Krise – Chance

Manchmal ist ein Problem, eine Krise, auch eine Chance. Ich beziehe mich nicht auf den Post von gestern – das dort geschilderte, nur in mir drin liegende Problem fällt noch unter die Kategorie „Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem“. Nicht, dass es ein großes wäre.

Aber es geht tatsächlich um die „Krise“, die mir das heftige „Gebeuteltsein“ der letzten zwölf bis dreizehn Monate gemacht hat. Zuerst ein dreimonatiger Zeitraum mit fiebriger Schwäche, Rückenschmerzen und Doppelbildern, wahrscheinlich durch unerkannt irgendwo eingefangene und recht spät erkannte Borreliose, dann zwei Monate Wiederaufbau, heftiger grippaler Infekt, vier Monate ganz gute Zeit, dann Covid, Fingerbruch Zahnschmerzen – der erste Zahn überhaupt, den ich verloren habe.

Über die Zeit hatte sich einiges angesammelt, was ich an meiner Dokumentation von Sport, Bewegung und Krankheiten besser machen wollte. Ich hatte vor Jahren mal eine ziemlich aufgeblasene Krankheitsdatei erstellt, in der ich den Zustand der jeweiligen körperlichen und psychischen Baustellen verfolgte – war oversized, ich habe es irgendwann nicht mehr genutzt. Zugleich fiel mir mehr und mehr auf, dass ich mir Trainingspläne baue, diese aber in meiner Excel-Datei, die als Trainingstagebuch fungiert, nicht nachvollziehbar verfolge. Weitere Baustelle war, dass mein Trainingstagebuch die Art der Aktivität je nach Sportart unterschiedlich verfolgte: Beim Laufen erfasste ich genau die Trainingsform, nicht aber den Anlass, beim Radfahren eher den Anlass – und beim Laufen war die Frage „Indoor oder Outdoor“ über die Sportart erfasst, beim Radfahren über Anlass/Trainingsform.

Nun ist gerade der große Wurf im Gange: In der überarbeiteten Version meiner Trainingsdatei werden nun Sportart, Anlass, Trainingsform und Sportgerät erfasst werden. Dazu habe ich meinen spaßigen „Streak-Nachverfolgungs-Tab“ gecancelt und stattdessen einen Trainingsplan-Tab geschaffen. Die dort definierten Trainingsformen und ob’s geklappt hat, können bei jeder Aktivität ausgewählt werden – mit einer Eingabe-Kontrolle. Damit wird dann erfasst, ob ich in der jeweiligen Woche das richtige Training durchgeführt habe und ob’s funktioniert hat. Ein Schmerz- und Krankheitstagebuch habe ich auch integriert, so dass ich einerseits Schmerz, Krankheit und dergleichen nachverfolgen und mit restlichen Lebensumständen (mit dem Sport innerhalb der Datei, mit allem anderen aus der Datei heraus) korrelieren und Schlüsse ziehen kann, andererseits meine Kilometer- und Zeitziele im Training (meistens als Kilometer, Zeit, Übungswiederholungen pro Tag im Jahresschnitt definiert) automatisch um 1/365 für jeden Kranktag abschwächen kann.

Noch ist’s nicht fertig, aber mächtig in Arbeit. Vor allem anstrengend wird werden, die Kompatibilität mit vorher (insbesondere für’s laufende Jahr in der Bilanzierung) darstellbar zu halten. Der Rest funktioniert denke ich ganz gut. Ich bin sehr gespannt, wann und was ich davon hier präsentieren können werde.

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