Kalt, glatt, windig, nass

Ich habe meinen Arbeitsweg in diesem Winter schon bei Kälte, bei Sturm, strömendem Regen und heute morgen bei stellenweise Reifglätte und gefrorenen Pfützen absolviert – mit dem Rad. Mein Mann fährt ja schon seit geraumer Zeit bei jedem Wetter – und ich nun eben auch.

In diesem Jahr habe ich bislang ungefähr gleich viele Homeoffice- und Präsenztage, und an allen Präsenztagen habe ich Hin- und Rückweg zum Büro mit dem Rad bewältigt. Ich kam nie in die Versuchung, stattdessen Straßenbahn oder gar Auto zu fahren. Ein paar Mal habe ich es ein bisschen verzögert, wann ich morgen loskam, ganz einfach, weil die Dunkelheit zusätzlich zu Kälte, Nässe und/oder Wind doch ein bisschen an der Motivation zehrt. Aber ich hab’s dann doch immer rechtzeitig zu Besprechungen oder Telefonaten geschafft. Extra-Arbeitszeitausgleichtage wegen des Wetters habe ich auch nicht genommen.

Wie es scheint, ist mein „Mit dem Rad zur Arbeit“ tatsächlich winterfest genug, um auch mal über das Abschaffen des ÖPNV-Monatstickets nachzudenken. Die Frage stellt sich erst ab dem Sommer, denn so lange läuft mein Abo noch. Freilich ist so ein Abo eine feine Sache, wenn man einfach einsteigt, ohne drüber nachzudenken, wo man nun ein Ticket herbekommt. Aber siebzig Euro im Monat, um in wenigen Monaten ein, zweimal zu fahren und in vielen gar nicht, das lohnt sich einfach nicht. Da ist das Geld in Fahrradkomponenten besser angelegt.

Schon komisch. Ich fahre erst seit gut 26 Monaten wieder Rad, und erledige meinen Alltag schon so total auf zwei Rädern.

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