Der 88 mylliGram Schokoriegel

Ich schreibe seltsamen Kram? In der Tat, die Überschrift ist ziemlich komisch. Was zum Henker sollen mylliGram sein? Warum sind es nicht Milligramm (mg) oder Mikro- oder meinetwegen Mykrogramm, wenn es unbedingt sein muss (µg)? Tja, das frage ich mich gerade auch. Aber ich habe es doch geschrieben, möchte man einwenden… nun, ich habe es geschrieben, weil ich es geträumt habe. Heute Nacht habe ich WIRKLICHEN Unfug geträumt, gemischt mit Versatzstücken aus der aktuellen und der vergangenen realen Welt, so dass es ein ziemlich bedrückendes, etwas zusammenhangloses Theaterstück ergab. Die folgenden drei Absätze sind repräsentative Auszüge.

In einer Szene saß meine Oma, die seit vielen Jahren tot ist, auf dem Rücksitz des schwarzen Aygo, den ich gar nicht mehr besitze. Ich starrte auf einen von mir gezogenen, positiven Corona-Test. Meine Oma, bei ihrem Tode war sie über 80 – sagte mir, sie habe die Krankheit schon fünfmal gehabt. Ob mich das beruhigen sollte, weiß ich nicht – sie sagte es nicht so, als solle es mich nicht beruhigen und das tat es auch im Traum nicht.

Später waren mein Mann und ich in einer Bar, die aber bestuhlt war wie ein Klassenzimmer, und ich traf ehemalige Mitschüler, die mir erzählten, dass einer von ihnen jetzt in Frankreich sei. Dann erzählte ich, was ich nun tue, und sie zweifelten erst an, dass ich Strahlenschutz könne, doch dann erzählte ich ihnen von meinem Werdegang – dem realen – und plötzlich waren sie beeindruckt. Einer der ehemaligen Mitschüler – der, der jetzt in Frankreich sei, was er, wie ich glaube, in der Realität nicht ist – wollte mit mir tanzen. Ich tat’s, um mit ihm zu reden und machte mir Sorgen, dass mein Mann eifersüchtig sein könnte, war er aber nicht. Ich weiß ja, dass er mir vertraut – wenigstens das war auch im Traum eine Gewissheit.

Dann saßen mein Mann und ich wieder in der Klassenzimmer-Bestuhlung der Bar und zwei Mädchen stritten sich mit ihrer Mutter um Schokoriegel. Im Hintergrund sang P!nk vom „Achtundachtzig Mylligram-Schokoriegel-to-go“, und tatsächlich lag ein Schokoriegel auf dem Tisch, auf der Verpackung stand 80 g Gesamtmasse, Schokolade 88 yG (was mein Kopf eindeutig zu 88 mylliGram, mit einem „m“ am Ende) machte.

Dann wachte ich auf. Jetzt trinke ich Tee und einen Espresso, mache einen Corona-Selbsttest und frage mich, was zum Henker mein Kopf mit diesem Unfug verarbeiten wollte, den ich geträumt habe.

3 Kommentare zu „Der 88 mylliGram Schokoriegel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..