Draufsetzen und reintreten

Wir waren heute mal wieder einkaufen – wie eigentlich jeden Samstag. Wir haben das mit meinem Stahl-Alltagsrenner mit Anhänger und Holgers Alu-Tourenrad erledigt, wie eigentlich jeden Samstag. Da ist für uns nichts Spezielles mehr dabei, auch wenn ich zugeben muss: Schnee und knapp über dem Gefrierpunkt Anfang April sind doch eher hartes Brot, wenn man bedenkt, dass es vorvergangene und vergangene Woche teils richtig schön warm war.

Als wir dann an einer Theke gefragt wurden, anhand unserer Bekleidung, ob wir mit dem Rad einkaufen seien, meinte ich: „Ja, klar.“ Ich vergaß sogar zu erwähnen, dass wir die Wahl gar nicht mehr hätten, selbst wenn wir sie wollten – wir haben ja kein Auto mehr. Die Dame hinter der Theke fragte daraufhin merklich konsterniert: „Wie können sie bei diesem Wetter mit dem Rad einkaufen?“

Ich antwortete nur lapidar: „Naja, ganz einfach. Draufsetzen und reintreten.“ Möglicherweise klang es auch eher ein bisschen dialektbehaftet: „Naja, ganz oifach. Druffhocke und neitrete!“

Aber darauf läuft es hinaus. Es geht ganz einfach. Es mag kalt an den Fingern sein, aber hey, daran gewöhnt man sich bis zu einem gewissen Grad. Am Ende des Tages ist es die Frage: Kann ich damit leben, dass ich halt nach draußen muss? Wir haben diese Frage ein Jahr lang gestellt und immer, immer wieder mit „Ja!“ beantwortet. Nun ist es ganz einfach. Eben draufsetzen und reintreten.

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