[KuK] Ventilatorpark

Gestern im Urlaub – Fahrt von Greetsiel nach Bensersiel – mitten durch einen Windpark.

Auf der Fahrt gestern vom Ausflug nach Greetsiel zurück zum Quartier in Bensersiel fuhren wir mitten durch zwei Windparks – einen, den ich von Bensersiel aus auf dem Lauf nach Dornumersiel schon gesehen hatte und einen weiter westlich. Sehr beeindruckend, was da auf die Beine gestellt wird! Ich hoffe, dass wir uns irgendwann dazu durchringen können, diesen kolossalen Stromproduzenten auch die Infrastruktur zu gönnen, um den Strom zur Industrie im Binnenland zu leiten und die windabhängige Stromproduktion mit dem zivilisationsrhythmusabhängigen Verbrauch zu verheiraten.

[KuK] Guilty Pleasure im Urlaub

Schwarzbrot mit Philadelphia und Erdnussbutter.

Im Urlaub habe ich manchmal recht krasse Essensanwandlungen. Gestern beim Einkaufen überfiel mich der Drang nach Erdnussbutter – und heute früh gab es dann Schwarzbrot mit Philadelphia und Erdnussbutter. Weder Erdnussbutter noch Philadelphia gehören zu meinen normalen Essens-Bestandteilen – tatsächlich habe ich beides das erste Mal dieses Jahr gekauft und das zweite oder dritte Mal dieses Jahr gegessen.

Die Erdnussbutter war auch noch auf Dänisch beschriftet… Jordnodder-Smør. In unserer Frühstücksrunde wurde daraus: Jordnodderschmodder.

[KuK] Neues Diagramm!

Warum ich Rad fahre.

Kaum habe ich Urlaub, setze ich neue Diagramme um. Kaum sage ich eine Blog-Inspirations-Sammel-Sommerpause an, kommen mir Ideen. Vorhin habe ich mal meine ganzen Radaktivitäten in meiner Tabelle gescannt und rausgefunden, dass einige noch im Sammelbecken „Alternativtraining“ lagen. Ich habe alle, die Fahrten zur Arbeit oder von der Arbeit heim beinhalteten, nun mit Arbeitsweg nachmarkiert.

Dann war da noch das eine Duathlon-Training vom Montag (9 km Laufen, 27 km Radfahren, 9 km Laufen), das hat die Kategorie „Multisport Radfahren“ aufgemacht. Für’s Laufen habe ich ein ganz ähnliches Diagramm. Nun hat das Radfahren nachgezogen…

Das Sommerloch?

Mir fiel vor kurzem auf, dass ich mich schwerer tat mit Posts hier auf den Highway Tales und dass ich auch mit dem Schreiben des Howard-Goldstein-Vortex nicht hinterherkam. Nun kann man fragen, ob hier das sogenannte „Sommerloch“ am Wirken ist.

Ich glaube es jedoch nicht. Für mich war es der Sprint bei zum Urlaub, in dem organisatorische, büroraumtechnische und personelle Änderungen im Büro sowie Änderungen an der Corona-Situation zu stemmen waren. Ich habe einfach sehr viel andere Gedanken gehabt. Nun habe ich Urlaub und stelle fest: Es wird besser, aber vermutlich muss ich mich noch ein bisschen regenerieren, bevor ich wieder „drin“ bin im Howard-Goldstein-Vortex und bevor sich die Posts hier nicht allzu generisch anfühlen.

Ich werde mir eine Pause im Howard-Goldstein-Vortex für die Dauer meines Urlaubs (die nächsten drei Wochen) und sporadische Postings hier auf den Highway Tales statt bisher täglicher Beiträge gönnen… und dann Ende Juli bzw. Anfang August schauen, ob die Kraft und Kreativität, ob die Themen für das Durchstarten wieder da sind. Bis dahin werde ich vermutlich eine Menge Sport treiben und mich auch sonst treiben lassen – und zwischendrin auch verreist sein.

…und vielleicht, vielleicht schaffe ich es auch wieder ein bisschen mehr, bei den anderen Bloggern, die ich abonniert, in letzter Zeit aber zu wenig gelesen habe, wieder ein bisschen mehr zu lesen, sowie bei denen, die ich nur per Email gelesen habe, auch mal wieder Zeichen meiner Aufmerksamkeit zu hinterlassen. Das belege ich aber definitiv mit einem vehement-bestimmten Vielleicht.

Fazit: Quartal 2/2020 gelaufen und geradelt

Das zweite Quartal des Jahres ist rum. Gelaufen bin ich nicht viel, es wird gerade erst wieder mehr. Geradelt bin ich dafür mehr als je zuvor in meinem Leben, glaube ich.

Auf den Punkt zum Beginn des zweiten Quartals habe ich mir nach furiosem März (400 Kilometer gelaufen, 600 Kilometer geradelt) irgendwas eher sehnen- als muskelartiges im vorderen, äußeren Teil der rechten Wade sehr nachhaltig gezerrt oder dergleichen. Es tat WEH! Zuerst bei allem, dann noch beim Gehen, zuletzt nur noch beim Laufen – dabei aber richtig. Dementsprechend war der April mein laufschwächster Monat in den letzten zwei Jahren. Im Mai ging es wieder aufwärts, im Juni bin ich nun wieder auf 240 Kilometer im Monat angekommen.

Laufsummen im Monat – Strecke und Zeit. Nach Verletzung war der April echt düster.

Nachdem ich fünf Quartale hintereinander nie unter 750 Kilometer in drei Monaten zurückgelegt hatte, waren die knapp 450 im vergangenen ernüchternd. Aber verletzt ist verletzt. Dass das Durchschnittstempo und dergleichen runtergingen, sieht man aus meinen anderen Diagrammen, aber ich zeige die hier nicht. Die Datenbasis für die Mittelung ist einfach zu dürftig, man sieht in erster Linie, dass im zweiten Quartal 2020 was schiefgegangen ist.

Auf der „Haben“-Seite ist allerdings zu vermerken, dass ich meine „Kuchen“-Diagramme fit gemacht habe für Zeiträume. Vorher konnte ich nur die gelaufenen Kilometer auf bestimmten Schuhen, die Trainingsformen beim Laufen und die Benutzung meiner Räder für den Zeitraum 1.1.2019 bis zum aktuellen Tag darstellen. Inzwischen habe ich etwas eingebaut, mit dem ich beliebige Zeiträume aufzeigen kann – und da zeigt sich: Im zweiten Quartal 2020 bin ich viel Altra Escalante gelaufen und eine Menge Fivefingers – und habe sehr viel ruhiges Grundlagentraining betrieben:

Beim Radfahren sieht man allerdings ganz andere Entwicklungen – mehr, schneller, mehr Höhenmeter!

Tatsächlich ist das Tempo hochgegangen, was durch zunehmendes Training kein Wunder ist. Der größte Boost kam aber vom Kauf eines Rennrads Anfang Juni! Beim Radfahren kommen durch die Fahrten zur Arbeit und weniger Homeoffice dank Normalisierung der Corona-Phase viele, viele Kilometer zusammen – zuletzt im Juni fast 800. Das geht natürlich auch nicht spurlos an mir vorbei. Mein neues Rennrad habe ich aber wirklich fleißig benutzt…

Im Juni bin ich mehr als die Hälfte meiner Kilometer mit meinem Izalco-Rennrad gefahren – so dass der Anteil recht groß wurde, dafür, dass ich es erst einen Monat habe.

Am Ende des Tages gehen die Stunden, die ich beim Sport verbringe, und die dort gelassenen Kalorien wieder hoch. Die simple Grundverbrauch-Formel aus Gewicht, Größe und Alter benutze ich, um das Ganze auf unterschiedliches Gewicht, unterschiedliche Monatslänge zu normieren – im folgenden Diagramm seht ihr meine beim Sport verbrachten Stunden sowie meinen Sport-Kalorienverbrauch geteilt durch den abgeschätzten Grundverbrauch im selben Monat:

Long Story short.

Zum Schluss noch eine Neuerung mit einem Diagramm, das deutlich zeigt, dass wir neues Equipment haben. Mein Mann hat eine neue, genauere Körperfettwaage mit einem Handgriff beschafft, so dass hier nun deutlich besser über Impedanzmessungen von Hand zu Fuß, Fuß zu Fuß und Hand zu Hand Körperfettanteil und Muskelmasse abgeschätzt werden – der Muskelmasse traue ich in dieser Messung auch. Die Waage begleitet mich seit Mai… wie man sieht:

Ab Mai mit neuer Waage!

Für mich ermutigend: Training bringt was. Nach dem „Sprung“ durch die neue Waage, die natürlich anders (besser?) kalibriert ist als die alte, weil sie eben bessere Messmethoden verwendet, laufen Körperfett und Muskelmasse weiterhin in sportliche Richtungen – während das Gewicht wieder etwas mehr in Richtung gewünschtem Bereich (63-65 Kilogramm) angezogen hat.

Läuft also! Beim Laufen läuft’s wieder, beim Radeln laufen die Laufräder wie am Schnürchen und alle anderen Werte bewegen sich auch ganz gut.

[KuK] Hügelintervalle

Die Bergläufer lachen sich tot. Aber man nimmt mit, was man kann:

Höhe-Pace-Diagramm.
  • Drei Kilometer einlaufen.
  • Steilsten Weg auf Mt. Klotz hoch (22 Höhenmeter auf 130 Metern), langen Weg wieder runter, unter Mt. Klotz ein paar Meter wieder zum Einstieg – neunmal insgesamt.
  • Auf Mt. Klotz nach dem neunten Mal einen Plausch halten. Das drölfzigste Mal gefragt worden, ob ich Triathletin bin. Weiterhin nicht!
  • Drei Kilometer auslaufen.
Höhe-Puls-Diagramm.

War der Hammer!

The most important thing about lifts is balance

Na, wer kennt das Zitat?

Genau! Es ist Johnny Castles Erklärung vor den berühmten „Lifts in Lake“-Szenen mit Patrick Swayze als Johnny und Jennifer Grey als Frances „Baby“ Houseman im Film „Dirty Dancing“.

Balance allerdings ist nicht unbedingt meine Stärke. Mir ist das peinlich, ganz ehrlich. Ich habe den Eindruck, ich sollte deutlich besser sein im Halten des Gleichgewichts. Es gibt diesen kurzen Moment vor dem Abwärtsgehen auf einer Treppe, wenn ich es eilig habe, in dem ich kurz zögere und mich fallen sehe. Der Moment, vor allem im Winter, in dem ich abschätze: Was ist schlimmer? Freihändig die Treppe runter rennen, während auf der anderen Seite schon die S-Bahn einfährt, oder den schweinekalten Handlauf benutzen? Es sind die Momente, in denen ich feststelle, dass ich mich nochmal kurz aufstützen muss, bevor ich mir einbeinig stehend eine Socke ausziehe.

Das muss besser gehen, denke ich mir dann immer. Woran es fehlt? Nun – der Gleichgewichtssinn wird zwar nun beim Radfahren ein wenig trainiert, auch beim Laufen brauche ich ihn. Aber dennoch ist und bleibt er unterdurchschnittlich. Auch die Muskeln, die Mikrokorrekturen vornehmen und im unteren Rücken sitzen, sind wohl nicht unbedingt meine Stärke – und das Gefühl für Bewegung und Tonus der Muskeln und Sehnen ist auch eher so lala. Nichts Dramatisches, aber etwas, das mich nervt und das meiner Ansicht nach besser gehen muss.

Nur für’s Protokoll: Ich möchte weder wie Jennifer Grey von Patrick Swayze an den gestreckten Armen über dem Kopf in der Luft gehalten werden – auch von jemand anderem nicht. Ich möchte auch nicht meinen Mann oder Jennifer Grey oder wen auch immer über meinem Kopf halten. Ich möchte aber einfach ein bisschen koordinierter, ein bisschen besser im Halten des Gleichgewichts sein. Also habe ich mir vorgenommen, künftig an meinem höhenverstellbaren Schreibtisch auf der Arbeit nicht nur immer mal wieder zu stehen, sondern auf dem Wackelbrett stehend zu arbeiten. Das wird natürlich durch die Möglichkeit des Halts am Schreibtisch einfacher – klar. Mein Ansatz ist aber auch nicht, das nur 20 Minuten zu tun, sondern vielleicht im Endausbau des Ganzen vielleicht halbe oder ganze Arbeitstage darauf stehend zu arbeiten und somit während anderer Tätigkeit diese Schwäche in Gleichgewichts- und Bewegungssinn auszubügeln. Vermutlich – nicht unbedingt, aber vielleicht – bringt mich das auch bei der Stabilität beim Laufen weiter.

Neuanschaffung.

Zunächst einmal werde ich das Ding zuhause testen und gucken, wie ich damit klar komme. Bei Gefallen und Funktionieren kann gut sein, dass ein Exemplar für zuhause zusätzlich angeschafft wird, wenn das hier abfotografierte mit auf die Arbeit wandert. Zuhause ist’s dann vielleicht am Ende eher ein Teil, auf dem ich gezielte Übungen machen werde. Auf Arbeit ist’s eher „Nebenbei-Training“, wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle.

Das Jahr 2020 hat dieses Jahr zwar „nur“ eine neue Wettkampfleistung – aber da ein neues Personal Best auf 20 Kilometer – eingebracht. Aber 2020 bringt mir mit dem Radfahren, mit anderen Trainingsformen, mit neuen Ideen und all den Dingen, die durch das Runterfahren anderer Dinge durch Corona möglich werden, etwas nicht zu unterschätzendes: Die Ambition, nicht nur eine schnellere Läuferin, sondern vor allem eine vollständigere Athletin zu werden. Das heißt auch, vorhandene Schwächen zu erkennen und sich daran zu machen, sie auszumerzen,

Zehntausend

Seit März 2017 laufe ich wieder intensiv – seit 2014 zeichne ich elektronisch auf, was ich laufe. Klar, ich bin auch in der Schulzeit im Sportunterricht gelaufen, ich hätte schon damals realisieren können, dass ich Ausdauersportlerin bin oder sein sollte. Der Tausendmeterlauf und der Cooper-Test waren weitaus angenehmer und brachten mir bessere Noten als solche Dinge wie Sprint oder Weitsprung – ich erinnere mich, in der Oberstufe einmal eine ganze Doppelstunde daran gearbeitet zu haben, aus dem Null-Punkte-Bereich beim Weitsprung herauszuspringen. Beim Cooper-Test dagegen schnaufte ich zwar heftig, aber rannte einem aus einer Fußballmannschaft hinterher, bis kurz vor Ablauf der 12 Minuten. Ich fuhr auch flott Rennrad – flotter als jetzt, da ich zwar auf den langen Geraden nicht die Kraft hatte wie heute, aber auch leichter war – und in Kurven und an Kreuzungen mutiger. Wie gesagt, ich hätte es wissen müssen.

Mitte meiner Zwanziger schickte mich meine Ärztin gegen die ausufernden Kopfschmerzen zum Laufen. Ich sollte mich auspowern, damit den Nacken entspannen und den Stress loswerden. Klappte! Es folgten Jahre mit mehr und Jahre mit weniger Lauferei, mit dem ersten Schub der Colitis ulcerosa, spätestens jedoch mit der Gabe eines Immunsuppressors gab ich das Laufen jedoch fast gänzlich auf. Vorerst jedenfalls.

Als ich 2017 durch Gewichtszunahme und anders dosiertes Präparat, bei dem ich überlas, dass ich mehr Tabletten hätte nehmen sollen, unter die Wirkschwelle des Immunsuppressors sank, aber die Colitis ulcerosa friedlich blieb, lief ich wieder los. Nun trackte ich auch alle meine Strecken, zuerst mit dem GPS des Handies und damals Runtastic, später mit meiner Garmin vívosport, inzwischen mit meiner Garmin Fénix. Auch wenn ich mein Runtastic-Konto aufgegeben habe, all die getrackten Strecken seit 2014 habe ich noch in meiner Excel-Datei mit Statistiken und Analysen meines Sports. So richtig durchgestartet bin ich freilich erst 2017… aber dennoch zählen auch die knappen 950 Kilometer aus den Jahren 2014-2016 in die Summe, die nun bei…

Meine Lauf-Jahresbilanzen.

…10.007 Kilometern angelangt ist. Gestern habe ich sie voll gemacht, die nächste Zehnerpotenz. Zehn hoch vier Kilometer nachweislich über GPS oder Laufbanddaten aufgezeichnet, in etwa sechseinhalb Jahren.

Meine Laufkilometer und Laufstunden nach Jahren.