Akronyme

Es ist eine seltsame Sache…

Akronyme für Experimente in der Physik, aber auch ansonsten, sollten gerne mal einen Namen abbilden. Ein Musterbeispiel ist das Karlsruher Tritium Neutrino Experiment KATRIN. Als ich damals während meiner Doktorarbeit im selben Institut arbeitete, wünschte sich die Gruppe eine Doktorandin, deren Vorname sich Katrin und nicht Kathrin schreiben sollte. Ein wenig albern ist das schon.

Aber es gibt einen Haufen solche Anlagen, die Akronyme in Form von Namen tragen… ich kenne zwei Versuchsaufbauten mit überkritischem CO2, SCIROCCO und SCARLETT, den Beschleuniger KARA am KIT, der früher ANKA hieß, an der Gesellschaft für Schwerionenforschung gab’s die HERA… und auch die Verwaltung ist nicht gefeit: Das Kataster für Verdunstungskühlanlagen heißt KAVKA, sicher nur zufällig klanglich einem Schriftsteller ähnlich.

Mit dieser Tradition sozialisiert, habe ich meinen heimischen Lego-Teilchenbeschleuniger nun ebenfalls benamt. Natürlich, auch wenn ich eine Physikerin bin, mit einem weiblichen Namen. Meine heißgeliebte Beschleunigerin heißt nun:

Lego-Assembled Toy Accelerator
LAToyA

In meinem Kopf verknoten sich bereits die Hirnwindungen auf der Suche nach einem Akronym für den geplanten Forschungsreaktor, der als Pool-Typ Reaktor mit Neutronen-Strahlrohr, Bestrahlungseinrichtung und einer Beamline von LAToyA aus auch ein Experiment für sogenannte Accelerator Driven Systems beinhalten soll. Aber eins nach dem anderen!

Lego Batmobil [Teil 7]

Dieser Teil hat wegen Weihnachten, Gästen, Silvester und einer saftigen Erkältung leider ein wenig auf sich warten lassen. Man kann sagen: Es war einfach zu viel los.

Dafür ging es dann mit tatkräftiger Unterstützung von zwei kleinen Großkatzen mit Beutel 13 weiter. Mit diesem wurde endlich das etwas stiefmütterlich (übrigens eine komische Redensart finde ich) behandelte Heck des Batmobils weiter aufgebaut.

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Beim Aufbauen merkte ich recht schnell, dass irgendetwas nicht stimmte. Der Fehler war schnell gefunden. Ich hatte ein Teil falsch gesetzt. Es stand zwei Noppen wo anders, als es hätte sein sollen. Also musste das nochmal geändert werden; und das war ein kleines Problem. Denn es war schon ganz gut verbaut: Teile, die wieder weg mussten, wurden von Pins gut festgehalten und diese wieder herauszubekommen, war eine fast unmögliche Sache. Einmal aufgebaut, war es fast unmöglich da wieder ranzukommen. Was wiederum zeigt, wie stabil und gut das Ganze gebaut wurde. Mit ein wenig Mühe schaffte ich es aber und nachdem die Platte richtig saß, ging auch alles wieder einwandfrei.

Wo mit den vorherigen Beuteln doch recht gemächlich alles aufgebaut wurde, macht es mit Beutel 13 einen riesigen Schritt nach vorne. Es nimmt richtig Fahrt auf. So wird nicht nur die Technik, um die MG’s hoch und runterfahren zu lassen, weiter angeschlossen, sondern es kommen auch die Radaufhängungen dazu. Dazu die Stoßstange und noch anderes. Einfach richtig viel.

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Über Beutel 14 kann man nicht viel sagen. Dieser dreht sich hauptsächlich um den Radkasten. Aber seht selbst:

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Zu den Beuteln 11 und 12.

Wird Fortgesetzt…

 

Present Progressive [1]

Ich habe ja von meinem Mann einen Teilchenbeschleuniger bekommen! Einer der vielen supertollen Aspekte daran war, dass es ein erweiterbares Geschenk war und ist. Mit Hilfe von Stud.IO hat er den Ring und die Support-Strukturen designed, und das Modell im Stud.IO-Format gab’s zum Beschleuniger dazu. Also habe ich angefangen zu basteln.

Folgende Dinge waren klar: Gegenüber der Beschleuniger-Einheit mit Motor, die die orangen Bälle um den Ring schickt, war eine Gerade vorhanden. Die Verbindungsstücke dieser Gerade hatte mein Mann ganz bewusst nicht mit seinen herrlichen, weißen Ablenkmagneten bestückt. Dorthin wollte ich einen Detektor bauen, inspiriert von den Detektoren D0 und CDF am Tevatron bzw. CMS und ATLAS am LHC am CERN. Dazu sollte an einen der Ablenkmagneten ein Strahlrohr für Synchrotronstrahlungs-Experimente, sprich: dort wird durch die starke Ablenkung der geladenen Teilchen hochfrequentes Licht erzeugt, das für viele interessante Experimente taugt. Inspiriert ist diese Beamline mit Experimentierhütte vom Beschleuniger ANKA (bzw. KARA) am KIT. Schließlich musste noch ein Vorbeschleuniger her, der die Teilchen auf Tempo für die Injektion in den Ring bringt. Im Zuge dessen habe ich auch noch drei Sonderversionen der Ablenkmagneten designen müssen. Und so sieht das aus:

Lego-Teilchenbeschleuniger-Addon – alle zusätzliche Teile in einem Bild.
Ein einem Zyklotron nachempfundener Beschleuniger mit einem Strahlrohr zur Injektion der Teilchen in den Speicherring.
Ein Experiment am Beschleuniger – die schwarze Trommel bildet die Spurendetektoren nach.
Eine Detektorhütte für Synchrotronstrahlungsexperimente. Der abgewandelte Ablenkmagnet am linken Ende ist auch der Erzeuger von Synchrotronstrahlung, mit der in der Hütte experimentiert wird.

Ich habe all das mal in das Hauptmodell eingebaut. Alle Bilder basieren auf Konstruktionen in Stud.IO, mit dem man schön mit Lego konstruieren kann, damit kann man dann auch Anleitungen erstellen. Mein Mann hat mir die Stud.IO-Datei gegeben, in der er meinen Beschleuniger gebaut hat, so dass ich die Addons direkt einpflegen konnte.

Eine gerenderte Vorschau des Teilchenbeschleunigers mit Addon.

Nun müssen wir nur noch schauen, wie viel Geld ich in Einzelteilen in das Projekt verbraten habe, die Teile bestellen und eine Anleitung erstellen. Dann wird bald eine richtige Forschungseinrichtung draus – aus Lego!

Present Perfect

In den vergangenen Jahren habe ich oft eine Zusammenstellung dessen gepostet, was meine Lieben mir geschenkt haben. Dieses Jahr ist das schwierig, denn es überwältigt mich regelrecht – es ist eine Menge, und etliches davon thematisch sehr verschieden, aber alles sehr „ich“. Nach dem Posting über die Garmin Fénix 5S mit Running Dynamics Pod von einem riesigen Anteil des Freundeskreises und dem Teilchenbeschleuniger von meinem Mann steht noch eine Menge aus.

Eines vorweg: Auch hier wird nicht alles kommen. Denn es gibt durchaus noch „Present Progressive“ in zwei Formen: Erstens ist da noch das Feuerwehrauto von Qihui, das ich noch aufbauen und dabei dokumentieren werde, und zweitens noch das AddOn des Teilchenbeschleunigers, das ich zwar selbst konstruiere und mir die Teile selbst kaufen werde, das aber durchaus zum Geschenk gehört. Aber hier sind mal thematisch sortiert die weiteren Geschenke:

Ein Buch über Ikigai, die Lebenseinstellung, die die Japaner so gesund leben lässt, ein vom Fotografen signierter Japan-Bildband, eine Schriftensammlung über Tee. Dazu Stäbchenablagen in Kaninchenform, Yokan, Sushi-optik Socken und Matcha aus Japan!

Da ist der Block der Japan-Dinge – großartige Geschenke mit viel Lesestoff. Aus der Box kamen auch drei Gutscheine, die nicht wirklich etwas mit Japan zu tun hatten: Download-Links mit Kaufgutscheinen über die eBook-Versionen der drei Tom-Clancy-Romane „Red Rabbit“, „Die Stunde der Patrioten“ und „Gnadenlos“.

Mehr Laufzeug: Das Buch „Born to Run“, ein Gutschein über Leistungsdiagnostik und ein Gutschein meines liebsten Laufladens, des rennwerks in Karlsruhe. Dazu gab’s noch Plätzchen und eine Flasche Sekt, ein weiterer Gutschein ist in der Karte als Gutschein für einen Gutschein gelabelt.

Neben der Fénix ist noch mehr Laufzeug da gewesen – wen wundert’s, so viel Raum, wie das Laufen in meinem Leben einnimmt. Zusammen mit der Fénix war das… viel. Wirklich viel!

Drei Flaschen Whisky: ein deutscher Dinkel-Whisky, ein Blend von der Isle of Islay und ein Single Malt von Jura. Dazu ein Whisky-Glas mit persönlicher Gravur, ein Dekanter, ein hammercooler Beutel, ein Taschenwärmer im Design des Elements Plutonium und ein Mäppchen im Stile eines Passes der Vereinigten Föderation der Planeten!

Die restlichen Interessen kamen natürlich nicht zu kurz! Neben dem Whisky – im Bild – und den Star Trek Referenzen – auch im Bild – gab’s auch noch zwei Shirts, eines mit nuklearer und eines mit physikalischer Referenz, sowie den Plutonium-Taschenwärmer.

Die persönliche Gravur – die nautische Referenz hat mit den Sternen und mit Captain Picard aus Star Trek zu tun. Dazu dann noch Whisky … das wiederum ist allerdings nicht Picard, der trinkt eher Wein und vor allem Earl Grey.

Teilchenbeschleuniger

Immer wieder im Jahr 2019 zitierte ich Missy aus Dr. Who, also die weibliche Reinkarnation des Master. Sie äußert gegenüber dem Doctor, was sie sich wünscht… ein Pony und ein Teilchenbeschleuniger beschließen diese Liste. Da ich nicht reite, ist ein Pony für mich eher uninteressant, aber als Physikerin bin ich mit dem Teilchenbeschleuniger nun doch in Versuchung gewesen. Da ich immer wieder mit dem Teilchenbeschleuniger anfing, witzelten sie schon alle herum: Ich solle mir einen alten Röhrenfernseher schenken lassen, das ist immerhin ein Beschleuniger für Elektronen! Der hübscheste Vorschlag war allerdings die Zwille und ein Teller Puddingteilchen, von mir auch gerne als „eine Torte, ein Messer und ein Katapult“ variiert. Natürlich war meine Intention eine eher unrealistische Variante: ich wollte einen Linearbeschleuniger oder lieber noch ein Zyklotron, am liebsten jedoch ein Synchrotron!

Unrealistisch, sagt Ihr? Insbesondere Synchrotrons sind RIESIG (wie z.B. der KARA-Beschleuniger am KIT Campus Nord, der HERA-Beschleuniger an der GSI in Darmstadt oder gar der LHC am CERN), sagt Ihr? Ein Synchrotron passt nicht in unser Haus, sagt Ihr?

Ja. Ich sagte das auch. Ich hätte nicht falscher liegen können!

Ein Synchrotron! Ein Teilchenbeschleuniger!

Da ich ja weiß, dass Synchrotrons in aller Regel Großbeschleuniger sind, mit langer Bauphase und (in Deutschland) der Notwendigkeit einer Errichtungsgenehmigung nach § 10 des Strahlenschutzgesetzes, bin ich ganz froh, dass ich die dafür benötigten Teile Stück für Stück bekam – denn der Teilchenbeschleuniger ist das, was ich aus meinem Geburtstagskalender zusammenbauen durfte. Sprich: Die Phase, in der die Bauteile gesammelt wurden, dauerte 24 Tage. Am Heiligabend um Mitternacht erhielt ich dann in Form eines Ordners die Aufbauanleitung und damit die Errichtungs- und Betriebsgenehmigung!

Hier seht Ihr auf dem Youtube-Kanal meines Mannes und Mitautors Holger, wie der Teilchenbeschleuniger im Detail aussieht und wie er funktioniert. Video und Bilder gemacht von Holger Stahlmann.

Bis jetzt sind wir im Testbetrieb. Ein zusätzlicher Vorbeschleuniger mit Teilcheninjektor, ein Collider mit Detektoren und eine anstelle eines der Ablenkmagneten anzusetzende Synchrotron-Strahlungs-Beamline mit Experimentierhütte sind derzeit in Stud.IO in Planung.

Woohoo! Ein Teilchenbeschleuniger!

Soooo viele Daten!

Meine neue Garmin Fénix 5S mit Running Dynamics Pod.

„So viele Daten!“, das war der Ausruf, den ich nach dem Synchronisieren meiner neuen Laufuhr nach dem ersten Testlauf am Heiligabend-Abend machte. Es sind aber auch wirklich ein Haufen mehr Daten, die mit der Fénix in Verbindung mit dem Running Dynamics Pod herauskommen, setzt man als Vergleich die bisher benutzte vívosport an. Was ich bisher schon immer bekam, waren natürlich Distanz, Strecke auf der Karte, Dauer, Herzfrequenz, Schrittfrequenz und Geschwindigkeit jeweils über Zeit.

Mein erster Testlauf mir der Fénix.
Daten, wie ich sie bisher vom Laufen auch bekommen habe – das sind dieselben, die’s auch mit der vívosport gab.

Nun kommen dazu: Leistungszustand, Schrittlänge, Bodenkontaktzeit, aufgelöst nach rechts und links, dazu das vertikale Verhältnis, also die Schritthöhe im Verhältnis zur Schrittlänge und die Temperatur.

Ausschnittsweise die neuen Daten.

Ich habe extra mal rumgespielt mit Schrittfrequenz und Tempo: Man sieht am Anfang eine recht konstante Schrittfrequenz bei variierender Schrittlänge und variierendem vertikalen Verhältnis, dann eine Experimentier-Runde mit bewusst schnellen, dann bewusst langen Schritten. Am Ende habe ich noch zwei schnelle Intervalle eingestreut, bei denen man auch deutlich die Änderung der Laufdynamik-Daten sieht.

Sehr spannend finde ich das, und ich werde weiter damit herumspielen – abhängig von Schuh, Tempo und Untergrund werden sich denke ich neue Bilder ergeben. Das Handling der neuen Uhr ist auch super, da sie sich nicht auf einen Touchscreen verlässt, sondern über fünf Tasten an den Seiten gesteuert wird. Nach zwei weiteren Tests – der Testlauf am Heiligabend war mit Mizuno WaveShadows und Variation, der Lauf am 25.12. war auf Altra Escalante und langsam, um Kopfschmerzen zu bekämpfen (leider vergeblich), der Lauf am 26.12. schließlich war ein Tempodauerlauf auf Fivefingers. Ich finde superspannend, wie sich die Werte da ausnehmen, und werde mal beobachten, ob irgendwas davon künftig in die regelmäßige Auswertung kommt.

Noch sichte ich die zusätzlichen Daten und füttere meinen Geist mit Ideen und Tests. In jedem Fall liefert mir die neue Uhr, die ein Geschenk des Freundeskreises war, einen solchen Haufen neuer Daten und Möglichkeiten, dass mir richtig der Kopf schwirrt. Ich bin so begeistert – auch wenn ich bei so einem teuren Geschenk ein wenig ein schlechtes Gewissen habe, dass ich es erwähnt hatte, dass ich mir so ein Teil kaufen mag bzw. wünsche – und es dann auch noch bekam!

Lego Batmobil [Teil 6]

Jetzt kommen die Beutel 11 und 12 dran; damit haben wir auch die Halbzeit erreicht. Es gibt ja schließlich 24 Beutel insgesamt. Seit Beutel 1 hat sich auch wirklich schon viel getan.

Nach Beutel 11 sieht man schon, dass das Cockpit langsam Formen annimmt. So ist es doch jetzt schon gut abgegrenzt; und auch die am der Verkleidung außen hat sich einiges getan. 20191215_14444020191215_144447

Beutel 12 widmet sich ausschließlich dem Cockpit. Hier wird doch einiges aufgebaut. Man kann es nicht glauben, dass mit eigentlich recht wenigen Teilen, richtig platziert, solch ein toller Effekt hergestellt werden kann. Ich bin nicht sicher wie viel noch kommen wird für das Cockpit, aber es sieht schon mal richtig gut aus; und ziemlich fertig, zumindest dieser Teil.

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Zu den Beuteln 9 und 10. 

Wird fortgesetzt….