Sport-Wiederaufbau: September

Das Tal der Wehklagen ist durchschritten. Nun geht es wieder aufwärts! Im Juli und im August war ich dank Covid-19, Fingerbruch und Zahnschmerzen nicht auf dem Damm, nun baue ich langsam wieder auf. Das äußert sich in einer Steigerung der sportlichen Aktivität, einer Steigerung des körperlichen Wohlbefindens und inzwischen auch in einer Steigerung des mentalen und emotionalen Wohlbefindens. Die Form ist noch irgendwo im Urlaub, aber das ist ja auch kein Wunder, nach zwei Monaten Aussetzer.

Juli und August bildeten von den absolvierten Kilometern auf Laufschuhen und Rad ein Tal der Tränen. Nun geht es wieder aufwärts! Im Bild: Kilometersummen nach Aktivität, monatsweise für die letzten zwölf Monate.

Was auch passiert ist: Ich habe meine Sport-Datei neu aufgebaut – oder eher: Ich habe sie mit einer „Operation am offenen, schlagenden Herzen“ überarbeitet. Die alte Datenerfassung wurde massiv erweitert, aber erst ab dem Monat August. Dadurch werden Kranktage erfassbar und dienen, um Jahres- und Trainingsplanziele abzustufen, wobei ich dieses System erst richtig nutzen können werde, wenn ich auch die Trainingsplan-Verfolgung fertig implementiert habe. Wichtig war mir die Aufschlüsselung meines Trainings nach Anlass UND Trainingsform, das war vorher ein Mischmasch. Nun ist es entfaltet. Aus Anlass und Trainingsform herausgezogen habe ich zudem die Frage, ob es sich um ein mit einer anderen Aktivität gekoppelte Sport-Aktion handelte, also ob ich zum Beispiel direkt nach dem Laufen auf’s Fahrrad stieg oder ein Krafttraining mit einem Lauftraining gekoppelt habe. Wie gehabt erfasse ich mein Training auch nach Trainingsbereichen und nach Gesamtzeit.

Laufen

Der September sollte eigentlich der zweite Saisonhöhepunkt werden. Aus gegebenem Anlass war das nicht der Fall. Allerdings war da noch eine Startnummer für den Baden-Marathon. Die habe ich genutzt… für einen langen Trainingslauf mit Verpflegung. Daran sehe ich schon, wie sehr mich begeistert, nun Anlass und Trainingsform separiert zu haben: Die 42,55 Kilometer, die ich beim Baden-Marathon absolviert habe (mit zum Start laufen aus dem Block sowie Transfers nach dem Ziel) tauchen im Anlass als Wettkampf auf, da ich sie aber nicht als Wettkampf mit Power gelaufen bin, in der Trainingsform als „Lang“, also als langer Lauf. Bei den Schuhen fällt meine Rebuilt-typische Fokussierung auf FiveFingers auf, außerdem wandert meine Vorliebe zunehmen vom Altra Escalante zum leichteren, direkteren Altra Escalante Racer.

Insgesamt bin ich etwas über 280 Kilometer in knappen 28 Stunden gelaufen, diesen September, hatte zwei harte Intervalltrainings auf der Bahn und den genannten einen langen Lauf. Das dritte Intervalltraining war eine Test-Einheit, ob ich es wieder kann, als ich im Lauftreff allein war und die Zeit für einen Versuchsballon nutzte.

Radfahren

Ein Anliegen war mir, Anlass (dominant der Arbeitsweg) und Trainingsform beim Radfahren voneinander abzutrennen. Warum? Weil ich mal Intervalle auf dem Heimweg gefahren war. Das habe ich diesen September nicht getan – aber mehrfach waren es eher Tempotrainings als Grundlagenfahrten auf dem Heimweg, das kann ich nun erfassen. Das Wetter war noch echt rennradfreundlich, was man an der Nutzung meines „Green Scooter Killer“, des Focus Izalco Race, für mehr als die Hälfte der Kilometer sieht.

Am Ende und sonst so…

Was man nicht, vielleicht noch nicht so richtig sieht: Das Dehn-, Entspannungs- und Athletik-Training habe ich wieder fokussiert. Das muss ich vielleicht noch besser in Diagramme überführen.

Ansonsten geht’s wieder aufwärts und ich hoffe, mit meiner Trainingsplan-Verfolgung, die nun ein (noch nicht voll implementierter) Bestandteil der Trainingstagebuch-Excel-Datei ist, einen weiteren Schritt vorwärts machen zu können. Tatsächlich habe ich unter dem Eindruck von „Greif – for running life“ und der „Laufbibel“ von Marquardt die Trainingsplan-Verfolgung in einer Weise gestaltet, dass sie so kleinräumige, eher kurze Phasen wie Greifs „Countdown“, aber auch die voll Breite von Marquardts Makrozyklen abdecken kann. Aber dazu mehr, wenn’s funktioniert. Wenn alles klappt, MUSS es bis zum 31.10. funktionieren, weil dann der erste Vorbereitungszyklus (nach Marquardts drei Vorbereitungs-Zyklen, einem Wettkampf- und einem Erholungs-Zyklus) beginnt – mit Ziel Dämmer-Marathon in Mannheim nächsten Mai.

Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.

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