eher unnormalen Kaltzeit eine neue Warmzeit mit hoher CO2-Konzentration und steigendem Meeresspiegel machen…

Dann gingen wir wieder an die Arbeit. Mit schwirrt immer noch der Kopf davon, wie schnell wir von der A20 in Mecklenburg-Vorpommern beim Weltuntergang waren.

Well, that escalated quickly.